Roland Jahn fragt die Opfer des MfS und Opfer der SED Diktatur.“Handelte ich richtig !?“ Oder fragt er seine Auftraggeber !??


Gesprächsnotiz mit der BStU am 28.8.14  mit Frau Loohs betref Forschungsprojekt :Einfluss des MfS auf die Ärzteschaft der DDR

Habe um 15.20 ein Gespräch mit der Frau Lohs aus der Jahn Behörde gesprochen. Ich wollte mich nach dem Stand in meinem genehmigten Forschungsprojekt IM Ärzte der DDR oder Einfluss des MfS auf die Ärzteschaft der DDR. Sie teilte mir mit, dass Sie mit der übersandten Liste nichts anfangen kann bis auch das Geburtsdatum hat !??

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https://adamlauks.com/2014/08/22/offener-brief-an-das-abgeordnetenhaus-berlin-berlin-sagt-nein-stopp-die-vergauckelung-und-verhohnung-von-stasi-opfern-und-verarschung-des-deutschen-volkes-die-aufarbeitung-blieb-und-ist-bis-heute/

http://www.zeit.de/2013/05/Stasi-Unterlagen-Beauftragter

STASI-AKTEN
Handelte ich richtig?
Warum wir ein ostdeutsches 1968 unbedingt verhindern müssen: Ein Plädoyer des Stasi-Unterlagen-Beauftragten Roland Jahn.

© Soeren Stache/dpa

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Roland Jahn
Achtundsechzig, das war ein wichtiger Konflikt für die Bundesrepublik. Aber es war auch ein Konflikt mit Brutalität und Gewalt. Das können wir heute nicht gebrauchen. Im Gegenteil: Ein ostdeutsches 1968 müssen wir mit aller Kraft verhindern.

Die Eltern und Großeltern wollen oft nicht reden über ihre Leben in der DDR – gerade weil sie im Rückblick vielleicht nicht zufrieden sind mit sich. Sie glauben, dem schlechten Gewissen zu entkommen, indem sie schweigen. Eine ganze Elterngeneration ist: sprachlos. Es gibt zu viele, die sich gar nicht bewusst machen wollen, welche Verantwortung sie dafür tragen, dass die DDR so lange existieren konnte. Manche merkten viel zu lange nicht, wie sie zur Stütze des Systems geworden waren; auch ohne es zu wollen. Zu erkennen, dass man Mitschuld trägt, ist ein schwieriger Prozess. Gerade für den normalen Bürger – für den, der die DDR vielleicht sogar kritisch sah, der Westfernsehen guckte, der manchmal die Faust in der Tasche ballte. Der aber trotzdem Mitläufer war.

Mir kommen gleich die Tränen, ich weiß nur nicht  für die Hauptamtlichen oder für IM´s, Gesellschaftlichen, IM Ärzte, IM Rechtsanwälte oder IM Hochwürden der Kirche im Sozialismus, oder VOPOS oder Zöllner oder Grenzschützer !?? Haben DIE alle von Gauck einen Persilschein bekommen? !?  Des unterdrückens und Schnüffelns und anscheißens waren sie gewohnt, DAFÜR haben sie sich dem Doppelmörder Mielke verdingt, und blieben an gut bezahlten Posten sitzen, vielen geht es wesentlich besser als in der DDR, als denen die sie bespitzelt oder in den Knast gebracht hatten. Was soll das Gejammere und was soll dieses Mitleid Herr Gauck und Herr Jahn !??

Sie sollen  beichten gehen, es ginbt genug Priester aus der DDR an der Spitze und wo anders wo Geld locker zu machen ist. Und 7,5 Millionen sollen erst besanktioniert werden, da holt ihr eure Prämien von den Ärmsten der armen. Oder schlägt da  die Solidarität und Mitgefühl eines freiwilligen Bereitschaftspolizisten für seine Genossen durch !?

Träger des Systems dank der Gauckbehörde haben die Wende überstanden

Träger des Systems dank der Gauckbehörde haben die Wende überstanden

Damals, im Westen, mündeten die Studentenproteste in Brutalität. Ich will keine Brutalität. Ich will eine Kultur, in der die Alten sich trauen, zu erzählen. Ein Klima, in dem sie es gerne tun. Ich will, dass die Jungen danach fragen, was in der DDR war – ohne Tabus. Nur die offene Auseinandersetzung kann einen unversöhnlichen Zusammenprall der Generationen verhindern. Kann verhindern, dass die Emotionen größer und größer werden. Kann verhindern, dass die Sprachlosigkeit in einen unauflösbaren Konflikt mündet.

Achtundsechzig, dieser Begriff, ist nicht ganz stimmig für unsere jetzige Debatte – damals ging es um die Schuld am Holocaust, diesem einmaligen Schrecken. Heute geht es um Verantwortung in der DDR. Aber es gibt in den neuen Ländern ebendiese Sprachlosigkeit, die wir nicht hinnehmen sollten.

Ein Beispiel: Wer zur Wahl gegangen ist, hat die DDR legitimiert. Schon mit solchen »Taten« fing es an. Darüber zu reden, was das geheißen hat, wie man sich dabei gefühlt hat, ist wichtig!

Ich selbst saß zur DDR-Zeit im Gefängnis, 1982 war das. Erst dann hörte meine Mutter auf, wählen zu gehen. Viele Jahre später habe ich zu meiner eigenen Schwester, zu meinen eigenen Eltern gesagt: Damit, dass ihr zur Wahl gegangen seid, habt auch ihr die Bausteine für meine Gefängnismauer geliefert.

Aber wir haben zu wenig darüber geredet. Ich habe auch viel zu spät mit meiner Mutter über die Nazizeit gesprochen. Erst kurz vor ihrem Tod begannen wir damit – aber es war zu spät für eine echte Auseinandersetzung. Deshalb bin ich so froh, wenn die Jüngeren es besser machen. Wer reden will, dem nützt es aber nichts, auf seine Eltern einzudreschen. Ihnen sofort Schuld zuzuweisen. Nein, als Erstes geht es ums Zuhören.
Seite 2/2: Viele Bürger waren staatstreu, nur ihrer Kinder zuliebe
Glaubt jemand, es wäre leicht für einen Menschen, der bei der Stasi war, seinen Kindern und Enkelkindern zu gestehen, dass er sein Leben auf einer falschen Position verbracht hat? Welcher liebe Opa erzählt denn gerne seinem Enkel: »Du, ich bin zwar heute der liebe Opa. Aber früher hab ich Menschen einsperren lassen, weil sie anderer Meinung waren.« Soll ein 70-Jähriger darüber sprechen? Ja, er soll. Und wir sollten ermöglichen, dass er das tun kann.

Offen reden, Schuld eingestehen, das ist die Voraussetzung für Vergebung. Verzeihen kann man den Menschen, die einem nahe sind, schneller. Deshalb sollte Aufarbeitung in den Familien beginnen. Meine eigene, längst erwachsene Tochter hat mir eine entscheidende Frage gestellt. Diese Frage betrifft eine wichtige Entscheidung meines Lebens.

1983 wurde ihre Mutter, meine damalige Freundin, aus politischer Haft entlassen. Sie reiste aus der DDR aus, gemeinsam mit unserer Tochter. Ich aber, ihr Vater, wollte den »Kämpfer« spielen, die Verhältnisse verändern. Ich entschied mich gegen die Ausreise. 20 Jahre später fragte mich meine Tochter: »Dass du damals in der DDR geblieben bist – war das eine Entscheidung gegen mich?« Seither stelle ich mir die Frage: Habe ich damals richtig gehandelt? Reden wir darüber!

ROLAND JAHN
Roland Jahn, 1953 in Jena geboren, geht Ende der 70er in die Opposition. 1982 verschickt er Fotos von sich – im Gesicht zur Hälfte als Hitler, zur Hälfte als Stalin geschminkt. Er wird kurz darauf verhaftet, 1983 vom SED-Staat ausgebürgert.

Im Westen etabliert Jahn sich als Journalist, wird 2011 Nach-Nachfolger Joachim Gaucks als Chef der Stasi-Unterlagenbehörde.
Vor Kurzem hat mich eine Schülerin, vielleicht 16 Jahre alt, gefragt: »Herr Jahn, mein Opa hängte immer zum Feiertag die DDR-Fahne aus dem Fenster. Er machte das, damit meine Mutter studieren durfte. War das moralisch vertretbar?«

Diese Frage hat mich beeindruckt! Ein Mädchen, das hinterfragt und gleichzeitig Verständnis aufbringt für die Zwänge in der DDR. Wie viele Bürger waren staatstreu, nur ihrer Kinder zuliebe! Auch das kenne ich aus meiner eigenen Familie. Mein Vater versuchte sein Leben lang, mich unpolitisch zu halten. Warum? Weil er das Beste für mich wollte. Für mich wollte er angepasst leben. Er hatte die Nazizeit überstanden, war mit 17 in den Krieg geschickt worden, er hatte im Krieg ein Bein verloren. Er wollte keine Politik mehr.

Die Jüngeren haben eine große Chance, sie können an der Vergangenheit ihre Sinne schärfen für die Gegenwart. Es ist wichtig, auch in dieser, unserer heutigen Gesellschaft, die Dinge zu hinterfragen. Das kann man lernen. Man kann lernen, nicht alles zu glauben, was in der Zeitung steht. Nicht nur das Sport-System der DDR kritisch zu sehen, sondern auch das heutige. Wer sich mit der Datensammelwut der Stasi beschäftigt, kann vielleicht qualifizierter die Datensammelwut von Facebook kritisieren – ohne gleichzusetzen.

Vor 1968 wurde der Punkt verpasst, miteinander ins Gespräch zu kommen. Heute gibt es noch eine Chance dazu. Der Osten kann noch eine Form der Auseinandersetzung finden, die den Ansprüchen einer demokratischen Gesellschaft gerecht wird. Es geht ums Zuhören, um den Meinungsstreit, um ein Bekenntnis zur Verantwortung – der Verantwortung jedes Einzelnen für sein Handeln.

Notiert von Martin Machowecz

Kommentare die in der Zeit freigeschaltet wurden und die nicht freigeschaltet wurden.
Die Zeit für Kommentare ist nicht begrenzt… die Opfer haben das Wort :
33
24.01.2013 easter um 9:55 Uhr
1. Der Erhalt von Lebenschancen
in anderen, besseren Zeiten war die Motivation der meisten Eltern. Die meisten Lebensläufe geben dabei den angepassten Eltern absolut Recht!

Für die Kinder der unangepassten Eltern wurden die Weichen meist zum Nachteil gestellt, indem eine dem intelektuellen Vermögen entsprechende Ausbildung von den Mächtigen prinzipiell unterbunden wurde – mit Folgen die bis heute anhalten. Viele haben nach 1989 eben trotz Freiheit und allen Möglichkeiten nicht mehr „die Kurve gekriegt“, waren zu alt oder passten wegen des Werdegangs nicht zu westdeutschen Personalauswahlskriterien. Die Weichenstellung in entscheidenden Jahren wirkt letztlich das ganze Leben. Faktisch büßen Kinder für Handlungen ihrer ELtern.

Und welche ELtern wollten zB. ihr ungeborenes Kind erst im vorgrückten Kindergartenalter kennenlernen, dann im Westen?
All diese Fragen müssten sich Moralapostel, die die Verhältnisse glauben aus der Entfernung beurteilen zu können, einmal für sich selbst stellen.

Auch der von zum Teil irrationalen Abstiegsängsten getriebene Förder- und Ermöglichungswahn heutiger Eltern zur Performanceopitmierung des eigenen NAchwuchses bietet dabei ausreichend Kontrast Besserwissern auf die Sprünge zu helfen…

times are changing
24.01.2013 um 12:51 Uhr
2. eigentlich schade
Ein „ostdeutsches 1968“ steht, gelinde gesagt, nicht an. Ich frage mich, wie Roland Jahn zu dieser Wahrnehmung der Realität der Bundesrepublik des Jahres 2013 kommt? Es ist wohl eher ein Herbeireden – aber bitte nicht „mit Brutalität und Gewalt. Das können wir heute nicht gebrauchen“. Ich habe noch nichts davon gehört, dass sich aus der radikalisierten Anti-SED-APO gerade gewaltbereite Gruppen bilden, die in verrauchten Hinterzimmern Molotowcocktails abfüllen und die Entführung der ehemaligen FDJ-Sekretärin Angela Merkel planen.

Das „ostdeutsche 1968“ hat in den sechziger und siebziger Jahren stattgefunden, mit nicht wenigen Gemeinsamkeiten zum Aufbegehren der Jugend im Westen. Das ist nun über 40 Jahre her. Es kommt nicht noch einmal.

„Offen reden, Schuld eingestehen, das ist die Voraussetzung für Vergebung“. Wer vergibt Wem? Wer hat an Was Schuld? Der, der seinen „Wehrdienst“ bei der Bereitschaftspolizei geleistet hat und danach (erst?) gemerkt hat, dass etwas nicht stimmt im System? Der verzeiht derjenigen, die zur Wahl gegangen ist? Der, der vielleicht 1976 aus der SED ausgetreten ist, demjenigen, der es erst 1989 begriffen hat? Funktioniert das wirklich so?
Auch R.Jahns kritischer Blick auf das Heute, beschränkt sich hier zum wiederholten Male auf „Facebook“. Das macht das von ihm sonst Gesagte auch nicht unbedingt glaubwürdiger. Diese Art und Weise der Auseinandersetzung mit der DDR, kann meines Erachtens auch kontraproduktiv wirken. Und das ist eigentlich Schade.

Adam Lauks
25.01.2013 um 15:16 Uhr
3. Die Gauck/Birthler/Jahn Behörde hatte vom Anfang an versagt !
http://adamlauks.wordpres…

Wen Sie diesen Beitrag gelesen haben werden Sie begreifen das Herr Jahn, entweder ein Träumer ist oder uns was vormacht. Sein Aktionismus im Bezug auf die Altlasten seines Vorgängers … die immer noch als Hauptamtlichen in der Behörde tätig sind, eine Dauerohrfeige an alle Opfer der STASI oder des SED Regimes. Am dritten Tag seiner Tätigkeit in Hohenscchönhausen versprach er uns, es waren viele Opfer dabei anwesend, die „rauszuschmeissen“. Dafür gab es von Herrn Scholz(Workuta) “ Willkommen im Club !!! “ Er gab an manche bereits verjährte Ermittlungsverfahren wieder eröffnen zu können !? Gegen das erste hatte ich gewetten:“ Sie werden keinen von denen rausschmeissen Her Jahn,wetten !!? “
Wenn das was sich die Gauck Behörde im Fall Folteropfer der STASI Adam Lauks 1994 rausgenommen hatte -ich sage dazu Unterdrückung oder Unterschlagung von Beweisen für Schwere Körperverletzung, geleistet hatte generalisiert wird, und mein Fall ist nicht der einzige, ist die Wut bei einigen berechtigt. Die Opfer die auch Dank der Behörde Opfer geblieben sind, sind auch weiterhin im Visier und unter Kontrolle der ehemaligen Hauptamtlichen und IMs dass man von Fortdauer der Zersetzung sprechen kann.Opferverbände kolosal erfolglos und unterwander

Kommentar eines Opfers  der STASI der  zensiert wurde:

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Die Aufarbeitung der DDR-Diktatur ist gescheitert

 

Es lohnt sich in Deutschland immer und immer wieder Diktatur-Anhänger zu sein.

Nachdem die BRD-Justiz mit 100.000 Freisprüchen und Verfahrens-Einstellungen die DDR-Diktatur zum lupenreinen Rechtsstaat ohne Täter uminterpretierte, werden nun auch die Opfer mundtot gemacht werden. Sie sollen keine Fragen stellen, denn nur das Wohlergehen der Täter sichert den asozialen Frieden.

Der komplette DDR-Verwaltungsapparat wurde nach 1990 übernommen. Alle linientreuen Diktaturanhänger erhielten eine Luxusversorgung in Form von fetten Renten oder Posten. Egal ob in den neuen Verwaltungen , oder privat-Betrieben.

Von all dem will der Herr Jahn nix wissen, tut so als ginge es nur um einen Gang zur Wahl. Er will das ganze Volk in Geiselhaft nehmen, damit die kriminellen Diktaturanhänger sich dahinter verstecken können. Damit die Schweinerein, wie Mord, Folter Totschlag nicht zur Sprache kommen.

Schon der extrem hohe Anteil von SED-Parteimitgliedern in BStU spricht Bände.

Eine echte Aufarbeitung der DDR-Diktatur hat bis zum heutigen Tag nicht stattgefunden.

Diese ganze Verharmlosung gab es auch nach dem Ende Nazi-Diktatur, nur diesmal ist alles viel besser durchorganisiert, zum Wohle der Täter und zur Verhöhnung der Opfer!

Noch nie ging es SED und Stasi so gut wie heute!

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Dirk schrieb an DIE ZEIT:Pressezensur

Pressefreiheit war gestern, Zensur ist heute.

Inzwischen ist ganz Deutschland verDDRt.
Anbei noch die Mail an den Chefredakteur

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: Pressezensur
Datum: Fri, 25 Jan 2013 21:24:00 +0100
Von: August-13 <August-13@t-online.de>
An: kontakt@Zeit.de

25-01-2013

ZEIT ONLINE GmbH
vertreten durch die Geschäftsführer Dr. Rainer Esser und Christian Röpke
Postanschrift: ZEIT ONLINE GmbH, Buceriusstraße, Eingang Speersort 1, 20079 Hamburg
Telefon: (040) 3280-0
Fax: (040) 3280-5003
E-Mail: kontakt(at)zeit.de

An den Chefredakteur Wolfgang Blau
Mein Kommentar als August-13 wurde von Ihren Mitarbeitern gelöscht.
http://www.zeit.de/2013/05/Stasi-Unterlagen-Beauftragter
Ich bitte um die Auflistung der Textpassagen die nicht der Wahrheit entsprechen!!!!
Ich bin auch bereit in Ihrer Zeitung ausführlich über
die gescheiterte Aufarbeitung der DDR-Diktatur zu berichten

Kommentar von August-13

Die gescheiterte Aufarbeitung der DDR-Diktatur

Es lohnt sich in Deutschland immer und immer wieder Diktatur-Anhänger zu sein.
Nachdem die BRD-Justiz mit 100.000 Freisprüchen und Verfahrens-Einstellungen die DDR-Diktatur zum lupenreinen Rechtsstaat ohne Täter uminterpretierte, werden nun auch die Opfer mundtot gemacht werden. Sie sollen keine Fragen stellen, denn nur das Wohlergehen der Täter sichert den asozialen Frieden.
Der komplette DDR-Verwaltungsapparat wurde nach 1990 übernommen. Alle linientreuen Diktaturanhänger erhielten eine Luxusversorgung in Form von fetten Renten oder Posten. Egal ob in den neuen Verwaltungen , oder privat-Betrieben.Von all dem will der Herr Jahn nix wissen, tut so als ginge es nur um einen Gang zur Wahl. Er will das ganze Volk in Geiselhaft nehmen, damit die kriminellen Diktaturanhänger sich dahinter verstecken können. Damit die Schweinerein, wie Mord, Folter Totschlag nicht zur Sprache kommen.
Schon der extrem hohe Anteil von SED-Parteimitgliedern in BStU spricht Bände.
Eine echte Aufarbeitung der DDR-Diktatur hat bis zum heutigen Tag nicht stattgefunden.
Diese ganze Verharmlosung gab es auch nach dem Ende Nazi-Diktatur, nur diesmal ist alles viel besser durchorganisiert, zum Wohle der Täter und zur Verhöhnung der Opfer!
Noch nie ging es SED und Stasi so gut wie heute!

