IM Vorlauf „Detlef“- Die Aufarbeitung des unaufhaltsamen Aufstiegs des HEINRICH, Detlef in der DDR und in der BRD – zuletzt Sicherheitsbeauftragter von Stralsund, vom Schüler IM, stärksten Lehrling der DDR zum GMS und Oberstleutnant der DA 97;01;00 zum Republikflüchtling und Emigranten vom 11.11.1989 Hans Detlef Heinrich

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Strafanzeige  und Strafantrag Lothar Tiedtke von Koß vs Hans Detlef Heinrich alias HEINRICH,D. Emigrant aus der DDR am 11.11.1989-  Strafantrag wurde auch erstellt?

Staatsanwältin Behre StA Flensburg 8.8.24:_ „es wird mitgeteilt dass Ermittlungen andauern.“

Wenn einer DIE WAHRHEIT von Adam Lauks kannte… dann waren es: Pastor Joachim Gauck, Dr. H:J: Geiger, Joachim Förster und BND-Mann Harald Both und wer die kennt und sie verschleiern ließ ist Generalstaatsanwältin Margarete Koppers und ihre Weisungsberechtigte aus der Regierung und aus der Justiz!

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Ob NEUES DEUTSCHLAND nach 1945 oder nach 1990 gemeint ist bleibt dem Leser überlassen – so gestaltet lag dieser Kreuz in meiner Krankenzelle im Haftkrankenhaus Leipzig Meusdorf seit 28.12.1984

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„Hauptmann von Köpenick“ aus Stralsund… „Dtlef Heinrich der in Harrislee lebt…?

Warum verweigert DIE OSTSEE ZEITUNG das historische Blatt zu der besagten Ehrung, angeblich durch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ?

Warum hält TSV 1860 Stralsund das Geburtsadatum des Heinrich Detlef geheim!??? Weil er als Oberstleutnant des MfS Diensteinheit 97 01 00 am 01.05.1956 geboren wurde !!!

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In seiner Erfassung Nr. I/508/70 der Bezirksverwaltung Rostock vom 08.05.89 ist ersichtlich dass  außer HEINRICH Detlef kein weiterer Name gibt

Diese Kopie der BStU Außenstelle Rostock trägt keinen BSTU oder BStU Stempel und keine Paginierungsnummer – was  Fragen aufwirft…

Republikfluchtversuch 15.9.1989 hätte wegen Hochverrat geahndet werden; Erich Mielke entschied anders!?

Akte  entstammt dem unbekannten Band  des Hauptamtlichen HEINRICH, Detlef wurde manipuliert ( Geburtsdatum und PKZ ). Er hatte seine Geburtsurkunde, seinen PA, seinen SV-Ausweis, Wehrdienstausweis…

Reg.- Nr Rostock / I 1671/83

Band-Nr. I

Beginn: 02.12.83  Beendet:18.12.84 

Archiv-Nr. 290/85

BStU 000001

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BStU 000002  – Inhaltsverzeichnis Form 8

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  1. Umschlag F 215
  2.         “            210
  3.  Auskunftsbericht
  4.  Formblatt 3
  5.  Überprüfungen HA XII
  6.          “ M, PZF, HA VI
  7.  Formblatt 29
  8. Anforderungsprofil, Vorschlag, Aufklärung, Plan
  9. LAK – Auszug
  10.  Lebenslauf
  11.  Personalbogen
  12.  Abschlußzeugnis
  13. Fachschulzeugnis
  14.  Vorschlag zur Kontaktaufnahme
  15.  Berichte über durchgeführte Kontaktgespräche

17. Abschlußbericht

18. Beschluß  F 1a 

BStU 000003  

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BStU 000021 fehlt

entweder von BStU unterdrückt oder von Hans Detlef Heinrich rausgenommen!?

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BStU 000029                                                                Notwendigkeit und Zielstellung für die geplante Werbung eines  IMS/Perspektive FIM

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  In Druckschrift:

KD Stralsund   –  Stralsund 10.10.83

Notwendigkeit und Zielstellung für die geplante Werbung eines IMS / Perspektive FIM

Zielstellung der Werbung

Der vorhandene IM-Bestand der MA erfordert diesen Aufbau Aufbau eines neuen FIM System, um auf dieser Basis den MA zu entlasten.

Zum anderen ist in 2-3 Jahren mit dem Ausfall der FIM „Ros-enheim“ aus gesundheitlichen Gründen zu rechnen, so daß ein entsprechender Ersatz erforderlich ist.

Mit dem zu schaffenden FIM soll eine Gruppe in der Stärke 1:5 im Schwerpunktbereich Forschung/Entwicklung aufgebaut werden. Anforderungen an den Kandidaten

Der Kandidat muß ein zuverlässiger. unserem Staat, der Partei und unserem Organ treu ergebener Genosse sein, der diese Eigenschaften unter Beweis gestellt hat;

Der Kandidat sollte von der Intelligenz, von seiner Allgemein-bildung und vom Auftreten her in der Lage sein mit Personen zusammenzuarbeiten, diese fachlich anzuleiten und erzieherischen Einfluß auszuüben;

Der Kandidat sollte sowohl  in seiner beruflichen, als auch gesell-schaftlichen Tätigkeit über einen frei verfügbaren Zeitfonds verfü-gen, den er für die Unterstützung des MfS einsetzen kann.

Seine Familienverhältnisse sollten gleichfalls eine freie Beweglich-keit im Wohn- und Freizeitbereich erlauben;

Weitere Anforderungen laut Richtlinie I/79.

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BStU 000031 

                                                                                                                  Bericht über das Bekanntwerden und Vorschlag zur Aufklärung des Kandidaten

Auf der Grundlage der bestehenden Notwendigkeit wurde die Suche nach einem Kandidaten für eine Aufklärung als IMS mit Perspektive FIM im Verantwortungsbereich gestaltet.

Bei der Untersuchung von Störungen sowie vorbeugenden Schadensverhindernden Maßnahmen wurde der Kandidat

Heinrich, Detlef                                                                                        210556 401344                                                                                            Stralsund                                                                                                          Brandschutzinspektor                                                                           VEB Volkswerft Stralsund                                                                    2300 Stralsund, Elisabethenweg 14

bekannt.

Der H. entstammt einer Arbeiterfamilie. Er erlernte im VEB Volkswerft den Beruf eines Schiffbauers und war bis zur Ableis-tung seines Ehrendienstes als solcher tätig.                                   Nach dem Ehrendienst bei der NVA wurde er Angehöriger des MdI in der Betriebsfeuerwehr der VEB Volkswerft. Von 1978 bis 1981 besuchte er die Fachschule des MdI und erreichte 1981 die Qualifikation eines Ingenieurs für Brandschutz. Das Studium abs-olvierte er zuerst direkt, dann aufgrund eines Sportunfalles im externen Studium.                                                                              Aufgrund dieses Sportunfalles erfüllte er die vom MdI geforderten Normen nicht mehr, so  daß er am 31.8.82 ausschied. Seit dem ist er im VEB Volkswerft als Brandschutzinspektor tätig und erreichte hier eine gute Wirksamkeit.                                                                    Er hat entscheidenden Einfluß auf die Verbesserung der vorbeu-genden schadensverhindernden Arbeit.                                            Sein Auftreten ist durch Entscheidungsfreudigkeit und Selbststän-digkeit gekennzeichnet. Seit 1979 ist er Mitglied der SED und  bek-leidete bereits Wahlfunktionen innerhalb der APO.  Sein Auftreten ist patriotisch und konsequent, so dass seine Meinung stets geach-tet wurde. In seinem Tätigkeitsbereich unterliegt er keiner Kontro-lle und kann im wesentlichen über seine Zeitfonds frei verfügen.      Des weiteren hat er auf Grund seiner Tätigkeit mit allen Bereichen einschließlich der vorbereitenden Abteilungen der Entwicklung enge Kontakte.                                                                                 Ausgehend von den bisherigen Kontakten zur Person kann einge-schätzt werden, daß der Kandidat die Anforderungen an einen IMS mit Perspekltive FIM erfüllt und somit eine weitere Aufklärung gerechtfertigt ist. Um Bestätigung des Vorschlages zur Aufklärung des Kandidaten wird gebeten.

