2. Hungerstreik kündigte ich für den 20.12.1984 an – ich nahm mein Schicksal in die Hände und ging in den letzten Kampf der mich in die Heimaterde führen sollte..


Am 16.12.1984 schrieb ich an Erich Honecker- sagte meinen 2.Hungerstreik an:

Honecker zeigte keine Gnade für den Verkrüppelten...

Die “ Lückenlose medizinische Behandlung“ nahm im Haftkrankenhaus seinen Lauf. Am 29.3.1985   wurde ich statt  “ bei der ersten nächsten Gelegenheit nach Jugoslawien auszuweisen“ – wie das in einem Schreiben  von ganz oben

steht, wurde ich  nach Waldheim verfrachtet und dort ohne Gerichtsbeschluss  hatte man allgemeinen Vollzug in den Speziellen Strafvollzug umgewandelt, was man darunter verstehen soll werden uns Historiker erst aufarbeiten und erarbeiten müssen, sowie die Aufgaben und Befugnisse des damaligen dortigen unantastbaren Herrscher über Leben und Tod, über Protazin und Faustan= MIXTURA, ChA MR. med. G.Stöber – Oberstleutnant d. SV.i. Med. Dienst.

Es ging dabei nicht um spezielle oder renitente Strafgefangenen, die ihm aus allen DDR StVE überstellt wurden, sondern mehr um die spezielle Art der Behandlung der Operativen Vorgänge des MfS ,die den Operativen Zersetzungsmaßnahmen des MfS in Höchststadium ,durch IM Arzt unterzogen werden mussten, der falschen medizinischen Behandlung, die zum Brechen, zum Zerstören der Seele des Strafgefangenen, ihn  MIXTURA-abhängig und gefügig zu machen im Rahmen einer sozialistischen Strafvollzugsverwirklichung. Es waren besondere brisante Fälle die bei Stöber landeten für deren Behandlung auch entsprechende Befehle  und Zielstellung der Einweisenden gegeben haben muss in schriftlicher oder telephonisch übermittelter Form worüber man keine Notizen machen musste die später in Gesundheitsakte auffindbar wäre.  Wie weit die Befugnisse von OSL Stöber, auch als IM geführt, gingen wäre noch aufzuarbeiten.

Nun kam ich am 23.6.85 mit gebrochenem Unterkiefer zur dringenden Notbehandlung  wo ich dem Chefarzt, Dr. Med. Göttlich, Oberstltn.d.SV im MD, Facharzt für allgemeine Stomatologie mit Knebelketten vorgeführt-vorgestellt.Ergebnis dieser Vorstellung schlugen sich nieder im Ärztlicher Abschlußbericht  des Erwähnten vom 24.06.85 unter 55 in der Gesundheitsakte auffindbar. Detaillierter über die Begegnung kommt im Buch vor.

„Es erfolgt Abschluß der Stationären Behandlung und Rückverlegung in die zuständige StVE. Abschlußdiagnose: Unterkieferfraktur links 802.2

Hieraus lässt sich schlussfolgern wie die DDR Strafgefangenen erst behandelt worden sein müssen durch OSL Göttlich…Ob er gewusst hatte dass diese Art der Behandlung auch in meinem dritten Grund des Hungerstreiks erfasst wurde !?

Jedenfalls hatte er  einsehen müssen wie (un)wichtig seine  Entscheidungen für MfS waren. Er musste einsehen wie bedeutungslos  alle diese Titel sind vor seinem Namen. Das Ergebnis  wurde zum Lenker meines Schicksals  und meiner lückenlosen medizinischen Behandlung durchgereicht. Erst am dienstag kam die Order aus Berlin, was mit Lauks Unterkiefer zu geschehen hat, unter Anwendung von Gewalt, natürlich, den jedwede weitere medizinische Behandlung im Strafvollzug der DDR  hatte SG Lauks am 9.4.1984 in schriftlicher Form abgelehnt. Wenn es nach  OSL Göttlich gegangen wäre, wäre ich „unbehandelt“ umgehend nach Waldheim, mit gebrochenem Unterkiefer zurückverlegt. So einfach ging das,

ein gebrochener UNterkiefer eines SG war kein gebrochener Unterkiefer eines Menschen. Hier ist der Beweis dafür; deren Veröffentlichung, wie alle bis jetzt veröffentlichten Dokumenten nicht gerichtlich durch einstweilige Verfügung verboten wurde.