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Je länger der Roland Jahn im Amt ist, desto größer wird die Zahl der  Fettnäpfchen in die er tritt und  sein wahres Gesicht dabei uns Opfern zeigt. Dass ich nicht der Einzige bin der an  seiner Wohlgesonnenheit den Opfern gegenüber bin zeigt auch die Diskussion die in dem Forum von Wolfgang Mayer  abgeht. Die, die ihn wie auch Gauck  mit diesem Amt beglückt hatten, hätten uns Opfern stasiverseuhte Gestalten nicht als  Helfer  und Aufklärer vorsetzen dürfen. Aber es ging nicht um  die Gefühle der Opfer sonder um  den Täterschutz, den man  als „Bewahrung des sozialen Friedens“ gerechtfertigt.

http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=search&q=Roland+Jahn

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Roland Jahn hat die Behörde mit großen Worten übernommen.Er wollte die Behörde reinigen und die Aufarbeitung vorantreiben.Was ist davon übrig geblieben? Fast alle Stasi-Mitarbeiter arbeiten dort noch und ansonsten sind die Töne sehr viel leiser geworden. Aufarbeitung setzt voraus, sich zu seinen Taten zu bekommen und das erst einmal in der Familie aber das ist nicht ausreichend.Menschen, die das System nicht nur durch die Wahl und das Schweigen unterstützt haben,müssen auch öffentlich zu ihren Taten stehen, das sind sie den Opfern schuldig aber das bedeutet eben, das die Täter auch bereit sind, ihre Taten sich selbst, ihren Familien und dann ihren Opfern einzugestehen. Nur so ist eine Aufarbeitung möglich. Solange Täter gegen Opfer klagen, um ihre Täterschaft geheimzuhalten, solange Opfer von den Tätern diffamiert werden, solange ist keine Aufarbeitung möglich. Jahn war angetreten, die Aufarbeitung voranzutreiben, aus meiner Sicht hat er versagt denn die Täter können auch weiter unbehelligt und oft in hohen Positionen leben, während die Opfer ohne Hilfe, ohne Opferausgleich und oft in Armut leben müssen.

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Der einstige DDR-Widerständler Roland Jahn ist heute -meiner Meinung nach- genauso mutig wie damals. Wer seine Biografie liest, merkt u.a. auf: „Als freier Journalist produzierte er beim ARD-Magazin … des Senders Freies Berlin mit Peter Wensierski zahlreiche Beiträge zu Opposition, Menschenrechtsverletzungen und Alltag im SED-Staat der 80er Jahre…“ ! Wir wollen doch nicht vergessen, dass er es unheimlich schwer hat, die gravierenden politischen Fehler seiner Amtsvorgänger zu beseitigen. Wer jenen Peter Wensierski kennenlernen durfte, vertraut auch seinem damaligen Kollegen Jahn! Die heutige politische Lage bei der SED-und MfS-Aufarbeitung ist dadurch erschwert, dass nach dem Beitritt einer Diktatur nicht unterschieden wurde zwischen Schuldigen und Unschuldigen oder SED-/MfS-Mitläufern. Es fehlten im „Vereinigungswirrwar“ die Köpfe in der Legislative, die in „Nürnberger Gesetzen“ forschten, wie man eine Diktatur -auch strafrechtlich- sicher bewältigt. Heute gibt es Klagewellen der einstigen Schuldigen und Systemträger, schon nur bei Namensnennung. Dazu kommt, dass allen SED-und Stasi-Mitarbeitern hohe Renten zugesprochen wurden, wobei im gleichen Atemzug die zugesicherten Altersbezüge der Opfer, Verfolgte, Häftlinge, Freigekaufte nach FRG-Gesetz gekappt wurden: bis heute wissen die Betroffenen (300.000) nicht, wer hier eigenmächtig in der Regierung handelte.
Vertrauen wir weiterhin R. Jahn in seinem schweren Amt… Wir haben keinen Besseren derzeit.

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Die Ossis hätten sich mal ein Beispiel an dem mutigen Verhalten ihrer Besucher aus dem Westen und an dem der Transitreisenden von und nach West- Berlin, quer durch die Zone, nehmen sollen.
Wie die den Vertretern des Unterdrückungsregimes an der Grenze und in der Zone ihre Verachtung und ihren Widerstand entgegenschleuderten, war doch bereits für DDR-Bürger ein gutes Beispiel für echten politischen Mut.

Wenn es denn so gewesen wäre.

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Wäre es nicht die Aufgabe des Bundespräsidenten, diese Diskussion fair und vorbehaltlos führen?
Herr Gauck verkauft sich ja gerne als Speerspitze des Widerstandes in der DDR, dabei war er ein genauso durchschnittlicher Mitläufer wie viele andere. Diejenigen, die wirklich dazu etwas zu sagen haben, kommen im medialen Zeitgeschehen nur selten zu Wort.

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Ein ostdeutsches 1968 ist bitter nötig.
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Alle waren doch dagegen und die da oben waren die Schlimmen!“ hatten wir schon mal. Hat > 20 Jahre gedauert bis die Fragen hart und gerecht kamen. Ob die Antworten darauf ausgereicht haben????
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Ich hoffe, das die Jungen Leute in den „5 Neuen“ auch eimal etwas vom Geldverdienen wegsehen und Anfangen wirklich Fragen zu stellen.
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Das kann nur intern vearbeitet werden.
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Von denen die sagen „Aber er hat doch die Autobahnen gebaut…!“ gibt es leider, in den alten und neune Bundesländer schon zu viele!
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Wenn ich mir machne Kommentarstrecken zu Temen Islam, etc. hier und auch in anderen Medien ansehe, bin ich erschrocken, wie wenig viele Leute gelernt haben und wie dünn der demokaratische, rechtsstaatliche „Lack“ bei vielen ist!
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Hoffnungsvolle Gruesse
Sikasuu

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Nach Fünfundvierzig stellte sich kaum einer die Frage, weil plötzlich jeder ein Opfer war. Nach Neunundachtzig war es fast genauso. Ich als Opfer habe vieles anders erlebt. In den Volkseigenen Betrieben, beim Sport, in den Schulen und letztlich auch noch in den ostdeutschen Gefängnissen. Die Denunziation hatte viel zu oft Hochkonjunktur. Zu viele mußten nicht erst zum Verrat getrieben werden, zu viele taten es freiwillig. Das erklärt auch die hohe Rate derer die damals wegen Staatsverleumdung, Hetze und ähnlicher DDR Verbrechen angeklagt wurden und sich in irgend einer Anstalt wiederfanden.

Ja, ja fragt Eure Eltern wie sie sich verhalten haben.

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Kommst du nicht gefährlich in dei Nähe des Satzes:
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F….r befiel, wir folgen?
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Soll keine Beleidigung sein, aber ein Denkanstoß.
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Ein demokratischer Staatsbürger kann auch ohne Anreiz/Vorgabe/Befehl von oben selbstständig denken, Fragen stelle, sich Meinungen erarbeiten :-))
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Nicht für Ungut,
fühl dich nicht angemacht,
aber selber denken schafft Wissen und Erfahrung.
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meint
Sikasuu

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  • hairy
  • 27.01.2013 um 20:17 Uhr

hat die DDR zumindest keinen Weltkrieg und keinen Holocaust hervorgebracht. Soviel zur Vergleichbarkeit, die „ein ostdeutsches 68“ suggerieren soll.

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  • bluff
  • 27.01.2013 um 20:20 Uhr

… steht noch aus und hoffentlich kommt es. Hoffentlich übernimmt die Jugend die Aufbereitung der unrühmlichen Vergangenheit ohne Lügen, Scheinmoral und ohne wenn und aber. Die derzeitig agierende Generation ist zustark in Stasiland involviert, als Täter, Mitläufer, Opfer.
Eine korrekte Aufarbeitung ist auch aufgrund der laufenden Abwehrmaßnahmen der Stasi schwermöglich. Die Stasi selbst hat ihre grundrechtlich verankerten Chancen im Nachwendechaos genutzt und sich ein exklusives Nest im neuen System gebaut. Die alten Strukturen funktionieren noch immer perfekt, Desinformation und zersetzende Maßnahmen werden gerne noch angewendet, diverse kommunale Strukturen, gerade auch in Brandenburg, wurden hierzu als Rückzugsgebiet perfide genutzt. Um diesen Stall auszumisten braucht es die Jugend. Ich freue mich darauf. und, ich selber würde beim ausmisten gerne helfen.

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  • gooder
  • 27.01.2013 um 20:21 Uhr

Es ist doch nichts anderes als ein nächster Versuch, die DDR mit dem NS-Reich gleichzusetzen.

Man kann gerne einen Vergleich anstellen, aber eine Geleichsetzung der beiden Systeme ist völlig Fehl am Platz.

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Keine Angst, so ist es selbstverständlich nicht gemeint und auch rechtlich überhaupt nicht zulässig, denn:
„Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland. Seine Macht im politischen System des Staates ist durch das Grundgesetz erheblich beschränkt und seine Aufgaben sind daher vor allem repräsentativer Art, weshalb er auch als „neutrale Gewalt‘ (pouvoir neutre) bezeichnet wird. Der Bundespräsident wirkt im politischen Alltag in vieler Hinsicht repräsentativ und sinnstiftend.“ aus Wikipedia
„Ansage von oben“ verstehe ich hier als Vorbildfunktion, selbst denken ersetzt das natürlich nicht.

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Aufarbeitung sollte eigentlich die Nachfolgepartei der SED – also die Linkspartei – machen und zwar von sich aus und ohne Aufforderung durch Dritte. Bemerkenswert ist, daß man im Artikel kein Wort über die Linkspartei liest und das obwohl der grösste Teil der heutigen Parteimitglieder bereits zu DDR-Zeiten Mitglied wurde. Es kam ja in letzter Zeit auch die Geschichte mit IKEA und den Versandhändlern raus, die Möbel und Fernseher in der DDR von Strafgefangenen produzieren liessen. Eine Stellungnahme seitens der SED-Nachfolgepartei? Fehlanzeige!
Natürlich brauchen wir keine Gewalt und Eskalationen wie damals 1968 sondern das offene Gespräch. Und da sollte man doch erwarten, daß eben die Linkspartei freiwillig den Anfang macht.

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Es ist nicht zulässig, die DDR-Bürger auf eine Stufe mit denen zu stellen, deren nicht aufgearbeitete weltweite Verbrechen und Massenmorde im 2.Weltkrieg zu den ’68er Unruhen geführt haben. Und zwar deshalb, weil Finanziers, Militärs und Schreibtischtäter mit der Schuld am und im 2.Weltkrieg wieder in Spitzenpositionen von Politik und Wirtschaft Westdeutschlands gelandet sind. Nicht zu vergessen ist der Vietnamkrieg der USA, der von der Regierung Westdeutschlands toleriert und unterstützt wurde. Die berechtigte Kritik der Jugend an den dort vollführten Kriegsverbrechen und die brutale Reaktion des Staates auf diese Kritik haben die Aktivitäten der 68’er erheblich beeinflusst.
Im Übrigen gilt auch für die DDR-Politik „Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken“.
Und wo ist dieser Kopf? Wie wird mit ihm umgegangen? Wo und wie lebte in den letzten 20 Jahren Alexander Schalck-Golodkowski? Am Tegernsee mit Schutz durch den BND.
Wo sind die hauptamtlichen Stasi-Offiziere? Die sind nicht alle Taxifahrer, Fahrschullehrer oder Versicherungsmakler geworden. Der BND hat niemanden abgeschöpft und dann versorgt?
Diese Fragen sollten neben den berechtigten Fragen der Kinder an ihre Eltern auch beantwortet werden. Aber sind auch alle Antworten zulässig oder erwünscht?

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wie kann das wirklich zu einem Konflikt führen. Der beschriebene Generationenkonflikt, wann soll dieser geschehen? Wenn, dann wäre es längst soweit gewesen in den 90ern. Die Realität sieht eher so aus, dass für die meisten Menschen die DDR ein historischer Schatten ist. Die u30 Generation hat ihre eigenen Konflikte mit dem aktuellen System, wurden zum Teil Zeugen, von scheiternden Familienexistenzen, denn auch das hat „der Westen“ mit sich gebracht. Die Möglichkeit sich zu verschulden und in diese Falle sind nicht wenige getappt.
Warum sollte eine Generation, die bereitwillig ihr gesamtes Leben in Bildern und Filmen mit aller Welt teilt, genauso wie den Beziehungsstatus, Streitereien, politische, oder religiöse Ansichten, das eigene Sexualleben, warum sollte diese Generation, die sich selbst jedem offenbart und gläsern macht, wirklich die DDR hinterfragen und in einen Konflikt geraten? Diese Generation lebt vom Voyeurismus und Exihitionismus. Wo blieb der laute Aufschrei dieser Generation u30, als die elektronischen Datenschutzbestimmungen aufgeweicht wurden? Das Internet mit all seinen vielseitigen Möglichkeiten hat eine Generation herangezogen, die einerseits sehr kritisch und informiert ist und auf der anderen Seite Privatssphäre nicht sonderlich zu schätzen weiß. Der beschriebene Generationenkonflikt, oder gar eine 68er Revolte halte ich für absolute Utopie. Die eigentlich Betroffenen sind älter und die vergessen die DDR. Die Konsumgesellschaft macht es möglich.

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    • gooder
    • 27.01.2013 um 20:49 Uhr

    Heute hat man sich angewöhnt, Beziehungen zu Unrechtssystemen einzuschränken,oder zu unterbinden soweit diese Staaten nicht gerade den Status eines wertvollen Handelspartners besitzen (China).
    Wer nun aber die DDR mit dem Dritten Reich gleichsetzt, sollte sich fragen, was Poltiker und Unternehmen der alten Bundesrepublik dazu veranlasste,Beziehungen zur DDR zu unterhalten. Haben sich die Herren Brandt und Schmidt Mitschuldig gemacht, weil sie der DDR-Parteiführung Aufwartungen machten? Hat sich Kreditgeber Strauß jemals gefragt,ob der von ihm initiierte Milliardenkredit nicht dem DDR-System nützte?

    • hairy
    • 27.01.2013 um 20:49 Uhr

    und man sieht auch ökonomisch, dass es große Unterschiede gibt: im Westen hatte man sich prächtig im Wirtschaftswunder eingerichtet, heute im Osten sehe ich lächerliche Renten, hohe Arbeitslosigkeit, Stundenlöhne unter 8 Euro, entvölkerte Landstriche, Jugend ist weg, die Alten bleiben. Da wird sich Rebellionsneigung gegen die Elterngeneration kaum ausbreiten.

    ANTWORT AUF „NÄCHSTER VERSUCH
  1. „Zu erkennen, dass man Mitschuld trägt, ist ein schwieriger Prozess. Gerade für den normalen Bürger – für den, der die DDR vielleicht sogar kritisch sah, der Westfernsehen guckte, der manchmal die Faust in der Tasche ballte. Der aber trotzdem Mitläufer war.“

    Ich möchte mich ausdrücklich von diesen Sätzen distanzieren.
    Meine Eltern, die den DDR Staatsapparat ebenso kritisch beäugten, tragen definitiv keine Mitschuld an den Verbrechen der DDR.

    Aus der Vergangenheit lässt sich anscheinend sehr leicht über Menschen urteilen; urteilen in schwarz und weiß…..

     *******
  1. 25. Ach so!

    Ach so! Unrecht beginnt also erst ab einer gewissen Anzahl von Opfern!?
    An sich mag die 68er-Metapher eigentlich nur den Sachverhalt suggerieren, dass sich eine Generation die Frage stellt, wie sich ihre Elterngeneration in einem diktatorischen Unrechtssystem positioniert hat – aber wahrscheinlich beginnt auch das Unrechtsregime erst ab einer bestimmten Opferzahl?

    ANTWORT AUF „TROTZALLEM
    REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
  2. Heute war in Leipzig Oberbürgermeisterwahl und über 15% haben für die Linkenkandidatin Barbara Höll gestimmt. Was glauben Sie, verbinden diese mit der Linkspartei? Die SED? Die DDR? Eher nicht, zumal die Linkspartei gerne auch auf ein jüngeres Publikum abzielt.
    Der Diskurs um Nachfolgeparteien ist in der Tat nicht einfach, aber irgendwann muss auch die LP ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Es wäre in der Tat interessant, wie intern bei dieser Partei über die DDR diskutiert wird und wer wirklich damals aktiv war.
    Ich glaube nur, dass in der Öffentlichkeit das Image der DDR-Partei schon lange abgestreift wurde und man sollte nicht vergessen. Es rücken auch sehr junge Menschen, mit linken Ansichten nach. Parteien und zwar alle, sind einem stetigen Wandel unterzogen und darum kann man sie nicht immer auf die Vergangenheit festnageln, vor allem wenn diese jahrzehnte zurückliegt.

    ANTWORT AUF „DEN ERSTEN SCHRITT ZUR
  3. Sondern die Aufarbeitung der Vergangenheit gleich setzen!
    .
    Diktaturen, wenn sie mal überwunden werden, gleich welche, bedürfen der Aufarbeitung.
    .
    Der „Fphrer“ Honneker“.. ist schuld. NEIN!
    .
    Solche Systeme funktionieren nur dann, wenn viele mitmachen. Das muss Hinterfagt weredn, von den nachfolgenden Generationen.
    .
    Nicht um Schuld zu zu weisen, sondern um daraus zu lernen. Damit es möglich wird den „Anfängen zu wehren“
    .
    Weiss
    Sikasuu

    ANTWORT AUF „DARF ICH MICH ANSCHLIESSEN?
  4. DDR und NS-Reich gleichsetzt, dann ist der Rest der Musik zwangsläufig.
    Allerdings hat, um den Vergleich zu rechtfertigen, keiner der Ost-Vorfahren die Teilnahme an Massenmord und Kriegsverbrechen zu gestehen.
    Also sollte man, auch um der eigenen Glaubwürdigkeit willen, sich etwas vernünftiger artikulieren als mit solchem Megagetöse.

    • drusus
    • 27.01.2013 um 21:03 Uhr

    Jahn hat zuviel Gauck gelesen. Schade, dass Rudi Dutschke nicht mehr lebt.

  5. … meinst du das ernst?
    .
    Platt könnte ich jetz sagen: Die BRD auch nicht,
    .
    aber die Volksgenossen waren von 45 auch Reichsdeutsche und haben dem „Führer zugejubelt“
    .
    Oder jab es am 8 Mai 45 einen Bevölkerungaustausch und östlich der Elbe gab es nur noch Widerstandkämpfer und emigrieret Kommunisten. 17 Mio. waren das doch mal?
    .
    Schon nachdenkenswert, wie unterschiedlich man gemeinsame Vergangenheit sehen kann.
    .
    Meint
    Sikasuu

    ANTWORT AUF „TROTZALLEM
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    • hairy
    • 27.01.2013 um 21:12 Uhr

    Habe ich das behauptet? Wohl nicht. Ich habe nur eine bedeutende Differenz betont. Je kleiner eine solche Differenz würde, desto eher könnte ein ostdt. 68 eintreten. Ich denke, es wird nicht eintreten. Die Differenz ist zu groß.