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BStU 000032

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Plan zur Aufklärung und Überprüfung des Kandidaten „Detlef“

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BStU 000038

„Ermittlungsbericht“ liefert auch  IM „Bolle“ – Inoffiziellen Mitarbeiter des MfS

Bericht des IM „Bolle“ – auskunftsfreudige Spitzel aus der Nachbarschaft, im Betrieb, im Spotverein…

ABSCHRIFT:

Der Kandidat hat am 1.3.82 die Zuweisung für die o.g. Wohnung erhalten. Da er diese Wohnung erst gründlich hergerichtet hat, ist sie erst ab.8.6.82  M. Heinrich  angemeldet u. auch erst eingezogen.

Er soll vorher bei seinen Eltern gewohnt haben. Im Hause war es unverständlich dass er mit einem Kleinkind diese kahle Wohnung genommen hat. Die Bewohnerin Kmig ist nur über dem Flur in die ????wohnung gezogen.

Auf Grund des Wohnungstausches hat H. d ???? alten Freunden Kimig etwas unterstützt u. geholfen, damit er seine Wohnung bekam.

Die beiden Eheleute sind vom Anfang an unnahbar u. haben nicht den geringsten Kontakt. Sie grüßen bzw. darüber sonst gibt es keine weitere Unterhaltung.

Die Ehefrau Ilona Heinrich, geb. 9.12.56, Hauptdisponentin, Pharmazie – Stralsund. Sie hat auch zu allen Frauen im Haus keinen Kontakt. In ihrem Wesen neigt sie zu Überheb-lichkeit und erscheint ihrem Mann gegenüber als höherstehend. Die Eheverhältnisse sind gut und geordnet, es gab noch nie Auseinandersetzung nach außen hin. Der Vater des H. ist vermutlich Angehörige des WWD und geht in blaugrauer Uniform. Er kommt oft mit dienstlichen PKW und auch mit Privat-PKW. Zu Heinrich kann keiner etwas über das Vorleben sagen, es ist auch nicht bekannt, ob er Angeh. der F. war. Gesehen wird er schon in der Uniform der F. bzw. FF. Es gibt darüber keine Gespräche. Mit anderen Familien im Hause  und nicht außer Haus bestehen Kontakte.

ER – gab es noch nicht postalisch ???. Ob es bei den Eltern welche bestehen ist nicht bekannt. Über Verwandte der Ehefrau gibt es auch keine Hinweise.  –  IM Bolle

BStu 00039, BStU 000040  & BStU 000041  fehlen!??
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BStU 000042

Lebenslauf

Lebenslauf vom 27.07.82 ???

Stralsund, den 27.07.82

Lebenslauf

Am 21.05.156 wurde ich, Detlef Heinrich, in Stralsund geboren.

Meine Mutter, Natalie Heinrich, geb. Pohl, ist als Verkaufsstellenleiterin in der MHO Stralsund tätig. Meine Eltern sind seit 16 Jahren geschieden. Zu meinem Vater, Hans-Joachim Heinrich. habe ich seit dieser Zeit keine Verbindung mehr.

Ich habe zwei Geschwister. Meine 28 jährige Schwester, Sabine Krüger, geb. Heinrich, arbeitet als Kaderleiterin in der Broilerzucht Grimmen. Mein Bruder, Frank Heinrich, ist 24 Jahre alt und ist als Rohrleitungsmonteur im VEB Volkswerf tätig.

Von 1962 – 1972 besuchte ich die allgemeinbildende polytechnische Oberschule und been-dete sie mit dem Prädikat gut. Während dieser Zeit wurde ich Pionier und 1969 Mitglied der FDJ. Im April 1970 erhielt ich meine Jugendweihe. 1972 begann ich die Lehre als Ma-schinen- und Anlagenmonteur, spez. Schiffbau, im VEB Volkswerft, welche ich 1974 mit der Note 2 abschloß. Bis zur Absolvirung meines Ehrendienstes bei der NVA im Mai 1975 arbeitete ich als Schiffbauer in der Teilfertigung im VEB Volkswerft. Nach Beendigung des 18 monatigem Wehrdiensts trat ich den Reihen des MdI in der Betriebsfeuerwehr- Abt. der Volkswerft bei.                                                                                                                            Hier absolvierte ich 1977 den Dienstanfängerlehrgang und begann im September 1978 das Fahrschulstudium an der Fachschule des MdI „Hermann Matern“. Durch einen Sportun-fall bedingt mußte ich das Direktstudium aufgeben. Durch ein Externerprüfverfahren erhielt ich dann die Möglichkeit den Ingenieursabschluss zu erwerben.

Im Zeitraum von 1980/81 nahm ich am Externerlehrgang teil und erhielt im Oktober 1981 den Fachschulabschlusds mit der Qualifikation als Ingenieur für Brandschutz.

1979 wurde ich Mitglied der SED und arbeitete von 1980-1982 in der APO. Leitung der Betriebsfeuerwehr-Abt. Volkswerft. Von 1981/82 nahm ich an der Betriebsschule für Marxismus- Leninismus des VEB Volkswerft mit Erfolg teil. Seit dem 12.9.1981 bin ich verheiratet und habe einen einjährigen Sohn.      Detlef Heinrich

Heinrich verschweigt hier seinen Aufenthalt in Moskau im September 81. Schulung zum KGB?

BStU 000043 
Aufenthalt in d. Sowjetunion 9/81 verschwiegen, warum?

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BStU 000044

Personalbogen Seite 1
PA – Nr. B 0054418

BStU 000046

Personalbogen Seite 2

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Personalbogen Seite 3

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Personalbogen Seite 4

BStU 000048

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BStU 000050

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BStU 000052  Vorschlag zur Kontaktaufnahme

6.6.84: Vorschlag zur Kontaktaufnahme
KD Stralsund Ref. I

KD Stralsund – Stralsund, den 6.6.84

Vorschlag zur Kontaktaufnahme

Es ist vorgesehen, am Donnerstag, den 14.06.84 um 15:30 Uhr zum IM- Kandidaten „Detlef“ , Reg.- Nr. I/1671/83, Kontakt aufzunehmen.

Der genannte Termin wird mit dem IM-Kandidaten persönlich vereinbart unter der Legende spezielle Auswertungen hinsichtlich der Brandschutz- und techniküberprüfung auf der Volkswerft in der Wochen vom 4.6. – 8.6.84 zu besprochen. Die Kontaktaufnahme soll im Zimmer 302 im Direktionsgebäude erfolgen.

Die Zeit der Kontaktaufnahme wurde so gelegt, daß der IM- Kandidat keine Legende benötigt, um sich eventuell vor den Arbeitskollegen zu rechtfertigen, da um 15:30 Uhr Arbeitschluß ist.