Am 23.6.85  mit glattem Unterkieferbruch aus Waldheim eingeliuefert

am 24.6.85 : Abschluss der Stationären(nicht) Behandlung und Rückverlegung...

Spezielle Strafvollzugsabteilung Waldheim Der Leiter ChA MR med G.Stöber

Im Schreiben ist die Dichtung... die Wahrheit ist MEIN !!!

Stellvertretender Leiter Lügner vor dem Herren, kochte seine Suppe

Nach dem Kieferbruch in der Einzelhaft hat ER mich nicht gesehen...

Zur Aktennotiz von OSL Dr.Hilmann vom 23.6.85 OSL Dr.Hilmann :

Abschrift
Kurz vor 16.00 soll es eine Schlägerei zwischen dem SG Lauks und Huhnholz gekommen sein.
Gegen 16.20 Uhr untersuchte ich den SG Lauks und stellte dort eine kleine, etwas blutende Platzwunde im Bereich der li Augenbraue fest. Bei der Untersuchung des Unterkiefers stellte ich einen Bruchspalt am li Unterkiefer fest, die Beweglichkeit des oberen…….. war aufgeschwollen. Über dem BruchspaltAusbreitung eines Hematoms. In Gegenwart vom Omstr. Naumann und Omstr Mücke lehnte der SG Lauks jede weitere ärztliche Diagnostik und Therapie ab. Er war nur unter Mühe zur Klinischen Untersuchung zu bewegen.
Hilmann
OSL d.SV/MED
Die beiden unten angeführten Gen.bestätigen durch ihre Unterschrift, daß SG Lauks Diagnostik und Therapie ablehnt.
Unterschriften von
Naumann Omstr.d.SV
Mücke O.d.SV

Als der alte Opa Mücke und Huhnholz, man nennt ihn gar nicht SG, die Zelle verließen stand ich langsam auf. Ich spürte wie sich der Mund mit Blut füllt, trat an den Waschbecken und spuckte rein. Mit dem rechten Zeigefinger befühlte den Unterkiefer von innen links und stieß auf eine klaffende spalte zwischen dem vorletzten und letzten Zahn, Die Fingerkuppe passte dazwischen. Schmerzen -Fehlanzeige. Ich kramte eine Scherbe vom zerbrochenen Spiegel raus und schaute rein. Ich musste an Jesus denken:“ Jesus bald bin ich bei Dir !… Meine Haare waren schulterlanf und über ausgewachsenen roten Bart floß aus der Augenbraue Rinnsal von Blut. Ich konnte meine tief eingefallenen Augen kaum sehen. Danach nahm ich das Kopfkissen bzw den Bezug und band meinen Unterkiefer hoch. Es dauerzte eine Weile bis sich Hilman blicken ließ. Natürlich gab es KEINE Untersuchung. „Er war nur unter Mühe zur klinischen Untersuchung zu bewegen “ Die Bullen kamen mit zwei Knebelketten und Schlagstöcken und führten mich zum Zahnarzt im Range eines Majors. Sie setzten mich in den Behandlungstuhl. “ Machen Sie den Mund auf !“ forderte mich Major auf. Wann ich den Mund aufmache, Genosse Major bestimme ICH ! kam aus mir zurück. „Aber Sie haben einen Kieferbruch…“ und um das festzustellen brauche ich kein Artzt zu sein-ich melde mich ab !“ Ich stand auf reichte die Händen zu den Bullen,sie schauten fragend zum Major, legten mir die Ketten um und führten mich ab, in die Vier.
Ob der Hillman überhaupt da war ist mir nicht mehr erinnerlich. Erst viel später fand ich die Aktennotiz und vermutlich den IM Bericht, wo schon SEIN Vorschlag zu der weiteren „medizinischen “ Behandlung vom SG Lauks zu erkennen ist. Wenn die gekonnt hätten wie sie es gewollt hätten, hatte i9c h euch dies hier nicht schreiben können. Eigentlich ist das Hinweis darauf wie in solchen Fällen DDR Bürger behandelt wurden als nicht geschäftsfähig durften sie auch ohne ihrer Zustimmung im Sinne des Operativen Vorgang behandelt werden. Für die brauchten die IM Ärzte und die willfährigen Schergen niemandem Rechenschaft ablegen.