    ANTWORT AUF „ACH SO!
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    • drusus
    • 27.01.2013 um 21:12 Uhr

    Ich hoffe, dass sich die Jugend gegen das Etablissement auflehnt und sich nicht seiner Zukunft berauben lässt. Das hoffe ich für die Jugend Deutschlands.

    *******
      • gooder
      • 27.01.2013 um 21:16 Uhr

      Sie sollten nicht vergessen, dass es auch in der BRD Opfer gab, die aus politischen Gründen zu Haftstrafen verurteilt, oder mit Berufsverboten belegt wurden. Ist die Bundesrepublik aus diesem Grund ein Unrechtsstaat?

      EINE LESER-EMPFEHLUNG
      ANTWORT AUF „ACH SO!
      • VeCuBo
      • 27.01.2013 um 21:18 Uhr

      Man kann der Linkspartei ja vieles vorwerfen, aber nicht, dass sie (zumindest nicht) versucht, ihre Geschichte aufzuarbeiten. Würde man sich mal die Internetseite der Linkspartei angucken, findet man relativ schnell viele Artikel darüber, z.B. was die Linke zur DDR sagt hier
      http://www.die-linke.de/p…
      oder zum Schießbefehl hier
      http://www.die-linke.de/p…
      oder generell zum Unrecht der DDR hier eine Rede vom 16. Dezember 1989
      http://archiv2007.soziali…

      8 LESER-EMPFEHLUNGEN
      ANTWORT AUF „DEN ERSTEN SCHRITT ZUR
    1. ‚Gleichzusetzen‘ wohl kaum.
      Aber zwei Staaten, die Menschen, die nicht in das Bild der jeweils herrschenden Staatsideologie passten, systematisch verfolgten und bis hin zur Inhaftierung oder gar Tötung restriktiv bestraften, die sind durchaus miteinander vergleichbar.

      ANTWORT AUF „NÄCHSTER VERSUCH
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    2. …. deren nicht aufgearbeitete weltweite Verbrechen und Massenmorde im 2.Weltkrieg
      #####
      Und vor 1945 waren die alle in Moskau?
      .
      Hallo, wir haben eine gemeinsame Vergangenheit. Und die Funktionseliten waren hier im Westen wie auch im Osten die ALTEN!1945!
      .
      Vergl. dazu Funktionseliten vor und nach 1989!
      .
      Nach einen Umbruch sind das alle „lupenreine“ Demokraten, Kommunisten… was auch immer, hinterher höchstens Mitläufer…..
      .
      Systeme kann man nicht gleichsetzen, aber die Aufarbeitung, nach 45 und nach 89 ähnelte sich verteufelt.
      .
      Scheint eine Deutsche Spezialität zu sein.
      .
      Meint
      Sikasuu.
      .
      Ps. Nicht ganz richtig. in andern Länder läuft das genau so.
      Es ist unmöglich, menschlich, Fachleute innerhalb kurzer Zeit aus zu wechseln ohne unmenschlich zu werden.
      .
      Östlich der Elbe ist sicher Stalins Aktion „Intelligenz und Ings“ bekannt. Ist keine Lösung zeigt aber das Problem.

      ANTWORT AUF „MAL IM ERNST
      • hairy
      • 27.01.2013 um 21:21 Uhr

      wenn leicht zu Gleichsetzungen neigende Vergleiche zwischen den 2 Diktaturen NS-Dt. und DDR angestellt werden – und die Geschichte laut Jahn sich wiederholen könne bzw. der 68-West in Form baldiger 68-Ost.

      REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
    3. Tatsächlich heutzutage gar nicht so einfach. Diese einmalige Scheinwelt, in der wir heute leben, lässt sich wirklich nicht gleichsetzen mit den vergangenen Zeiten:

      Die Methoden der Bespitzelung in heutigen Zeiten sind wahrscheinlich ausgereifter, versteckter, technisierter, globalisierter, umfangreicher, politischer, hinterlistiger, menschenverachtender, gesetzesbrechender und zu guter letzt für das Volk schädlicher, als es sich in seinen schlechtestenden Träumen vorstellen mag.

      • gooder
      • 27.01.2013 um 21:26 Uhr

      Man kann auch die Bundesrepublik mit dem Dritten Reich vergleichen, Gemeinsamkeiten wird man finden, eine Gleichsetzung funktioniert aber ebenso nicht.

      REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
    4. Die Ossis haben auf ganzer Linie versagt. Anstatt für einen neuen, besseren Staat zu kämpfen, haben sie sich den Westen in die Arme geschmissen und dabei nur auf das Geld geschielt. Zur Belohnung haben die Wessis dann die restlichen DDR-Reichtümer unter sich aufgeteilt. Dümmer geht es gar nicht. Schade, Chance verpasst.

      *******

      1. Der Protest der 68er richtete sich u.a.gegen die in Politik, Wissenschaft und Lehre, Justiz, Wirtschaft, Medien usw. zu dieser Zeit teilweise noch an den Schalthebeln sitzenden alten Nazi- Aktivisten.
        Dies wird von der heutigen Bundesrepublik wohl niemand bezüglich alter DDR-Kader ernsthaft behaupten wollen.
        Selbst wenn in ostdeutschen Kommunalvertretungen oder Landtagen noch ein paar SED-Rentner für die Linkspartei sitzen, auf den Lauf der Dinge allgemein haben sie keinen ernst zunehmenden Einfluss.
        Weshalb sich das allgemeine Interesse, soweit überhaupt vorhanden, bestenfalls auf monitäre Fragen wie den Finanzausgleich oder Soli beschränkt.
        Mag sicher gerechtfertigt sein, daß sich noch einige direkt Betroffene mit dem Thema auseinandersetzen, für die breite Masse in beiden Teilen des Landes ist es kein Thema.

        2 LESER-EMPFEHLUNGEN
      2. Wenn die Gemeinsamkeiten, die man findet, allerdings in der systematischen Verfolgung und restriktiven, ja mörderischen Behandlung Verfolgter liegen, dann sind diese Gemeinsamkeiten doch von ‚ein klein wenig anderer‘ Qualität.

        ANTWORT AUF „VERGLEICHEN
      3. 1968 statt, was soll immer diese angebliche Zeitverschiebung, als ob es keine gemeinsame Geschichte mit Wechselwirkungen gegeben hätte? Bahro begann seine Theorie 1968 zu entwickeln, der Prager Frühling und der Vietnamkrieg haben die DDR genauso beeinflusst wie die BRD, und all das hat letztlich 1989 ermöglicht – ein direkt-demokratischer Akt den wir auch heute mal wieder brauchen könnten

        5 LESER-EMPFEHLUNGEN
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      4. Herrn Jahn gelingt es offenbar wegen seines Amtes immer weniger, die Gegenwart der Bundesrepublik zu begreifen. Er lebt wie Gauck in der Vergangenheit. Er kämpft mit Phantomen und jagt den falschen Gespenstern nach. Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber viel mehr als linke Gewalt à la RAF wird unsere Demokratie von jahrelang unentdeckten oder gedeckten Nazi-Umtrieben à la NSU bedroht. Und anstatt Oma und Opa aus der DDR ins Kreuzverhör zu nehmen, sollte die Jugend von heute sich besser darum kümmern, wie unser Land seine Zukunft meistert. Eine kritische Opposition, das fehlt heute. Und das geht auch ohne neue Gewalt.

        13 LESER-EMPFEHLUNGEN
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      5. geschehenem Unrecht, einer Diktatur… das kann man sehr wohl differenzieren.
        Wobei es mir relativ gleich ist ob 100 oder 6Mio Tote. Unverzeilich ist jeder Mord aus gleich welchen Gründen!
        .
        UND.

        Der Aufarbeitung dieser Zeit.
        .
        In einem anderen Beitrag schon geschrieben: SYSTEM können nicht ohne Menschen existieren. 17 Mio. oder 80 Mio. werden nicht von 1 oder 10 Verbrechern betrogen. Dazu brauche ich willige Helfer.
        .
        Den Blockwart, den Richter, den Stasimann aber auch den Lehrer, den Vorarbeiter……
        .
        Die sind alle noch da. Die muss man fragen Papa,Opa,Oma…. was hast du gemacht zw 33-45 und zw. 45-89..
        .
        Nicht nur östl. der Elbe sondern auf beiden Seiten.
        Frag mal Strauss (rip) nach DDR-Krediten.
        .
        Die Zeiten waren wohl verschieden, aber zur Aufarbeitung sind die selben Fragen wichtig und leider fürchte ich: Du, ich wir werden die selben Antworten bekommen wie 45!
        .
        Der Führer = Honneker war Schuld und ich als kleines Rädchen konnte doch nicht gegen das System machen. So richtig gewusst habe ich auch nichts!
        .
        Versuchs mal mit Fragen: Wenn dann kommt, aber wir hatten alle ARBEIT, hat das den Stellenwert … Autobahn gebaut:-((
        .
        Es gibt, auch wenn es dir nicht gefällt, zu viele Gemeinsamkeiten. Wir sind halt ein Volk:-)
        .
        Gruss
        Sikasuu

        EINE LESER-EMPFEHLUNG
        ANTWORT AUF „UND OB ICH DAS ERNST MEINE
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        • TimmyS
        • 27.01.2013 um 21:39 Uhr

        Danke für ihre Worte, aber vielleicht sollten sie lernen die Augen außerhalb ihres Aufgabenfeldes zu öffnen.
        Aber kurz zu dem was ich von meiner Familie kenne. Mein Opa hatte zu DDR-Zeiten manchmal 6 Jobs angenommen, besonders zu Weihnachten damit er seiner ganzen Familie etwas Gutes tun konnte und keine Unterstützung von Staat wollte. Aber er ging auch wählen. Mein Vater wählte auch zu DDR-Zeiten, war bei der Armee und wollte studieren, aber tat es nicht, weil er nicht der SED beitreten wollte. Sieben Jahre lebte ich in der DDR bis zur Wende, und ich kann mich an nichts erinnern, was irgendwie mit SED, FDJ und was auch immer in Verbindung zu setzen ist.
        Wissen sie, ich verharmlose nichts, was damals und auch noch früher passierte. Aber ehrlich gesagt habe ich ein Problem mit der älteren Generation, die unkritisch die Atomkraft zu ließ, die bereits bestehenden Anzeichen von Umweltzerstörung und Verschmutzung sowie fehlende Gleichberechtigung etc. nicht konsequent behandelte und Lösungen entwickelte.
        Wissen sie, ich bin jetzt 30 Jahre alt und besitze die Intelligenz und das Wissen, um nicht immer die Vergangenheit aufzurühren, sondern ich habe daraus gelernt. Nur sehe ich eine Verantwortung. Das was die damalige Generation nicht bearbeitet hatte, endlich anzupacken. Denn ich blicke nach vorne, in eine Zukunft, in der meine Kinder, bei bestem Gewissen, geboren werden und aufwachsen sollen. Eine Zukunft, die auch ihnen gefallen würde, wenn man einen nur ließe.

        7 LESER-EMPFEHLUNGEN
      6. so möchte ich Dir mitteilen, dass ich Deine Meinung bedingt Teile.
        Zunächst denke ich, dass die meisten Menschen unpolitisch oder desinteressiert sind. Gerade war OBM Wahl in Leipzig und die Wahlbeteiligung liegt gerade mal bei ca. 35-40%
        Das ermöglicht überhaupt erst autoritäre Systeme. Überzeugungstäter und vor allem Opportunisten bedarf es nur in den richtigen Schlüsselstellen und schon ist der Motor geölt. Kein Regime kann ohne funktionierenden Geheimdienst auskommen. Dies ist die eigentliche Triebfeder. Wenn man als Regime genug Angst geschürt hat, dass jeder ein Denunziant sein könnte, dann bedarf es nicht mehr der breiten Masse an Denunzianten.
        Und was die Aufklärungsarbeit betrifft. Ich schrieb es bereits. Die breite Masse der heutigen Jugend interessiert es nicht, die älteren sind froh, dass dieses Kapitel seit über 20 Jahren geschlossen ist und somit hat es aktuell eher einen akademischen Wert.

        2 LESER-EMPFEHLUNGEN
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      7. … das wollte ich Ihnen nicht antun:-))
        .
        Es gibt eine schönen DEFA Film „Der Untertan“ der für Leute die das Lesen von Manns Roman zu anstrengend finden, sehr lehrreich sein kann.
        .
        In desem Sinn, muss noch ein wenig das BPI anheben.
        Sikasuu
        .
        Ps. „Stell dir vor es wäre Krieg und keiner ging hin!“
        Kluger Satz,(nicht von mir) solte man/Frau sich einrahmen oder ins Sofakissen sticken 🙂

    1. Nunja, vierzig Jahre DDR-Geheimdienst und politische Unterdrückung sind sicherlich diskussionswürdig.

      Als Wessi, der seit Jahren in einem Dorf im Osten lebt und seine Nachbarn und Freunde doert mittlerweile einigermaßen gut zu kennen glaubt, deckt sich mein Eindruck jedoch kaum mit der Herrn Johns.

      Der jungen Generation dort sind die alten DDR-Kamellen scheißegal.

      Die junge Geneartion in meinem Dorf diskutiert allerdings mit Interesse, wo eigentlich die Fabriken und Arbeitsplätze geblieben sind, die vor der Wende existierten und mit und nach der Wende in schillernden Wahlkampfreden versprochen wurden.

      Ich denke, mir und zumindest den jüngeren unter meinen Nachbarn und Freunden wäre eher an einer Aufbereitung und Diskussion der schmutzigen Geschäfte und Betrügereien der damaligen Treuhand und der nachfolgenden Enteignungswelle gelegen.

      Es gibt allerdings keine Treuhandaufklärungsbehörde.
      Nicht nötig ? Zu peinlich ? Zu kontrovers ?

      http://www.netmeister.org…

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    2. den Herr Jahn formuliert, finde ich grundsätzlich nachvollziehbar, sogar unterstützenswert.
      Was mir aber fehlt, ist der Blick in die Gegenwart in zwei Richtungen. Die erste heißt, darzustellen, wieso es so wenig Interesse gibt, nachzufragen. Der zweite, eine Ebene zu finden, die Zwänge (wie Fahne raushängen oder wählen gehen) mit heutigen Zwängen insofern vergleicht, dass Zwang als solches verstanden wird.
      Denn letztlich muss die Frage beantwortet werden können, wieso etwas als Normalität verstanden wird. Wenn es als Normalität verstanden wird, gibt es keinen Grund zur Kritik. Finden, in Bezug auf die erste Richtung, es also die meisten normal, wie es in der DDR lief und fragen deshalb nicht nach. Unterliegen sie selbst heute vielen (nicht-staatlichen) Zwängen, dass die Auseinandersetzung mit damals, sie zwangsläufig zu einem kritischen Blick mit heute brächte?
      Ich weiß es nicht. Ich merke nur, dass mir das Thema an sich nicht so nahe geht. Obwohl ich doch zur Wendezeit schon aktiv war, obwohl ich also ein Bewusstsein hatte. In unserer Familie wird immer wieder darüber gesprochen – sowohl über Alltag, über System, über Schönes, Unschönes. Aber: vielleicht spielt das gravierend rein und es geht vielen so: direkt haben wir das, was Unrechtsstaat genannt wird, nicht am eigenen Leib erlebt und können deshalb nur subjektiv aus diesem Blickwinkel berichten: das interessiert aber auch nur wenige.

      EINE LESER-EMPFEHLUNG
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    3. aber innerhalb gewisser Grenzen gab es tatsächlich einen Bevölkerungsaustausch, nachdem ungefähr absehbar war wo die Zonengrenzen verlaufen würden. Mal so ausgedrückt: Herr Gehlen wusste schon, warum er lieber in amerikanischer als in sowjetischer Kriegsgefangenschaft landen wollte

    4. Was hat man den Demonstranten bei Stuttgart21-Demo (WEGEN EINES BAHNHOFS!!!) angetan? Die Kinder hat man verprügelt. Die Landesregierung hat Jagd auf die Lehrer diesbezüglich unternommen.Mind. 2 Menschen haben derweil Verletzungen erlitten, die irreparabel waren.

      Und als man Menschen von den Bäumen mit dem Wasserwerfer RUNTERGEHOLT hat, hat der Innenminister nur von Sprühregen gesprochen.

      Aber Hauptsache die DDR wird hier erwähnt…
      Naja, die SED hat ja auch nur ihre Regierung zu schützen versucht. Glaubt bloss nicht, dass es hier anders läuft.

      REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
    5. Wo in einem Gegnerregime die Demonstranten Freiheitsliebende/-kämpfer genannt werden, werden diese hier als Randalierer betitelt.

      Es ist nur eine verschönte Sichtweise, die dem Bürger präsentiert wird. Es kommt immer auf die Seite drauf an, wie man die nennt.

      In Mali nennt man die Islamisten Terroristen.
      In Syrien heißen die Islamisten Freiheitskämpfer.

      Was für eine Show!

      2 LESER-EMPFEHLUNGEN
      ANTWORT AUF „SED… DDR-REGIME….
      • politz
      • 27.01.2013 um 22:25 Uhr

      „Ein ostdeutsches 1968 verhindern“? Kein schlechter Scherz. Die Stasi-Vergangenheit tangiert den Durchschnittsmenschen in Deutschland nur peripher. Bitte mal einfache Mathematik: Wie viel Prozent von den 80 Millionen Menschen in Deutschland sind Ostdeutsche und können darum überhaupt ein gesteigertes Interesse an der Aufklärung der eigenen familiären Vergangenheit haben?

      Das ist ziemlich lächerlich. Wir haben doch heute längst „neue Nazis“. Eben das komplette Gegenteil vom Nationalsozialismus. 1945 und 2013 sind das totale Gegenteil und darin doch wieder ähnlich. Die totale moralische Verbindlichkeit von 1945 innerhalb eines bestimmten Wertesystems und die totale moralische Unverbindlichkeit von 2013. Ja: Beides ist gleich schlimm. Die Nazis von heute sind moralische Relativisten, damals waren sie moralische Absolutisten. Natürlich eine falsche Moral, aber das tut nichts zur Sache.

      Was Deutschland wenn überhaupt bräuchte, ist ein neues 2013! Reden wir von der Gegenwart und nicht von der Vergangenheit.

      EINE LESER-EMPFEHLUNG
    6. Bitte verzichten Sie auf die Verbreitung kruder Theorien. Danke, die Redaktion/fk.

