Oberstes Gericht ! Gen.Vorsitzender Pompoes ! Berin 2.6.83 DIE WAHRHEIT über Gründe der Zersetzung von Adam Lauks


Oberstes Gericht !

Gen. Vorsitzender Pompoes !

Berlin, den 2.6.83 zur Handakte sa 14./6.

Ich habe die Verwerfung der Berufung von Dr. Wolf heute gelesen, aber ich konnte darauf nicht reagieren, weil ich mich auf den heutigen Stuhlgang bereit machen muß, wobei die Schmerzen des gestrigen noch nicht weg sind.

Seit Buch habe ich „Megalac“ und 2Alugel“ bekommen, die zu einer Verhärtung des Stuhlgangs direkt beitragen !? ( laut Gastroenterologe Dr. Meergans-gestern in der Charite) Was das für Schmerzen brachtekann ich nicht und will ich nicht Ihnen schildern. Das Medikament wurde sofort abgesetzt.

Zweck dieser Mitteilung ist, daß Sie erfahren, daß ich in der letzten Stunde in Obhut eines Spezialisten kam. Die angesetzten Untersuchungen werden es mit sich bringen, ich werde versuchen zu hoffen, daß man es schafft mich auf den Damm zu bringen. Deswegen erhoffe ich Ihrerseits die volle Unterstützung der Charite bei der Beseitigung der Schäden, die ich durch unfachliche und nach dem Aufenthalt in Leipzig ( Verpfuschte OP im Haftkrankenhaus Meusdorf ) unzureichenden dringend notwendigen medizinischen Hilfe erlitten habe und daran jetzt noch mit großer Intensität leide.

Die ungerechte Begründung des Urteils hätte mich als gesunden Menschen zertrümmert. Dank der tierischen Schmerzen, die ich jetzt habe und in den Monaten nach Meusdorf schleppe, konnte mich die Härte der Freiheitsstrafe und die drastische Geldstrafe nicht berühren. Wie schmerzhaft das mir Angetane ist? Versuchen Sie sich vorzustellen sich jeden Tag auf ein dreischneidiges Dolch draufzusetzen. Es sind keine Übertreibungen, das wird Ihnen ärztlicherseits auch bestätigt

Was nach der Untersuchung im Buch am 20.4.83 „schon“ feststand oder leider „erst“ festgestellt wurde. Aber wozu schhreibe ich das Ihnen, meine Schmerzen (und Blutungen ) gehen davon nicht weg. Dieses teile ich Ihnen mit, bloß um die Erklärung dafür zu geben, warum ich so hohe Stellen angeschrieben habe und um die Hilfe gebeten habe, bettelte! Man hatte sich mehrerseits diesbezüglich geäußert: “ Lauks schreibt viel „. ( Ich schrieb um mein Leben ).

Nach sooo späten Vorstellung in der Charite worum ich schon gebeten hatte noch im Oktober 82 in KW(Königswusterhausen ), was seitens der Staatsanwaltschaft ( Gen Voigt)  ( und General Kelch MdI ) angeordnet wurde, und nach der Begegnung mit Dr Shanaan Mabub in Leipzig UHA Beethovenstraße „untersucht“ wurde, weil er zwei Wochen lang erleben durfte, was ich durchmache, erfuhr ich , das dafür der zuständige Facharzt ein Gastroenterologe sei, und nach dem (wiederholten) scharfen Protest im Februar 83, komme ich zum Facharzt erst  (nach der abgelehnten OP in Buch am 4.5.83)  am 1.6.83 bzw. 20.4.83, wo spätestens die Enduntersuchung in Meusdorf (Recktoskopie ) gezeigt hätte, dass ein Darmschleimhauteinriss entstanden war und eine Revision zu erfolgen hatte. Diese unvermeidliche Untersuchung hat man ( absichtlich ) nicht gemacht und damit die strenge Gesetzlichkeit der Medizin, auf ausschließlich meine Gesundheitskosten grob verletzt. Alles was ich davon abbekommen habe, werden die Untersuchungen in der Charite zeigen, ist die direkteste Folge der unzureichenden medizinischen Hilfe in Meusdorf und Berlin zu betrachten, aber das ist ja schon alles bewiesen bei den zwei oberflächlichen Untersuchungen in Buch.

Oberstes Gericht, was vergangen ist, ist vergangen, was ich wieder dank der Verabreichung von Megalac und Alugel in den letzten Tagen durchmache ( mein Zeuge ist Verhafteter Böhm ) grenzt an  nicht mehr ertragbare, vom menschlichen ganz zu schweigen.

