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AUFKLÄRUNG der „AUFARBEITUNG“ statt VERGAUCKELUNG, VERMERKELUNG und VERDUMMUNG der Nation und der ganzen Weltöffentlichkeit !

TIGERKÄFIG im Anton 1 - Haus 6 Berlin Rummelsburg

Im Auftrag der Gedenkstätte Berlin Hohenschönhausen wurde ich vom Fotografen des Landesarchivs Berlin Thomas Platow im letzten TIGERKÄFIG im Zuchthaus Berlin Rummelsburg 2007 abgelichtet. DAS muss Dr. Hubertus Knabe verstecken wie die zwei TIGERKÄFUIGE in den Kellern SEINES Imperiums.

Sachverhaltserklärung: Mißbräuchliche Verwendung des Einigungsvertrages

Auch wenn es das eigentliche Thema nicht tangiert, ist hier leider eine
Hintergrundinformation unerläßlich.

Zum Deutschen Einigungsvertrag gibt es in Ausfüllung des Artikels 9 Abs. 3
 eine Zusatzvereinbarung vom 18.09.1990, im Haus 49 des MfS Gottlinde/
Ecke Ruschestrasse und nicht in Bonn, wie das die Geschichtsfälscher um 
Kohl behaupten, die u.a. das Ministerium für Staatssicherheit der DDR und 
den Umgang mit Restbeständen der STASI-Akten betreffen und deren Inhalt nur 
auszugsweise veröffentlicht ist. 
Im Einigungsvertrag werden die Restbestände der STASI-Akte mit kaum 2,5 
Sätzen erwähnt - Umgang mit den Restbeständen wurde nicht festgelegt.
Mit Sicherheit ist das am 18.9.1990 im Haus 49 des Mielkesministeriums

Der Artikel 3 ist nur zu Teilen nachzulesen, Artikel 4 und 5 fehlen völlig. 
Im Artikel 1 steht zumindest, daß es bei der politischen, historischen und 
juristischen Aufarbeitung um einen „gebotenen Schutz“, geht. 
Das ist deshalb wichtig zu nennen, weil ein Großteil bezüglich schwerwiege -
nder SED- und Stasi-Verbrechen (ohne Nennung dieses Vertragsteiles) einfach 
verdrängend zur BStU abgeschoben wird und dort in der Regel erfolglos endet.

Das ist ein grundsätzlicher inhaltlicher und methodischer Fehler. Denn es 
ist ein grundlegender Unterschied nicht nur im strafrechtlichen Sinne, ob 
es sich um Verbrechen gegen die Menschlichkeit, vorsätzlichen Mord, Körper -
verletzung, schweren Raub, Diebstahl oder z.B. um Sachbeschädigung handelt. 
Dies möge vielleicht in den Rahmen, der gegenwärtig als Täterschutz im Volks
-mund gebraucht wird, fallen.

Hier geht es aber im Unterschied dazu um die Wiedergewinnung von Kulturwer -
ten. Das bedeutet, daß Werte, die teils bereits über zwei Diktaturen hinweg 
im Osten Deutschlands seit 1933 verachtet, verdrängt oder vernichtet werden 
sollten, aufgedeckt, aufgearbeitet und für die Allgemeinheit wieder zugäng -
lich gemacht werden.

Kulturelle Werte werden benötigt, um geschichtliche Kontinuität und Identi -
tät wieder herstellen zu können. 
Dazu gehören z.B. das Wissen über Kultur-, Geistes- und Baugeschichte,histo 
-rische Wurzeln bzw. Traditionen. 
Es ist schlicht Bildung!,die hier verlangt ist. Dies ist Grundvoraussetzung,
um an geschichtliche Qualitäten (durchaus auch zeitkritisch) anknüpfen und 
diese daraufhin fortschreiben zu können.

Es interessiert folglich überhaupt nicht,welches NSDAP-Mitglied oder welcher
Stasi-Mitarbeiter beteiligt war oder wer hier und da etwas auf dem Kerbholz 
hat, sondern es geht schlicht darum, wo Kulturgut abgeblieben bzw. wieder 
auffindbar ist.Es geht in diesen Fällen nicht um strafrechtliche Verfolgung,
sondern nur darum, daß man bitte einfach sagt,was damals geschehen ist, auch
wenn es teils schon über 50 Jahre her ist. 
Es ist doch heute keinem, in einer Wissenschaftsgesellschaft aufwachsenden 
Menschen erklärbar,warum man zu den Geschehnissen in der DDR nicht die Wahr-
heit sagt und Sachverhalte wie zur Paulinerkirche offenlegt, die unter dama-
ligen Umständen heute durchaus erklärbar sind.

Da sich ein Aufklärungsbedarf zu zwei Diktaturen angestaut hat (teils seit 
1933), ist dieser recht umfangreich – von jüdischem Eigentum, über tatsäch- 
liche Kriegsschäden, Raub nach 1945 bis zum zentral geleiteten kommerziellen
Ausverkauf von Kulturgütern in DDR-Zeiten.Und es betrifft nicht nur die Ver-
nichtung von Bauakten, sondern den Verbleib von Bibliotheksbeständen, Inven-
tar und wichtige stadtgeschichtliche Materialien*.