      ANTWORT AUF „REALITÄTSVERLUST
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      • caratd
      • 27.01.2013 um 22:31 Uhr

      Jeder mag sich selbst ein Bild machen, wo die DDR und ihre Sympathisanten einzuordnen ist:

      Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte hat am 11.09.2009 folgenden Appell an die Vorsitzenden der Parteien im Deutschen Bundestag gerichtet:

      „… an die Verbrechen der DDR erinnern, von denen sich DIE LINKE bisher nicht eindeutig distanziert hat … Die DDR war ein Unrechtsstaat … Zum Alltag gehörte

      – obligatorischer Wehrkundeunterricht und vormilitärische Ausbildung der Jugendlichen

      – Verpflichtung aller Geistesschaffenden – vorrangig der Richter – zur sozialistischen Parteilichkeit

      – Begünstigung und Unterstützung des internationalen Terrorismus

      – Psychische Folter und unmenschliche Haftbedingungen

      – Missbrauch seelenheilkundlicher Mittel und „Methoden zur Bestrafung und Diskreditierung („Zersetzung“) Andersdenkender

      – Zwangsadoption von Kindern politisch Verfolgter

      – Zwangsmitgliedschaft in paramilitärischen Kampftruppen

      Während die Opfer von politischer Verfolgung und Haft, Mauermord und Bespitzelung, Studier- und Ausbildungsverbot unwiederbringlich ihrer Lebensperspektiven beraubt wurden, will die umbenannte SED diese hunderttausendfachen Schicksale schulterzuckend als bloße Fehler oder leider unvermeidliche Irrweges dieser Partei hinstellen. Und das, um sich den Weg zu neuer Macht, einer erneuten sozialistischen Umgestaltung unseres Landes zu ebnen …“

      http://www.igfm.de/filead…

      *******

      1. Der friedliche System-Übergang 89 war historisch einzigartig, weil und human und gewaltlos.
        Die Sieger schreiben im nachhinein immer die Geschichte.
        Das bürgerlich-„demokratische“ System erscheint zwar heute noch sehr stabil und flexibel und besitzt tatsächlich noch große Freiheitsgrade.
        Da aber bestimmte Widersprüche ohne Systemwechsel nicht mehr lösbar sein werden, scheint die Flexibilität und Anpassbarkeit der gesellschaftlichen Ordnung nicht unbegrenzt.
        Ich nehme mal an, daß die brd-Institutionen bei einem zugünftigen Systemwechsel nicht so human reagieren werden, wie die bewaffneten Organe der damaligen DDR, wo kein einziger Schuß erfolgte.
        Was man aus der Geschichte der DDR lernen kann: ein bestehender Zustand muß nicht ewig bestehen, die Bäume der brd müssen nicht in den Himmel wachsen. Das heißt, dass morgen ein Zustand bestehen kann, wo alle werte umgewertet sind, alle Wahrheiten von heute nicht mehr gelten.
        Also Gelassenheit und emotionlose Distanz: auch die Fähigkeit von etwas Überlebten Abschied zu nehmen, wenn es denn sein muß.

        5 LESER-EMPFEHLUNGEN
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      2. ……“Die BRD auch nicht,…“

        leider tötet die brd heute und jetzt unschuldige menschen in anderen länderN und verschickt menschen in folterstaaten , wie IN DEN USA!

        3 LESER-EMPFEHLUNGEN
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        • milo3
        • 27.01.2013 um 22:44 Uhr

        „Die Eltern und Großeltern wollen oft nicht reden über ihre Leben in der DDR – gerade weil sie im Rückblick vielleicht nicht zufrieden sind mit sich. Sie glauben, dem schlechten Gewissen zu entkommen, indem sie schweigen. Eine ganze Elterngeneration ist: sprachlos.“

        Das ist einfach nur eine weitere dreiste Behauptung als Teil dieser verunglimpfenden Propaganda, die wir aus der gelenkten Presse mittlerweile schon allzu gut kennen. Ich habe noch keinen Ossi getroffen, dem das Thema DDR und die Idee einer gerechten Gesellschaft nicht am Herzen liegt. Ossis vergleichen nicht nur ständig wie es damals war, und wie es jetzt ist, sie können dabei auch genau differenzieren und betrachten nicht nur ihr zufälliges Schicksal, sondern die gesamte Gesellschaft.

        „Es gibt zu viele, die sich gar nicht bewusst machen wollen, welche Verantwortung sie dafür tragen, dass die DDR so lange existieren konnte.“

        Immer wenn mich in der U-Bahn oder sonst irgendwo ein Bettler anspricht, oder ich von den Schicksalen arbeitslos gewordener höre, muss ich daran denken: In einem Land ohne Porsches, Prachtvillen und Bananen musste niemand erbärmlich auf der Strasse erfrieren. Somit hat jeder Tag, den die so gehasste DDR existiert hat, Hunger und Elend verhindert und eine Menschenwürde gesichert, die vielen Besserwissern heute nur noch einen Dreck wert ist.

        Also fragt Euch doch selber über Eure Schuld am Elend der Ausgegrenzten, eurer Sklaven in Fernost und eurer Kriegsopfer in Serbien und anderswo!

        M.

        10 LESER-EMPFEHLUNGEN
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      3. 100 % Zustimmung.

        ANTWORT AUF „FAST…
      4. Heute vor 68 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Und dann dieser passende Artikel, besonders von so einem jungen Autor.
        Man kann nicht alles Schlechte auf DIE ANDEREN projizieren, während man glaubt, sich selbst für unfehlbar zu halten.

        EINE LESER-EMPFEHLUNG
      5. wo Herr Jahn ein
        „Nur die offene Auseinandersetzung kann einen unversöhnlichen Zusammenprall der Generationen verhindern“ ausmacht, ist mir unklar.
        Es sind mittlerweile über zwanzig Jahre vergangen, in denen es genügend Möglichkeiten gab DIE rechtlich zur Verantwortung zu ziehen, die sich Verbrechen schuldig gemacht haben!

        Wenn das nicht passiert ist, wer hat es dann verhindert, nicht getan, verzögert, totgeschwiegen, in der Bürokratie vergraben?
        Die DDR? Nein, denn die existiert seit über zwanzig Jahren nicht mehr! Also, wer hat es verhindert, in dem neu entstandenen Deutschland, ohne die DDR und ihre Strukturen ??

        Wenn man die Frage schon so stellt, dann muss man sagen, dass alle es genau so zugelassen, sich der nicht erfolgten Aufarbeitung schuldig gemacht haben. So wird wohl eher ein Schuh daraus.

        Es fragt sich also, warum diese „Thematisierung“ gerade jetzt, wo es doch mehr als zwanzig Jahre!!! Zeit waren all das zu ahnden, zu untersuchen, usw. was an Unrecht geschehen ist?

        Die Antwort scheint einfach, wenn man auf den Kalender und die wieder mal anstehenden Bundestagswahlen schaut.

        Bloß keine Diskussionen über die Milliarden Verschleuderung an die Banken, an die mittlerweile über ZWEI BILLIONEN EURO Staatsverschuldung, die im Sekundentakt ansteigt, nichts über die Kriegsaktivitäten Deutschlands, Umweltprobleme, die hilflose Regierungspolitik usw. usw.

        Was sagen Sie Herr Jahn zu alle dem einmal zu ihren Kindern???

        6 LESER-EMPFEHLUNGEN
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        • Mika B
        • 27.01.2013 um 23:26 Uhr

        …..gut fangen wir am besten mit der „Bundeskanzlerin“ an.

        Sorry, aber man muss dann auch einmal Fragen dürfen in welchen gesamtdeutschen Gefängnissen nun diese ganzen DDR Verbrecher, Spitzel, Diktatoren oder Menschenrechtsverletzer zur Strafe eigentlich Sitzen oder Gesessen haben?
        Wie soll das das Volk etwas Verurteilen können wozu bisher keine Gesetze oder Justitz imstande war?
        Im Prizip wäre dies einen Rechtsstaat ein „Lynchaufruf“ oder zumindest Diffamierung unbescholtener Bürger.
        Und nein ich bin nicht Entäuscht was „diese Eltern“ damals gemacht haben, die heutige Jugend ist nur abermals Enttäuscht von einer Deutschen Politik, Rechtssprechung und Justiz welche denen doch die Absolution gaben.
        Selbst heute werden immernoch wie in DDR Zeiten die Karreristen, Mitläufer und „Untertanen“ Belohnt und Querdenker, Bürgerrechtler oder Demonstranten Bestraft, siehe Leipziger Urteile.
        Dieder Untertanen Geist ist das eigentliche Deutsche Problem egal ob in einer Diktatur oder Berliner Demokratie.

        REDAKTIONS-EMPFEHLUNG | 4 LESER-EMPFEHLUNGEN
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        • gooder
        • 27.01.2013 um 23:31 Uhr

        Was ist mit Hr. Schalk-Golgkowski passiert,der 1983 die erfolgreichen Verhandlungen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß über einen westdeutschen Milliardenkredit für die DDR einfädelte? Obwohl ihm zahlreiche Vergehen nachgewiesen werden konnten,kam er mit einer Bewährungsstarfe davon und lebt seit dem am Tegernsee. Wovon eigentlich, von einer mickrigen Rente,oder wer zahlt ihm den Aufenthalt in der doch recht teuren Gegend, alte Seilschaften oder bekommt er ein Schweigegeld das den Lebensaben in der recht noblen Gegend sichert?

        Das schlechte Gewissen sollte auch die Bundesdeutsche Justiz haben, offensichtlich hat man bei den Ermittlungen gegen Schalk-Goldkowski andere Maßstäbe zu Grunde gelegt.

        *******

      1. Schauen Sie mal in der Rechtsanwaltsregistern der Republik nach, dort werden Sie etwa 600 von ihnen finden. Einen davon können sie im Haus der Altberliner Verlags in Berlin-Mitte besuchen. Er ist jetzt (unter anderem) Geldeintreiber. Aber das ist alles längst bekannt.

        REDAKTIONS-EMPFEHLUNG
        ANTWORT AUF „MAL IM ERNST
      2. JA. Genau. Leider können wir Wessis die genauen Hintergründe und Feinheiten nicht sehen.
        .
        Euer Job. Machts mal klar und transparent für alle. Meines Wissen konnte man in der DDR nur dann zu wiss. Ehren = akad. Grad = Dr. kommen wenn man ein SUPERASS oder sehr Linientreu war.
        .
        Angela Merkel eine Frau ohne Vergangenheit?
        .
        Ist schon nachdenkenswert!
        .
        Meint
        Sikasuu

        2 LESER-EMPFEHLUNGEN
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      3. Korrektur: Er ist wohl inzwischen nach Bln.-Weißensee umgezogen.

        Die Situation mit den Stasi-Anwälten ist 1990 leider durch die Naivität oder Ignoranz Herrn Schäubles bei den Verhandlungen zu den Deutsch-Deutschen Verträgen entstanden. Jeder halbwegs informierte Politiker hätte wissen müssen, dass die „Hochschule für Staat und Recht“ in Potsdam eine (nahezu) ausschließliche Weiterbildungsstätte für hohe Stasi-Offiziere war. Dass die dort erworbenen RA-Diplome in den Verträgen anerkannt wurden, war ein politischer Super-GAU.

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        • EHR19
        • 28.01.2013 um 0:21 Uhr

        Zitat: „Es ist immer leichter, ein vergangenes Unrechtssystem zu verurteilen, das keine Macht mehr hat, als das gegenwärtige, das einen füttert.
        Und so wird sich auch Jahn in einigen Jahrzehnten sicher die Frage stellen müssen:
        Handelte ich richtig?“
        ——————————————————-
        Ich möchte gar nicht versuchen, es besser zu formulieren.
        Mich stört (hat auch schon immer gestört) der „bereinigte“ moralische Anspruch auf eine Wahrheit, die es einem Autor das Recht suggeriert, die Anderen, die UNMUTIGEN, aus der heutigen Sicht zu bestrafen. Keiner schuldet Ihnen und irgendjemandem, Herr Jahn, eine Beichte. Das ist meine Sicht der Dinge im Leben. Für mich ist es Ausdruck einer Arroganz, wenn sich ein Mensch als Helden sieht und von anderen Menschen eine Erklärung verlangt, warum sie es nicht auch gewesen sein konnten.
        Es konnten aber und können auch heute nicht alle Dissidenten sein. Irgendwie musste man doch leben. Oder nicht?
        Verhalten Sie sich lieber selbst heute so, dass Sie es morgen nicht bereuen. Sie werden feststellen, dass es verdammt schwierig ist. Die Leichtigkeit, das Richtige in unserem jetzigen Leben zu erkennen und zu befolgen, wird immer später von anderen Generationen angefordert und die Verwirrung bestaunt und bezweifelt, und immer wieder wird jemand nach einer Beichte schreien.

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        ANTWORT AUF „FAST…
      4. Nicht unwesentliche Vorläufer sogar einige Jahre früher. Die gedruckten Texte der Havemann-Vorlesungen im Wintersemester 1962/63 finden Sie in vielen guten Bibliotheken, einschließlich der heißen und für diese Zeit verblüffend freien Diskussionen der Studenten (sie kamen zuletzt aus vielen anderen Städten dorthin, am Anfang waren es ca. 60, ein paar Wochen später 1200-1500). Ort: Humboldt-Uni Berlin, Chemische Fakultät.

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      5. aber da Sie diese Organisation erwähnen, möchten Sie sich vielleicht dazu äussern?

        „Der Kuratoriumspräsident der IGMR Ludwig Martin und das Kuratoriumsmitglied Lothar Bossle galten dem chilenischen Regime von Augusto Pinochet als „bewährte Freunde“.
        http://de.wikipedia.org/w…

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      6. ea war für die Ostdetschen ein Jahr des Prager Frühlhings,
        ein jahe des Aufbruchs, des Sozialismus mit menschlichem Antlitz — und dann ein Jahr der Niederlage durch den Einmarsch der Armeen und doch ein Pfhal im Fleische
        der so festgefügten Regime ….

        Wo eigentlich ist die Behörde für die Aufarbeitung der
        nationalsozialistischen Verbrechen, wo sind die SS-Männer
        im BKA untergekommen usw.??

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      7. geben.

        Weil es Geld kosten wird.

        *******
        1. 23 Jahre nach Nazideutschland war 1968
          23 Jahre nach DDR-Deutschland ist 2013
          23 ist der Name eines Hackerfilms um Hagbard Celine
          23 ist die Zahl der Illuminaten
          5 ist die Quersumme von 23

          Schön, nicht wahr? Ungefähr so sinnvoll und inhaltslos wie der Artikel.

          Also, wenn es zu einem Aufstand der DDR-Kinder gegen die Eltern und Großeltern kommt…was soll’s? Ist in jeder Familie Usus, der rebellische Abnabelungsgedanke von den Eltern und deren Meinungen.

          Leider, und das ist die große Schwäche der Jahn’schen Prognose, hört man landauf, landab nicht von einem rebellischem Aufbegehren ala 1968. Wo also soll der Keim des Ganzen sein?

          Vielleicht meint er, die Kinder müssten mehr noch an den Stasi-Akten interessiert sein?
          Also, ich versteh den Artikel nicht!

          3 LESER-EMPFEHLUNGEN
          • EHR19
          • 28.01.2013 um 0:48 Uhr

          kann ich nur zustimmen. Danke!

          ANTWORT AUF „ARBEITSHYPOTHESE
        2. Dazu wurde er vermutlich ausgesucht.

          • EHR19
          • 28.01.2013 um 1:03 Uhr

          Herr Jahn dazu? Würde mich wirklich interessieren.

          EINE LESER-EMPFEHLUNG
          ANTWORT AUF „HEUTE! ZU NR. 30 !
        3. Ja sicher sollten diese diskutiert werden, einschließlich der Frage, welche bestinformierten ostdeutschen Mitarbeiter der Treuhand für die glatte Abwicklung solcher Geschäfte sorgten, woher sie ihr Wissen hatten und wieviel sie daran verdienten.

          4 LESER-EMPFEHLUNGEN
          ANTWORT AUF „NUNJA,..
          REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
        4. Nachdem unsere Großeltern zumindest wahrscheinlich den
          1.Weltkrieg, vom deutschen Boden aus, miterleben mußten,
          waren unsere Eltern und vielleicht sogar auch nochmal unsere Großeltern, im 2. Weltkrieg mit dabei,
          wie auch immer!
          2 vernichtende Weltkriege waren verloren gegangen.
          Mit all den irrrationalen Begebenheiten.
          Dann kommt die Teilung des Landes, in DDR + BRD.
          Ein traumatisiertes, geteiltes Volk, bis heute.
          Das krieg-Wieder-Gut-Machungs-Gebiet = DDR , als sowjetische
          Besatzungszone erlebte den Krieg wohl irgendwie, weiter.
          Das erlebte oder gelebte Leben, war es zur „Normalität“,
          geworden ?
          Staatsdiener hatten und haben, egal in welchem System, meist eher Vorteile, als Nachteile, im System.

          Sie dienen halt, und dafür wollen sie ganz natürlich,
          auch Macht ausüben.

          Da ist es nicht zwingend entscheident, ob jemand beim Militär dient, oder als Beamter dient, oder in einer öffentlichen z.B. Verwaltung seinen Dienst verrichtet.
          Diese Personen sind halt Staatsdiener.
          Und wenn wir wissen, was unsere Großeltern, und Eltern,
          evt. im Staatsdienst für Aufgaben, sprich Dienste, übernommen haben, können wir evt. besser verstehen, wer wir sind und warum wir so sind, wie wir sind.
          Denn das meiste wird unausgesprochen bleiben, weil es einfach für die meisten, in heutiger Zeit, logischer Weise, nicht nachvollziehbar ist, und bleibt.
          Die Opfer politischer Systeme werden Opfer bleiben,
          so traurig das auch ist.
          Die deutsche Seele wird noch lange,
          mit offenen Wunden leben.

          *******

          1. … Leistung der „Wiedervereinigung“ durch den Herren „Doktor“ Kohl kommen Sie mit sowas: „ostdeutschen Mitarbeiter“? Wieso denn nur die, gab es bei der Treuhand etwa keine „Wessis“? Warum sollten deren „Leistungen“ Ihrer Meinung nach nicht untersucht werden?

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          2. 82. Nur so

            „Wie viele Bürger waren staatstreu, nur ihrer Kinder zuliebe!“
            Habe ich richtig gelesen? Muss es nicht heißen: „ihren Kindern zuliebe“ oder „ìhrer Kinder wegen“? Bitte um Aufklärung.

            • efünf
            • 28.01.2013 um 7:13 Uhr

            „Die Jüngeren haben eine große Chance, sie können an der Vergangenheit ihre Sinne schärfen für die Gegenwart. Es ist wichtig, auch in dieser, unserer heutigen Gesellschaft, die Dinge zu hinterfragen. Das kann man lernen. Man kann lernen, nicht alles zu glauben, was in der Zeitung steht.“

            Der Stasi-Beauftragte Roland Jahn zieht ja bemerkenswerte Parallelen von der DDR zur heutigen Zeit. Die Aufforderung „nicht alles zu glauben, was in der Zeitung steht“ ist ein bemerkenswerter Aufruf, der aufhorchen lässt.

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          3. „Warum sollten deren „Leistungen“ Ihrer Meinung nach nicht untersucht werden?“

            Keine Unterstellungen bitte, lesen Sie’s vielleicht nochmal: „Einschließlich“ heißt nicht „nur“. Also echauffieren Sie sich nicht!

            Natürlich sind uns allen die Treuhand-„Wessis“ und deren (mitunter im Mutterland schon lange nicht mehr kreditwürdige) Partner unvergessen, die kamen, aufkauften, stilllegten, die etwa noch vorhandene Betriebskasse einsackten und ohne zu bezahlen verschwanden (unter vielen anderen: Hartmetall Immelborn, Thüringen, angeblich 10 Millionen DM). Oder die „Sanierer“ die (in wessen Auftrag wohl?) von sieben Metallbetrieben rund um Berlin zuerst die drei stilllegten, die noch schwarze Zahlen schrieben.

            ‚S ist halt nur so, dass diese Geier ihre Beute bei weitem nicht so schnell hätten ausmachen können, wären da nicht ihre wohlinformierten ostdeutschen Partner gewesen, die (vermutlich berufsbedingt) jeden Winkel im Lande kannten.

            Trotzdem will ich nicht pauschalisieren: dies waren sicher nicht alle Treuhand-Mitarbeiter. Auch deshalb sind Untersuchungen dieser Zeit notwendig.

