Richtlinie 1/76 des Minister Erich Mielke für die Führung von Operativ Vorgängen ( OV ) des MfS – der Staatssicherheit der DDR:
„Um eine Person habhaft zu werden bedarf es keine Beweise – die Beweise werden erarbeitet.„

Im Erdgeschoß war die STASI-Firma ASIMEX an deren Tür ich zweimal täglich vorbei musste. Vor dem Gebäude und auf dem Hof war mein VOLVO geparkt… und die STASI soll mich nicht auf frischer Tat verhaften können?!?
Mitte des Jahres 1979 kamen auf den Markt Digital Quarzuhren aus Singapur und Hong Kong. Anfänglich waren die in China für 2,50 – 3,00 US$ pro Stück zu kaufen. Der Elektromonteur Ilija Jovanovski aus Skopje war auf der Rückreise aus Mailand. Er hörte von seinem Partner Valdek dass es in Wien im Prater bei einem Juden Quarzuhren aus China zu kaufen gäbe, und dass man damit in der DDR gutes Geld verdienen kann. Ilija kaufte 700 Stück und reiste über die Tschechei über GüSt Zinnwald in die DDR ein. In seinem jugoslawischen Pass hatte er GESCHÄFTLICH IN DER DDR und versteckte die Ladung nicht mal. Man winkte ihn einfach durch. Gegen 21:00 Uhr kam er in Leipzig an und übergab die Uhren an den Polen. ER verschwand und erschien nach Mitternacht und übergab Ilija 350.000 M DDR – von 420.0000 behielt er 70.000 für sich. Es war Ilijas Einstieg in den Schmuggel und Handel mit Quarzuhren „westlicher Produktion“ wie die ahnungslose Inland – Stasi das später bezeichnete. Ilija fuhr in der gleichen Woche wieder nach Wien und kehrte zurück mit 3000 Stück Quarzuhren zurück.
Wann genau Ilija in das Geschäft einstieg kann ich nicht mehr sagen. Jedenfalls war die STASI schon lange vorher im Geschäft mit Quarzuhren. Die OibE s des MfS Offiziere im besonderen Einsatz in Singapur und Macao bekamen das Erscheinen der Quarzuhren am Markt und sahen die Möglichkeit für unvorstellbare Gewinne.
Zwischen Juli 1979 und Übernahme der Bundesrepublik 9.11.19089 importierte die DDR 5.000.000 Stück Quarzuhren, allerdings mit logo RUHLA versehen, was den Chinesen egal war. So bot man der DDR Werktätigen Binnenhandel zu 600 M DDR für eine Herrenuhr und zu 550 M DDR eine Damenuhr an. Die Gewinnspanne die Stasi verdienen wollte kann man selbst errechnen. für 30 M DDR das Stück kaufen und importieren um es zu 600 bzw. 550 M anzubieten und das ZUM WOHLE DES DDR VOLKES!?
Die DDR Bevölkerung hatte zu jenem Zeitpunkt auf Konten und Sparbüchern 41.000 Milliarden M DDR, ergo Stasi ging es um Herabsetzung der Kaufkraft des Volkes. Durch diese Preispolitik machte man die Quarzuhren zum Statussymbol für die DDR – Elite und die meisten Quarzuhren wurden zu Ladenhütern. Für eine Konsum-Verkäuferin mit 330 M DDR monatlich oder einer Krankenschwester die drei Schichten für 440 M DDR schie-ben musste, oder für eine Englisch- Russisch Lehrerin die mit 650 M monatlich anfing war eine Quarzuhr kaum erreichbar. Das haben die gierigen Kommunisten und MfS falsch eingeschätzt.. das Volk war denen doch scheiß egal. Kurz nach dem Erscheinen auf dem Markt wurden die Quarzuhren zu Modeartikeln. Jeder wollte eine haben, wie heute Handy.










