Psychiaterin Sonja Süß geborene Schröter – Staatlich bezahlte Geschichtsklitterung in der Gauck Behörde !?? – Es gab einen systematischen Mißbrauch der Psychiatrie in der DDR


Die „Gaucksche Aufarbeitung“ war eine  von den längst vor der Wende verbrüderten Geheimdiensten befohlen, kontrolliert und durchgeführt. Seit dem das vertrauliche Gutachten über die Einstellung von Hauptamtlichen des MfS in der Gauck Behörde vom Mai 2007 erst durch Wikileaks durchstochen wurde, hat Bundestagsbeauftragter für Kultur und Medien und seine engste Umgebung – Kabinet der Kanzlerin- erfahren dass der Budestag 17 Jahre lang von Gauck und Birthler vergauckelt ja betrogen bzw. samt allen Bundestagsabgeordneten verarscht wurde. „Die Aufarbeitung“ hat die STASI an sich geogen um  die Restbestände zu sichten,zu säubern und für  über 2,5 Mrd € bis 2015 zu verwerten. Dafür wurde Gauck von der STASI auserkoren, wenn man bedenkt dass ihn für den Leiter des Sonderbeauftragten IM Cerni Alias Lothar de Maiziere  am 25.9.1990 vorgeschlagen hatte und Bergmann-Pohl ihn drei Tage später in der Volkskammer dafür bestätigt hatte.

So wie die  Zuarbeit zu juristischen Aufarbeitung des DDR Untrechts eine Farce und Ver-gauckelung und Verdummung gewesen war – so ist auch die geschichtliche Aufarbeitug eine STASI, ich sage dazu STAZIS gesteuerte die an jenem 18.9.1990 im Haus 49 des Mielkes Ministerium zwischen den beiden Geheimdiensten vereinbart wurde, bzw. die die STASI dem Scäuble und dem Dr. Werthebach reindiktiert hatte in die  für 50 Jahre geheime ZUSATZVEREINBARUNG ZUM EINIGUNGSVERTRAG.

Frau Dr. Sonja Süß geborene Schröter war von der ersten „frei gewählten Volkskammer der DDR als Mitglied der Kommission delegiert worden, die die Vorkommnisse zu überprüfen in der zentralen Forensikeinrichtung der Verwaltung Strafvollzug der DDR des MdI: Spezielle Strafvollsabteilung Walldheim. 

Hatte das Ehepaar Süß  auch eine Emfehlung von IM Cerny oder Frau Bergmann Pohl erhalten um in die auck Behörde  aufgenommen zu werden um unter den geprüften Trägern und Vollstreckern der DDR Diktatur zu forschen, ihre Dissertation zu machen, die kaum von jemandem erwähnt wird!?

Die Kommission  hatte  nach derWende ihre Arbeit eingestellt – es gab Wichtigeres zu tun, beim pastoralen Vergangeheitsbewältiger für harte Währung. Dafür schon unterschrieb Frau Sonja Süß auch die Verschiegenheitsverpflichtungserklärung dem Begünstigten des MfS Joacim Gauck gegenüber, der nun  über Nacht  vom 2./3.10.1990 dem so verhassten imperialistischem System  LOYAL wurde.

Wie bitte schön kann bei der Arbeit der Dr. Sonja Süß von einer wissenschaftlichen Arbeit die Rede sein, wenn  man als Quelle  diese Aktenlage sieht !??? Damit ist der Beweis geführt, dass auch die geheimdienstlich verordnete und seit 25 Jahren durchgeführte geschichtliche Aufarbeitung, diesem Falle der Forensik in der DDR, eine  Farce – Verdu-mmung und Veruckelung der Nation und des Deutschen Volkes ist, für die der Bundespräsident Joachim auck zeichnete 10 Jahre lang !?Scan_20151217 (4)

Band 1 des IM Vorgangs fählt komplett oder wurde  mir noicht vorgelegt… wurde er  der Frau Sonja Süß in der Außenstelle Leipzig oder in Berlin vorgelegt ! Fand die Vernichtung des Inhalts vor ihrem Studium oder danach statt !?? Oder beim Studium der Akte !??