            Im übrigen halte ich, trotz aller Kollateralschäden, die Wiedervereinigung durchaus für historisch. Ohne Gänsefüßchen. Ein allmähliches Zusammenwachsen wäre zwar mir und vielen anderen weitaus lieber gewesen, hatte aber angesichts der damaligen Mehrheiten in der Ex-DDR – und ihrer katastrophalen wirtschaftlichen Lage – keine Chance.

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          4. dass die DDR-Eltern sich für Ihre Zeit im 3. Reich verantworten.
            Insofern geht der Einwand ins Leere.

            Viel spannender wäre übrigens, man stellte Fragen nach der Verfasstheit unserer Gegenwart, da könnte man evtl. für die Zukunft noch was retten. Aber das ist ja nicht Jahns „Job“, so macht er sich heute so schuldig, wie er meint, die anderen seien es gestern geworden.

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          5. Hass beherrscht das Leben in Ungarn und die Gründe

            „Man kann nachweisen, dass die kommunistische Elite überlebte. Früher waren sie ideologisch oben, jetzt sind sie wirtschaftlich oben. …….. 1994, eine wilde Privatisierungswelle, und die alten Parteifunktionäre waren die Nutznießer.
            Da kam in der Tat Hass auf, viele Menschen fragten sich: Dafür haben wir also die Wende gemacht, dass die alten Herrscher die neuen sind?…..Ich kann bis heute viele der jetzigen linken Opposition nicht als Demokraten ansehen.“
            Quelle
            http://www.welt.de/politi…

            Diese linke Opposition, alte Parteifunktionäre haben ihre Glaubwürdigkeit in Ungarn verloren, sie haben gelogen und Betrogen. Die Wahlen in 2010 als logische Folge. Die jetztigen Kritiker an Ungarn waren und sind noch immer blind, solidarisch mit den alten kommunistischen Eliten.

          6. Braucht die Behörde neue Gründe für das Fortbestehen? Oder soll in allen DDR-Bürgern, die gewählt haben ein permanentes Schuldbewußtsein erzeugt werden. Das würde dann den Effekt haben, dass über die DDR nichts mehr erzählt würde oder nur das was in den Schulen oder in diversen Dokumentationen verbreitet wird. Ich stelle jedenfalls bei Gesprächen mit meinen Enkeln fest, dass das, was ihnen offiziell über die DDR vermittelt wird mit der Wirklichkeit der DDR nicht viel zu tun hat. In dem Zusammenhang sei an die permanente Aufforderung erinnert, die Aufklärungsarbeit über die DDR an den Schulen zu verbessern. Dazu paßt die Überschrift des Artikels. Zu wünschen ist, dass viele Jugendliche Fragen über die DDR stellen und diese richtig beantwortet werden. Zu befürchten ist, dass sie nicht nur die von Herrn Jahn gewünschten Fragen stellen.

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            • gw1200
            • 28.01.2013 um 8:06 Uhr
            88. Unsinn

            steht in dem Artikel.
            „Die Eltern und Großeltern wollen oft nicht reden über ihre Leben in der DDR“.
            Ich rede oft und gerne mit jedem über die DDR. Schon allein deshalb, weil in den Medien so ein Haufen Blödsinn geschrieben wird und ein vollkommen verzerrtes Bild vermittelt wird. Es gruselt einem, was die Deutschen im Westen für Vorstellungen über den Alltag bei uns teilweise haben.
            Mit „Ostalgie“ hat das gar nichts zu tun. Der Vergleich mit der Nazizeit und den 68ern wie im Artikel ist auch vollkommen daneben.

            *******

          1. Eine echte Aufarbeitung der DDR-Geschichte und vor allem der Folgen nach der Wiedervereinigung wird es sowieso nicht geben. Dafür besteht seitens gewisser Leute in hohen Positionen auch gar kein Interesse. Es kann doch kein Zufall sein, dass zum Beispiel die Biografie unserer Bundeskanzlerin weitestgehend unter Verschluss ist oder Kohls Stasi-Akten nicht freigegeben werden.

            Was ist mit Personen wie Lothar de Maiziere? Was ist mit den Vorgängen in der Treuhand? Was mit Personenschützern im Kanzleramt, die aus Ex-Stasi Leuten rekrutiert wurden oder den 17.000 Ex-Stasi Leuten, die unter anderem auch beim BKA Unterschlupf fanden?

            Es gibt noch viel zu tun, aber welcher Journalist wird damit anfangen?

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          2. Hier wird doch mal wieder gegen „die Linke“ agiert.Eine Partei die über verhältnismäßig vom Verfassungsschutz überwacht wird.Um auf dem Punkt zu kommen , solange man keine komplette Entnazifizierung der Deutschen Geschichte betreibt sind solche Bundesbeauftragte unglaubwürdig.

            EINE LESER-EMPFEHLUNG
            • _bla_
            • 28.01.2013 um 8:48 Uhr
            91. @59 :

            Immer wenn mich in der U-Bahn oder sonst irgendwo ein Bettler anspricht, oder ich von den Schicksalen arbeitslos gewordener höre, muss ich daran denken: In einem Land ohne Porsches, Prachtvillen und Bananen musste niemand erbärmlich auf der Strasse erfrieren.

            Immer wieder der gleiche Unfug. Die Bettler hat damals nur nicht sichtbar gegeben, weil man als „Asoziale“ und „Arbeitsscheue“ voll in Tradition des dritten Reiches schlicht ins Gefängnis gesteckt hat. Der Elend fand genauso statt, nur halt nicht vor den Augen der Bürger.

            http://www.strassenfeger….

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            ANTWORT AUF „TATSACHENVERDREHUNG
            REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
          3. manche beiträge sollte man wirklich kritischer sehen, genau wie jahn sagt!

            ANTWORT AUF „@59 :
            REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
          4. Ich würde noch hinzufügen, vergleichend, dass die Institutionen, die sich der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit verschrieben haben, sowohl was die Akzeptanz in der Bevölkerung und in der Politik, als auch die Geldmittel betrifft, einer besseren Ausstattung erfreuen durften, als dazumal die Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit zugestanden bekommen hat. Aber vielleicht irre ich mich da auch – ein direkter Vergleich wäre interessant.

            EINE LESER-EMPFEHLUNG
            ANTWORT AUF „WAHL-THEATER 1. AKT?
            REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
          5. Der Herr Jahn hat einen Job – und den muss er als wichtig und immer wichtiger werdend darstellen. Aktive Arbeitsplatzsicherung nennt man das, was in Zeiten klammer Staatsfinanzen und sicher sehr wichtig ist…

            Es geht ihm sicher nicht darum, was ich meinen Kindern über meine DDR-Zeit erzähle. Übrigens wurde schon 1990 festgestellt, dass die DDR von 16 Millionen Widerstandskämpfern bevölkert war.

            Und über Dinge, für die man sich inzwischen schämt, spricht nun mal keiner gern (Joschka Fischer hat auch nicht als Staatsmann angefangen).

            EINE LESER-EMPFEHLUNG
            REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
          6. Eigentlich, wenn man nicht gerade in oppositionellen Kreisen aufgewachsen ist, sondern seinen ’normalen‘ DDR-Alltag gelebt hat, wie sollte man zu abweichenden Informationen gelangen? Wie diese Informationen einordnen, kritisch hinterfragen. Weil eine Information vom gängigen Schema abweicht, ist sie ja deshalb noch nicht wahrheitsreicher.
            Bei mir war es sogesehen auch nur purer Zufall, dass ich 89 nicht in der Sauna saß, sondern auf der Straße und dann im Gewahrsam war.
            Die Medien spielen wirklich eine enorme Rolle, genauso, wie das davon abseitige sich-informieren.
            Wenn man die Meldungen und Kommentare zu dem Syrienkonflikten hier auf ZO hinzuzieht, sieht man ja, wie aufwendig es teilweise auch im heutigen Informationszeitalter ist, an verlässliche Informationen zu gelangen, auf deren Grundlage man eigene Entscheidungen trifft.

            Grundsätzlich begrüße ich Jahns Worte aber insofern, dass er, wie ich finde, eher eine Einladung ausspricht, als anzuklagen.
            Was fehlt, ist im Prinzip, zu belegen, warum das wählen-gehen nun als Täterbeschreibung gelten soll.

            REDAKTIONS-EMPFEHLUNG | EINE LESER-EMPFEHLUNG
            ANTWORT AUF „ICH GLAUBE,
          7. Herr Jahn geht von einer wohl falschen Vorraussetzung aus:

            Er hofft unterschwellig, nein er ist überzeugt davon, dass sich mit dieser Fragestellung und den darauf erfolgenden Antworten die DDR und das Leben in der DDR als Ganzes sich letztlich so darstellt, wie ER es erlebte.

            Doch das wird nicht passieren, die Antworten werden ein Facettenbild ergeben. Es werden sogar einige -und sei es aus Verdrängungsgründen- ihr Leben doch recht gut finden bzw. darstellen.

            Was macht er mit diesen Antworten? Sortiert er sie aus? Stellt er dann diese Eltern unter Generalverdacht? Schlimmer noch: ihre Kinder, die diese Antworten weitertragen,gleich mit?

            Ich glaube, er wird es tun. Wer selbst seiner Mutter vorwirft, zur Wahl gegangen zu sein und damit *Systemnähe bewiesen* zu haben, wird wohl jedem etwas vorwerfen können, und sei es, dass er in einem *sozialistischem Betrieb* seiner Arbeit nachging.

            Wirklich Verantwortliche, die richtigen Verbrecher, wird er nicht identfizieren können. Aber Eines erreicht man: Misstrauen.

            ******

            1. Zitat: „…Es geht ihm sicher nicht darum, was ich meinen Kindern über meine DDR-Zeit erzähle….“

              Warum? Haben Sie was zu verbergen?

              Zitat Wikipedia: „…In den Jahren 1975 bis 1977 erreichte das IM-Netz mit jeweils über 200.000 Mitarbeitern seine größte Ausdehnung. Das Einführen einer veränderten IM-Richtlinie mit dem Ziel der weiteren Professionalisierung führte Ende der 1970er Jahre zu einer leicht sinkenden Anzahl von zuletzt 173.081 Inoffiziellen Mitarbeitern (Stand: 31. Dezember 1988, ohne HV A). Im Laufe seiner Existenz führte das MfS rund 624.000 Menschen als Inoffizielle Mitarbeiter….“

              Offizielle Stasi-Mitarbeiter in der DDR: rund 90.000

              Ich finde, bei diesen Zahlen besteht echter Aufklärungsbedarf.

              EINE LESER-EMPFEHLUNG
              ANTWORT AUF „IST DOCH MENSCHLICH…
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              • _bla_
              • 28.01.2013 um 9:26 Uhr
              98. @ 92:

              manche beiträge sollte man wirklich kritischer sehen, genau wie jahn sagt!

              Wenn Sie irgendwelche Belege dafür haben, das das Geschilderte nicht zutrifft, immer raus damit. Ansonsten sehe ich ihren Beitrag als hilflosen Versuchen diffuse Zweifel an unbequemen Fakten zu schüren, ohne das Sie tatsächlich irgendetwas ernstzunehmendes in der Hand hätten, welches diese Zweifel begründet.

              Wobei es schon interessant ist, dass Sie die „Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ offenbar für ein Sprachohr der Regierung halten. Es scheint vielen ehemaligen Bewohner von totalitären Staaten schwer zu fallen, zu begreifen, das Staatswesen auch anders funktionieren kann und funktioniert.

              3 LESER-EMPFEHLUNGEN
              • drusus
              • 28.01.2013 um 9:46 Uhr

              Aber es ist auch eine historische Tatsache, dass nicht Herr Kohl die Wiedervereinigung „gemacht“ hat, sondern die Menschen der ehemaligen DDR, die die Voraussetzungen schafften.
              Und es ist auch eine Tatsache, dass Mitarbeiter der Treuhand selbst bei schwersten Rechtsverletzungen von der Rechtsverfolgung ausgenommen wurden und werden.
              Und das „Volkseigentum“ wie z.B. Immobilien (nicht nur die) verhökert wurden.

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            2. meinen Sie?

            3. ANTWORT AUF „HERR KOHL
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              • drusus
              • 28.01.2013 um 9:58 Uhr
              102. Rohwedder

              Das wollte ich gerade nachlegen. Das Attentat auf Rohwedder wird der RAF zugeordnet.

            4. 103. Fragt!

              Fragt Eure Großeltern, was sie in der Nazizeit für eine Rolle spielten.
              Fragt Eure Eltern, welche Rolle sie in der DDR Diktatur spielten.

              Überlegt Euch Antworten, wenn Euch EURE Kinder fragen, was ihr gegen die Zerstörung und Ausbeutung der Welt unternommen habt, oder ob ihr „nur“ mitgemacht habt und gar nicht gewußt habt, was das Wirtschasftssystem das auf ständig wachsenden Konsum angwiesen ist, angerichtet hat.

              Was sagt Ihr Euren Enkelkindern, wenn Sie fragen, warum ihr das ganze Erdöl das für ganz viele Dinge wichtig wäre, verbrannt habt? Warum ihr Schweine mit Antibiotika voll gspritzt habt und heute keine Antibiotika mehr wirken?

            5. erfolgte auch die Stasi-Aufarbeitung gefiltert nach gewissen politisch/ökonomischen Vorgaben: 1946 gab es z.Bsp. den kommunistischen Landrat von Gross-Gerau Hamann, der öffentlich eine Entnazifizierung der Opel-Manager anregte. Dass er daraufhin in Dachau landete (das inzwischen von den Amerikanern betrieben wurde), könnte damit zu tun haben, dass Opel schon damals eine GM-Tocher war – Pointe: er war gerade 1945 nach 8 Jahren aus Dachau befreit worden…
              Solche Geschichten fallen einem natürlich auch zur Stasi-Aufarbeitung ein – Schalck-Golodkowski, IM Erika, etc.

                • _bla_
                • 28.01.2013 um 10:05 Uhr
                105. @ 96:

                Ich denke sie verfolgen eine zu einfach gestrickte Idee von Herr Jahns Zielen. Das viele Bürger im Großen und Ganzen mit ihrem Leben in der DDR recht zufrieden sein werden, das dürfte Herr Jahn wohl bewusst sein. Herr Jahn wird sich auch der Verdrängung durchaus klar sein, aber gerade deshalb fordert er doch die Kinder auf nachzufragen. Herr Jahn will eben nicht, das die Auseinandersetzung um die DDR nur von Ewiggestrigen und den DDR Oppositionellen geführt wird.

                Und natürlich sind dort auch Schilderungen interessant, warum man trotz faktischer Bedeutungslosigkeit dennoch zur Wahl gegangen ist.

                Misstrauen nicht dadurch gesät, in dem man unbequeme Mitläuferschaft erwähnt, sondern in dem man so tut, als ob sie zum Führen eines halbwegs normalen Lebens nicht notwendig gewesen wäre. Das eindeutig faktisch falsch und wer es trotzdem versucht, der sät erst das Misstrauen, weil er eindeutig schön redet und verschweigt. Er spielt so den Ewiggestrigen in die Tasche, die als alternative Auflösung dieses Misstrauen Misstrauen gegen die seriöse Geschichtsforschung anzubieten haben und ein Bild des Arbeiter- und Bauernsozialparadieses anbieten. Wer sich gerne so betrügen will kann das machen, wer es nicht will könnte auch einfach mal ein ruhiges Gespräch mit den Eltern führen und dabei ihnen klarmachen, das es nur um ein Verständnis der Situation geht und nicht um die Verurteilung aus der Situation verständlicher Mitläuferschaft.

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              1. Als ob die Menschen damals alles in der DDR „freiwillig“ gemacht haben und jetzt gefälligst drüber reden sollen.

                Die Menschen fühlen sich schuldig, weil sie gezwungen wurden! Ich habe mit meiner Großtante darüber gesprochen, die mir versicherte „Hätte ich die Wahl gehabt, ich hätte es nicht gemacht – aber wer hat schon die Wahl in der DDR?“

                Hier wird jetzt wieder so getan, als hätte noch keiner versucht aufzuklären, aber manchmal (JETZT zum Beispiel) sollte man mal nach vorn gucken und sich fragen, wie man den Osten wieder aufbauen kann – trotz brauner Flecken und viel Arbeitslosigkeit!

                EINE LESER-EMPFEHLUNG
              2. Zitat: „…Aber es ist auch eine historische Tatsache, dass nicht Herr Kohl die Wiedervereinigung „gemacht“ hat, sondern die Menschen der ehemaligen DDR, die die Voraussetzungen schafften….“

                Bei allem Verständnis: Weder Kohl, noch die Bürgerrechtsbewegungen der DDR haben die Wiedervereinigung möglich gemacht, sondern einzig und allein Gorbatschow.

                Im Grunde genommen wollten die Bürgerrechtsbewegungen der noch nicht einmal die „Abschaffung“ der DDR sondern lediglich eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation sowie Reise- und Meinungsfreiheit. Dies wird aber auch ganz gerne vergessen.

                ich sehe heute noch die Schilder der Protestierenden auf denen stand: „Helmut Kohl, führe uns in den Wohlstand!“

                Ich als Wessi hätte eher ein „Helmut Kohl, führe uns in die Freiheit!“ erwartet

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                ANTWORT AUF „HERR KOHL
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              3. 108. ja! 98 !

                irgendetwas ernstzunehmendes in der Hand hätten,….“

                über 30 jahre ddr erfahrung !
                und wollte auch mal rüber, leider hat es nicht geklappt!

                und noch eins :
                wahr ist doch auch, daß sich „bürgerrechtler“ (heute haben das viele vergessen) freuen wenn sie orden von herrn tillich bekommen!
                und keiner regt sich auf, was diese person früher gemacht hatte.
                vertuschung pur !

                und noch eins zur aufarbeitung :

                wann wird endlich die Generalfedmar..Kaserne Rommel umbenannt ?

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              4. Als Sie diese Schilder gesehen haben, hatten sich die DDR-Bürger schon selbst befreit (unter Duldung Gorbatschows). So viel Freiheit wie 1990 gab´s weder vorher noch nachher…

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                ANTWORT AUF „WIEDERVEREINIGUNG
              5. Gestern hörte ich kurz Radio und da war ein Interview einer Holocaustüberlebenden. Sie beschrieb in einem kleinen Abriss ihre Odyssee nach der Befreiung aus dem KZ und den Weg, den sie durch Israel ging. Dort war, so kam es in dem Bericht rüber, letztlich nur 1 Organisation (ich denke, es gibt sicherlich mehr), die die Überlebenden des Holocaust in ihrem besonderen Befinden aufnahmen und akzeptierten.
                Das ist schwierig nachvollziehbar. Zeigt aber doch auch die unterschiedlichsten Lebenswirklichkeiten, die zeitgleich im Universum stattfinden. Und besonders markant finde ich diesen Einblick, da Israel, zumindest hier in Deutschland, auch als Land für die überlebenden und vertriebenen Juden der Nazidiktaturen gilt. Aber der Lebensalltag in Israel viele andere Geschichten zugleich erzählt, obwohl es eine politische Richtlinie zugunsten eben dieser Opfer gibt.
                Mir kommt immer wieder in den Sinn die Frage, ob Dissidenten, Oppositionelle überhaupt in einem System beliebt sind. Ich meine, ob diejenigen, die mithalfen ein System zu Fall zu bringen, überhaupt in dem nachfolgenden System, sofern sie es nicht vom ersten Stein mitaufbauen, akzeptiert werden. Ist von ihnen nicht dauernd ein kritischer Blick zu erwarten, der auch im Nachfolgesystem nicht erwünscht sein kann?