Es ist vorgesehen , dem IM-Kandidaten zu den Ergebnissen der Überprüfung zu befragen. Dabei ist das Gespräch so zu beginnen, daß der Kandidat aufgefordert wird, die Überprüfung und deren Ergebnisse aus seiner Sicht zu schildern und auf markante Probleme einzugehen.

Aus dieser Richtung des Gesprächs heraus, soll dann der Kandidat auf die Notwendigkeit der Arbeit des MfS diesbezüglich werden. Insbesondere wird ihm die Aufgabe des MfS dargelegt.

Reagiert der IM-Kandidat hierauf positiv wird ihm die Notwendigkeit des Zusammen-wirkens mehrere Partner bei der Sicherung des Arbeits- und Brandschutzes erläutert. Hierbei wird auf die Möglichkeiten der Verbesserung seiner eignen Einflußnahme auf Veränderungen hingewiesen und allgemeine Möglichkeiten des Einflusses des MfS auf die des IM- Kanditaten betreffenden arbeitsmäßigen Probleme erläutert.

Wichtig für die Gesprächsführung ist weiterhin dem Kandidaten die Notwendigkeit und Wichtigkeit der vorliegenden Schadensverhütung in der Volkswirtschaft zu erläutern und ihn dahin zu bringen, Parallelen für seine Arbeit im VEB Volkswerft zu ziehen. Dabei kommt es besonders darauf an, bei ihm den Eindruck zu verstärken, dass nur in gemeinsamen Wirken von ihm selbst zusammen mit dem staatlichen Leitern und den Sicherheitskräften Garantien für eine wirksam Arbeit bieten.

Ist bei der Herstellung von Bezügen in der angesprochenen Problematik beim Kandidaten Passivität bzw. sogar eine ablehnende Haltung erkennbar, wird das Gespräch wieder auf die vorliegenden Ergebnisse der Überprüfung gebracht und dann abgebrochen. Bei einer positiven Reaktion wird im Gespräch in einer speziellen Problematik gebeten.

Die Teilnahme des Ref.-Leiters Gen. Hptm. Löwenau am Gespräch ist vorgesehen.

Um Bestätigung des Vorschlags wird gebeten.

Leiter Ref. I Mitarbeiter

…………………. ……………………………………..

Löwenau Hptm. Trende / Ltn.

Leiter der KD iV. .Oberstleut. Holtze

BStU 000053

Bericht über ein durchgeführtes Kontaktgespräch mit dem IM Kandidaten „Detlef“ Kreisdienststelle Stralsund am 14.0684 15:30 Uhr

Bericht über ein durchgeführtes Kontaktgespräch mit dem IM Kandidaten „Detlef“

Der IM – Kandidat wurde zum 14.06.84 Uhr ????     bestellt. Die Aussprache fand in den Räumen des MfS im Direktionsgebäude statt.                                                                              Der Kandidat erschien pünktlich. Anzeichen der Dekonspiration waren nicht ersichtlich. Am Gespräch nahm der Gen. Löwenau teil.                                                                                  Nach dem sich Genossen ausgewiesen hatten, fragte der Kandidat noch einmal nach dem genauen Grund des Gesprächs. Bereits bei der Bestellung wurde ihm gesagt, daß es sich um Auswertung der Überprüfungen hinsichtlich Brandschutz auf der Volkswerft handelt. Dieses wurde nun noch konkretisiert dahingehend, daß das MfS über seine eigenen Auf-fassungen zu dieser Kontrolle interessiert sei und vor allen Dingen die Hauptprobleme der derzeitigen Arbeit hinsichtlich der Einhaltung der Bestimmungen zum Brandschutz erfahren möchten.                                                                                                                               Der Kandidat ging sofort auf die gesamten Probleme ein. Er schilderte den Ablaui der Kontrolle. Er berichtete real und objektiv, daß seine Angaben den Erkenntnissen der Auswertung unserseits voll entsprachen.                                                                                     Von selbst wies der Kandidat auf Unzulänglichkeiten   in Reaktionsablauf hin, die in ursächlichen Zusammenhang mit den bei der Kontrolle gefundenen Mängeln stehen.   Hierzu wurde dem Kandidaten erläutert, daß seine  und die Interessen des MfS diesbezüglich gleich seien.                                                                                                                 Da der   Kandidat selbst erläuterte, daß seine Möglichkeiten hinsichtlich Veränderungen ab einer gewissen Grenze beschränkt sind, würde er auf Möglichkeiten der Einflussnahme des MfS diesbezüglich hingewiesen.                                                                                                 Dann sagte er, daß die Beseitigung von Schwierigkeiten bedeutend einfacher wäre, wenn mehrere Institutionen und Organe gleichzeitig auf Missstände u. ä. hinweisen würden.     Im  weiteren Verlauf des Gesprächs wurde auf die ??????????    Schadensverhütung und   ????????????     eingegangen. Hierzu äußerte der Kandidat, daß er die schadenverhütende Arbeit als außerordentliche Notwendigkeit empfindet. Auch in dieser Beziehung wünschte  er sich größere Einflussnahmemöglichkeiten  seinerseits bzw. von leitungsmäßiger Seite.                                                                                                                      Hierzu wurde dem Kandidaten ebenfalls erläutert, daß   am Zusammenwirken aller Kräfte den größtmöglichen ?????bringen.                                                                                                      An dieser Stelle wurde das Gespräch abgebrochen, da der Kandidat an diesem Tage  Kinder zu betreuen hatte und darum nach Hause gehen müsste.                                           Ein neuer Gesprächstermin wurde für den 25.6.84, 15:00 Uhr vereinbart, der vom Kandi-daten akzeptiert wurde, da auch er  an oben genannten Problemen noch weitere Angaben machen könne und eine Aussprache dahingehend  auch für ihn selbst von Vorteil wäre. 

Bemerkung:

Während des gesamten Gespräch verhielt sich der Kandidat sehr ruhig und ausgeglichen. Zu  vielen Problemen sprach er aufgeschlossen und ehrlich. Ihm war anzumerken, daß er die Probleme…

 

BStU 000054

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Dazu sagt er, daß die Beziehung von Schwierigkeiten bedeutend einfacher wäre, wenn mehrere Institutionen und Organe gleichzeitig auf Mißstände u. ä. hinweisen würden. Im weiteren Verlauf des Gespräches wurde auf die vorbeugende Schadensverhütung in der Volkswirschaft eingegangen.

Hierzu äußerte der Kandidat, daß er die schadensverhütende Arbeit als außerordentliche Notwendigkeit empfindet. Auch in dieser Beziehung wünschte er sich größere Einflußnahmemöglichkeiten seinerseits bzw. von leitungsmäßiger Seite.

Hierzu wurde dem Kandidaten ebenfalls erläutert, daß ein Zusammenwirken aller Kräfte den größtmöglichen Nutzeffekt bringen.

An dieser Stelle wurde das Gespräch abgebrochen, da der Kandidat an diesem Tage seine Kinder zu betreuen hatte und darum nach Hause gehen mußte.

Ein neuer Gesprächstermin wurde für den 25.6.84, 15:00 Uhr vereinbart, der vom Kandidaten akzeptiert wurde, da auch er zu den genannten Problemen noch weitere Angaben machen könnte und eine Aussprache dahingehend für ihn selbst

von Vorteil wäre.