In der Hoffnung, daß mir, laut Paragraphen, die das Gesetz auch in so einem Falle vorgesehen hat, Oberstes Gericht volle Unterstützung angedeihen lassen wird und mir eine normale, bzw. eine Genesung unter normalen Umständen ermöglichen wird, was nach dem Rechtskräftigwerden des Urteils kein Problem darstellen dürfte, falls Sie an meiner Wiedergenesung interessiert sind.

“ Einlieferung in die Charite, komplette Diagnose mit allen Konsequenzen“ ist die Feststellung die

General der Verwaltung Medizinische Dienste des Ministerium des Inneren, ist das menschlichste und einzig Riuchtige und Unumgängöliche in dieser Situation. Weitere Halbheiten gehen auf meine Kosten und dann bitte lieber einen Gnadenschuß.

Verstehen Sie es nicht falsch, ich habe nichts gegen die Leute die an meinigem Zustand maßgeblich schuldig sind, ich klage Nieanden an, in Sachen meiner gesundheitlichen Verstümmelung und derer Ursachen liegen greifbare BHeweise vor. Mein behandelnder Arzt  hier ( IM Nagel -Dr. Zels) als ich ihm am 20.4.83 nach dem Befund der Ärzte in Buch, mich als „dringend zu operieren“ nach Buch haben wollten, offen wie immer sagte, das wir eine Haftprüfungbeantragen werden, hatte er gesagt “ Wenn die Staatsanwaltschaft damit einverstanden ist bin ich auch dafür“. Bevor das Stadtgericht diesen Antrag abgelehnt hatte, hat sie ( es ist anzunehmen) meinen behandelnden Arzt ( den IM Nagel -Dr.Zels)konsultieren müssen ?!? Daran bin ich gescheitert Oberstes Gericht, aber damit sage ich Ihnen nichts Neues. Die weitere Untersuchungen werden zeigen, daß die Einlieferung notwendig ist, letztendlich wegen der Operation und wenn nach dem Dr Riegert (Dr. Rieckert) Oberarzt der I Chirrurgischen Klinik Buch der Meinung ist, daß man nach solcher Revision mindestens 10 Tage Krankenhaus planen muß, wenn keine Komplikationen auftreten, sich wagt zu behaupten, der Eingriff wäre ambulant zu machen, und dadurch eine sehr ernsthafte Revision, derer Gelingen kein Chirrurg garantierenm kann, einem Zahnziehen gleichsetzt, dann betrügt er den Jenigen dem er das mitteilt bzw. suggeriert, und ich habe den Schaden; den Zähne habe ich noch 31 und nur einen Arsch. Wie das gemacht wird in der Charite, weiß ich nicht, falls Sie von einer Haftunterbrechung abgehen, was normal wäre (in einem Rechtsstaat -nicht in der DDR ), aber wenn die Bewachung sein muß, lassen Sie es mich als Patient nicht merken, mindestens nicht so „dezent“  hinstellen, daß ich fünf Mal täglich im Krankenbett liegend, seine Dienstwaffe sehen muß.

Ich habe Niemanden in diesem Lande was getan, letztendlich Zoll- und Devisengesetz nie verletzt, habe nie eine ungenehmigte Einfuhr getätigt, nie Geld raus und reingebracht und bei keinem DDR Bürger, einem Werktätigen sein schwehr verdientes Geld zu einem offziell inoffizielem spekulativen Kurs umgetauscht.

Ins Krankenhaus wurde ich von drei Beamten in Uniform gefahren, vorher von einem Obermeister belehrt : “ Anweisungen ist Folge zu leisten, beim Fluchtversuch wird ohne Aufruf geschossen !“ Als ich bemerkte, das wäre was Neues antwortete er nicht. Zwei von Beamten hatten illegal importierten und schwarzgekauften Uhren um, einer hatte dafür 200 M DDR bezahlt, als ich ihm dann sagte die würde 7 DM kosten, kriegte er einen Roten Kopf.

Die vor angeführte Belehrung ist schwer mit dem Eintritt der DDR in die UNO-Komission für Menschenrechte in Einklang zu bringen. Falls aber bei Kranken- und Hilfsbedürftigentransporten ohne Aufruf und ohne vorheriger Ausschöpfung der polizeilichen Kräfte, geschossen wird habe ich wirklich doch was Neues gelernt.

Der Schmerz nicht die Wut bringt michvon dem ab was ich dem Obersten Gericht noch schreiben möchte.