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Es gibt ohne Zweifel schwierige, lästige, nervige, zeitfressende und Aufmerksamkeit heischende MitbürgerInnen. Manche mag man als gestört, andere vielleicht sogar als gestört mit Krankheitswert oder psychisch krank bezeichnen. Bei der einen oder anderen mag auch die Bezeichnung „querulatorisch“ angebracht sein. Das ist das eine. Das andere ist: dürfen solche Menschen, die schwierig, lästig, nervig, gestört oder querulatorisch erscheinen mit Hilfe der – forensischen – Psychiatrie einfach weggesperrt werden, um sie „ruhig zu stellen“ oder gar gefügig zu machen?
Psychiatriemissbrauch ist auch keineswegs auf Diktaturen, „rückständige“ Länder oder auf die Vergangenheit beschränkt, sondern es gibt ihn fast überall, quasi ein zeitloses Phänomen. Natürlich auch in Deutschland. Die Macht braucht Helfer, um vermeintliche Gegner oder Unbotmäßige kalt zu stellen oder zu disziplinieren. Und genau hierfür scheint sich die Psychiatrie – damals wie heute – bestens zu eignen. Es lohnt daher, diesem Phänomen eine eigene Seite einzurichten, um das vielfältige (Vergleichs-) Material und die Fallstudien für ein besseres Verständnis zu nutzen, insbesondere das Ausmaß menschlicher, beruflicher und wissenschaftlicher Fehlleistungen.
Es geht auch nicht nur um Einweisung und Verwahrung, sondern um angemessene, respektvolle Behandlung. Nachdem z.B. die forensischen Psychiatrien und Maßregelvollzugsanstalten oft keinen echten, transparenten und wirklungsvollen Kontrollen unterliegen, sind dort zahlreiche Fehlleistungen (Falschdiagnosen, Falschbehandlungen, Überdosierung, Zwangsbehandlung, Fixierung, Isolation, Schockbehandlungen, Medikamentenversuche, Mobbing und andere Schikanen) bis hin zu folterähnlichen „Behandlungen“ gang und gäbe. All diese Missstände gehören für die Öffentlichkeit dokumentiert und aufgeklärt.

Die Seite ist im Aufbau und kann Unterstützung, Anregungen und Kritik gebrauchen.

 Missbrauch der forensischen Psychiatrie durch Staat, Justiz, Polizei und Verwaltung und einer willfährigen Psychiatrie selbst.

Links an der Wand ist die Holzpritsche , tagsüber hochgeschlossen. Zur Essenausgabe werden Tischchen und hocker nach Außen geschwenkt, bestückt und mit dem Essen zurück geschwenkt. Für die Nachtruhe wird die Pritsche entriegelt und man bekommt eine Decke reingereicht, oder reingeworfen, ... oder auch nicht.

Links an der Wand ist die Holzpritsche , tagsüber hochgeschlossen. Zur Essenausgabe werden Tischchen und hocker nach Außen geschwenkt, bestückt und mit dem Essen zurück geschwenkt. Für die Nachtruhe wird die Pritsche entriegelt und man bekommt eine Decke reingereicht, oder reingeworfen, … oder auch nicht.

So wie die Untersuchungen eingefädelt waren, stellt sich aber die Frage nicht nur, ob die Kommissionäre nichts finden konnten, vielleicht nichts finden wollten, sondern auch, ob sie bei allem Aufarbeitungsgetön der Auftraggeber am Ende gar nichts finden sollten. Es scheint, sie waren Teil und bauten mit an einem Potemkinschen (Aufarbeitungs-)Dorf, das aufwendig angelegt wurde, ein vorgefaßtes Ergebnis („kein systematischer Psychiatrie-Mißbrauch in der DDR“) zu bestä- tigen, Ergebnis einer abgeschotteten Kungelei, zu dem sich eine Unzulänglichkeit an die andere reiht, eine Falschaussage die andere „stützt“

Andere bestätigt: Psychiatrie und Staatssicherheit in der DDR

11.03.1999

„Sonja Süß: Politisch mißbraucht? Psychiatrie und Staatssicherheit in der DDR. Wissenschaftliche Reihe des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes, Band 14. Ch. Links Verlag, Berlin 1998. 776 Seiten, 58,- Mark.