Bemerkungen

Während des gesamten Gesprächs verhielt sich der Kandidat sehr ruhig und ausgeglichen. Zu Problemen sprach er

aufgeschlossen und ehrlich. Ihm war anzumerken, daß er die Problematik verstand und Bezüge von allgemeinen Erläuterungen auf seine spezielle Arbeit herzustellen konnte. Zum nächsten Gespräch macht es sich erforderlich, folgende Probleme abzuklären:              1. welches Arbeitsregime herrscht im Bereich des Kandidaten?                                                  2. welchen Zeitfond hat der Kandidat während der Urlaubszeit und während der Freizeit?

BStU 000055

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3. inwieweit besitzt er Durchsetzungsvermögen hinsichtlich seiner Aufgabenerfüllung und den daraus resultierenden Problemen?                                                                                  4. inwieweit erkennt er die Arbeit des MfS als Partner für ihn an?

Um auf die Klärung der genannten Probleme zu stoßen, wird im zweiten Kontaktgespräch von aktuellen Havarien und Mißständen ausgegangen.                                                       Trende / Ltn.

BStU 000056  fehlt ? 

BStU 000057

Bericht über das 2. Kontaktgespräch mit dem  IM – Kandidaten „Detlef“  Reg.- Nr. I /1671/83

KD Stralsund   –  Stralsund, den 9.8.84

Bericht über das 2. Kontaktgespräch mit dem IM-Kandidaten „Detlef“, Reg.- Nr. I/ 1671/83

Da der Kandidat zum im 1. Kontaktgespräch vereinbarten Termin nicht erschien, wurde mit ihm telefonisch Verbindung aufgenommen.

Das 2. Kontaktgespräch fand am 8.8.84 in der Zeit von 14:45 – 15:15 Uhr statt.

Anwesend waren die Genossen Hauptmann Löwenau und Ltnt.  Trende.

Ausgangspunkt des Gesprächs war der Brand im Polystyrollager von FAI. Hierzu gab der Kandidat Erläuterungen und schilderte die Umstände der Brand……….. In diesem Zusammenhang wurde der Kandidat auf die neuste Verfügung der MdJ, die Verfügung 60/84 aufmerksam gemacht, deren Durchsetzung aufgrund der Präzisierung durch das KSR in nächster Zeit erfolgen muß.

Hierzu gab der Kandidat umfangreiche Erläuterungen. Er berichtete vom Umfang der notwendigen Arbeiten zur Umsetzung und erläutere bildhaft jetzt schon erkennbare Schwierigkeiten. Den Hauptteil der Verfügung 60/84 nimmt die Frage der Ausstellung von Schweißerlaubnisscheinen in Anspruch. Hierzu war in der Argumentation erkennbar, daß der Kandidat die Problematik erfaßt und sich seinerseits Gedanken dazu macht. Er erläuterte seine ersten Vorstellungen. Hieraus leitete er Maßnahmen für die Durchsetzung ab.                                                                                                                                                             Da die Durchsetzung der Verfügung 60/84 für alle Werften gleichermaßen zutreffend ist, zeigte der Kandidat Widersprüche au seiner Sicht auf, die gegenwärtig auf der Volkswerft aktuell sind. Besonders erschien ihm die

Frage der Kontrollfähigkeit ausgestellter Schweißerlaubnisscheine und der neuen Verfügung. Hierzu ist eine ausreichende Qualifizierung vorhandener und Ausbildung neuer Kader notwendig.

BStU 000058

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Zu dieser Problematik wurde dem Kandidaten die Frage gestellt, inwieweit er selbst Durchsetzungsvermögen besitzt, gegenwärtig gegenüber dem verantwortlichen Kader der einzelnen Produktionsabteilungen gesetzliche Weisungen zu realisieren.

Hierauf der Kandidat, daß er zu vielen Verantwortlichen diesbezüglich ein sehr gutes Verhältnis hat und schätzte ein, daß in den meisten Fällen eigenes Engagement der Verantwortlichen vorliegt.

Es gibt jedoch auch Bespiele, wo das persönliche Engagement von Abteil-ungsleitern sehr zu wünschen übrig läßt. Im konkreten Fall nannte er den Abteilungsleiter Mühlbauer.

Ständig werden bei Kontrollen in dieser Abteilung Verstöße gegen Weisungen bzw. Nichterfüllung von Auflagen festgestellt. Es handelt sich zumeist jedoch um Sachen geringer Wichtigkeit, diese stehen jedoch im krassen Widerspruch zu anderen Abteilungen, deren Ergebnisse hinsichtlich Brand- und Arbeitsschutz ein bedeutend höheres Niveau haben.

An diesem Punkt wurde der Kandidat gebeten, die von ihm geschilderten Probleme hinsichtlich Durchsetzung der neuen Verfügung zum nächsten Gespräch handschriftlich zu dokumentieren. Hierzu erklärt sich der Kandidat sofort bereit. Zum Abschluß des Gesprächs wurde der Kandidat zu seinem Zeitfonds während der Arbeitszeit und während der Freizeit befragt. Hierzu erläuterte er, daß seine Arbeitsaufgaben so liegen, daß der Arbeitstag von ihm im wesentlichen geplant wird und er sich so die anfallenden Arbeiten gut aufteilen kann. Anfallende Störungen und Havarien beeinflussen selbstverständlich seine Arbeit.

In seiner Freizeit treibt der Kandidat Sport (Kraftsporttraining) und beschäftigt sich oft mit Gartenarbeit. Nach der Arbeit holt er oft seinen 3-jährigen Sohn vom Kindergarten ab, da seine Ehefrau gegen 17:00 Uhr erst von der Arbeit kommt.

BStU 000059

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Mit diesen Ausführungen wurde das Gespräch beendet.                                                            Mit dem Kandidaten wurde für den 15.08.84, 15: Uhr ein neuer Termin für die Fortsetzung des Gesprächs vereinbart. Der Kandidat sagte zu.

Trende /Ltn.

Bemerkung:

Der Kandidat zeigte sich im Gespräch aufgeschlossen und tritt in der Gesprächsführung sehr sicher auf. Er beantwortete alle gestellten Fragen offen und ehrlich.

Im nächsten Kontaktgespräch ist zu klären, inwieweit der Kandidat bereit ist, belastende Angaben zu bestimmten Personen zu machen und seine Reaktion hierzu anzumerken. Des weiteren ist es außerordentlich wichtig, abzuklären, inwieweit der Kandidat Anforderungen an einen FIM entspricht. Hierzu müssen folgend Probleme geklärt werden:

  • Ist der Zeitfonds des Kandidaten wirklich so variabel nutzbar, daß Dekonspirationen diesbezüglich nicht auftreten können?

  • Inwieweit steckt der Kandidat vom Wissen her in Problemen des Bereiches E, um IM aus diesem Bereich führen zu können

BStU 000060

    AKTENVERMERK 1  unentschuldigtes Nichterscheinen   !                                                                                                                                                                             

„Der IM – Kandidat erschien am 15.8.84 nicht zum verabredeten Gespräch. Der Grund konnte nicht ermittelt werden, da der Kandidat telefonisch nicht erreichbar war. Zum Kandidaten wird telefonisch Verbindung aufgenommen.   Leutnant Trende

BStU 000061  Bericht über das 3. Kontaktgespräch mit dem Kandidaten „Detlef“, Reg.-Nr. I / 1671/83

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Ref. 13.8.84

KD Stralsund  –   Stralsund, den 17.8.84

Bericht über das 3. Kontaktgespräch mit dem Kandidaten „Detlef“, Reg.-Nr. I/1671/83

Der Kandidat erschien am 17.08.84 um 6:00 Uhr pünktlich zum Gespräch. Dieser Termin war vereinbart worden, da der Kandidat aus arbeitsbedingten Belangen den Termin am 15.8.84 nicht wahrnehmen konnte.

