BRIEFE AUS DEM JENSEITS -DDR KZ Berlin Rummelsburg / „Rummeline“ 1982-1985 An den LDH Oberst Schmidt Bock, aus der „Verbotenen Zone“ – Haus 3 – Absonderungszellen

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Nach dem ich  in der Absonderung des Haus 3 am 16.12.1984 meinen Hungerstreik dem Erich Honecker und der Obrigkeit einschliweßlich Armeegeneral und Minister des MfS Erich Mielke  schriftlich begründet für den 20.12.84 angekündigt hatte, wurde ich sofort in das Haus 8 verlegt in die dortige Absonderung – obere Etage – letztes Fenster, zum Haus 10.                                                                                                                                                           Das Schreiben wurde  zwiachen 20-14.12.gefertigt und übergeben unter Protest.

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Haus  8 – Absonderung und Abschirmung

Es würde sich nicht ziemen, Dir par Zeilen nicht zu richten. der verleugnet meine Offiziersehre und meine Bildung und mein Land. Inzwischen muss Dich die Erklärung, die einem Deiner Speichellecker gwapiwlt wurde erreicht haben, fall ´s  die es Dich überhaupt  für würdig halten sollte, darüber zu informieren. Dank  meiner Gefährlichkeit und der Wahrheit über diesen grausamen Mord, durchgeführt unter Deiner Obhut, entriss ich mich am 7.12.84 zum zweiten Mal und diesmal endgültig aus dem diesmal verschärft und unbefristet angesetztem Arrest, trotz deinem humanen Befehl. Am 20.12.84 fange ich diesen Kampf an. Vielleicht wird man über dieses Land ein reales Bild bekommen. Mein Land erwartet von mir ungebeugt und ungebrochen zu fallen. Du bist Zeuge für meine Haltung gewesen und keiner kann mich verleumden. Man hat mich meiner persönlichsten Dinge beraubt, das einzige Bild meiner Familie entrissen mir die Spitzel samt der letzten Briefe von Mutter und Frau. DAS war gemeiner als dieser Mord. Seit September  bekomme ich die Briefe nicht mehr ausgehändigt und ich bitte auch nicht darum, dadurch schneidet ihr von euer eigenes Fleisch.   Wenn Du ein Mensch bist, Grund daran zu zweifeln habe ich genug, wirst Du einen Deiner Stiefellecker beauftragen mir die alte BORBA auszusuchen und rüberzuschicken. Wenn das sofort passiert werde ich wissen daß Deine Schulterstücke was wert sind, wenn aber keine Zeitung kommt, bestätigt sich daß das Ganze durch SS ( STASI ) gelenkt wurde und den Ermordeten fragt man nicht nach dem letzten Wunsch. Es wird eine Befreiung für mich sein, von Schmerzen und Euren Folterungen und Misshandlungen. Gesund hätte ich es durchgezogen bis 1989, aber ich bin massakriert, aufgepfählt und gekreuzigt worden und ein durch Krebs in Zersetzung begriffener Körper hat seine Grenzen. Dafür dass ich es trotzdem packe alles zu nehmen, ohne von meiner Ehre einzubüßen bist Du als  Täter der Zeuge. Frohen Mutes gehe ich dem Sieg entgegen, möge mein Tod Freiheit für Ilija und Karlo bringen und mein Land, Titos Land vor EUCH warnen *

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Aus dem ersten Arrestgang an Oberst Schmidt Bock – Leiter des Hauses 6

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Eingabe an den Feind…LDH Oberst Schmidt Bock aus dem Arrest am Berlin, 8.1.84  Eingabe

Werter Herr Oberst !                                                                                                            Bin jetzt seit 30.12.83 im Einzelarrest. Es tut mir Leid, daß ich Sie enttäuscht habe. Hiermit beschwere ich mich wegen der Abfertigung.( Verbringung). Man hat mir nicht mal die Gelegenheit gegeben  Zahnbürste und Rasierzeug auf den Weg zu nehmen. Statt dessen bekam ich benutzte Zahnbürste und Rasierzeug – was ich abgelehnt habe. Beim Gang in die Freistunde hat man mich zweimal gezwungen die Ohrenschützer hoch zu klappen. Man beanstandete meine Bewegungsrichtung bei der Freistunde.                                             Die Kluft zwischen MED-Dienst färbt auf die SV ab und nach dem ich Protest wegen Nichtvorstellung beim  „behandelnden Arzt“ Dr. Zels ( IMS „Nagel“* ) einen Löffel gebrochen habe ( unter Annahme ich hätte es verschluckt ?!? – so was Dummes) habe ich täglich mit solchen kleinen Schikanen, (meiner Auffassung nach) zu tun. Wenn es sein soll, bitte. Aber geben Sie mir Zahnbürste und Rasierzeug, damit man mich nicht zwingt mich mit fremden Rasierer zu rasieren. Ich danke Ihnen  PS. Ihre Worte: „Sie sind nur ein Strafgefangener“ fand ich in einem Buch und jetzt weiß ich was das ist – das ist weniger wie ein Wurm, steht da drin.  Strafgefangener Adam Lauks.