Nach der politischen Wende in Deutschland wurden erhebliche Vorwürfe wegen eines generellen politischen Mißbrauchs der Psychiatrie in der DDR erhoben. Untersuchungskommissionen in den meisten neuen Bundesländern überprüften darauf die psychiatrischen Behandlungs- und Einweisungspraktiken zu DDR-Zeiten. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr die Kommission, die sich mit den Vorwürfen gegen das psychiatrische Krankenhaus Waldheim als „Stasi-Folterklinik“ und den Anschuldigungen des ehemaligen sächsischen Innenministers Heinz Eggert gegen seine Behandlung im psychiatrischen Krankenhaus Großschweidnitz beschäftigte.

Ein Kommissionsmitglied, die 1957 in Thüringen geborene Nervenärztin Sonja Süß geborene Schröter, widmete fünf Jahre intensiver Forschung der Aufarbeitung als Mitarbeiterin der Gauck Behörde von Verknüpfungen zwischen psychiatrischer Wissenschaft und politischer Macht in der DDR. Das Werk der seit Mitte der achtziger Jahre in der Bürgerbewegung aktiven Autorin ist der Bürgerrechtlerin und Nervenärztin Erika Drees gewidmet, die trotz andauernder politischer Verfolgung, einschließlich Haft, jahrzehntelang als Psychiaterin zum Wohle ihrer Patienten tätig gewesen ist.

Die zentrale Aussage der Monographie, die insbesondere auf der Analyse Hunderter Akten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) basiert, entkräftigt ein Vorurteil: Anders als in der Sowjetunion oder in Rumänien ist die Psychiatrie in der DDR nicht systematisch als staatssicherheitsdienstliches Instrument zur Verfolgung politischer Gegner mißbraucht worden.

Damit wird kein „Persil-Schein“ ausgestellt; es hat politischen Mißbrauch gegeben, aber in Einzelfällen, die sehr differenziert dargestellt werden. Häufige Rechtsverletzungen mit systematischem Charakter sind bei den polizeirechtlichen Psychiatrieeinweisungen zu verzeichnen. Unter Verstoß gegen das Einweisungsgesetz der DDR wurden psychisch Kranke oder Alkoholabhängige, die als potentielle „Störer“ betrachtet wurden, bei „gesellschaftlichen Höhepunkten“ wie Sportfesten und Parteitagen widerrechtlich festgehalten.

In dem Kapitel über „inoffizielle Mitarbeiter im Gesundheitswesen“ wird als zentrales Anliegen der Stasi weniger eine Bespitzelung von Patienten als vielmehr eine gegenseitige Kontrolle des medizinischen Personals zur Unterbindung von Fluchtbewegungen und zur generellen Überwachung der als politisch unzuverlässig geltenden medizinischen Intelligenz dargestellt. Nach Schilderung der Autorin waren 35 Prozent der Ärzte Inoffizielle Mitarbeiter (IM).

 

 

Auffällige Unterschiede ergaben sich bei der Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht zwischen Psychiatern und Ärzten anderer Fachrichtungen. In 62 Prozent der IM-Akten von Psychiatern sind Schweigepflichtsverletzungen dokumentiert. Bei Vertretern anderer Fachrichtungen sind es „nur“ 21 Prozent.

Beispiele dafür, daß die Führungsoffiziere der Staatssicherheit die psychiatrische Krankenbehandlung hätten beeinflussen wollen oder können, etwa um einem Kranken durch bewußte Fehltherapie zu schaden, finden sich nicht. Staatssicherheit und Gesundheitswesen zeigen sich als Institutionen, die unter Anleitung und Kontrolle durch die Partei keineswegs harmonisch zusammengearbeitet, sondern jeweils eigene Interessen verfolgt haben.

Die Autorin stützt ihre Befunde auf belegbare Tatsachen, die durch einen umfangreichen Apparat von Anmerkungen und Fußnoten dokumentiert werden. Unter dem Stichwort „Kolportage von Stereotypen“ setzt Frau Süß sich mit der Literatur über ihr Thema auseinander. Auch methodische Grenzen, zum Beispiel bei der Interpretation von Gutachten, werden erörtert.