Zu Beginn des Gesprächs wurde der Kandidat gebeten, noch einmal über das genaue Zeitregime seiner Tätigkeit zu berichten. Er präsentierte seine bereits gemachten Angaben hierzu in der Form, daß in seinem Bereich nach Wochen- bzw. Monatsarbeitsplänen gearbeitet wird, die jederzeit kontrollfähig sind. Die Kontrolle erfolgt durch den Koll. Mielke.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde auf die Problematik der Durchsetzung der Verfügung 60/84 eingegangen. Der Kandidat wurde gebeten, die von ihm versprochenen handschriftlich fixierten Probleme zu besprechen. Hierzu entgegnete der Kandidat, daß er noch nicht die Zeit gefunden hatte, die Aufzeichnungen zu machen, bedingt durch die Verschiebung des Gesprächs.

Auf den Kandidaten wurde eingewirkt, diese unbedingt nachzuholen, unter der Legende, daß eine Einflußnahme bei eventuell auftretenden Problemen schneller möglich ist.

Dies Problematik wurde als Ausgangspunkt genommen, um nochmals die Einstellung des Kandidaten zu prüfen, in welchem Maße er die Zusammenhänge zwischen seiner Arbeit und des MfS herzustellen vermag. Hierzu äußerte der Kandidat, daß seine Einflußnahme auf Veränderungen anliegender, ihn betreffender Probleme der Arbeit aber der ……. Abteilungsleiter und doch beschränkt ist und er sich vorstellen könne, daß hier Ansatz-punkte für die Einflußnahme durch das MfS besonders gegeben sind.

Er erkannte von selbst, daß durch diese Einflußnahme entscheidendes in der vorbeugenden schadensverhütenden Arbeit im Betrieb erreicht werden könnte.                                    Im weiteren Gespräch wurde der Kandidat zur Person Milke befragt und um eine Einschätzung gebeten.                                                                                                                      Zum Charakter, Auftreten und arbeitsmäßigen Verhalten gab der Kandidat eine positive Einschätzung. Er erläuterte jedoch auch am Beispiel des Abteilungsleiters Mühlbauer, daß Mielke versucht, oft ein sogenanntes diplomatisches Verhalten an den Tag zu legen.

Der Kandidat hatte bereits im vergangenen Kontaktgespräch auf Unzulänglichkeiten brandschutz in der Abteilung des Mühlbauer berichtet. Im speziellen Fall wurden nach einer durchgeführten Kontrolle in der Abteilung Mühlbauers durch den Kandidaten erzieherische Maßnahmen gegen Mühlbauer beantragt. Hierzu wurde ihm von Koll. Mielke erläutert, daß zuerst die Produktionsergebnisse des M. gesehen werden müßten. Eine Bestrafung des M. würde keine positive Wirkung haben. Auf Entscheidung des Mielke kam es dann nicht zu der vorgeschlagenen Bestrafung.                                                    In dieser Phase mußte das Gespräch abgebrochen werden, da der Kandidat mitteilte, daß er um 7:00 Uhr bei einer Arbeitsbesprechung teilnehmen muß.

Trende / Ltn.

Bemerkung:

Der IM wirkte während des gesamten Gesprächs wiederum sehr aufgeschlossen. Fragen wurden durch ihn ehrlich beantwortet. Aufgrund der Zeitknappheit war es nicht möglich, alle vorgesehenen Fragen u. Probleme zu klären.

Im nächsten Kontaktgespräch ist es erforderlich, die

BStU 000062

xx

BStU 000063

Bericht u. das 4. Kontaktgespräch mit dem IM-Kandidaten „Detlef

xx

Ref. 21.9.

KD Stralsund   –  Stralsund, den 20.9.84

Bericht über das 4. Kontaktgespräch mit dem IM-Kandidaten „Detlef“

Der Kandidat hatte mit der Zeit vom 27.08. bis 14.9.84 seinen Jahresurlaub. Am 17.9.84 wurde mit ihm telefonisch Kontakt aufgenommen und ein weiteres Gespräch vereinbart.  Das Kontaktgespräch mit dem Kandidaten wurde am 19.9.84 in der Zeit von 14:30 Uhr bis 16:15 Uhr im Raum 302 der Volkswerft durch unterzeichnenden MA geführt. Der Kandi-dat erschien pünktlich.                                                                                                                       Zu Beginn des Gesprächs wurden persönliche Fragen und Probleme des Kandidaten erörtert. Hieraus ergab sich keine Hinweise, die einer weiteren Kontaktierung des Kandidaten entgegen sprechen.                                                                                                      Der Kandidat wurde gebeten, Ausführungen zum Stand der Realisierung der Durchsetzung der Verfügung 60/84 des MdJ im VEB Volkswerft Stralsund zu machen. Hierzu erläuterte der Kandidat, daß wesentliche Maßnahmen theoretischer Art realisiert sind. Probleme jedoch hauptsächlich hinsichtlich der Festlegung konkreter, Kontrollverantwortlicher auftreten. Die Probleme laufen darauf hinaus, daß die Fachdirektoren die Weisung des Werftdirektors hinsichtlich der monatlichen Festlegung der Kontrollbeauftragten noch nicht durchgesetzt haben. Dieses ist jedoch wesentliche Voraussetzung dafür, die Verfügung 60/84 durchzusetzen. Durch den Kandidaten wurden hierzu entscheidende Maßnahmen eingeleitet und der gegenwärtige Stand dokumentiert, so daß eine genaue Einschätzung der Situation nicht möglich ist.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde die Problematik bezüglich Brände und begünstigende Bedingungen hierzu durch Lecktage (Undichtigkeiten) von Acetylen bzw.

-leitungen in Versorgungskanälen, speziell im Bereich der Schiffsliegeplätze, angebracht. Hierzu äußerte der Kandidat, daß die Problematik bisher nur akut wurde, wenn es zu Bränden in diesem Bereich kam. Ein Schadensfall diesbezüglich ist dem Kandidaten bekannt, wobei die Ursachen mehr in der Verschmutzung der Versorgungskanäle lagen.

In diesem Zusammenhang erklärte der Kandidat, daß es ihm aufgrund seiner Funktion als Brandschutzverantwortlicher möglich ist, den gegenwärtigen Zustand hinsichtlich der Pflege und Wartung von Anlagen und Acetylenleitungen zu

ermitteln. Dieses stände auch in seinem Interesse. Eine Analyse des Zustandes wäre eine Maßnahme zur schadensverhütenden und vorbeugenden Arbeit.

Der Kandidat erklärte von sich aus, daß er in ca. 2 Wochen über seine genaueren Erkenntnisse berichten könne, da er einschätzt, daß dieses das MfS interessieren müßte. Mit dem Kandidaten wurde vereinbart, daß er zum gegebenen Zeitpunkt dazu berichtet.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde nochmals auf die Person Mielke eingegangen. Der Kandidat berichtete bereits im vergangenen Kontaktgespräch zur Person M.

Der Kandidat begann zur Person M. wiederum mit mündlicher Ausführungen. In dieser Phase sprach der unterzeichnende MA den Kandidaten an, ob er bereit wäre, seine mündlichen Angaben schriftlich zu fixieren, da diese dann Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche sein könnten.