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              6. Wieviele Widerstandskämpfer fanden denn in der DDR und in der BRD öffentliche Anerkennung und eine positive Stellung im System? Und auch jetzt, wieviele der DDR-Oppositionellen haben an der Wende mitprosperieren können, also auch Früchte ihrer Bemühungen ernten können. Obwohl erstmal gewusst werden müsste, was ihnen wichtig war. Vielleicht reichte es vielen schon, dass sie ungestraft und ohne Angst ihre Meinung auf Flugblättern gedruckt und verbreitet fanden, das sie in die Welt reisen konnten (sofern das Geld vorhanden) usw.
                Wieviele wollten denn an einem wirklich neuen Mittelweg zwischen DDR und BRD arbeiten?
                Diese Themen, abseits der von Jahn geforderten Aufarbeitung der Alltäglichkeit, fehlen mir in der öffentlichen Diskussion und Jahn spricht sie nicht an oder nur in Sonderredebeiträgen irgendwo in einem Festsaal.

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              7. öffentliche Anerkennung?“
                Das lässt sich inzwischen ganz gut sagen: eigentlich nur die, die der Gruppe Ulbricht in den Kram passten. Ehemalige KZ-Häftlinge wie Bruno Apitz bekamen zwar kein Berufsverbot wie Reimann im Westen und wurden „geehrt“, aber ihre Erinnerungen ungefiltert einfach so aufschreiben durfte auch Apitz nicht (siehe Nackt unter Wölfen). Sein Mithäftling Axen sass im SED-Politbüro, aber der hatte sich auch bei der Medien-GLeichschaltung nützlich gemacht.
                Dazwischen gab es noch ein paar Exoten, die einfach zu berühmt waren um sie völlig kaltzustellen, alte Spanien-Kämpfer wie Ernst Busch (der wurde Alkoholiker)

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                  • um 11:34 Uhr

                  …da gibt es grade bei einestages im Spiegel-online hervorragende Beispiele, wie vorwitzig die Bewußten immer ganz frech aus dem Auto geguckt haben, wenn sie wieder drin waren.
                  Nichts für ungut, aber langsam kann ich es auch nicht mehr hören.

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                  ANTWORT AUF „FEIGE OSTDEUTSCHE
                1. „Euer Job. Machts mal klar und transparent für alle. Meines Wissen konnte man in der DDR nur dann zu wiss. Ehren = akad. Grad = Dr. kommen wenn man ein SUPERASS oder sehr Linientreu war.“
                  …tja, hier irrt @Sikasuu.

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                2. Man mußte allerdings von seinem Fach etwas verstehen und nur abschreiben reichte eben nicht.
                  Ich nehme hier jetzt mal alle aus, die in „Marxismus / Leninismus“ promivierten, da kenne ich mich nicht aus, da müssen Sie dann wohl eher die Damen und Herren von der Linkspartei befragen.
                  Man konnte jedenfalls auch promovieren, wenn man NICHT in der Partei war und NICHT gespitzelt hat.
                  Ich weiß es genau.

                  2 LESER-EMPFEHLUNGEN
                  ANTWORT AUF „IHRES WISSENS…
                  REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
                3. 116. […]

                  Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

                  • HeidiS
                  • 28.01.2013 um 12:20 Uhr

                  die Angst vor Bautzen war zu groß – viele von denen, die blieben, arrangierten sich, machten vielleicht sogar Karriere. Nach dern Wende wollten sie von nichts gewusst haben, wurden mit Immobilien (SED-Kontakte) sowie auch mit einem guten Posten belohnt. Zu DDR-Zeiten: „Ich könnte niemals im im Kapitalismus als Lehrer arbeiten.“ Nach der Wende: Rektorenstelle samt Pension.
                  http://www.leselupe.de/lw…

                  ANTWORT AUF „HANDELTE ICH RICHTIG ?
                4. 2 LESER-EMPFEHLUNGEN
                5. Für die Antwort auf die Frage, welche sie da unseren Kindern in den Mund legen, stehe ich schon lange bereit und immer öfter rede und Antwort. Nur dass ich nicht mit dem Wunsch nach Vergebung und Schuldeingeständnissen hausieren gehe. Nein. Meine Antwort beinhalten und fußen in der Regel auf den Schlußfolgerungen, welche ich aus meinem bisherigen Leben für mein künftiges zog und ziehe. Deren Herkunft und den Prozess ihres Gestalt Annehmens schildere ich und werde ich schildern. Dabei kann ich den Kopf oben beghalten und meinem Sohn in die Augen sehen. Wofür rechtfertigen und vor wem!? Erklären gern – mir und ihm.
                  Und ich vertraue darauf, dass er die Worte versteht: „Leben ist das, was wir davon erzählen“ (Gabriel Garcia Marquez) und nicht das, was z.B. Sie ihm über meins erzählen und glauben machen wollen.

                  3 LESER-EMPFEHLUNGEN
                  • caratd
                  • 28.01.2013 um 12:58 Uhr

                  In Ihrer Quelle heißt es weiter: „1987(!) warnten sie die chilenischen Regierungsstellen, …“
                  (Generalbundesanwalt Ludwig Martin wurde 1974 pensioniert und feierte 2009 seinen 100. Geburtstag. Prof. Lothar Bossle starb 2000 im Alter von 71 Jahren.)

                  Wie Sie nun ebenfalls aus Ihrer Quelle entnehmen können, sieht die gesellschaftliche Positionierung der IGFM heute, also über 20 Jahre später, so aus:

                  „Mitglieder verschiedener Parteien arbeiten in der IGFM mit. An einem 2007 initiierten Patenschaftsprogramm für (inzwischen erfolgreich freigekommene) politische Gefangene in Kuba beteiligten sich 39 Mitglieder von Landtagen, des Bundestags und des Europaparlaments aus den Parteien CDU, CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/Grüne.“
                  http://de.wikipedia.org/w…

                  Es wundert mich ein wenig, daß Sie diese aktuelle Positionierung der IGFM, die ja der Datierung meines Links in #56 entspricht, hier verschweigen (doch nicht wegen Kuba?) und 22 Jahre zurückliegende Ereignisse in diesem Zusammenhang hingegen für erwähnenswert halten.

                  Die Relativierungen von DDR-Unrecht sind zahlreich. Erich Mielke leitete operative Maßnahmen gegen die IGFM ein, linke Gruppierungen zerstörten Kirchentagsstände, bei denen das Unrecht benannt wird (steht auch alles in Ihrer Quelle) oder es sind schlicht relativierende Beiträge wie #52, auf den mein Beitrag #56 als Antwort zu verstehen war.

                  1. 121. @106.

                    dazu hab ich ein kleines Schmankerl:

                    http://stocksonwallstreet…

                    zu deutsch:

                    ja, der Planet wurde zerstört.
                    aber für einen schönen Moment der Geschichte schufen wir eine Menge an Aktionärsvermögen…

                    Zu Herrn Jahn selbst nur soviel:
                    Es ist schade, auf solch perfide Art für seine Daseinsberechtigung kämpfen zu müssen.
                    Noch trauriger finde ich es allerdings, dass eine Person mit diesem Ansatz (jeder, der wählen ging, war Täter), der Behörde vorsteht, die diese 40 Jahre Vergangenheit aufarbeiten soll.
                    Es würde mich nicht wundern, wenn er entsprechend dieses Gustos auch dem Herrn Bundespräsidenten einige Fragen stellen müsste.

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                    ANTWORT AUF „FRAGT!
                    • Mika B
                    • 28.01.2013 um 13:40 Uhr

                    für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Roland Jahn sich nach über 20 J auch für die Öffnung der Unterlagen der Bundesdeutschen Sicherheitsdienste in gleicher Weise stark machen würde, um die gemeisame Geschichte im Kalten Krieg vollständig Aufarbeiten zu können.
                    Es wäre sicher auch für viele „Bundesbürger“ interessannt ihre Akten über diese Zeit lesen zu dürfen?
                    Dann könnte die Behörde gesamtdeutsch Weiterbestehen für alle staatlichen Unterlagen zur vollständigen Bürgereinsicht nach einer gewissen Zeit, hier könnte gerade Deutschland mit seiner Geschichte ein gutes Beispiel geben.

                    Den Filmemachern und Medien würde ich aber Raten die DDR Vergangenheit nicht nur auf das „Stasiunrecht“ zu reduzieren, sie war in 40 Jahren durchaus Vielfältiger geprägt, es kann nicht sein das es obligatorisch wird das jeder Film über die DDR zum Stasi Film wird wie es keinen Film über das 3. Reich mehr ohne Judenverfolgung geben kann.
                    Zudem gibt es einen großen Unterschied zum 3. Reich, die DDR Bürger haben sich selbst davon Befreit und können darauf immernoch Stolz sein.

                    2 LESER-EMPFEHLUNGEN
                  2. ich habe in diesem unseren Lande (BRD) BWL studiert, und sehrwohl wurden dort auch Marx’sche Theorien erwähnt, ähnliches weiß ich von amerikanischen Universitäten wie Harvard.
                    Mir wäre es auch neu, wenn man Marx’sche Gesellschaftstheorien in den Sozialwissenschaften oder der Philisophie unter den Tisch fallen ließe.
                    Wer sollte einem hier also verbieten, darüber zu promovieren?

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                  3. Da hat der Herr Machowiecz (und nicht Roland Jahn, wie hier viele glauben) aber ein schönes Aufreger-Artikelchen produziert!
                    Leider entbehrt es jeder historischen Sachkenntnis. Ohne ein wie auch immer zu verstehendes „1968“ hätte es ein „1989“ in der DDR niemals gegeben. Denn die „friedliche Revolution“ wurde ja gerade von jenen Leuten durchgeführt, deren Schweigen er heute beklagt. Die hatten sich also bereits damals mit ihrer „Rolle im System“ auseinandergesetzt – und haben die Konsequenzen gezogen: mit ihren Demonstrationen, die zum Sturz der SED führten.
                    Wenn sie heute schweigen, hängt das vor allem damit zusammen, dass sie 1989/90 von Kohl & Co. massiv getäuscht worden sind.

                    Warum die DDR so lange existiert hat? Die Antwort ist doch denkbar einfach: Weil die Sowjetunion das so wollte. In der DDR standen 400.000 Mann sowjetischer Truppen. Die „Mutigen“ von heute sollen doch mal sagen, wie sie gegen deren Panzer vorgegangen wären.
                    Es gibt noch einen anderen Grund: die Haltung der Westmächte. Frankreich, England, Italien und – mit Abstrichen – auch die USA waren mit der deutschen Teilung doch sehr einverstanden. Die war aber nur mit Mauer und Stasi zu haben. Leider hatten diese Länder gute Gründe für ihre Haltung.

                    So fällt am Ende die historische Schuld doch wieder auf diejenigen zurück, die sich heute als moralische Weltpolizei aufführen: die deutschen Mittelstandsbürger. Die haben schließlich Hitler an die Macht gebracht. Und damit hat das Elend angefangen.

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                  4. 125. @122.

                    nunja, ich war zwar zur Wende gerade einmal 15 Jahre alt, aber die Serien aus DDR-Zeiten, die aktuell immer mal wieder von MDR oder RBB ausgestrahlt werden, zeigen für mich genau die Form des Alltagslebens, wie ich es in meiner eigenen Erinnerung erlebt habe.

                    ich weiß immer nicht, aber mir scheint, dass zumindest zum Ende hin, die Menschen, die den Mund aufmachten, definitiv in Mengen vorhanden waren, und trotzdem keinen Repressalien unterworfen waren (zumindest nicht, dass ich wüsste).
                    Nehmen wir einen Gerhard Schöne mit
                    „Tagebuch“
                    …In Geschichte hat neulich die Drechslern gefragt,
                    ob wir uns für’n offenes Gespräch interessieren,
                    ob uns vielleicht irgendwas auf den Nägeln brennt.
                    Darüber könnte man ja dann diskutieren.
                    Ich hab sie gefragt, warum das so schwer ist
                    mit Reisen, zum Beispiel mal nach Paris.
                    Da faucht die mich an, ich soll nicht provoziern
                    und gab mir ´nen Eintrag, das fand ich echt fies.
                    Dabei gibt’s in der Klasse fast keine wie mich,
                    die so auf den Sozialismus schwört.
                    Doch ich finde, dass man über alles reden muss,
                    was einem nicht klar ist oder was einen stört.
                    Auch Marx fand, dass Zweifeln eine Tugend ist
                    doch die Drechslern will nur Disziplin.
                    Bloß, wenn alle so tun, als sei alles schon klar,
                    ich frag mich: Wo komm wir dann hin?“

                    oder FDJ-Nachmittage an der Schule, wo sehrwohl sehr offen kritisch – auch systemkritisch gesprochen wurde.

                    Man denke an die Einrichtung des Senders Elf99, etc.
                    die Zeit davor war leider nicht meine Zeit.

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                    ANTWORT AUF „ABER HANS OLAF,
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                  5. In dieser Fassung werden Ihnen Winston Smith, Erich und Margot Honecker, Josef G., Freiherr von Münchhausen und viele andere sicher von Herzen zustimmen.
                    Oder meinten Sie:
                    „Leben ist das, was wir und andere wahrheitsgemäß davon erzählen“?

                  6. Ich glaube auch, dass es sinnvoller wäre, die DDR-Zeit in verschiedene Teilgeschichten einzuteilen. Viele, die gerade mal 10 Jahre älter sind, erzählen von einer anderen DDR als ich sie erlebt habe, von mehr Repressalien, von mehr Druck usw. Als so junge Bürger dieses Staates, kann man sich das manchmal gar nicht so vorstellen, wie das Zeitgefühl vor 1980 so war. Aber das es in dieser Zeit eine Veränderung gab, die ein gewisses Gefühl von – na, man konnte doch dies und jenes ansprechen, eine doch recht ausgepägte alternative Jugendkultur usw. – sollte auch in die historische Beschreibung, auch in solchen ’nebenbei-Artikeln‘ von Medien durchaus einfließen.

                    ANTWORT AUF „@122.
                  7. Und (wie konnte ich sie bloß vergessen?) auch 200.000 Ex-Tschekisten werden diesen Sinnspruch zur gefälligen Weiterverwendung notieren.

                    1. weiterhin für „erwähnenswert“ halten, sehe ich keinen Grund das anders zu sehen – besonders wenn dessen „bewährte Freunde“ hier als Kronzeugen aufgeführt werden

                    2. Und eine gewisse Empathie für die Entscheidungen der Eltern, die sie damals getroffen haben.

                      Ich muss denen nichts „klarmachen“. Sie wussten schon, warum sie was taten. Mein Vater hat mir u. a. gesagt: „lass Dich blos nicht in die Partei drücken!“ „Und Du?“ „Ich hätte sonst diese Arbeit nicht…würde es aber wohl nicht wieder tun.“

                      Wissen Sie, den Satz „Zu erkennen, dass man Mitschuld trägt, ist ein schwieriger Prozess. Gerade für den normalen Bürger – für den, der die DDR vielleicht sogar kritisch sah, der Westfernsehen guckte, der manchmal die Faust in der Tasche ballte. Der aber trotzdem Mitläufer war.“ zu sagen, passt nur zu einem immerwährenden Oppositionellen, dennoch entlarvt er ihn aber auch.

                      Jahn darf ihn wohl sagen -er hat als politischer Gefangener in DDR *gesessen*. Er muss sich diesem Verdacht der Mitläuferschaft NICHT aussetzen. Jeder andere ist aber nach seiner Sicht per se verdächtig, mehr noch, er ist schuldig. Es wird ihm allenfalls zugestanden, über das Maß der Schuld zu debattieren. Freispruch ist nicht.

                      Das mag so in Ordnung sein. Doch wenn es in Ordnung ist, sollten wir uns vergegenwärtigen, dass auch wir wieder feste dabei sind, Schuld bzw. Verantwortung für das, was wir tun oder nicht, auf uns zu laden. Denn in einer ideologiefreien Gesellschaft leben wir auch heute nicht.

                      2 LESER-EMPFEHLUNGEN
                      ANTWORT AUF „@ 96:
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                    3. 131. Teil II

                      Fazit: Ich glaube, dass Jahn etwas herbeiredet, was es so gar nicht gibt: „Nur die offene Auseinandersetzung kann einen unversöhnlichen Zusammenprall der Generationen verhindern.“

                      Warum er mit seinen Eltern nicht reden konnte, weiss ich nicht. Ich habe mit meinen immer offen reden können -und meine Kinder mit mir. Und das hat meine Skepsis geschult und mir generell eine kritische Betrachtungsweise erhalten.
                      Das macht das Leben aber nicht leichter. Die DDR ist Vergangenheit, ich persönlich bin darüber nicht unglücklich. Auseinandersetzungen ala 68-er ÜBER DIE DDR sind wohl nicht zu erwarten. Der Muff von 40 Jahren ist längst von einer Brise 4711 verweht -und die überdeckt gleich paar andere unangenehme Gerüche mit.

                    4. Ich wollte eigentlich B.Brecht, aus den Flüchtlingsgesprächen, zitieren:
                      „Eine halbwegs komplette Kenntnis des Marxsismus kostet heut, wie mir ein Kollege versichert hat, zwanzig bis fünfundzwanzig Tausend Goldmark und das ist dann ohne die Schikanen. Darunter kriegen sie nichts Richtiges,höchstens so einen minderwertigen ohne Hegel oder wo der Ricardo fehlt. Mein Kollege rechnet übrigens nur die Kosten für die Bücher, die Hochschulgebühren und die Arbeitsstunden und nicht was ihnen entgeht durch Schwierigkeiten in ihrer Karriere und gelegentliche Inhaftierung….“
                      Brecht erwähnte damals, als er das schrieb, nicht, daß unter den ‚gelegentlichen Schwierigkeiten‘ auch ’nichtökonomische Zwänge wie Schauprozesse und Erschießungspeletons, langjährige Lagerhaft und Emigration zu verstehen waren, von Parteiausschlüssen, beruflicher Degradierung, Lehrverboten usw. ganz zu schweigen.

                      Promotion in ‚Marxismus/Leninismus‘, wie Sie schreiben, war in der DDR auch nicht einfach (ich nenne nur die Schwierigkeiten der Hoschschullehrer E.Bloch, H.Mayer, R.Havemann, J.Kuczynski), darum gibt es heute auch kaum noch Marxisten. Oder wollen Sie bewußt auf ihre Karriere als studierter BWL-Mann verzichten?

                      EINE LESER-EMPFEHLUNG
                      ANTWORT AUF „ABER HANS OLAF,
                    5. ohne die nukleare Abschreckung…was meinen sie wie weit Stalin und Nachfolger marschiert wären?
                      Vergessen sie auch nicht die Beteiligung der Volksarmee bei der Niederschlagung der Aufstände in (?Ungarn) und Tschechoslowakei.
                      Ich frage mich manchmal, wenn die Wehrmacht bereits 1943 kapituliert hätte, wären viele Menschen zunächst von Tod, Leid, Vertreibung und Vergewaltigung verschont geblieben. Stalin wäre dann wohl bis zum Atlantik marschiert (die französischen Kommunisten hätten ihn begeistert empfangen). Die Invasion hätte nie stattgefunden. Die deutsche Teilung hätte es nicht gegeben. Dafür hätten wir unser Frühstück mit Hammer und Sichel einnehmen müssen und manche von uns wären in einem von den 1000 Straflagern in dem GULAG System gelandet.
                      Ob wir heute immer noch kommunistisch wären? Ich glaube, vielen ist das gar nicht bewusst, was da eigentlich alles auf deutschen Rücken ausgetragen wurde?
                      Jetzt sind wir wenigstens wieder teilsouverän und freuen uns über volle Kühlschränke und Dschungelcamp.