Großen Umfang nimmt die Schilderung der historischen und politischen Rahmenbedingungen in bezug auf das gesamte Gesundheitswesen der DDR ein. Hier wird auch die Geschichte Eggerts dargestellt. Gesonderte Kapitel beschäftigen sich mit den politischen Hintergründen des Verhaltens von Fachvertretern der Ostblockländer im Weltverband für Psychiatrie 1971 bis 1989 und mit dem eigenen Zentralen Medizinischen Dienst der Staatssicherheit, der die psychisch destruktiven Folgen repressiver Tätigkeiten bei ihren Verursachern dokumentiert.

Die Autorin belegt, daß psychologisches Fachwissen für MfS-Zwecke unter dem Etikett „Operative Psychologie“ systematisch ausgebeutet wurde und wertet das als typisches Beispiel für die Akademisierung der Kaderausbildung in den sechziger Jahren. Neben einem umfangreichen Literaturverzeichnis, Ortsregister und Erläuterungen DDR-spezifischer Abkürzungen enthält das Werk auch ein umfangreiches Personenregister, in dem die einst für das Ministerium für Staatssicherheit tätigen Psychiater namentlich aufgeführt sind. Einige von ihnen praktizieren heute noch.

MANFRED GASPAR

Politisch mißbraucht? – Psychiatrie und Staatssicherheit in der DDR

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.1999, Nr. 59 / Seite 10″

Links an der Wand ist die Holzpritsche , tagsüber hochgeschlossen. Zur Essenausgabe werden Tischchen und hocker nach Außen geschwenkt, bestückt und mit dem Essen zurück geschwenkt. Für die Nachtruhe wird die Pritsche entriegelt und man bekommt eine Decke reingereicht, oder reingeworfen, ... oder auch nicht.

Links an der Wand ist die Holzpritsche , tagsüber hochgeschlossen. Zur Essenausgabe werden Tischchen und hocker nach Außen geschwenkt, bestückt und mit dem Essen zurück geschwenkt. Für die Nachtruhe wird die Pritsche entriegelt und man bekommt eine Decke reingereicht, oder reingeworfen, … oder auch nicht.

Die erste Forensikabteilung in Deutschland für die Strafgefangenen der DDR wurde im Zuchthaus Waldheim gegründet.

Stätte des Grauens und persönlicher Entwürdigung und Untergangs - Endstation - Jenseits auf Erden

Stätte des Grauens und persönlicher Entwürdigung und Untergangs – Endstation – Jenseits auf Erden

„Politische Säuberung nach 1945 scheiterte
Einer, der auch gebraucht wurde, war Dr. med. Johannes Kuniß. Er hatte in der Nazizeit in der Anstalt Zschadraß gearbeitet und war zeitweilig zu Wischer nach Waldheim abgeord-net worden; die Orte liegen nah beieinander. Zschadraß aber war wie Waldheim Zwischen-station für die Mordanstalt auf dem Sonnenstein.

Nach vier Jahren sowjetischer Lagerhaft konnte Kuniß in Waldheim wieder anfangen zu arbeiten; er blieb, allseits geschätzt, bis zur Pensionierung. Denn Ärzte waren in der SBZ und frühen DDR knapp, unbelastete sogar rar. Die Zentralverwaltung Gesundheit der SBZ gestand jedenfalls schon 1948 ein, dass es nicht gelungen sei, die ehemaligen Nazis unter den Chefärzten „in stärkerem Maße zu eliminieren“. In der Tat, so resümiert Anna-Sabine Ernst: „Gemessen an den anfänglichen hohen Ansprüchen muss die politische Säuberung bei den Medizinern als gescheitert gelten.“

Mit einer Enthüllungsstory kam die Illustrierte „Stern“ im Frühjahr 1990 heraus, kurz nach der „Wende“, als sich so mancher Westler neugierig, ahnungslos und voreingenommen in den unbekannten Osten aufmachte. Unter der Schlagzeile „Wo die Stasi foltern ließ“ berichtete die in Westdeutschland sehr bekannte, so geschätzte wie angefeindete Journalistin Uta König über die Nervenklinik, die inzwischen als Abteilung der nahe gelegenen Großanstalt Hochweitzschen firmierte. Deren Chefarzt, Dr. med. Wilhelm Poppe, war nebenbei auch für die Waldheimer Nervenklinik zuständig, einmal die Woche, für fünf Stunden und 200 Patienten.