Zu jenem Zeitpunkt konnte ich nicht ahnen was alles auf mich noch zukommt. Es gab keine wöchentliche  Arresttauglichkeitskontrolle. Warum ich vorgab Löffel geschluckt zu haben, war nicht aus Protest, sondern war  es nur ein Test. In solchen Fällen werden die Gefangenen sofort ins Haftkrankenhaus Leipzig gebracht und der Löffel wurde rausoperiert. Als nichts passierte wußte ich dass ich lebend nicht mehr rauskomme.

Im September  1982, nach der Operation im Haftkrankenhaus Leipzig Meusdorf  sah ich einen Frischoperierten im Intensivzimmer in den Schläuchen liegen. Später begegnete ich ihn auf dem Flur. Ihm wurde der Magen zum 12 oder sogar zum 13 Mal aufgeschnitten! Ich kam aus dem Staunen nicht raus. Er wäre ein FKS.( FremdKöärperSchlucker * ) meinte  die lebende Leiche die nur noch aus Knochen mit bespannter Haut bestand. Fremdkörperschlucker ist die fachliche Bezeichnung. Ob er aus Waldheim oder Festung Torgau kam weiß ich nicht mehr. Aber er hat das schon zum 12 oder13 Mal getan -Alulöffel geschluckt, und jetzt ist er hier, wie im Sanatorium, im Urlaub. Vier Wochen  bleibt er, die Zellen sind hier so hell, groß und keine Blenden davor. Das war der Sinn meiner Ansage, um zu testen ob ich ins HKH kam. Jegliche Reaktion blieb aus, es wurde nicht mal der MED-Dienst benachrichtigt. Dadurch hatte ich die Gewissheit, dass man mich verrecken lassen würde mit dem verschluckten ALU-Löffel, und dass es kein Nachhause geben wird, nicht lebend. Einen Tag später schrieb ich die Erklärung nieder: Keine weitere medizinische Behandlung im Strafvollzug der DDR! ( 9.4.84* )

Hauptstrasse Nr. 8, 1034 Berlin: Strafvollzugseinrichtung Berlin Rummelsburg – „Rummeline“

Aust der Arrestzelle ( 1.-21.8.84) geschrieben an den Leiter des Hauses am 03.08.1984 – Es war Krieg und ich führte die Angriffe mit unverminderten Härte mit dem was mir zur Verfügung stand… mit Papier und Bleistift.

Berlin , den 34. Geburtstag am 28.7.84 / vom Sterbebett geschrieben / Arrestzelle Haus 3 , Zu Hdn des Leiter des Hauses 6 Herrn Oberst – Seite 120 der Erzieherakte. ( E-Akte betrug 1080 Seiten )

bei dieser Art und Weise des Benehmens bin ich zu keiner Aussprache bereit. Gen P. ( OKS ) informieren – Leiter“ Der verkalkte Oberst  Schmidt-Bock hatte nicht geschnallt und nie erfahren wo mein Schreiben  6 Tage gewandert war bevor es am 3.8.84 an seinem Tisch lag.

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DIE SCHÖNABSCHRIFT:

Sehr geehrter Herr Oberst!

Ich habe keine Zeit Dir die Symtome der schweren Krebserkrankung zu schildern, schon aus dem Grunde nicht, Euch zu verraten, wie weit der Zerfall schon ist. Mein Tod und die Schande die auf Dein Land und auch an Dich fällt, kann nichts mehr abwenden, das ist Dir nichts Neues! Mir und meinem Land SFRJ ist klar, daß es sich um einen Mord handelt, ein beispielloses in der Geschichte unserer Beziehungen!

Hiermit teile ich auch Dir mit, das ALLES und nicht nur bei mir zu Hause !, bis in die Einzelheiten bekannt ist! Bis zur Amnestie, schaffe ich es nicht mehr, aber ich werde darum kämpfen obwohl es hoffnungslos ist.

