Von: „Jörg Stoye“ <Joerg.Stoye@bstu.bund.de>
An: „Lauksde@gmx.net“ <Lauksde@gmx.net>
Betreff: Antw: Wtrlt: Zu Hdn. Herrn Stoye – persönlich unverzüglich OV“Merkur“
Sehr geehrter Herr Lauks,
hiermit bestätige ich den Eingang Ihres u.s. Schreibens.
Dieses leite ich zuständigkeitshalber an das Grundsatzreferat der
hiesigen Auskunftsabteilung weiter.
mit freundlichen Grüßen
im Auftrag
Jörg Stoye
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Leiter Referat AU 6
BStU
Karl-Liebknecht-Str. 31/33 10178 Berlin
Tel.-Nr. (030) 2324 9061
Fax-Nr. (030) 2324 9069
E-Mail-Adresse: GZ.AU6@bstu.bund.de
Internet: www.bstu.de
Forschungsprojekt:
Außenhandel der DDR mit Quarzuhren aus China im Fokus des MfS 1979 – 1989
Hier ist der“ Erfolg“ der Elite der Staatssicherheit in der Bekämpfung der größten Wirt-schaftsdiversion gegen den Außenhandel der DDR und gegen das Eindringen in das Fin-nanzsystem der DDR durch die schmuggelnde Diplomaten und Schwarzarbeiter aus SFRJ unter aktiven Mitwirkung und Mittäterschaft des MfS.
5.000.000 Quarzuhren wurden durch die Offiziere im Besonderen Einsatz des MfS des DDR Außenhandels aus Singapur und Hong Kong für 2,50 – 3,00 US$ das Stück in die DDR eingekauft und importiert und zum Wohl des Volkes der DDR anfänglich zu 550 und 600 M DDR im Binnenhandel angeboten, als Quarzarmbanduhren aus Ruhla Werk.

1976 wurde OSL Dr. Erhard Zels als Leiter des MED-Dienstes in der StVE und StVA Berlin Rummelsburg vom MfS eingesetzt u. a, seit 1.12.1982 mit meiner Vergiftung fortzufahren die seit Ende Mai begann.
Durch die grenzlose geldgierige Preisgestaltung zwecks Abschöpfung der Kaufkraft des Volkes ( 41 Milliarden M DDR Spareinlagen der SPARKASSEN DER DDR im Jahre 1977 ) machte man „Ruhla Uhren“ zum Statussymbol und die blieben in Regalen als Ladenhüter.
Wo sind fast 5 Mio Ruhla Uhren den hin? An die Westdeutsche Versandhäuser für harte Währung. Die westdeutsche Uhren – Industrie unterschätzte die Erscheinung von Digitaluhren auf dem Markt und behaarte auf ihrer Produktikon von klassischen Armband Uhren. Die Quarzarmbanduhren überfluteten den westdeutschen Markt und legten den Verkauf von Uhren aus der eigenen Produktion lahm. Kleinere Uhrwerke gingen in Konkurs und 18.000 Uhrmacher endeten beim Arbeitsamt. Dieses Deal DDR – BRD wird von der BStU als Staatsgeheimnis gehütet-bis heute. Die Belieferung mit den Unterlagen wurde durch SB Iris Winkler mutwillig mit dem Stand 1983 abgebrochen – ohne Begründ-ung.
Da der Markus Meckel ( später Bundestagmitglied ) als erste überhaupt – die Akte des DDR Außenhandels komplett vernichten ließ war es mir nicht möglich an die Beweise über einen der erfolgreichsten Deals DDR mit BRD mit verheerenden Folgen für BRD Uhrenindustrie nachvollziehbar zu machen. Auch ist es mir nicht gelungen in Erfahrung zu bringen was die Westdeutsche Versandhäuser für Ruhla Uhren aus Singapur und Hong Kong bezahlt hatten und für wieviel die an die Wessis versandten- welches Profit die daraus erwirtschafteten?