Der Kandidat erklärte sich bereit und sagte dazu, daß er in jedem Fall zu seiner Angabe stehe, ob in schriftlicher oder mündlichen Form.

BStU 000064

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Der Kandidat gab darauf eine schriftliche Einschätzung der Person Mielke.

Er erklärte hierzu, daß er sich einige Kriterien selbst vergibt und hiernach den Bericht verfaßte. Der Kandidat handelte beim Verfassen des Berichtes relativ selbstständig und reagierte auf gegebene Hinweise.

Form28 Zum Abschluß des Gesprächs wurde vereinbart, daß es notwendig ist, ein weiteres Gespräch zu führen, um die Problematik der Vorbeugungskanäle zu erörtern und andere vorbeugenden schadensverhütenden Maßnahmen zu beleuchten.

Der Kandidat konnte ohne Vorkommnisse den Raum 302 verlassen.

Als neuer Termin wurde der 3.10.84, 6:00 Uhr, Zi: 302 vereinbart.

Form29 Trende / Ltn.

Bemerkun

Der Kandidat zeigte während des gesamten Gesprächs große Aufgeschlossenheit. Es kam bis zum jetzigen Zeitpunkt eingeschätzt werden, daß zum Kandidaten ein gewisses Vertrauensverhältnis aufgebaut wurde.                                                                                          Es äußert sich, unter anderem darin, daß der Kandidat angesprochene Probleme selbständig untermauert und dies insbesondere seine Ansicht nach aus der Sicht des MfS.  Zum anderen ist zu spüren, daß der Kandidat sich mehr Zeit für die Aussprache nimmt und bereitwillig versucht, angeschnittene Probleme bis zur Lösung darzustellen unabhängig vom Zeitaufwand. Des weiterem haben sich die durch vorherige Kontaktgespräche vermissten Eigenschaften, wie Ehrlichkeit, Einsch-ätzungsvermögen und des Ziehen von Bezügen seiner Arbeitsaufgaben auf die des MfS interessierende Probleme bestätigt.

Es muß jedoch auch eingeschätzt werden, daß der Kandidat als IM mir der Perspektive FIM für den Bereich E nicht geeignet erscheint.

Aufgrund der Kenntnis spezifischer Zusammenhänge auf dem Gebiet des Brandschutzes und daraus ableitender Möglichkeit-en auf dem Gebiet der vorbeugenden schadensverhütenden Arbeit, ist eine spätere Einsatzrichtung auf diesem Gebiet naheliegender.

Wurde die Einschätzung zur Verfügung 60/84 vorgenommen?

Löwenau Hptm.

BStU 000065   IM Bericht Heinrich Detlefs

Das ist  zweite oder dritte Seite eines klassischen IM Berichtes den man in engeren Kreisen als Einschätzung nennt – reine Denunziation – Anschiss

????  ist seit 01.09.82 bekannt

Als Leiter vorbildlich fachlich und auch persönlich. Wird bei allen Kollegen der Abt. positiv eingeschätzt und genießt von jedem Achtung.

Läßt sich nicht zu schnellen Vorurteilen hinreißen und bleibt in seinen Einschätzungen diplomatisch. In Rechtsvorschriften, Standards und betrieblichen Regelungen hat er gute Kenntnisse, wobei jede betriebl. Regelung von ihm mit erarbeitet und abgezeichnet wird. Als Volkskammerabgeordneter gibt er sich bescheiden, nimmt jedoch die dazugehörigen Pflichten sehr gewissenhaft war.                                                                                                Zwischen Wort und Tat in polit. und gesellschaftl. Fragen gibt es keinen Widerspruch.  Kontakte zum NSW nicht bekannt auch keine Andeutung. Familiäre Schwierigkeiten sind nicht bekannt.

BStU 000066

Aktenvermerk

Ref. 4.10

KD Stralsund  –   Stralsund, den 3.10.84

Aktenmerk:

Am 3.10.84 erschien der IM-Kandidat „Detlef“ nicht zum weiteren Gespräch. Er selbst nahm keine Verbindung zum MA auf. Telefonische Verbindungsaufnahmen sind durch den MA bis 5.10.84 gesucht.

Trende / Ltn.

BStU 000067 

Bericht über das 5. Kontaktgespräch m. d. IM-Kandidaten „Detlef“

vvv

Ref. 12.10.

KD Stralsund  –   Stralsund, den 11.10.84

Bericht über ein weiteres Kontaktgespräch mit dem IM- Kandidaten „Detlef“

Zum Kandidaten wurde am 5.10.84 telefonisch Kontakt aufgenommen und der Termin am 11.10.84 zu einem weiteren Gespräch vereinbart.                                                                        An diesem Gespräch nahm Gen. Hptm. Zorn teil nach Festlegung des Gen. Hauptmann Löwenau teil.                                                                                                                                        Der Kandidat erschien wie vereinbart zum 6:00 Uhr im Zimmer 302. Gleichzeitig machte er die Angabe, das das Gespräch nur bis 6:30 Uhr führen zu können, da um 6:45 Uhr eine Beratung beim Werftdirektor angesetzt sei. Als Grund seines Nichterscheinens am 3.10.84 gab der Kandidat dringende arbeitsmäßige Aufgaben zu dem Termin an.                                                                                                                                            Als Grundlage für das Gespräch wurde von Gen. Zorn die Verhaltensweisen des Genoss. Mielke (unmittelbarer Vorgesetzter des Kandidaten) genommen. Es wurde darauf eingegangen, das sogenannte „diplomatische“ Verhalten des Gen. Mielke bezüglich der Durchsetzung seiner Aufgaben und Pflichten gegenüber Verstößen gegen Brandschutz-bestimmungen staatlicher Leiter genauer zu erläutern. Hierzu äußerte der Kandidat, daß es dem Gen. Mielke zum Teil gar nicht anders möglich ist, ein sog. „diplomatisches“ Verhalten an den Tag zu legen, da man die Absicherung der Produktionsaufgaben in erster Linie sehen müßte. Bestrafungen sind weniger geeignet, diese Aufgaben absichern zu helfen. (Ähnliches äußerte der Kandidat bereits im Kontaktgespräch am 17.8.84)

BStU 000068

xx

Auf Befragung des Gen. Zorn wie der Kandidat dazu stehe, antwortet er, daß er von Prinzip ähnliche Gedanken habe und eine Optimierung Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen und Erfüllung der Planaufgaben als Einheit sehen schwer zu realisieren sei.                                                                                                                                Hierzu wurde dem Kandidaten erläutert, daß es normalerweise keine Trennung dieser beiden Tatsachen geben darf, denn letztendlich kann solch eine Einstellung zu schweren Schäden und Havarien führen; zugleich bildet die angesprochene Problematik einem eindeutigen Vorstoß gegen Ordnung u. Sicherheit, gegen das Gesetz.                                          Hierauf antwortete der Kandidat widersprüchlich und versuchte nochmals auf die eingeschränkten Möglichkeiten seinerseits einzugehen.                                                            An diesem Punkt mußte das Kontaktgespräch beendet werden. Als neuer Termin wurde mit dem Kandidaten vereinbart, daß der MA am 5.11.84 telefonische Verbindung zu ihm zur Vereinbarung eines neuen Termin aufnehmen wird.                                                          Trende /Ltn.