Mein Staat wird der DDR gratulieren, vielleicht wird die Nachricht über meinen Tod bzw. Mord schon in die Welt hinausgehen. Genug davon! Solange DDR und SFRJ existieren wird der Name Laukls existieren, auch Du hast Deinen Beritrag geleistet und tust es immer noch. Du bist nur ein Schulterstück gewesen. Du wolltest von einem. auf eine so bestialische Art und Weise Ermordeten und so lange und so qualvoll Sterbendem Respekt haben ?!? Ich zollte es Dir als SG ( Strafgefangener* ) nicht, und heute als Major wäre es unter meiner Würde. Das jeder StVE Angehörige so mit Sicherheit behauptet, das ich kein Major sei, zeigt wie weit ihr euch in unsere Staatsangelegenheiten eingemischt habt, auch das wieder geplante Tod auf so fachmännische Art und Weise durchgeführt beweisen. Aber wir wußten davon.

Angenommen, ich wäre ein selbsternannter Major, die Illusion wird sich verflüchtigen; spätestens nach meiner Überführung nach WB ( Westberlin ) bin ich es gewesen. Sann werdw ich zum Oberstleutnant befördert.

Du musst wissen daß ich seit geraumer Zeit weiß, das es ein Krebs geworden ist und Dank der „medizinischen“ Betreuung  ( nach Weisungen und Befehlen des MfS * ) durch MED-Punkt Berlin, HK Leipzig Meusdorf, I Chirurgische Klinik Berlin – Buch und Charite so gedeien und ausarten konnte, das es nicht mehr angängig ist.                                            Nichts und Niemand kann mer ändern! Von Dir hängt die Größe der Schande die auf dieses Land fällt ab!                                                                                                                               Ich sehe vor mir die Bilder meiner Frau und meiner Kinder – durch die gemeine Krankheit durchzuckt – und frage mich, die Antwort bereits ahnend, wissend, ob Du mich nach Hause schickst, sofort und gleich, oder ob Du mich gier unter Qualen verrecken und verenden läßt? Ich bitte nicht darum! Mein Fluch soll Dich und Dein Land ewig begleiten, wenn ihr unmenschlich handelt!                                                                                                         Was Anderes: Ein Brief Nr. 13 ff an meine Frau ist nicht weitergeleitet ohne Begründung, ich weiß nicht warum. Meine letzte Bitte, gib den Brief zurück, ich lasse die Stelle aus. Jede Zeile, die ich ihr schreibe ist wichtig und sorge dafür, daß sie nicht unbegründet zurückgehalten werden. Die Öffentlichkeit wird sie bald verlangen, die Weltöffentlichkeit!! Erspare mir die Gesichtsschläge und Kehlgriffe Deines Abteilungsleiters Hauptmann Graupner, wenn Du mir keine Sonne und Luft mehr gibst, ich habe nichts getan! Keinem in der DDR und der Welt!!! Und Du ließet mich dahinmorden?!                                                Frage die Stasistümper, ob sie so sicher sind, daß ein Krebskranker ( Major* ) blufft?!

Trotzdem Gen. Oberst, anläßlich des 35. Jahrestages mein aufrichtiger Glückwunsch und ewiger Fluch meiner Frau und Kinder auf Euch alle! Major Adam Lauks * SFRJ* Ha, ha, ha!

 

  1. Mordversuch durch schleichende , monatelange Vergiftung durch  Verabreichung von Laxaniten mit contra indikatorischer Wirkung – siehe die pathologische Leberwerte vom Anfang Dezember!
  2. Diese Laborwerte wurden der Generalstaatsanwaltschaft der DDR als „unauffällig“, bzw. in einem anderen Schreiben al „erhöht“ befunden durch den ChA des MED-Dienstes OSL Dr. Erhard Zels, alias IMS „Nagel“ .

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Am 19.5.1982 stand mein VOLVO 244GLT vor der Rudolf-Seifertstrasse 54 geparkt

Das Tatfahrzeug in meinem Delikt blieb vor dem Haus stehen, als mich die HV IX zwecks Klärung eines Sachverhaltes mit 29 Mann angetreten, abholte.