Bitte um die Empfangsbestätigung des schriftlichen Antrages auf einen Ausgleich- Schmerzensgeld für die erlittenen Beschädigungen und gelittene Schmerzen, die Demütigungen, Beleidigungen, Entwürdigungen diesbezüglich, schenke ich Ihnen. Meine Botschaft ist von mir bevollmächtigt worden diese Angelegenheit nach Abschluß der Diagnostik mit der zuständigen Stelle zu klären. Um am Laufenden zu sein, bitte ich lediglich um eine Abschrift die diese Regelung betrifft.

Oberstes Gericht! Sehr geehrter Herr Vorsitzender !

Ich glaube es kaum, daß ich nochmals an Sie schreibe, aber nach allem was geschehen ist, möchte ich Ihnen meine tiefe Enttäuschung über die Ablehnung des Berufungsschreibens, obwohl mir der Rechtsanwalt ( IM  JURA- Dr.Friedrich Wolff) das angekündigt hatte, zum Ausdruck bringen. Ich habe mein Geständnis ( meine Selbstbezichtigung )abgelegt und alles dafür getan daß mein Delikt im Gesamtdelikt „handel mit Quarzuhren“ in der DDR richtig eingeordnet wird und daß  man den Ausmaß des verübten und jetzt noch immer ausgeübten Deliktes annähernd einschätzen kann. Leider hat man meine Wahrheit in der Anklageschrift, im Urteil nicht als Grundlage für die weitere Bekämpfung aufgefast sonder Chance genutzt ein Leben, eine Familie zu zerstören. Bin kein Kind mehr ich würde dioeses Land achten, wenn ich es verlasse; das was man mir vorwirft, ist bis auf die Zahlen die ich zu Gunsten der Zollfahndung aus dem Wirrwar hervorgekramt  hatte,verdreht worden und Sie und keiner wird mich davon überzeugen können, daß das Nichtakzeptieren der, in der Berufung die ich geschrieben habe, und wo es um die Zahl der Jahre gar nicht ging, angeführten Gründe zum Wohle dieses Volkes geschehen ist! Wenn der durchgeführter Umtausch, den ich angegeben habe bestraft wurde, frage ich mich welcher Bevölkerung so viel Geld (DM) herkriegt um täglich Intershop zu plündern und es zum größten Devisenbringer des Landes zu machen, größer den jedes AHB und dessen Zentrallager in Meerane zufällig von Jugoslawen für einige Millionen DM gebaut wurde. Sie haben in die Planwirtschaft diesen spekulativen Umtauschkurs langfristig geplant und durch Einrichtung von über 300 Intershops gefördert. In der Wirtschaftsfragerei kenne ich mich aus, aber lassen wir das.

Zu den letzten Bitten kommend als Strafgefangener: Bitte um Einräumung der Abzahlung der drastischen Geldstrafe in Raten festzusetzen, daß das beschlagnahmte Geld, das aus keinem spekulativen kriminellen Handlungen etc. stammt, an meine Ehefrau zu überweisen, den das Geld gehört nicht uns größtenteils, und wahre Grund ist dass die Ersparnisse zu Ende gehen. Die notwendige Garantie für die Abzahlung wird gegeben und nach dem ich gesund die Strafe antrete werde ich in den nächsten Jahren durch meine Leistungen am mir zugewiesenen Arbeitsplatz versuchen wiedergutzumachen.

Ich rechne auf eine edle und menschliche Entscheidung des Obersten Gerichtes, da meine Frau als Ausländer nicht in der Lage ist irgendetwas aus dem vorläufig importierten Umzugsgut zu verkaufen und zu stolz ist, finanzielle Hilfe von meinem Vater oder Bruder anzunehmen.

Das ist mein wichtigstes anliegen neben der Gesundheit. Auch bitte ich Sie die beschlagnahmten Gegenstände, die nicht in Verbindung mit dem Delikt stehen an Herrn Consul Zivaljevic laut Beschlagnahmeprotokoll und gegen Quittung abzugeben.

Letzter Wunsch ist die ersten und hoffentlich die einzigen (3) Briefe jetzt weiterzuleiten, da das Urteil rechtskräftig ist und der Weiterleitung nichts im Wege stehen durfte und Inhalt ist, wenn Sie gestatten von Wichtigkeit für das weitere Leben der Familie in Ljubljana.

Strafgefangener

Adam Lauks

Mit sozialistischem Gruß

 

 

Über stasifolteropferadamlauks

I am 66 Years old and I do promote acommodations on the adriatic´s sea beaches for holiday in apartments close to the sea-close to the mediteranian beauty. I am still victim of torture in STASI-Prison 1982-1985. I never reacht Justice and satisfaction by Germany´s goverment after 30 Years ! I am fighting for the implementation of § TORTURE in Germany´s low.
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