Was hatte es mit der „Psychofolter“ im „Stasiknast“ nun auf sich? Uta König war von einigen jungen Mitarbeitern der Waldheimer Nervenklinik auf acht Patienten ange-sprochen worden; die Mitarbeiter vermuteten politische Zusammenhänge bei der Ein-weisung. Eine vom DDR-Gesundheitsminister eilends eingesetzte Untersuchungsko-mmission überprüfte zwischen Mai und Juni die Fälle, eine weitere, eingesetzt von der ersten frei gewählten Volkskammer, widmete sich im Oktober 1990 erneut den Vorgängen. Deren Berichte ließen auf drei Unterbringungen mit einem gewissen politischen Hintergrund schließen, bestätigte der Dresdener Psychiater Dr. med. Herbert Loos bei einem Workshop 2006 in der Sächsischen Landesärztekammer. Loos hatte 1990 eine der Untersuchungskommissionen geleitet. Zwei dieser Fälle kamen unter direkter Mitwirkung des MfS zustande, ein weiterer betraf einen Sportfunktionär, der zeitweilig interniert wurde, um ihn vom Turn- und Sportfest 1983 in Leipzig fernzuhalten; man befürchtete, er werde wegen einer psychotischen Episode die Veranstaltung stören. Die beiden Fälle, in denen die Stasi nachweislich mitmischte, betrafen zum einen einen Stasizuträger, der sich als Alkoholiker entpuppte und dem die Stasi eine „gesicherte Unterbringung“ verpassen wollte, zum anderen einen Mann, den die Stasi vermutlich erpressen wollte. Er wurde in der Isolierzelle der Waldheimer Nervenklinik buchstäblich „eingebunkert“, vom MfS innerhalb und außerhalb der Klinik stundenlang verhört und nach drei Wochen wieder entlassen, weil die Beweisführung für eine Anklageerhebung nicht ausgereicht habe. Ein medizinisch/psychiatrischer Grund für die Einweisung war nicht zu ermitteln. Ein eindeutiger Missbrauch der Psychiatrie, stellten die Untersuch-ungskommissionen fest.

Einen Missbrauch der Psychiatrie wie in der Sowjetunion habe es in der DDR jedoch nicht gegeben, resümiert Sonja Süß in ihrem Standardwerk über Psychiatrie und Stasi. Die DDR habe eine elegantere Lösung für ihre Probleme mit Dissidenten gehabt, erklärt Süß mit leichter Ironie: „Sie konnte unbequeme Kritiker in die Bundesrepublik abschieben und dafür auch noch beträchtliche Geldsummen kassieren.

Bei der Untersuchung der Waldheimer Zustände stellten sich 1990 indes erschreckende Missstände -heraus: erbärmliche Unterbringung der Patienten, Übergriffe des Pflegepersonals, eigenwillige Behandlungsmethoden – Hirnoperationen und Kastrationen – des Chefarztes Poppe und willkürliche Isolierung von Patienten im „Bunker“.

Eine Erinnerung an die Waldheimer Prozesse gibt es, einen Gedenkstein für die Opfer der NS-Krankenmorde sucht man vergeblich. Foto: Norbert Jachertz

Poppe wurde wegen der eigenartigen Operationen und der extensiven Isolierung von Patienten 1993 angeklagt und nach einigem Hin und Her 1998 freigesprochen. Ihm sei nicht zu widerlegen gewesen, aus medizinischen Gründen gehandelt zu haben. „Dass Dr. Poppe ungestraft körperverletzende Behandlungsmethoden an wehrlosen Patienten und Patientinnen praktizieren konnte“, erklärt Süß damit, dass es in der DDR an öffentlicher Kontrolle gefehlt habe. Eine zweite Schlangengrube vom Kaliber der Waldheimer Anstalt habe es jedoch, davon ist Süß überzeugt, in der DDR nicht gegeben, wenn auch die Betreuungsbedingungen in vielen psychiatrischen Einrichtungen miserabel gewesen seien.* @

Die Kommission der DDR-Volkskammer fand schließlich noch heraus, dass Poppe als inoffizieller Mitarbeiter (IM) Seidel der Stasikreisstelle in Döbeln zugearbeitet hatte, auch unter Bruch der Schweigepflicht. Es mag sein, dass die Einweisungen, bei denen das MfS mitmischte, auch diesem Zusammenspiel zu verdanken sind.