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Berlin, den 24.8.84                                                                  KZ-Rummelsburg

ANSTATT STELLUNGNAHME

an den Gen. Oberst Schmidt – Bock,  Leiter des Hauses:

Nach dem ich am 21.8.84  nach drei Wochen Arrest im H 3 verließ und trotz meiner Bereitschaft wieder arbeiten zu gehen in EU – H3 (Haus 3 )?!? landete wurde ich aufgefordert über verbuddelte Kasieber Stellungnahme zu schreiben – das könnte man als mildernde Umstände nehmen! Wie weit geht denn Eure Bestialität in diesem Lande? Du weißt nicht seit gestern, daß ich durch Krebs zerfressen werde und noch vor der Amnestie sterben werde! Da, wo man einem nicht das Leben sondern das Sterben schwer macht fängt die Bestialität an. Und seit Januar ( Arrest 1.-21.8.) und anschließend drei Wochen Ans-Bett-Gefesselt-Sein ( Februar 84 wiederholtem Arrest im Aprill und 6 Wochen HK( Haftkrankenhaus Leipzig Meusdorf) und 6 Wochen EU ( Einzelunterbringung im Haus 3-seit 22.6.-1.8. von den Folterungen, mit Desinfektionsmittel, Schlägen Fußtritten, Demütigungen und Erniedrigungen macht ihr mir dasSterbem schwer. Wo sind die Grenzen Eurer Grausamkeit? Erklärung für alles: Euch ging es mit dem Mord nicht schnell genug; ohne das Aufgezählte hatte ich die Chance zu Hause zu sterben -und weil es ein beispielloserr Mord ist- soll und darg ich nicht raus. Ich zweifle auch nicht, daß Zels ( IMS „Nagel“) den angebotenen Zuckerbelastbarkeittest mit Gewalt durchführen wird – 1/2 Liter Zuckerlösung ist für den Krebskranken ein schneller Tod. Auch ohne das werde ich vor Oktober fallen. Die letzte Briefe an Mutter, Vater, Bruder schrieb ich gestern Ob ich an Frau schreiben kann, ich darf es erst am 1.9.84!? Und ob die Briefe 13;14;15;16 an meine Frau mit karten für Kinder abgegangen sind? ( Sie wurden zurückgehalten)

1. Die letzten 21 Tage ( Arrest) waren 21 Jahre und mehr und warum: 1 Wegen unerlaubter Verbindungsaufnahme mit Wolfgang Brzezinski WB – lag neben mir vor seiner Entlassung ( in der Absonderung Haus 3) – er ist euer Mann; 2.Wegen Störung des täglichenAblaufes- ich rief dem Budimir und Begovic zu daß ich Major bin und am Krebs sterbe- und Hauptmann Graupner schlug mir mit Faust ins Gesicht und drückte mir die Gurgel zu; ( am 27.7.84); 3. Nichtarbeit Ihr müsstet Euch selbst ankotzen wenn ihr ein Bißchen Menschlichkeit hättet. Es macht mich glücklich in meinen letzten Tagen euch zitternd zu sehen. Ich sehe eure Angst vor den verbuddelten Zetteln. Eure tegliche Filzungen iast für alle der beste Beweis für den Mord.

Oberst – wie kann sich die Stasi vor einem Ermordeten so erniedrigen und ihn um Stellungnahme bitten, ja wiederholt anhalten? So sehr seid ihr sicher, daß man es als Infarkt abjkaufen wird?!? und zittert vor kleinen Schnippseln. Am 9.4.84 sagteich Euch, daß ich Major des Diplomatenabschirmdienastes der SFRJ bin. Eure Angst es könnte etwas an Zettelchen sein beweist Eure Schuld. Alles ist bekannt ALLES. Auch daß der Rohne die genehmigte Decke nicht rausrückte und auch daß die  Oberleutnant Erzieher Mayer meine Haarschampoos stahl und mit Wasser nachfüllte, auch daß ich Obermeister Rohne neulich ins Gesicht speite. In Jugoslawien und draußen ist das bekannt. Mein Land wird mich gewarnt und bereit, von Krebs Zerfressenen bald zu empfangen und mich ehren und nie vergessen. Gib mir die Bilder von den Kindern und die BORBA, sei Offizier und nicht Speichellecker. Major Adam Lauks*

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******* Blatt 2

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LDH des Zuchthauses Berlin Rummelsburg

Über stasifolteropferadamlauks

I am 72 Years old and I I am still victim of torture in STASI-Prison in former GDR 1982-1985. I never reached Justice and satisfaction by Germany´s goverment after 40 Years injustice ! I am fighting for the implementation § TORTURE in Germany´s national low.
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