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                      ANTWORT AUF „TROTZALLEM
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                    6. Vieleicht schrumpft deshalb die Wahlbeteiligung heute so dramatisch? Unsere Politikeliten freuen sich ja schon über eine Wahlbeteiligung von 50%.

                      • caratd
                      • 28.01.2013 um 16:12 Uhr

                      denn Sie hatten die IGFM thematisiert (#70), es ging nicht um das Unrecht in Chile.

                      Bzgl. der IGFM ist es Ihr gutes Recht, über 20 Jahre Geschichte zu ignorieren und zu suggerieren, Verstorbene hätten ihre Einstellungen an die heutigen Verantwortlichen weitergegeben – an wen eigentlich genau? Für diese dunkle Andeutung – eine Methode zur Diskreditierung derer, die DDR-Unrecht benennen – werden Sie keinen einzigen konkreten Beleg liefern können. Das ist Ihnen auch klar, Sie müßten sonst nicht auf die heutigen Chilenen ausweichen.

                      Es steht Ihnen weiterhin frei zu ignorieren, daß die gesamte Parteienlandschaft Ihre Meinung nicht teilt und hier sogar Patenschaftsprogramme unterstützt – Landtage, Bundestag, Europaparlament, von CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne.

                      „Mitglieder verschiedener Parteien arbeiten in der IGFM mit. An einem 2007 initiierten Patenschaftsprogramm für (inzwischen erfolgreich freigekommene) politische Gefangene in Kuba beteiligten sich 39 Mitglieder von Landtagen, des Bundestags und des Europaparlaments aus den Parteien CDU, CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/Grüne.“
                      http://de.wikipedia.org/w…

                      Außer natürlich die SED-Nachfolgepartei die LINKE … Tja.

                      Zum DDR-Unrecht und der LINKEN:
                      http://www.igfm.de/filead…

                    7. Sie beschreiben sehr schön den Unterschied zwischen Moralethik und Verantwortungsethik.

                      Es ist eben doch ein riesengroßer Unterschied aus einem Moralempfinden eine bloße (Empörungs-)Haltung abzuleiten als dann wirklich die Veränderung der Verhältnisse in die Hand zu nehmen und an tatsächlichen Ergebnissen und reellen Verläufen gemessen zu werden.

                      Letzteres setzt nicht zuletzt eine nachhaltige unverklärte Wahrnehmung der Realität voraus, die manch einer nicht wahrhaben will… Auf diese Weise kommen Moralethiker doch recht schnell an ihre Grenzen.

                      ANTWORT AUF „KALKULIERTE AUFREGUNG
                    1. Die NVA war nicht bei deren Niederschlagung dabei. Ungarn sowieso nicht, und Tschechei auch nicht – allerdings sehr zum Missfallen Ulbrichts, der schon z. B. in Plauen Panzerverbände in Alarmbereitschaft versetzen lassen hatte, die waren schon in die sog. Dezentralisierungsräume ausgerückt.

                      Auch andere Gerüchte sind nicht verifizierbar, so soll z. B. zur Sicherstellung der sowj. Truppen ein Feldflugplatz gebaut worden sein.
                      Fotos von Fahrzeugen, bei denen die Hoheitszeichen unkenntlich gemacht und durch einem weissen senkrechten balken neben einem weisen Punkt ersetzt wurden, sind nicht lokalisierbar.
                      Alles in allem meine ich, es hätten sich längst Leute gefunden, die dazu belastbare Aussagen machen könnten.

                      ANTWORT AUF „DANK DER ATOMBOMBE…
                    2. Nur die Wichtung ändert sich.
                      Kann die Selbstgerechtigkeit von Leuten wie Jahn oder manchen Kommentatoren nicht mehr hören. Leute die Bilder als Stalin-Hitler von sich versenden, noch besser, in der Öffentlichkeit DDR Fahnen verbrennen und Haßreden auf die Obrigkeiten halten, das sind in meinen Augen keine Widerstandskämpfer sondern Idi… Da war ganz klar, dass man in den Knast kommt; vielleicht sollte/konnte es für eine Abschiebung/Freikauf reichen; Widerstand bedeutet aber doch, Änderungen im Land herbeiführen zu wollen?!
                      Dafür kenne ich anerkannte und entschädigte „Widerständler“, welche z.B. für Zollvergehen verurteilt wurden, sprich illegal mit Westprodukten gehandelt haben; natürlich wurden da überzogene Urteile gefällt – aber Widerstand?
                      Ein Vergleich mit 3.Reich stellt sich schon aus dem unterschiedlichen Ende nicht; wobei Ereignisse Ursprung in der Geschichte haben.
                      Anekdote von meiner Frau: (linker) Westbesuch hat immer „pst“ gemacht wenn sie kritisch über die DDR gesprochen hat, wenn einem da nicht Berufsverbot und schlimmeres in der damaligen BRD einfällt – das ist z.B. bisher weder rehabilitiert noch aufgearbeitet.
                      Ich falle daher natürlich unter angepaßt, scheue mich aber nicht darüber zu sprechen und kenne auch niemanden, welcher das nicht täte (gut, ein paar ewig Gestrige gibt es überall) – nur gefallen Leuten wie Hr. Jahn unsere Antworten nicht.

                      2 LESER-EMPFEHLUNGEN
                    3. Im Rückblick „hätte und könnte“ … klar. Außerdem wollte mein Umfeld nicht vorangig diese „neue schöne Welt“, welche wir jetzt haben, sondern einen „echten“ Sozialismus – anstatt Diktatur von SED-Greisen. Aber das haben wir uns ja selbst vermasselt mit lauten „Kohl“, „Wohlstand“ (statt Freiheit), „Anschluß“ (statt Wiedervereinigung) Rufen 😦
                      (sind wir jetzt nun die schlechten und beratungsresistenten Ossi-Looser)

                      EINE LESER-EMPFEHLUNG
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                    4. das ist zwar fragwürdig, aber welchhe Aufklärung verlangen Sie.
                      Da gibt es sicher ganz andere Nachwendemachterhaltsgeschichten (Rote Barone in der Landwirtschaft u.ä.) als die der Blockwarte.

                      ANTWORT AUF „AUFKLÄRUNG JETZT!
                      • _bla_
                      • 28.01.2013 um 17:44 Uhr
                      142. @108:

                      „irgendetwas ernstzunehmendes in der Hand hätten,….“
                      über 30 jahre ddr erfahrung !

                      Bitte etwas konkreter. Was genau haben Sie in dieser Zeit für Erfahrungen gemacht, das den Schilderungen aus dem Artikel:

                      http://www.strassenfeger….

                      widerspricht?

                      ANTWORT AUF „JA! 98 !
                      REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
                    5. engl: loose = dt. lose, locker…
                      engl: lose = dt. verlieren

                      also etwa: „Lockerer“ Ossi. Gefällt mir. Passt.

                      Allerdings muss ich sagen, dass ich mir einen Neuanfang als *echten Sozialismus* nicht vorstellen konnte -und ihn auch nicht wollte.

                      Allerdings, so denke und weiss ich heute, war die Wiedervereinigung DER Hit für Teile der Westdeutschen Wirtschaft. Wie man (alu- Chips waren doch nahezu wertlos, stimmts?) aus Schulden der DDR echte Schulden in harter DM machte (2:1) war sagenhaft. Und die ließ man sich vom Staat, also Steuerzahler Ost wie West, garantieren. Die Berliner Bank kaufte die aus der DDR-Staatsbank hervorgegangene Berliner Stadtbank für 49 Millionen D-Mark. Sie erwarb damit zugleich durch den Staat garantierte Altschuldenforderungen von 11,5 Milliarden Mark – das 235-fache des Kaufpreises. Und es gab noch einige andere banken.

                      Da muss man schon locker bleiben. Und dämlich waren wir damals. Sehr.

                      4 LESER-EMPFEHLUNGEN
                      • _bla_
                      • 28.01.2013 um 18:00 Uhr
                      144. @130:

                      Jahn darf ihn wohl sagen -er hat als politischer Gefangener in DDR *gesessen*. Er muss sich diesem Verdacht der Mitläuferschaft NICHT aussetzen.

                      Falsch, auch er muss sich fragen, ob er das Unrecht des DDR Staats nicht doch oft mitgetragen hat und es nicht doch noch konsequenter hätte bekämpfen können. Völlig unschuldig wird daher auch Herr Jahn kaum sein.

                      Jeder andere ist aber nach seiner Sicht per se verdächtig, mehr noch, er ist schuldig. Es wird ihm allenfalls zugestanden, über das Maß der Schuld zu debattieren. Freispruch ist nicht.

                      Eine durchaus realistische Position. Ein solcher Unrechtsstaat funktioniert eben nicht, wenn nicht ganz viele Leute zumindest jeder ein ganz klein bisschen mithelfen.

                      Doch wenn es in Ordnung ist, sollten wir uns vergegenwärtigen, dass auch wir wieder feste dabei sind, Schuld bzw. Verantwortung für das, was wir tun oder nicht, auf uns zu laden.

                      Leben geht immer mit Verantwortung einher.

                      Denn in einer ideologiefreien Gesellschaft leben wir auch heute nicht.

                      Wir leben zumindest anders als in der DDR nicht in einer Gesellschaft, die eine Ideologie oder neutraler: Weltanschauung versucht von staatlicher Seite durchzusetzen.

                      REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
                    1. nach all der beispiellos intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR in den letzten zwanzig Jahren und vor allem angesichts der atemberaubenden Aufrüstung unseres heutigen Staates in umfassende Überwachung und die Fähigkeit zu weiteren Auslandseinsätzen des Militärs?

                      Man wird uns in wenigen Jahrzehnten wohl verbittert fragen, was wir heute falsch machen!

                      7 LESER-EMPFEHLUNGEN
                      REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
                    2. Und lasse sie mir auch nicht einreden. Verantwortung habe ich für mein Handeln -aber nicht dafür, was andere damit tun. Den Spannungsbogen von der Wahl z. B. rot/grün und dem Afghanistankrieg könnte man da exemplarisch heranziehen.

                      Ich habe bewusst das Wort Ideologie gewählt. Und ob diese nun von Staat oder Medien oder dem *Mainstream* verbreitet werden, ist für mich in der Auswirkung zweitrangig.

                      Sehen Sie, z. B. gestern oder vorgestern folg. Meldung auf einem Regionalsender: „dt. Soldaten haben Stellung mit ihrem Raketen- Abwehrsystem an der türkisch- syrischen Grenze bezogen. Sie sollen damit die Türkei vor syrischen Raketenangriffen schützen, die es in der Vergangenheit immer wieder gegeben hat.“

                      Die lügen doch genauso wie früher das ND…. Doch da ich das weiss, hake ich das unter Propaganda ab. Und überlege mir, nicht wählen zu gehen. Könnte ja sein, dass… usw.

                      3 LESER-EMPFEHLUNGEN
                    3. das man Ablenkungsmanöver braucht. Ich finde es ermüdend.
                      Die Leute sollen wohl tatsächlich nicht sehen, was HEUTE falsch läuft. Da brauchts interne Debatten über jeden und alles.
                      Und da spannt man die jungen Leute ein und suggeriert: „Eure Eltern, aber hallo – die sind gar nicht so!“ Offene Debatte -mit vorbestimmten Ausgang. Auch das kenne ich von früher.

                      2 LESER-EMPFEHLUNGEN
                    4. tatsächlich, das hatte ich doch tatsächlich überlesen.

                      Das ist wirklich bemerkenswert, da bin ich doch wieder bei Herrn Jahn…

                      3 LESER-EMPFEHLUNGEN
                      • _bla_
                      • 28.01.2013 um 20:10 Uhr
                      149. @145:

                      vor allem angesichts der atemberaubenden Aufrüstung unseres heutigen Staates

                      Das stimmt doch schlicht nicht. Mitte der 1980er Jahr besaß die Bundeswehr bspw. noch rund 4600 Panzer, inzwischen sind es weniger als Zehntel davon. 1990 hatte die Bundeswehr noch über 700 Kampfjets, 2015 sind es noch 265 Kampfjets. Auch bei Schiffen, U-Booten und Personal sind deutliche Reduktionen feststellbar.
                      Natürlich ist die Bundeswehr inzwischen eher in der Lage zusammen mit Partner in kleineren Konflikten rund um die Welt mitzukämpfen, die Ausrüsten zum Führen großer Kriege gegen andere Industriestaaten wurde dafür abgeschafft.

                      REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
                    5. Aufrüstung in umfassende Überwachung. Nicht um Panzer…

                      ANTWORT AUF „@145:
                    6. Das mit den Panzern hat einfach mit der Uranmunition zu tun, die inzwischen Einzug gehalten hat. (Sie erinnern sich an die Luftbilder von Saddam Husseins 20 000 Panzern, jeder Schuss – ein Panzer explodiert)
                      Mit Panzern kann man heute nur noch Aufstände niederwalzen, siehe Saudiarabien

                      ANTWORT AUF „@145:
                    7. „Wir leben zumindest anders als in der DDR nicht in einer Gesellschaft, die eine Ideologie oder neutraler: Weltanschauung versucht von staatlicher Seite durchzusetzen.“
                      Ob es nun Ideologie im engeren Sinne sein mag oder nicht. Das Thema hat mich heute tagsüber nicht so richtig losgelassen und ich denke, ich bin auf einen der springenden Punkte gestoßen: Herr Jahn geht an die Leute heran, wie die DDR-Staatsführung auch – er hält den Leuten vor, was und wie sie zu denken und welche Einstellung sie zu bestimmten Themen zu haben hätten. Ich denke, hier liegt die Krux. Viele wollen das einfach nicht. Und auch nicht, wenn es in einem Kleid daherkommt, welches eigentlich gut anzuschauen sei.
                      Herr Jahn kann helfen, historische Aufarbeitung zu leisten, aber er sollte sich moralischen Urteilen gegenüber ‚Mitläufern‘ enthalten und die Menschen selber zu einem Urteil über ihr Leben kommen lassen. Helfen kann jedem ein gutes Buch oder mehrere Bücher, offene Diskussionsrunden, Zeitungsartikel.

                      Ich persönlich finde es ok, wenn das Thema immer mal wieder aufgegriffen und aktualisiert wird. z.B. habe ich mich bisher noch nie mit dem Thema Treuhand befasst. Vieles aus dieser Zeit liegt unter dem Wandel, der danach eintrat einfach auch begraben.

                      2 LESER-EMPFEHLUNGEN
                      ANTWORT AUF „@130:
                1. also ich brauche keine geschichtsaufarbeitung von oben oder vom „gesetzgeber! Oder gar von der blockflöte tillich!
                  das mit den obdachlosen habe ich (ich) anders erlebt!
                  war auch selber ein „Schwarzwohner“ ! den begriff hatte ich und meine freunde damals nicht .
                  manche begriffe werden heute einfach in die alte zeit „reingesteckt“
                  wir hatten schon unsere illegalen treffs in kellern oder anderen abbruchreifen häusern und dabei ging es nicht in erster linie um politik. sondern sich einfach zu treffen ,musik hören und tanzen, biertrinken (wodka-cola)abstand vom alltag u.s.w. machnche sagten zu uns: gammler oder hilfsbeatle
                  Vietnamkrieg war schon ein großes thema: die im westen konnten demonstrieren und wir leider nicht so richtig.

                  aber! für mich ist es schon interessant , daß sie auf die Rommelkaserne nicht eingegangen sind !

                  gibt es da keine aufarbeitung ?

                  P.S.
                  ich hätte mich sehr gefreut, wenn herr jahn sich zur aktenschredderung der nsu akten geäußert oder protestiert hätte.!!!!!!!!
                  aber auch der herr jahn hat sich voll dem neuen system angepaßt! und kann auch damit gut leben(wahrscheinlich)
                  und er will anderen was erzählen?

                  4 LESER-EMPFEHLUNGEN
                  ANTWORT AUF „@108:
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                  • milo3
                  • 28.01.2013 um 22:57 Uhr

                  Herr Strassenfeger,

                  ich zitiere Sie:

                  „Immer wieder der gleiche Unfug. Die Bettler hat damals nur nicht sichtbar gegeben, weil man als „Asoziale“ und „Arbeitsscheue“ voll in Tradition des dritten Reiches schlicht ins Gefängnis gesteckt hat. Der Elend fand genauso statt, nur halt nicht vor den Augen der Bürger.“

                  Die Experten hatten jetzt schon gut 20 Jahre Zeit, die Geschichte der DDR aufzuarbeiten. Da sie ja offensichtlich ein bewanderter Historiker sind, sollte es für Sie demnach eigentlich kein Problem darstellen, ihre oben getroffenen Aussagen fundiert zu belegen. Es wäre schön, wenn Sie bei dieser Gelegenheit auch noch den Vergleich mit dem Dritten Reich etwas präzisieren könnten. Bitte stellen Sie ihre Erkenntnisse einer möglichst breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Ganz speziell in den neuen Bundesländern wird man sich sehr dafür interessieren zu erfahren, wie es damals wirklich war. Das hat man nämlich sonst nicht so mitbekommen. Deshalb bin sicher nicht nur ich sehr gespannt auf ihre Antwort.

                  Schönen Abend!
                  M.

                  EINE LESER-EMPFEHLUNG
                  ANTWORT AUF „TATSACHENVERDREHUNG
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                  • _bla_
                  • 28.01.2013 um 23:21 Uhr
                  155. @154:

                  Die Experten hatten jetzt schon gut 20 Jahre Zeit, die Geschichte der DDR aufzuarbeiten.

                  Ja und? Um über den Paragraphen § 249 StGB der DDR zu stolpern haben Sie keine 20 Jahre gebraucht:
                  Wer das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürger oder die öffentliche Ordnung dadurch gefährdet, daß er sich aus Arbeitsscheu einer geregelten Arbeit hartnäckig entzieht, obwohl er arbeitsfähig ist, oder wer der Prostitution nachgeht oder wer sich auf ändere unlautere Weise Mittel zum Unterhalt verschafft, wird mit Verurteilung auf Bewährung oder mit Haftstrafe, Arbeitserziehung oder mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft.(…)

                  Da sie ja offensichtlich ein bewanderter Historiker sind, sollte es für Sie demnach eigentlich kein Problem darstellen, ihre oben getroffenen Aussagen fundiert zu belegen.

                  Ich habe doch bereits einen Beleg gepostet. Näheres findet sich auch noch unter:
                  http://de.wikipedia.org/w…

                  Aber offenbar wollen Sie diese Fakten einfach nicht wahrhaben oder wahrnehmen. Denn diese Informationen wären wohl auch von Ihnen problemlos zu finden gewesen. Statt irgendwelche konkreter Kritik an diesen Quellen liefern Sie lauter heiße Luft.