Hinter den Mauern der Strafanstalt Waldheim war die Stasi ständig präsent. Sie hatte ein Büro im Haus und „natürlich auch ihre Zuträger“, auch hatte sie „jederzeit Zutrittsrecht“, weiß ein Kenner der Verhältnisse. Aber nicht im Krankenhaus, versichert der frühere Gefängnisarzt Dr. med. Siegfried Hillmann, „hier mussten sie sich vorher anmelden“. Gemeint ist das Haftkrankenhaus, nicht zu verwechseln mit Wischers Heilanstalt oder Poppes Nervenklinik. Das Haftkrankenhaus knüpfte an eine ältere Tradition an, denn schon 1876 wurde die „Irrenanstalt bei der Strafanstalt Waldheim“ gegründet. Anfang der 60er-Jahre baute Dr. med. Manfred Ochernal eine psychiatrische Beobachtungsabteilung in Waldheim auf. Hier kam es ganz offiziell zu Einweisungen durch das MfS, denn das MfS war nach DDR-Recht ein staatliches Untersuchungsorgan und vergab somit auch Gutachtenaufträge an Ärzte, so auch an die Waldheimer Psychiatrie im Strafvollzug. Ochernal wechselte später als Professor für Forensische Psychiatrie an die Berliner Humboldt-Universität und gab jährlich 30 bis 40 Gutachten über politische Häftlinge im Haftkrankenhaus des MfS in Berlin-Hohenschönhausen ab. 1991 wurde er interviewt, wiederum von Uta König im „Stern“. Sie warf ihm vor, mit seinen Gutachten politisch unbequeme Bürger, die nicht geisteskrank gewesen seien, in die Psychiatrie gebracht zu haben. Ochernal, dem die harten Interview-Usancen offenbar nicht bekannt waren, beging den Fehler, den Vorwurf nicht sofort kategorisch zurückzuweisen. Und so blieb etwas hängen, wenn auch Ochernal selbst der Überzeugung war, korrekt begutachtet und differenziert geurteilt zu haben.

Waldheim heute. Vom Niedermarkt zieht die Straße in einer weiten Kurve steil aufwärts. Sie führt entlang der Ringmauer, die neuerdings mit Bruchstein hübsch verkleidet ist, auf den Schlossplatz. Links das barocke Torgebäude der Justizvollzugsanstalt, rechts eine Grünanlage. An der Stelle muss einmal das Gebäude gestanden haben, das für die Waldheimer Prozesse freigeräumt wurde und später die im „Stern“ porträtierte Nervenklinik beherbergte.

Die wechselvolle Geschichte der Strafanstalt schildert ein ungewöhnliches Strafvollzugsmuseum. Erinnerungen an den ehemaligen Insassen Karl May sind da genauso versammelt wie Ergebnisse der Kunsttherapie von heute. Die psychiatrische Heilanstalt, Wischers Wirkungsstätte, wurde aufgelöst, das Haus dient heute der Sozialtherapie, nichts erinnert an die NS-Morde. Das Gebäude außerhalb der Mauer wurde abgerissen. Es sei baufällig gewesen. Dem Besucher kommen die erschreckenden Bilder in den Sinn, die ein Fotograf von der heruntergekommenen Nervenklinik gemacht hat.

In der Grünanlage vor der Justizvollzugsanstalt erinnern ein Gedenkstein und eine Tafel an die unschuldigen Opfer der Waldheimer Prozesse. Die Betonung liege auf unschuldig, erklärt Dr. Hillmann, der sich um das Opfer-Gedenken bemüht. Denn bei den Waldheimer Prozessen seien auch wirklich Schuldige verurteilt worden. Hillmann erinnert an Wischer. Doch weder auf der Gedenktafel noch sonst wo in Waldheim findet man Hinweise auf die Krankenmorde in der NS-Zeit. „Warum ist das so?“, fragt Hillmann.
Norbert Jachertz“

Über stasifolteropferadamlauks

I am 66 Years old and I do promote acommodations on the adriatic´s sea beaches for holiday in apartments close to the sea-close to the mediteranian beauty. I am still victim of torture in STASI-Prison 1982-1985. I never reacht Justice and satisfaction by Germany´s goverment after 30 Years ! I am fighting for the implementation of § TORTURE in Germany´s low.
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