Welchen Schaden Deutschland nimmt, wenn man eben nicht die Diktaturen aufar-
beitet, sondern im Gegenteil neuen Schaden erzeugt, belegt das Negativbei- 
spiel Leipzig.Hier kam es zu einer Melange von SED-Perspektivkadern in allen
Parteien, legendierten Stasi-Spitzeln und gecasteten Neuzugängen (Die Haupt-
abteilung Aufklärung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (Auslands-
spionage - HV A) zog keine DDR-Kritiker nach Ostdeutschland,sondern aufgrund 
ihrer ausgekundschafteten Partner vorwiegend SED- und DDR-freundlich einge-
stellte Personen in die „neuen Länder“, die nicht zu viel nachfragten bzw. 
geneigt waren, einen gut bezahlten Job angeboten zu bekommen.).

Damit konnten Perspektivkader- und Stasi-Geflechte fortbestehen bzw. neu 
aufleben (Betrieb für Beschäftigungsförderung, Leipziger Olympiabewerbung 
etc.).

Dort, wo nach der „Wende“ Informationen über das hohe städtebauliche Niveau 
Leipzigs gebraucht wurden (Bestand der Alten Stadtplanung) fehlen bis heute 
nicht nur die Nachweise des Verbleibs,sondern es wurde im Gegenteil getunn-
elt. Statt mit der herausragenden Kulturgeschichte intelligenzintensiv zu 
werben, wurde in Leipziger Verwaltungen abgeblockt. Projektmöglichkeiten für
eine transparente Stadtplanung wie „MEDIA@Komm“ wurden von Herrn Christian 
Scheibler „an die Wand gefahren“. Vorschläge wie Lipsikon wurden nicht ange-
nommen. 
Es hätte damit nämlich sehr leicht herauskommen können, daß –wie sich später
herausstellte – z.B. Gebäude öffentlich zu sehen gewesen wären,die unter die
nach 1989 in der Leipziger Stadtverwaltung langjährig betriebene Immobilien-
kriminalität zu Zeiten des Bürgermeisters Andreas Müller fielen. 

Die Zerstörung wichtiger Bausubstanz wie des Henriette-Goldschmidt-Hauses 
und der Kleinen Funkenburg gehören ebenso in dieses Raster wie der fehlende 
bedingungslose und notwendige Wiederaufbau der Leipziger Synagoge in der 
Gottschedstraße. Stattdessen wurde im SED-Stil an Erinnerungsplaketten und 
„Trostpflästerchen“ festgehalten. 

Gleichzeitig wurden in der Gier nach Fördergeldern und eben ohne ausreich- 
enden historisch hochwertigen städtebaulichen Bezug Neubauten propagiert,die
wie das Leipziger Bildermuseum und das geschichtsfälschende „Paulinum“ nicht
nur maßlos überteuert, sondern architektonisch wie funktional mißraten sind. 

Statt Investoren, Bauherren und neuen Grundstückseigentümern das überreiche 
Material der international anerkannten Leipziger Baukultur zu offerieren, 
ließ man Bauten zu, als hätte es in Leipzig keine Geschichte und nur die 
grüne Wiese gegeben.

So stellen sich auch die Sachverhalte zur (vorläufigen) Verhinderung des 
Wiederaufbaus der 1968 aus ideologischem Haß gesprengten Leipziger Pauliner-
kirche dar–von Martin Luther als erste evangelische Universitätskirche 
geweiht, von Johann Sebastian Bach über Felix Mendelssohn Bartholdy bis Max 
Reger mit musikalischen Uraufführungen erfüllt und mit Reden und Predigten 
in die Geschichte eingegangen wie mit Gottfried WilhelmLeibniz,Johann Chris-
toph Gottsched über die Vorträge der Rektoren zu ihrem Amtswechsel bis zu 
Martin Niemöller ...

Dies vergessen zu machen, war Anliegen all jener in dieser Melange bis in 
Berliner Parteigremien hinein,die unter dem pseudowissenschaftlichen Begriff
einer „Erinnerungskultur“ versuchten und immer noch versuchen, Kulturwerte 
zu negieren, nationales Kulturerbe zu schmälern, Kulturgut zu separieren und
ihnen nur genehme Derivate zuzulassen. Das bedeutet,alles, was nichteilfer- 
tig genehm, zu kompliziert oder mit negativen Werten behaftet ist,wird unter
den Teppich gekehrt!
So müffelt es beträchtlich, wo statt Zivilcourage wieder Untertanengeist und
der Hang zum Kadavergehorsam herrscht.

Bei einem entsprechenden Forschungsprojekt zum Thema gab es in meinem Fall 
trotz mehrjähriger Dauer seitens der BStU keine einzige verwertbare Zeile 
von Hinweisen oder Informationen. Alles mußte de facto ohne die dafür zustän-
digen Ämter und Behörden von Land und Bund erstellt werden. 

Das heißt zugleich,nicht Bildung, Wissenschaft und Forschung wurde in diesem
Falle unterstützt, sondern mit gewaltigem Aufwand nur deren Behinderung, wo 
Ausgangspunkt (ohne deren Nennung–wie auch in anderen Fällen) oben genannte
Zusatzvereinbarung mißbräuchlich angewandt wird.


Wieland Zumpe					Leipzig, den 9. April 2017



TIGERKÄFIG aus einer Arrestzelle in Zuchthaus Berlin-Rummelsburg verrottet mit einem weiteren aus Cottbus in Dr. Knabes Sammlungen in den Kellern der Gedenkstätte Berlin Hohenschönhausen.


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