                  EINE LESER-EMPFEHLUNG
                  ANTWORT AUF „ACH SO WAR DAS!
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                2. sie gehen nicht auf mein P.S. ein !
                  habe doch ihnen geantwortet !

                  ich( oder sie) muß auch nicht immer die biebel oder Wki.. zitieren ……
                  tschüß

                  ANTWORT AUF „@154:
                  • gw1200
                  • 29.01.2013 um 9:09 Uhr
                  157. Oh man

                  „Immer wieder der gleiche Unfug. Die Bettler hat damals nur nicht sichtbar gegeben, weil man als „Asoziale“ und „Arbeitsscheue“ voll in Tradition des dritten Reiches schlicht ins Gefängnis gesteckt hat. Der Elend fand genauso statt, nur halt nicht vor den Augen der Bürger.“

                  Größeren Unsinn kann man wohl kaum noch von sich geben. Das Schlimme ist, es gibt Leute, die das auch noch glauben.

                  2 LESER-EMPFEHLUNGEN
                  ANTWORT AUF „@59 :
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                  • _bla_
                  • 29.01.2013 um 9:18 Uhr
                  158. @153:

                  das mit den obdachlosen habe ich (ich) anders erlebt!

                  Das habe ich jetzt schon ein paar Mal von Ihnen gehörten, nicht aber WIE Sie es erlebt haben.
                  Ihre bisherigen Schilderungen haben doch mit Obdachlosigkeit nichts zu tun. Auch schreiben Sie das sie nur „Abstand vom Alltag“ gesucht haben, was bedeutet das Sie ihren Arbeitsalltag nicht aufgegeben haben. Und Sie hatten Ihren illegalen Treff eben auch dort, wo er von der Öffentlichkeit wenig bis gar nicht wahrgenommen wird. Sie haben eben nicht ihren Treff auf Mitten auf dem Alexanderplatz veranstaltet, haben ihren Job gekündigt, gebettelt für ihr Einkommen oder die Nächte auf Parkbänken verbracht.

                  aber! für mich ist es schon interessant , daß sie auf die Rommelkaserne nicht eingegangen sind !
                  Ich will Ihnen verraten, warum: Es hat mit der Aufarbeitung der DDR Vergangenheit rein gar nichts zu tun. An anderer Stelle mag das ein interessantes Thema sein, hier ist es lediglich Ablenkung. Die Aufarbeitung der DDR Vergangenheit wird nicht besser, nur weil es bei der Aufarbeitung der Nazi Vergangenheit auch Probleme gab. (Übrigens nicht nur in der Bundesrepublik sondern auch in der DDR.)

                  EINE LESER-EMPFEHLUNG
                3. Wissen Sie, ich würde mit dem Straßenfeger- Link vorsichtig umgehen.

                  Man muss leider zwangsläufig den Eindruck gewinnen, dass solche Texte in einer Obdachlosen- Zeitung den unverhohlenen Versuch der Relativierung der jetzigen Zustände darstellen.
                  Mir stellt es sich so dar.

                  Womit wir wieder bei Ideologie wären.

                  EINE LESER-EMPFEHLUNG
                  ANTWORT AUF „@154:
                  • _bla_
                  • 29.01.2013 um 9:59 Uhr
                  160. @157:

                  Größeren Unsinn kann man wohl kaum noch von sich geben.

                  Ich habe bereits Quellen geliefert. Sie lediglich, die unbelegte Behauptung, es würde sich um den großen Unsinn handelt. Wenn es so ein großer Unsinn ist, dann sollte es ja sehr leicht möglich sein, das Gegenteil zu belegen. Wobei mir auch unklar ist, wo genau Sie eigentlich meinen den Unsinn zu sehen? In meinem Verweis auf §249 StGb der DDR, das Nicht-Arbeiten und Betteln unter Strafe stellt? In dem Verweis auf die Nazis, die ein solchen Paragraphen zuerst eingeführt haben? Oder Sie glauben einfach nicht, das Viele wegen §249 StGb verurteilt worden?
                  Alleine 1973 waren das über 14.000 Personen(Moldt 2010)

                  EINE LESER-EMPFEHLUNG
                  ANTWORT AUF „OH MAN
                  • caratd
                  • 29.01.2013 um 10:07 Uhr

                  daß Sie tatsächlich keine aktuellen Belege gegen die IGFM liefern können. Das ist doch richtig, oder?

                1. und erzählen dir jetzt mal wie das damals war:
                  Die Leute, die du meinst, wurden offiziell „Problembürger“ genannt. Das war der offizielle Begriff, denn Asoziale durfte es im Sozialismus natürlich nicht geben. Die Problembürger wurden tatsächlich des öfteren inhaftiert, wenn sie „Arbeitsbummelei“ begangen hatten. Wenn sie raus kamen, wurde ihnen bevorzugt eine Plattenbauwohnung zur Verfügung gestellt. Ob sie Miete zahlten oder nicht, war eh egal, das wurde nicht so eng gesehen. Alkohol, die bevorzugte Energiequelle der Problembürger, war spottbillig weil hochgradig subventioniert. Oft bekamen sie nominelle Arbeitsplätze, wo es nicht auffiel ob sie arbeiteten oder nicht. Viele Problembürger waren eifrige Streiter in den Betriebskampfgruppen und liefen am 1.Mai stolz in ihren Uniformen rum – das war den anderen recht, weil sie dann nicht zu den Übungen fahren mussten

                  ANTWORT AUF „@154:
                2. Ich bin 1990 noch offiziell in der DDR geboren, kenne das Land und das System jedoch nur aus den Erzählungen meiner Eltern und anderer Familienmitgliedern. Als Teenager sind meine Eltern „nach drüben gemacht“. Meine neuen Mitschüler waren nicht wirklich interessiert mich kennenzulernen, sie hatten sich aufgrund meiner Herkunft schon längst ihr Bild gemacht: OSSI. Mit ihnen über die Geschichte zu rede war unmöglich, sie glaubten mir ja eh nicht.
                  Auch heute stelle ich diese Einstellung immer wieder fest. Man weiß ja schon alles: Die DDR war ganz ganz böse und die Menschen waren nur unglücklich. Das ist zumindest das Bild was ständig verbreitet wird. Natürlich hat der Staatsaparat mit vielen Dingen übertrieben, dass will ich hier auch gar nicht kleinreden. Allerdings geht das Bild des DDR-Alltags und der Dinge, die die Menschen auch heute noch vermissen mögen nach und nach verloren. Das finde ich Schade.

                  REDAKTIONS-EMPFEHLUNG | 5 LESER-EMPFEHLUNGEN
                3. Oh, ich bin Wiederholungstäter!

                  Ja, liebe Söhne, fragt mich nur!
                  Also, ich habe Laub geharkt. Unter anderem. Und dem eifrigen Leutnant der Volkspolizei, der mich mit Memphis verkuppeln wollte, gesagt, ich habe keine Lust auf Spitzeldienste und als er mir sagte, ich solle darüber Stillschweigen bewahren, hab ich es jedem erzählt, den ich kannte. Und das würde ich heute sofort wieder genau so machen.

                  Btw., eine Entnazifizierung gab es nicht. Eine Entstasifizierung wird es erst recht nicht geben. Warum wohl.

                  • txuwe
                  • 29.01.2013 um 21:58 Uhr

                  Würde mich mein Sohn fragen, hätte ich viel zu erzählen – tolle und nicht so tolle Erlebnisse. Nach der besten Kindheit die man haben kann, folgte die Ernüchterung so mit 16, als der Staat seinen in mich investierten ‚Vorschuss‘ zurück forderte. Ich wich jedoch vom vorgezeichneten Weg: Abi, Stasi, 3 Jahre Armee usw. ab. Die Stasi Werbeversuche und Gespräche waren schon krass. Diese Abweichung kostete damals viel Kraft und Nerven.So richtig krass wurde es im Grundwehrdienst, wo man den Eindruck hatte, mit jedem ‚Pickel‘ auf dem Schulterstück wurde ein Teil des Gehirns der Offiziere amputiert. Dass musste man dann mit Sarkasmus und Humor nehmen. Ein Beispiel. Wir fuhren in einer LKW Kolonne der Bereitschaftspolizei durch Meiningen. Nachdem der Major vom Dienst die Kolonne 3 mal in kurzen Abständen rechts abbiegen ließ, stand die Kolonne im Stau mit sich selbst. Der entrüstete Major schrie den Anwärter im dem ‚blockierenden‘ Wagen an, was er denn hier macht und dass er verschwinden soll. Die Erklärung, dass er zur gleichen Kolonne gehörte, kam nicht wirklich an und der kleine Anwärter wurde sofort bestraft.
                  Und wenn ihr schon dabei seid, fragt eure Eltern was sie in der BRD gemacht haben. Die hatten bei der Bundeswehr sicher schon Navi. Ach Ja, heimliches Geschenk für eben diesen Offizier war immer eine Straßenkarte.
                  Die Story wo ich 30 min angebrüllt wurde, weil ich nach dem Befehl ‚Atomschlag von links‘ nicht wie befohlen mit den Fuessen nach links im Schlamm lag evt später.

                  2 LESER-EMPFEHLUNGEN
                  REAKTIONEN AUF DIESEN KOMMENTAR ANZEIGEN
                  • milo3
                  • 29.01.2013 um 22:04 Uhr

                  1. Dachte ich „Strassenfeger“ wäre Ihr Pseudonym. Entschuldigung!

                  2. Wusste ich bisher nicht, dass Bettler, Arbeitslose und arme Menschen mit Asozialen gleichzusetzen sind. Ich dachte immer. so etwas macht nur die BILD-Zeitung.

                  In meinem Kommentar hatte ich nirgendwo von Asozialen geschrieben. Ich darf Sie noch einmal zitieren:

                  >>Immer wieder der gleiche Unfug. Die Bettler hat damals nur nicht sichtbar gegeben, weil man als „Asoziale“ und „Arbeitsscheue“ voll in Tradition des dritten Reiches schlicht ins Gefängnis gesteckt hat. Der Elend fand genauso statt, nur halt nicht vor den Augen der Bürger.<<

                  Nach Aufklärung unseres Missverständnisses werden Sie mir jetzt also sicher noch die Quellen liefern können, wonach Bettler und Arbeitslose in der DDR als „Asoziale“ weggesperrt wurden. Ich möchte in diesem Zusammenhang noch darauf hinweisen, dass die Wörter „Bettler“, „Armut“ und „Arbeitsloser“ in Ihrem Strassenfeger-Link nicht zu finden sind. Auch halte ich den dortigen Artikel nicht unbedingt für das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie, sondern eher für eine polemische Meinungsäußerung.

                  Aber auch über (§ 249 StGB der DDR) können wir gern diskutieren: Tatsächlich wurde Arbeitsverweigerung in der DDR als „Parasitentum“ und „Entwendung von Volksvermögen“ eingestuft. Ich habe auch bisher noch keinen Grund gefunden, warum einzelne das Privileg genießen sollten, keinen Beitrag zum Wohle der Gesellschaft leisten zu müssen. Vielleicht können Sie mir das erklären…

                  M.

                  ANTWORT AUF „ACH SO WAR DAS!
                4. Fragt Ihr Sohn?

                  EINE LESER-EMPFEHLUNG
                  ANTWORT AUF „THE GOOD OLD DDR
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                  • txuwe
                  • 29.01.2013 um 22:57 Uhr

                  Er fragt wenn wir in Deutschland sind, aber mit Stasi kann er, wie auch eine immer groesser werdende Gruppe von jungen Menschen nix anfangen. Er fragt, wo ich mein Baumhaus gebaut hatte, oder nach meinem Bolzplatz. Wenn wir alte Bilder betrachten,fragt er nach den Personen die drauf sind. Besonderes Interesse erzielte mein Opa, der in Stalingrad gefallen war und er in der Schule ueber den 2. Weltkrieg gelesen hatte. Leider kann ich meine Grosseltern nicht mehr fragen was sie in dem Deutschland vor der DDR so gemacht haben.

                montaigne
                30.01.2013 um 8:29 Uhr
                169. Sport sei unpolitisch???
                Sie haben (leider) nur fast recht:
                >>Fast hätte Jahn in der Gegenwart Mut bewiesen, der erste Satz fing gut an.
                Und dann kneift er, bringt statt konkreter Systemkritik den (heute politisch belanglosen) Sport und ein zweifelhaftes Privatunternehmen ins Spiel.<< (@ zensurzeit, Komm. 17)
                Zweifelhafte Privatunternehmen, gut gesagt, aber die finden wir auch an bedeutenderer Selle als bei facebook, womit ich f. keinesegs verhramlosen möchte: Stichwort private-public-partnership (ppp genannt).
                Über den Sport ist das eine gewagte These.
                Dann lesen Sie mal hier weiter und untersuchen Sie dann vllt. noch etwas weiter die Stellung innerhalb des deutschen Machtapparates und das Machtgefüge aus Unterinstitutionen und ihre Eingriffe in das und den Wandel im Sport-, Bildungs-, Politik- und Beeinflussungssystem seither, mit dem sich bspw der Bertelsmann-Konzern durch seine Umwandlung in eine B.-Stiftung zur Politikberatung seit – spätestens! – 1997, das politische Gesicht der heutigen Gesellschaft um 180° gedreht und verändert hat!
                (Fortsetzung folgt)

                montaigne
                30.01.2013 um 8:31 Uhr
                170. Sport sei unpolitisch??? (2)
                (Fortsetzung)
                Der Artikel ist aus dem Jahr 1997, also einem Jahr, in dem die zeit noch mit kritischer Berichterstattung aufwartete. Seither hat sie sich selbst mit diesem Demokratievernichtungskraken auf das Intensivste verbandelt und gewandelt. Das Damenkränzchen der drei Damen Mohn, Springer und Merkel trifft sich doch noch. (Worauf ich in dem Artikel oben übrigens einen Hinweis vermisse. Aber darüber spricht man wohl besser nicht, besonders wenn man eine Karriere plant.) Und das hat nichts mit Politik zu tun? Meinen Sie? Und wissen Sie was? Ich halte das für keinen Zufall: Die Zahl der politischen No-Go-Areas hat m.E. nämlich seit der Wende in beiden Teilen des Vaterlandes eher noch beträchtlich zugenommen, was ich, angesichts der genannten Beispile nun wirklich nicht mehr für einen Zufall halten kann. Ich hoffe, damit fühlen Sie sich nicht persönlich auf den Schlips getreten, aber das mußte ich einfach loswerden angesichts Ihrer steilen These, der Sport sei heute unpolitischer als in der DDR. Das Gegenteil ist der Fall.
                Freundlichen Gruß!

                montaigne
                30.01.2013 um 10:01 Uhr
                171. Thema ’68: Was Rudi Dutschke wohl dazu gesagt hätte?
                Ich fürchte zwar, das ist ein zu langer Text für die facebook-Generation (39 S.), aber eigentlich sollte das jeder lesen, dem an einem Europa nur einem demokratischen Gesicht liegt. Die Folgen der Entwicklung einer Schröder-Agenda, wären ohne Bertelsmann, Springer, Sport & Co undenkbar. Lieber hinterherzuhecheln?
                Die Kunst der Kritik der 68er an den damaligen Verhältnissen sehe ich nicht allein darin, daßerst damals (immer #hin nur 23 Jahre nach dem Ende des NS-Regimes) zu Bewußtsein kam, worin eine Demokratie u.a. eigentlich besteht: In einem Contrât social (schlag nach bei Rousseau, wenn Sie es nicht wissen!) und in Gewaltenteilung (hier: bei Montesquieu).
                Aber davon hören die Schüler heute auch nichts mehr in der Schule, obwohl sie wohl die Namen irgendwo mal gehört haben werden. Lesen?
                Und dann braucht man das in eine (so gescheiterte wie praktizierte) EU-Verfassung auch nicht mehr hineinzuschreiben. Basta.
                Test: bei google den folgenden Titel in die Suchmaske geben und besonders das 3. Kapitel lesen, dann werden Sie einige Aha-Erlebnisse haben – sofern Sie ein Exemplar der EU-Verfassung zum Vergleich zur Hand haben: auch im Hinblick auf die famose Schröder-Agenda, übrigens!

                Hier der Titel:
                Friedbert W. Rüb, Karen Alnor und Florian Spohr
                Die Kunst des Reformierens
                Konzeptionelle Überlegungen zu einer erfolgreichen Regierungsstrategie

                »Der Mensch ist frei geboren und liegt doch überall in Ketten.«

                Von wem ist dieser Satz gleich noch mal?

                ANTWORT AUF „JAHN UND GAUCK“
                samskij11
                31.01.2013 um 8:55 Uhr
                172. Haben schon alle Westdeutschen gefragt, was ihre Großeltern
                gemacht haben?

                3 LESER-EMPFEHLUNGEN
                Adam Lauks
                31.01.2013 um 23:21 Uhr
                173. […]
                Entfernt. Danke, die Redaktion/ds

                Adam Lauks
                01.02.2013 um 0:03 Uhr
                174. […]
                Entfernt. Der Kommentarbereich ist nicht für die Verbreitung von Werbung und politischen Botschaften vorgesehen. Bitte beachten Sie das Artikelthema und lesen Sie unsere Netiquette. Danke, die Redaktion/ds

                Adam Lauks
                01.02.2013 um 1:40 Uhr
                175. […]
                Entfernt. Der Kommentarbereich ist nicht für die Verbreitung von Werbung und politischen Botschaften vorgesehen. Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Danke, die Redaktion/ds

Über stasifolteropferadamlauks

I am 66 Years old and I do promote acommodations on the adriatic´s sea beaches for holiday in apartments close to the sea-close to the mediteranian beauty. I am still victim of torture in STASI-Prison 1982-1985. I never reacht Justice and satisfaction by Germany´s goverment after 30 Years ! I am fighting for the implementation of § TORTURE in Germany´s low.
Dieser Beitrag wurde unter Aufarbeitung der Rechtsbeugung des Stadtgerichtes Berlin, Joachim Gauk & STASI veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Roland Jahn fragt die Opfer des MfS und Opfer der SED Diktatur.“Handelte ich richtig !?“ Oder fragt er seine Auftraggeber !??

  1. adamlauks11 schreibt:

    Im Jahre 1982 am August-13 erschin 19 jähriger Dirk Lahrmann in seinem Betrieb mit einer schwarzen Armbinde. 4 Monate U-Haft Streliz die restlichen 8 Monate Cottbuss und Naumburg § 213 & § 220. </strong>Voriges Jahr hatte er mir geholfen den ehemaligen Richter am Obersten Gericht der DDR 85-90 den Prof. Dr. Jörg Arnold als IM ALTMANN und sogar als B Kader des MfS zu enttarnen am Max Planck Institut in Freiburg im Breisgau seit 1991 !??im Rahmen eines Forschungsprojektes.
    Seinen Beitrag als Polemik zu bezeichnen trifft ihn und alle Opfer sehr hart. Durch den verpassten Maulkorb einem wahren Opfer der STASI, der nicht das Glück hatte in den Zug verfrachtet zu werden und in den Westen abgeschoben zu werden, wie der ehemalige Bereitschaftspolizist der mit großem Einsatz seinen Studienplatz sich verdiente, hat DIE ZEIT die Begriffe Meinungsfreiheit und Pressefreiheit stark devalviert. Seine Absicht, DER ZEIT die Quellen zu benennen haben Sie mit erneuten Zensur belegt. Natürlich ist die Absicht sichtbar dass die Diskussion ausgebremst werden soll. Wie sollen die Täter erst anfangen zu sprechen wenn es nicht mal die Opfer dürfen in DIE ZEIT !??

    Auch dieser Kommentar von mir wurde entfernt !

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  2. Lothar Höfner schreibt:

    ja alles unterwandert

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  3. Vera.Tellschow@t-online.de schreibt:

    Es ist noch lange nicht vorbei

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