OFFENER BRIEF AN DEN GENERALBUNDESANWALT HARALD RANGE am 25.10.2012


Adam Lauks

Zossener Str.66

12629 Berlin

Herr Harald Range

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof

Brauerstrasse 30

76135 Karlsruhe Berlin, den 24.10.2012

Vorab per E-Mail

OFFENER BRIEF AN DEN GENERALBUNDESANWALT HARALD RANGE

In Sache : ZERV 214 & Berliner Justiz – Strafvereitlung im Amt

Sehr geehrter Herr Gendesanwalt !

Es sind nun mehr als 30 Jahre vergangen seit dem ich vom MfS ausgewählt wurde „Rechnung zu bezahlen“ Seit meiner ersten Strafanzeige und Rehabilitierungsantrag versuchte ich vergebens die Gerechtigkeit zu finden für erlittenes Unrecht und vor allem für die erlittene Folter, Gewaltanwendung und schwere Körperverletzungen die mir in der U-Haft und Haft in der DDR mutwillig und planmäßig oder befehlsmäßig zugefügt wurden.

Spätestens ab Dezember 1982 ist nachweisbar dass ich mich in einem Operativen Zersetzungsvorgang des MfS befand, unter zahlreichen IM Ärzten und vor allem unter IM Arzt, Oberstleutnant Dr. Zels – IM NAGEL und späterem Leibarzt von Honecker und Mielke.

Erst 2010 gelang es mir meine Vollzugsakte mit Hilfe des Leiters des Zuchthausmuseums von Waldheim, Herrn Zetsche, ausfindig zu machen und durch den beherzten Einsatz des Datenschutzbeauftragten des Landes Sachsen aus dem Versteck des Haftkrankenhauses Meusdorf herauszulösen.

Erst in diesem Jahr, nach der Ablehnung meiner zweiten Strafanzeige vom 11.4.2011, wegen Folter,körperliche Mißhandlungen und anderer Delikte und prompten Einstellung des Verfahrens durch stasifreundlichen Oberstaatsanmwalt Reichelt, und Ablehnung oder Niederschlagung der Beschwerden,Dienstaufsichts- und Aachaufsichtsbeschwerden und unseres Antrags auf Klageerzeingungsverfahren bei dem Kammergericht, laß ich zum ersten Mal in einem Schreiben der Senatsverwaltung für Justiz über die Existenz eines ZERV 214 Vermerks vom 5.11.1996. Mein Rechtsanwalt beauftragte die Akteneinsicht.

Als ich die Blätter laß wurde ich nach so vielen Jahren retraumatisiert, weil die Auswertung der Strafgefangenenakte Adam Lauks im Hinblick auf gegen ihn verhängte Maßnahmen eigentlich ein Beweis für Strafvereitelung im Amt beinhaltet, die der Ermittler Schaika betrieben hatte.

Dass es keinen § für Folter im StGB der DDR gab, musste ich mühsam auf Umwegen erfahren, ergo, dass die bewiesene Folter nicht als solche geahndet werden konnte, ist juristisch verständlich. Auch dass Folterungen als Körperverletzung, bzw.schwere Körperverletzung juristisch aufgearbeitet wurden habe ich auch mittlerweile erklärt bekommen, was eigentlich, wenn auch keine Rechtsbeugung in sich, eine große Ungerechtigkeit darstellt. Selbstverständlich konnte meine Strafanzeige vom 11.4.2011 zu keiner Ermittlungsaufnahme führen – Verjährung ist das Zauberwort die ich vom Oberstaatsanwalt Reichelt vorgesungen bekam.

Strafvereitelung im Amt und aktiver Täterschutz ist mehr ersichtlich aus der Tatsache dass die Ermittler der ZERV 214 die Schweren Körperverletzungen sehen und die nicht ahnden. Statt dessen zögern Sie die Ermittlungen 5,5 Jahre hinaus, treten ein Teil nach Sachsen ab, damit dadurch die Strafbestände der Verjährung zu Opfer fallen. Das ist so offensichtlich und unübersehbar, dass daraus resultierende Unrecht und Ungerechtigkeit bis zum Himmel schreien.

In dieser Auswertung der Strafgefangenenakte ermittelt Schaika gegen mich und nicht gegen meine Folterknechte. Sie werden alle von meinen Vorwürfen befreit. Der Schaika handelt nach dem Prinzip Aussage gegen Aussage… im Zweifelsfalle zu Gunsten des Angeklagten.