Spezielle Strafvollzugsabteilung  war Endstation

Man wurde mit spezieller Zielsetzung eingewiesen...

Pat.lehnt Behandlung ab. Das ist jedoch rechtlich unerheblich, da er als nicht geschäftsfähig zu betrachten ist aufgrund seiner psychischen Erkrankung(paranoische Entwicklung). Er muß folglich auch ohne seine Zustimmung behandelt werden, zumal er imfolge jetzt kann noch noch möglicher Nahrungsaufnahme in kurzer Zeit in einem lebensbedrohlichem Zustand geraten kann.
OSL d.SV /MED

Nach dem Esslöffeltest und Folterungen und zwischendurch wiederholten Aufenthalten im Haftkrankenhauis Meusdorf, landete ich wieder im tiefsten und abgeschirmtesten Loch im Zuchthaus Rummelsburg, in der „Verbotene Zone“ des Haus 3 im Keller, wo Nichtarbeiter abgesondert in Einzelhaft ihr Dasein fristeten. Mit der Lokalität hatte ich schon mal Bekanntschaft gemacht. Nach der Rückkehr aus HK Meusdorf Leipzig wurde ich wieder dahin verfrachtet. Neben mir saß ein Robert aus Ghana, bereits 6 Monate ALLEINE. Am 16.12.1984 entschloss ich den Gang der Dinge zu beschleunigen und in einem Brief an Honecker kündigte ich meinen 2.Hungerstreik an, der mich am Ende, wenn auch im Zinnsarg, hätte nach Hause bringen sollen. Wie lange es dauerte nach dem ich den Brief abgegeben hatte,bis sie kamen und mich ohne Worte rausnahmen, wusste ich nicht. Jedenfalls merkte ich am Benehmen der Bullen dass was Besonderes beginnt. Sie brachten mich in das nahe gelegene Haus 8, MED-Punkt oder Krankenrevier des Zuchthauses Rummelsburg in die Obhut vom Oberstleutnant Dr. Zels – IM NAGEL und seinen Speichellecker Major Radtke. Nanu, bis zum Streikbeginn waren es noch 4 Tage und schon ins Krankenrevier!? Dort wartete Kinderschänder Strafgefangener Arzt und Radiologe aus einem bekannten Klinikum am Ranmde , Dr. Schmidt (IM Vorlauf Peter) und Strafgefangenenzahnarzt – Kieferchirurg der Berliner Charite RF-vier Jahre, Dr.Mai und die Bediensteten. Irgendwie erfüllte mich ein gewisser Stolz als ich die Treppen vom Keller des Haus 3 hinaufging. Innerlich fühlte ich dass ich dahin NIE wieder zurückkehren werde. Ich verbuchte diese Verlegung schon als Zeichen dessen dass ich meinen Schicksal zu bestimmen begann oder dass ich in der Lage war den Ablauf des Krieges zu bestimmen, auch wenn als Sieg auf mich der Exitus wartete.
Die Gründe oder Bedingungen waren unerreichbar aber deutlich formuliert:

Auch für Deine verletzte Menschenrechte und Menschenwürde werde ich dem Tod im Protest entgegentreten!

Dem Erich Honecker abgeschickte Erklärung(8.12.84) lautet:
FORDERE ICH – ADAM LAUKS -BÜRGER SFRJ :

* SOFORTIGE FREIHEIT für:
-Jugoslaven Ilija Jovanovski – mit voller Rehabilitierung sowie Gesundheits und Haftentschädigung. Er wurde seitens DDR ausgeraubt, zu Unrecht angeklagt und unschuldig auf 10 Bzw.8 Jahre verurteilt.Er sitzt trotz der von der Charite erstellten Haftuntauglichkeitsbescheinigung in lebensgefährlichem und behandlungsbedürftigen Gesundheitszustand, zu allerletzt seitens der DDR vor unserem Land auf verbrecherische art verleumdet; und aller Menschenrechte und Kontakte beraubt; Jugoslawen Budimir Karlo, ausgeraubt, auf betrügeriosche Art angeklagt und zu Unrecht auf 12 Jahre verurteilt.