Durch Eingreifen der Jugoslawischen Quarzuhrconnection bat sich für manche MfS-ler auch eine Mitbeteiligung am nichtgenehmigten ambulanten Handel von Quarzarmband-uhren ( zuerst aus Wien, dann aus Westberlin und danach direkt als Cargo aus Singapur und Hongkong ) an reich, sehr reich zu werden. Weit über eine Million Uhren kamen bis 1983 auf DDR Schwarzmarkt und richteten dadurch im Namen des Volkes dem MfS und dem Außen-und Binnenhandel immensen Schaden an, der nach der Dimension zu einer Wirtschaftsdiversion ausartete und zum Angriff auf das Finanzsystem gilt. Um die Unfähigkeit der STASI zu verschleiern und diese Wirtschaftsdiversion nicht vor ZK und Politbüro nicht verantworten zu müssen, hat die MfS-Justiz das Ganze bagatellisiert, verharmlost und als Zoll- und Devisenvergehen zur Anklage gebracht und geahndet.
Die Ladenhüter waren trotz zweimaligen „Preiskorrekturen“ – die erste war von 600 auf 300 M DDR- in Regalen geblieben, bis die Betriebe der DDR Weisung erhielten die Ladenhüter aus den Läden aufzukaufen und mit Urkunden für treue langjährige Betriebs-zugehörigkeit an die Jubilare zu verschenken. Ich traf einen Atomphysiker a.D. der eine Ruhla Uhr am Handgelenk ganz stolz trug. Als er erfuhr dass die 2,50 – 3,00 US$ in China angeschafft wurde, staunte er über die Wertschätzung des MfS und der Partei für seine Leistungen und Treue nicht schlecht.
Seit 1984 hing diese Tafel in der Traditionsecke der ( übernommenen 7000 ) Zollorgane der DDR auf dem Flur des Haus 1 gegenüber der Privaträume des Ministers Erich MielkeDiese wandzeitungsartige Wandtafel wurde 1984 im angebracht und wurde erst im Jahre 2011 entfernt.
„nachgewiesener Gesamtumfang Zoll- und Devisenstraf-taten von 700.000 M DDR„
Beginnend mit 13.7.81 > 21.8.81 > 23.4.82 und 17.4.82 hat die Staatssicherheit ca 10.000 schwer absetzbaren silberfarbenen Quarzarmbanduhren beschlagnahmt. Um die Uhren aus Singapur und Hong Kong nicht der Vernichtung zuzuführen wurden die seitens der Staatsanwaltschaft der Zollverwaltung ( MfS )zur Weiterverwertung überlassen und das MfS „versorgte“ die Angehörigen der DDR Justiz und ihrer Exekutive HA VII/8 ( Abwehr im Strafvollzug ) bzw. verkaufte die Uhren zu 70 M der DDR das Stück – 700.000 M DDR.
>> GZ AU6 07.10.2020 12:25 >>>
>>> <Lauksde@gmx.net> 07.10.2020 11:32 >>>
Vorab per R-mailSehr geehrter Herr Stoye!
Anknüpfend an unser Gespräch teile ich Ihnen mit, dass Frau Iris Winkler mir das
Vernehmungsprotokoll des Beschuldigten Adam Lauks vom 4.11.82 mit den 4 Anlagen
aus meinem wissenschaftlichen Projekt nicht herausgegeben hatte, aus welchen Gründen auch immer. Im Band 12 – wo es nach dem Protokoll vom 3.11.82 hineingehört hätte
war es nicht und in meiner AES als Opfer und Betroffener war es erst recht nicht ?!?
Fakt ist, dass trotz der Existenz dieses Protokolls und Anlage 1 und Anlage 4 vom 4.11.82 im Schlußbericht des Untersuchungsorgans (au dem Bundesarchiv )dann unter Einfuhr realisiert dann LAUKS/ROGERS steht, statt: PAVLOVIĆ/ROGERS, wie das im Protokoll vom 4.11.82 stand.
Die letzte Uhrenübergabe die Rogers in mein geparktes VOLVO 244 GLT reinlegte war an Karlo Budimir ( und nicht an Brigitte Suda)
Schlussbericht zu Ermittlungen Adam Lauks
wurde aus politisch – operativen Gründen des MfS dem Gericht manipuliert für die Hauptverhandlung vorgelegt.