Die Beweise die ihm in Form von Verfügungen vorlagen, würdigt er nicht eines Blickes, geschweige dass er sich darin vertieft. Dabei kann man bei der Verfügung 3 – Disziplinierungsmaßnahme – 21 Tage Arrest wegen Rasieren eines Kahlschnitts vom 24.1.1984

und der Sicherungsmaßnahme aus der nicht nummerierten Verfügung vom 25.1.1984 sehen, dass zwei Maßnahmen zum gleichen Zeitraum ablaufen, bzw. dass die nicht nummerierte nachträglich reingedichtet wurde, vermutlich um Belobigung oder Prämien für den beherzten Foltereinsatz einzustreichen.

Und letztendlich stellt der Ermittler nicht mal die Frage … wenn die, die er vom Vorwurf der Folter und Mißhandlungen befreit hatte es nicht gewesen sind, Wer hat die Verfügungen denn dann vollstreckt ?, denn die Folterungen und Mißhandlungen haben stattgefunden !?? Die Schicht im Haus 6 bestand höchstens aus 12-14 Mann. Die Tendenz und Vorwurf eines aktiven Täterschutzes und Strafvereitlung im Amt wird bleiben. Es ist unerheblich ob es und auf wessen Weisung hin so ermittelt, bzw. nicht ermittelt wurde. Ich wurde keinem einzigen Tätter gegenübergestellt, wurde in all 5,5 Jahren nicht mal mehr gehört. Nach der Einstellung des Verfahrens lud mich der zuständige Chefermittler noch mal ein. Er hatte meine 55 seitige Strafanzeige vor sich liegen und sagte:

Herr Lauks, ich persönlich glaube Ihnen alles aufs Wort was da drin steht. Aber wenn ich einen von diesen Verbrechern vor das Gericht zu zerren will,… Richter will von mir Beweise! Was können Sie als Beweis vorlegen, was hinter meterdicken Mauern des Kellers von Rummelsburg passiert ist – NICHTS !“Er beantwortete selbst die Frage, ich hatte wirklich nichts in der Hand damals.

Aber ich konnte nicht wissen,dass die ZERV 214 die Beweise eigentlich hatte !?? die ausgereicht hätten die Folterknechte zu bestrafen. Dies heute so deutlich zu sehen ist verletzend und läßt die Wunden nie verheilen. Die Enttäuschung in die Berliner Justiz ist grenzenlos und wird sich auf die Justiz meiner Wahlheimat generalisieren, sollte Bundesverfassungsgericht die Anzeigen nicht an die Staatsanwaltschaft Berlin zurücküberweisen, denn die Körperverletzungen waren damals 1992 – 1997 nicht verjährt, sonst hätte man die Einstellung mit der Verjährung begründet gehabt. Es ist auch nicht mal die Rede von Mangel an Beweisen, denn die Beweise waren da, sondern stellt man das Verfahren ein nach der Falschaussage den als Zeugen, und nicht als Täter vernommenen IM NAGEL – Oberstleutnant Dr. Zels, der für seine Verdienste als IM ARZT noch von der Modrowregierung mit der Auflösung des U-Haftkrankenhauses im Hohenschönhausen belohnt wurde, und unbehelligt, mit meinem Blut an seinen Händen,seine Genossen „lückenlos und für harte Euros betreut“ als niedergelassener Internist in der Plauener Strasse 26.

Ich bitte Sie abschließend, sich der Sache anzunehmen und mir zum Status eines Folteropfers zu verhelfen, damit ich nicht als Ausserirdischer angesehen werde wenn ich darüber erzähle oder schreibe.

Mit freundlichen Grüßen

Adam Lauks

Folteropfer der STAZIS

und

Presseopfer von ASV AG, BILD und SPIEGEL

Anlagen im Brief:

Man wagte sich aus politischen Gründen die Begründung niederzuschreiben

Der gesamten ZERV, dem Schaika nicht und der gesamten Berliner Justiz fiel nicht auf, dass eins der beiden Verfügungen falsch sein muss. Auch dem Oberstaatsanwalt Reichelt nicht, der seine Einstellung des Gesamtermittlungsverfahrens bis in das Kammergericht und Senatsverwaltung der Justiz so durchreichte.