** Ich protestiere, unter Einsatz der restlichen Tage GEGEN : die aufgedeckte und entlarvte gröbste Einmischung in die inneren Angelegenheiten der unabhängigen SFRJ seitens DDR und UdSSR, und dem Staatsterrorismus gerichtet gegen die Unabhängigkeit und Nichtpaktgebundenheit meines Landes, Landes des toten Präsidenten TITO !!!;

Lasset die Welt meine letzten Worte erfahren, schreibe sie ab, oder schließe die in Dein Menschenherz.Adam

*** Ich protestiere, gebrandmarke und verurteile auf das Schärfste:
Die Folterungen und Misshandlungen, sowie Diskriminierung von Ausländern und DDR Bürgern, gegen den phüsischen und psychischen Terror, Verletzung von Menschenwürde und Gesetzlichkeit, sowie gröbste Verletzungen von Menschenrechten und menschen- und oft auch tierunwürdigen Unterbringung in den UH und StVE sowie in Einrichtungen der MED-Dienste durch SV-Angehörige und Ärzte des MdI.
Ich fordere die menschenwürdige Behandlung von allen Strafgefangenen und Freiheitberaubten in Gefängnissen der DDR.
Nieder mit dem psychischen und körperlichen Mißhandlungen von Andersdenkenden.Regimegegnern,politischen Gefangenen und anderen Menschen !!!
————————————
Lese es und gebe es weiter – ich sterbe auch für DICH!

Letzter Wunsch:
Am Friedhof an meinem Weinberg möge man mich begraben, statt Kreuz oder Denkmal, einen blutroten fünfzackigen Granitstern setzen, ohne Namen nur 1950 – 198.. und daneben eine Silberpappel pflanzen. In meinem Weinberg eine Birke und zwei Silbertannen !…

Diesmal  wurde der Hungerstreik angezeigt, angesagt, angekündigt.

Über stasifolteropferadamlauks

I am 66 Years old and I do promote acommodations on the adriatic´s sea beaches for holiday in apartments close to the sea-close to the mediteranian beauty. I am still victim of torture in STASI-Prison 1982-1985. I never reacht Justice and satisfaction by Germany´s goverment after 30 Years ! I am fighting for the implementation of § TORTURE in Germany´s low.
Dieser Beitrag wurde unter Aufarbeitung der STASI - Verbrechen, Aufarbeitung durch die Ärztekammer Berlin, Ärzte Vollstrecker des MfS in U-Haften und StVE der DDR, Berliner Charite als Nest der IM Ärzte ?, Einmal STASI-Opfer - für immer Opfer !!!, Einmischung in die innere Angelegenheiten Jugoslawiens, Einmischung in innere Angelegenheiten der SFRJ, Erpressung in der U-Haft Königswusterhausen, Europa, Folter und entfesselte Gewaltanwendung an Strafgefangenen in der DDR, Haftkrankenhaus Leipzig-Meusdorf -nun JVA Leipzig mit Krankenhaus, IM Nagel - Oberstleutnant Dr.Zels, Predigt über Versöhnung Opfer Täter, Psychiatriemißbrauch - Waldheim Endstation, Psychiatriemißbrauch durch IM Jürgen Rogge Leiter der Psychiatrie im HKH Meusdorf, Recht im Unrechtsstaat der DDR, Schutzbehauptung für IM Georg Husfeld, Spionage gegen Jugoslawien, Stomatologische Klinik, Von der STASI am 24.11.10 vor das Gericht gezerrt inHohenschönhausen -Nomen est Omen !??, Waldheim - die Endstation für Aufrechte und Unbeugsame, Zeitzeugengespräche, Zersetzung, Zersetzung nach 24 Jahren - und kein Ende veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu 2. Hungerstreik kündigte ich für den 20.12.1984 an – ich nahm mein Schicksal in die Hände und ging in den letzten Kampf der mich in die Heimaterde führen sollte..

  1. Jul. schreibt:

    Und ich dachte, Du wärst wirklich ein Opfer der Stasi. Pfui.

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  2. Nagel schreibt:

    Führen Sie Selbstgespräche Adam?

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  3. Karim schreibt:

    Guter Blog, gefaellt mir sehr gut. Auch nette Themen.

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