Pavlovićs Vernehmungsprotokolle-Konsul haute ihn raus
DAS ist eigentlich der Schlüsselbeweis für die Rechtsbeugung in diesem
inszenierten politischen Prozess. Für die fast identische Tat wurde ich zu 7 Jahren
verurteilt, die Tat des Herrn PAVLOVIĆ mir zugeschlagen – und er wurde zum Zeugen
geladen am Tag wo er schon vor drei Monaten frei gelassen wurde ( Deal Konsul Živaljević
– MfS ).
Im Gegenzug wurde ich für die Liquidierung freigegeben.
Die Vergiftung war seit Ende Mai 82 im Gange und wurde in der zweiten Hälfte Januar
1983 ausgebremst.. die zweite Liquidierung wurde am Tag meiner Entlassung am 29.10.85 durch das Aussteigen in der CSSR aus dem Todeszug MERIDIAN EXPRESS vereitelt.
Iris Winkler verkaufte mir 30 Bänder zum Thema DDR Außenhandel mit Quarzuhren im Fokus des MfS, 15 davon sind vom Operativ Vorgang „Merkur.“ Bekanntlich wurden 22000 Hauptamtliche des MfS in Kohls und Schäubles Dienste überführt, darunter auch 7000 umlegendierte Hauptamtliche als Angehörige der Zoll-
verwaltung der DDR, der auch nach 30 Jahren unheimlich daran liegen muss die Wirt- schaftsdiversion gegen den Aussenhandel und Finanzsystem zu verschleiern und auszura-dieren, weil es die Unfähigkeit und Korruptheit der Innlanddienste des MfS entlarvt.
Ich bin fest davon überzeugt, dass einige „Zöllner “ auch in EURER Behörde platziert sind
um zu verhindern, dass das was unter ZOV „Adria“ und OV „Quarz“, OV „Merkur“; OV
„Geschäft“ OV (Silikat) usw. gelagert verschleiert bleibt.
Wenn die Frau Winkler nicht beim Zoll oder in der HA VI oder in der HA IX tätig war,
dann muss sie „Berater“ haben die noch in der Zeit 1979 – 1983 den Schmuggel und den
„Nichtgenehmigten ambulanten Handel mit Quarzarmbanduhren westlicher Prägung“
bearbeitet hatten, um die Ergebnisse zu verschleiern, im Archiv vergraben zu lassen und die Ergebnisse im Interesse der HA II ( besonders der II/10 ) zu unterordnen.
Zweitens: Aus dem Band 15 des OV „Merkur“ wird endgültig ersichtlich was die Frau Winkler offensichtlich weisungsgebunden der Forschung und Wissenschaft zur Verfügung zu stellen hatte. Die Akte sind voll von gefälschten und nachträglich durchgesiebten Unt-erlagen.
Durch die ganzen 15 Bänder ist nachweisbar, dass die Sachstände brutal anonymisiert wurden, wobei es nicht nur um die Schwärzung der Namen der an der Diversion betei-ligten Akteure geht sondern um die Arbeit- Maßnahmepläne und „Erarbeitung“ von
Beweisen ging.
Schauen Sie sich das an was ich als Beschluss für das Beenden des OV „Merkur“ von Frau
Winkler erhalten hatte und sagen Sie mir was kann ein Forscher oder ein Journalist darü-ber schreiben, das als historisch belegt gelten könnte?
Frau Winkler hatte abgelehnt weitere Unterlagen zu diesem Komplex mir kopieren zu lassen.
Als ich sie freundlich gefragt hatte wer darüber entscheidet was ich bekommen darf und was nicht, antwortete sie bestimmend und überheblich: ICH. Ich hatte vor mir einen
Geheimdienstler alten Schule.
Herr Stoye, der Außenhandel der DDR hatte von 1979 – 1989 5 Millionen Stück Uhren aus Fern- Ost eingeführt und als Qualitätsuhren aus Ruhla der eigenen Bevölkerung
zu 600 und 550 M DDR angeboten. Bekanntlich sind die Uhren auch an den Westen ver-kauft worden… wie viele?
Ohne die angeführten Unterlagen kann ich mein Forschungsprojekt nicht zu Ende führen und würde Sie bitten mir die Gelder die ich für die Kopien bezahlt hatte zurückzuüberwe-isen.
Mit freundlichen Grüßen
Adam Lauks – „Merkur“