Bemerkung:

Während des Kontaktgesprächs wirkte der Kandidat zum Anfang ruhig, wurde jedoch im weiteren Verlauf sichtlich nervös und unruhig. Es muß eingeschätzt werden, das er sichtlich überrascht war von den detaillierten Kenntnissen des Gen. Zorn bezüglich der Einhaltung von brandschutz- technischen Bestimmungen. Es war zu erkennen, daß der Kandidat es zwar versteht, allgemeine Probleme recht redegewandt darzustellen. Es fehlt bei ihm jedoch eine eindeutige Rechen-

BStU 000069

schaftsdarlegung der speziellen Problematiken. Insbesondere, als er noch seinen eigenen, individuellen Anteil seiner Arbeitsaufgaben befragt wurde, versuchte er dieses allgemein zu erklären. Auffällig ist jedoch, daß er aus den wenigen konkreten Angaben, die spezielle Problematik wohl verstanden hat, jedoch ausweichend antwortete.                                        Es ist unbedingt notwendig, beim nächsten Kontaktgespräch diese Einstellung anhand ganz spezieller Probleme eindeutig zu prüfen. Es wird vorgeschlagen, daß der Gen. Zorn an diesem Gespräch teilnimmt.

Trende / Ltn.

BStU 000070

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Kreisdienststelle Stralsund, den 12.11.84

AKTENVERMERK                                                                                                                         „Am 6.11.84 wurde ein Termin zum 12.11.84 mit dem Kandidaten „Detlef“ vereinbart um 15:00Uhr. Zum vereinbarten Termin erschien der Kandidat nicht. Gründe hierzu konnten nicht ermittelt werden. Die Kontaktgespräche wurden bis 16.11.84 vereinbart. Trende / Ltn.“

BStU 000071

Bericht über ein 6. durchgeführtes Kontaktgespräch durchgeführt mit dem Kandidaten „Detlef“

„Am 20.11.84, 6:00 – 7:15 Uhr, wurde mit dem Kandidaten ein weiteres Kontaktgespräch durchgeführt. Am, Gespräch nahm Gen. Hptm. Zorn teil. Zu Beginn wurde der Kandidat gefragt, warum er zum wiederholten Male, zur Nichteinhaltung des Gesprächstermins am 12.11.84 kam. Hierzu erläuterte er, daß zu dieser Zeit eine Parteiversammlung stattfand. Nach weiteren Nachforschungen gab der Kandidat zu, daß solche Veranstaltungen lang-fristig geplant sind und er dieses nicht beachtet hatte.                                                               Als Ausgangspunkt für das ( 6. * ) weitere Gespräch wurde das Beispiel fer Azetylanlage mit den gegenwärtigen Problematik herangezogen. Dazu äußerte der Kandidat, daß Probleme diesbezüglich ihm nicht bekannt seien.. Konkret darauf hinweisend, daß die Karbidschlammbehälter seit einiger Zeit schon total voll sind und täglich einige Tonnen davon neu dazu kämen, antwortete der Kandidat, daß er in dieser Problematik nichts ihn Betreffendes sehe. Er wäre sonst Anfang des Jahres 1984 in der Anlage gewesen und konnte keine Verstöße hinsichtlich Brandschutzanlage feststellen. Im übrigen werde diese Anlage von TÜ überwacht und von dort gab es bisher keine Beanstandungen.

xxx

Ref. 21.11

KD Stralsund  –   Stralsund, den 20.11.84

Bericht über ein durchgeführtes Kontaktgespräch mit dem Kandidaten „Detlef“

Am 20.11.84, 6:00 – 7:15 Uhr, wurde mit dem Kandidaten ein weiteres Kontaktgespräch durchgeführt. Am Gespräch nahm Gen. Hptm. Zorn teil. Zu Beginn wurde der Kandidat gefragt, warum es, zum wiederholten Male, zur Nichteinhaltung des Gesprächstermins am 12.11.84 kam. Hierzu erläuterte er, daß zu dieser Zeit eine Parteiveranstaltung stattfand. Nach weiteren Nachforschungen gab der Kandidat zu, daß solche Veranstaltungen langfristig geplant sind und er dieses nicht beachtet hatte.

Als Ausgangspunkt für das weitere Gespräch wurde das Beispiel der Asetylananlage mit dem gegenwärtigen Problemen herangezogen. Dazu äußerte der Kandidat, daß Probleme diesbezüglich ihm nicht bekannt seien. Konkret darauf hinweisend, daß die Problematik darin besteht, daß die Karbidschlammbehälter seit einiger Zeit schon total voll sind und täglich einige Tonnen davon neu dazu kämen, antwortete der Kandidat, daß er in dieser Problematik nichts ihm betreffendes sehe. Er wäre selbst Anfang ! des Jahres 1984 in der Anlage gewesen und konnte keine Verstösse hinsichtlich Brandschutzeinhaltung feststellen. Im übrigen werde diese Anlage von der überwacht und von dort gab es bisher keine Beanstandungen.

BStU 000072

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Der Kandidat wurde in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, daß er der Brandschutzinspektor des Betriebs ist und sich nicht nur auf andere verlassen könne.

Hierzu antwortete der Kandidat, daß er nicht für die Brandsicherheit in der Werft verantwortlich sei, sondern nur für die Einhaltung der bestehenden Rechtsnormen und die Kontrolle der Realisierung von ? ? ? ? ?lagungen. Das wichtigste für ihn ist, dass es auf dem in Bau befindlichen Schiffen keine Brände gibt. Diese Brände sind seit seinem Einsatz 1982 kontinuierlich zurückgegangen. Der Kandidat begründete diese Tendenz auch damit, daß er zu 50% seiner Arbeitszeit Papier voll schreibt, das belegt gegenüber anderen, daß er seine Pflichten und Aufgaben ordnungsgemäß wahrnimmt. Der Kandidat deutete wiederholt an, daß der geplante Produktions-umfang nur realisiert werden kann, wenn es zu keinen Vorkommnissen kommt. Es ist jedoch nicht möglich, die Produktion zu gewährleisten, insbesondere auf dem im Bau befindlichen Schiffen, wenn alle brandschutztechnischen Bestimmungen eingehalten werden würden.

Bezüglich dieser Problematik wurde dem Kandidaten erläutert, ob er sich vorstellen könne, daß hinter Bränden und Havarien Feindtätigkeit stecken könnte. Dieses bejahte er, schränkte aber ein, daß nicht jeder Verursacher von Bränden oder Verantwortliche der staatlichen Leitung unbedingt ein Feind sein muß. Hierzu ableitend wurde dem Kandidaten erläutert, daß durch Fehlver-

BStU 000073

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haltensweisen staatlicher Leiter bezüglich der Einhaltung von Bestimmungen begünstigende Umstände für eine eventuelle Feindtätigkeit entstehen könnte. Diese Problematik verstand der Kandidat allem Anschein nicht, da er wiederum äußerte. nicht jeder Brandverursacher müsse ein Feind sein.

Der Kandidat wurde nun gebeten, zu äußern, worin er die Aufgaben des MfS sehe und dazu seinen Beitrag zur Unterstüzung der Arbeit des MfS. Hierauf antwortete er, daß ihn die Aufgaben des MfS in Form der Verhinderung von Feindtätigkeit und vorbeugender Arbeit erklärlich seien. Seinen Beitrag sehe er nur in der Unterstützung auf brandschutztechnischen Gebiet.

Dem Kandidaten wurde nun erklärt, ob dieses aus der Sicht als Genosse der SED ausreichend ist. Diese Frage bejahte der Kandidat, denn er sehe keine weiteren Möglichkeiten konsequenter seinen Einfluß geltend zu machen.

In dieser Phase wurde das Gespräch beendet.