3 Tage und drei Nächte nach ärztlicher Genehmigung laut StGB DDR/BRDsind erlaubt

Über eine Fesselung an Händen und Füssen die über drei Tage und drei Nächte hinausgeht entscheidet in unsertem Rechtsstaat: Staatsanwalt,Richter oder der Parlamentarischer Ausschuss. Und in der DDR – MfS !!!

Ermittler Schaika kann am 5.11.1996 die Akte gar nicht eingesehen haben.

Erst Ende April 2010 wurden die E(rzieher)- Akte fahrlässig entdeckt wo die durch leitende Ärztin versteckt gehalten wurden. Der datenschutzbeauftragte des Landes Sachsen, Herr Mauersberger überwachte persönlich die Übergabe der Originale und der Kopien in der JVA Leipzig mit Krankenhaus.

Anhand dieser “ Auswertung“ würde man mich am liebsten wieder in all die Arreste schicken,mich wieder losfoltern !??

In der Aufwertung stinkt es bis zum Himmel... die Tendenz ist deutlich erkennbar.

Es soll diese „Auswertung“ als Beispiel stehen für den Umgang mit E-Akten und darin enthaltenen Beweisen der damaligen ZERV. Vorausgesetzt ist das die Gefangenenpersonalakte noch nicht geschreddert wurden, wie es bei der StVE Berlin Rummelsburg. Statt mikroverfilmt zu werden einfach bis auf 150 Stück geschreddert. Wer Akten vernichtet, vernichtet auch Menschen… auf Befehl.

Ermittler Schaika reiht sich in die Reie derjenigen die die Folterknechte decken und entlasten.

Die letzte Seite der „Auswertung“ gibt den Sinn der Ermittlungshöchstleistung der ZERV. Es galt die Täter zu entlasten unmd die Beweise zu mißachten !!! Weder ZERV noch Schaika stellen nicht die Frage:“ Wenn die alle Beschuldigten und Angezeigten es nicht gewesen sind WER HAT DIE VERFÜGUNGEN DENN VOLLSTRECKT !?? Viel mehr Personal hatte Haus 6 in Rummelsburg nicht !

Weser Stadtgericht noch Oberstes Gericht, noch MdI-VSV, noch HVA VII hatten mein Schicksal inden Händen

Über Adam Lauks entschied nicht das Stadtgericht, nicht das Oberste Gericht,nicht MdI, auch nicht die HV VII- Die Befehle kamen von Oben aus der Nähe von Mischa Wolff.

Über stasifolteropferadamlauks

I am 66 Years old and I do promote acommodations on the adriatic´s sea beaches for holiday in apartments close to the sea-close to the mediteranian beauty. I am still victim of torture in STASI-Prison 1982-1985. I never reacht Justice and satisfaction by Germany´s goverment after 30 Years ! I am fighting for the implementation of § TORTURE in Germany´s low.
Dieser Beitrag wurde unter Aufarbeitung der Rechtsbeugung des Obersten Gerichtes der DDR, Aufarbeitung der STASI - Verbrechen, Aufarbeitung der Verbrechen der IM Ärzte durch die Bundesärztekammer, Ärzte Vollstrecker des MfS in U-Haften und StVE der DDR, Bundesverfassungsgericht, Falsche ärztliche Behandlung im Operativen Vorgang "Merkur", Folter, Folter und entfesselte Gewaltanwendung an Strafgefangenen in der DDR, Generalbundesanwalt, Uncategorized abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu OFFENER BRIEF AN DEN GENERALBUNDESANWALT HARALD RANGE am 25.10.2012

  1. Vera.Tellschow@t-online.de schreibt:

    richtig so, ob es allerdings Erfolg hat, kann nach jetzigem Stand der Aufarbeitung der Diktatur der ehemaligen DDR nur beweifelt werden, leider.

    Gefällt mir

  2. Ali B. schreibt:

    Du wurdest beim Erschiessen übersehen?

    Gefällt mir

  3. Dantes schreibt:

    Nein , nicht vergessen – Provagantisten und Heiligenscheintraeger sind
    Schreibtischmoerder und der andere sitzt im Rollstuhl .Waffen haben Sie
    nicht mehr -werden verkauft wie Serbien u.s.w.und Gelder braucht die Mafia
    in Litauen oder Ukraine auch wenn Nahost eine Entlastung erfolgte (Lyb.e.c.t.)

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s