Dem Kandidaten wurde erklärt, daß eine offizielle Verbindung aufgrund seiner Arbeitsaufgaben notwendig ist und bei Bedarf von einem MA aufrecht gehalten wird.

Trende /Ltn.

Bemerkung:

Der Kandidat wirkte während des gesamten Gesprächs sehr nervös und antwortete zum Teil spontan. Es muß eingeschätzt werden, in Abstimmung mit Gen. Hptm. Zorn, daß der Kandidat zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwar über die objektiven Voraussetzungen für die präzisierte präzisierte Einsatzrichtung verfügt, die sub-

BStU 000074

vvv

jektiven Voraussetzungen jedoch noch nicht ausgeprägt sind. Ganz konkret in den letzten beiden Kontaktgesprächen wurde deutlich, daß die innere Bereitschaft für eine zukünftige inoffizielle Zusammenarbeit beim Kandidaten nicht gegeben ist. Unter anderem äußerte sich dieses darin, daß 4 Mal ein Gesprächsdatum verlegt werden mußte, ohne daß sich der Kandidat von selbst meldete. Als Begründung gab er unter anderem feststehend Parteiversammlungen und dringende häusliche Aufgaben an. Des weiteren wurde offensichtlich, daß der Kandidat bei den meisten Kontaktgesprächen nicht die notwendige Zeit zum Gespräch mitbrachte. Besonders im letzten Kontaktgespräch wurde auffällig, daß die zu erwartende Bereitschaft der inoffiziellen Zusammenarbeit mit dem MfS nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand nicht gegeben iost.                                                                                                                                                          Es wird vorgeschlagen, die weitere Bearbeitung des IM- Vorlaufs „Detlef“, Reg.- Nr. 1671/83 einzustellen und die IM- Vorlauf-Akte zu archivieren.

Tende / Ltn.

BStU 000075

KD Stralsund     – Stralsund den 20.12.84

Einschätzung zum IM Vorlauf „Detlef“ Reg.-Nr. I / 1671/83

59a Einschätzung

59a

BStU 000075

KD Stralsund Stralsund, den 20.12.84

Einschätzung zum IM-Verlauf Reg. – Nr. I / 1671/83

Der IM-Kandidat wurde im Rahmen der Untersuchungsarbeit zu Störungen und Havarien bekannt.

Nach erster Einschätzung bot er die Voraussetzungen für eine

Gewinnung als IMS Perspektive FIM im Bereich schaden-verhütende Arbeit. Der Verlauf der ersten Kontaktphase bestätigte diese Einschätzung.

Nach dem die Gesprächsinhalte jedoch konkreter wurden und das Verhältnis des Kandidaten zum MfS geprüft wurde zeigten sich ernsthafte Mängel wie Nichteinhaltung von Terminen, Selbstüberschätzung, nicht erkennen der Stell-ung des MfS im Rahmen der Sicherheitspolitik der Partei und deren speziellen Ableitungen für dem Verantwortungsbereich.

Während der Kontaktgespräche wurde versucht diesbezüglich einen Einfluss auszuüben um die objektiv vorhandenen guten Möglichkeiten in Übereinstimmung mit dem subjektiven Faktoren zu bringen.                                                                                                  Dies gelang nicht, da die oben genannten Eigenschaften derart verfestigt sind und vor allem seitens des Kandidat keine innere Bereitschaft vorhanden war den Gedanken des MA zu folgen.                                                                                                                              Hieraus resultiert die Perspektivlosigkeit des Verlaufs, so daß nach dem 6. Kontaktgespräch über den Abschluss entschieden wurde.

Löwenau / Hptm.

BStU 000076

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BStU 000077                                                                         Abschlußbericht zum IM – Vorlauf „Detlef“

KD Stralsund, den 18.12.84

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Kreisdienststelle Stralsund  – Stralsund, den 18.12.84

Abschlußbericht zum IM – Vorlauf „Detlef“  – Reg. – Nr. I / 1671/83

Zur Person:                                                                                                                                Heinrich, Detlef, geb.am: 21.05.565 in Stralsund,                                                                Tätigkeit: Brandschutzinspektor  –                                                                                                  Betrieb: VEB Volkswerft Stralsund – wohnhaft: 21300 Stralsund, Elisabethenweg 14 wurde 11/83 eine IM – Vorlaufakte angelegt.                                                                                            Auf der Grundlage der bestehenden Notwendigkeit wurde die Suche nach einem Kandidat als IMS mit der Perspektive FIM gestaltet. Bei der Untersuchung von Störungen und Havarien sowie durch schadensverhindernde vorbeugende Maßnahme wurde der Kandi-dat bekannt.                                                                                                                                              Mit dem H.( einrich* ) wurden sechs Kontaktgespräche durchgeführt. Nach anfänglich positiven Verlauf der Gespräche zeigte sich in der weiteren Kontaktphase, dass der Kandi-dat zwar die objektiven Voraussetzungen besitzt, jedoch nicht die notwendigen subjektiv-en Merkmale mitbringt, die eine Werbung als IMS mit der Perspektive FIM rechtfertig-en.                                                                                                                                                           Der H. trat bei allen Kontaktgesprächen zwar aufgeschlossen auf, zu erkennen war jedoch auch ein selbstsicheres  zur teilweisen Überheblichkeit neigendes Verhalten. Der Kandi-dat versteht nicht im notwendigen Maße, Einsicht in die Zusammenhänge, zwischen Arbeit des MfS und seinen arbeitsmäßigen Aufgaben, zu zeigen. So trat im letzten Kontaktgespräch zutage, dass eine inoffizielle Zusammenarbeit  mit dem MfS auch dem H. nicht möglich erscheint. H. äußerte von sich aus, dass er eine Unterstützung des MfS nur arbeitsgebunden auf Brandschutzgebiet sehe.

Während der Kontaktphase wurden die Gespräche mit dem Kandidaten so geführt, daß H.  aus der angesprochenen Problematik keine direkten Zusammenhänge für die vorge-sehene inoffizielle Zusammenarbeit erkennen konnte.                                                                Als weiterer Mangel im Persönlichkeitsbild des H. erwies sich eine Unzuverlässigkeit bezüglich der Einhaltung vorgegebener Gesprächstermine. Obwohl vom MA                          ( Mitarbeiter* ) instruiert wurde der H. mit dem Hauptmaann      [ Löwenau, Hptm. Zorn und Ltn. Trende bekannt, wobei ihm die beiden erstgenannten Genossen bereits aus dem offiziellen Kontakt (?*) bekannt waren.                                                                                               Weiterhin muß bemerkt werden, daß der H. im wesentlichen nicht bereit war, Personen direkt ( auch als Zeuge* ) zu belasten.                                                                            Über  geheimhaltenden Tatsachen des MfS wurde der Kandidat nicht informiert.               Aus den genannten Gründen wird vorgeschlagen, von einer weiteren Aufklärung des IM – Kandidaten abzusehen und die IM – Vorlaufakte ins Archiv der BV ( Bezirksverwaltu-ng* ) Rostock, Abt. XII abzuverfügen.

Ltr. Rerf. I -Hptm. Löwenau; Ltr. der KD ( Kreisdienststelle* ) Major Holtz; MA Trende

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Über stasifolteropferadamlauks

I am 74 Years old and I I am victim of torture in STASI-Prison in former GDR 1982-1985 still witouth Status of tortured person. I never reached Justice and satisfaction by Germany´s goverment after 42 Years injustice ! I am fighting for the implementation § TORTURE in Germany´s national low.
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