„Marshallplan der STASI“ – kostete Menschenleben in Lichinga – Mosambique – zerstörte Familien interessierten Honecker nicht


Was ist daran wahr an der Behauptung eines Insiders: Die 7 Agrarier  sollen auf Befehl von Minister Erich Mielke  bzw. Markus Wolf liquidiert worden sein, damit die Mission in Mosambique  abrupt beendet wird? Weiß jemand mehr darüber!?? Bitte um Kommentar?

 

IN MEMORIAM 

Die sieben Agrarier führten nur Gutes im Schilde  als sie den Kampf gegen den Hunger in Mosambique aufnahmen, nicht aber die Neoimperialisten aus der DDR Spitze, die Interesse der Sowjetunion und der eigenen Waffenproduktion wahrten unter dem Mantel des Internationalismus.

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Die DDR blieb auf 300 Millionen US$ sitzen…wurden die von BRD kassiert!?

Auch nach der Wende hatte  KEINER ein wahres Interesse diesen Überfall von Lichinga zu Ende zu ermitteln. Hätte man jemanden UNERWARTETEN dahinter gefunden der das Ziel hatte die DDR- Internationalisten aus dem Mosambique rauszuwerfen, die Russen und die DDR  dadurch zu verhindern sich der Ressoursen des Landes zu bemächtigen !??

JETZT plant Deutschland  IHREN Marshallplan für Afrika. Wird man ihre Abgesandten  beleh-ren auf was für ein risikoreiches Unterfangen sie sich einlassen unter  dem Vorwand der angeblichen Deutschen Humanität!?

neues-deutschland-und-sieben-toteHier sind die Namen der Toten – Ermordeten nach 32 Jahren!: Ermordet wurden sie am 6.12.84.  War das die versprochene Rache vom kleinen Fernando aus Mosambique der mir versprach  sich auch für das was STASI mir angetan zu rächen. Er war der Zeuge der Folter und arbeitete neben mir an dieser Wickelmaschine in Berlin Rummelsburg  in der Abteilung EAW-Treptow – Relai RS-4

EAW Treptow - RS-4

Arbeitsbereich EAW Treptow   im Haus 6 des Ausländervollzugs in der StVE Berlin Rummelsburg – Im Vordergrund Wickelmaschiene des „Merkur“ und Fernando aus Mosambique

Smardz, Wolfgang 12.2.39;

Skibbe Günter 18.3.45;

Lindner Manfred 30.6.30;

Wagner Hans-Dieter 15.9.51;

Einecke Klaus 4.10.54;

Liepe Helmut 9.11.51;

Michel Hans Jurgen 21.8.41 –

Wriedt Uwe 9.6.46. R.I.P. unterlag seiunen Verletzungen

Gedenken wir auch der zwei  von Mienen zerfetzten Geophysiker:

Klorek Detlef

Kaiser Bernd

Rede Manfred Grunewald´s in Erkner am 17.04.10

zur 7. Konferenz der Freunde von Mosambik

Werte Anwesende!

Wir besuchten Mosambik nach 25 Jahren im Rahmen einer ganz privaten Erinnerungs- und Gedenkreise vom 01. bis 17.12.2009.

An der Reise nahmen teil:

Wilfried Meinert, er war drei Jahre in Unango als landtechnischer Ingenieur tätig, ausgereist 2 Monate vor dem Überfall.

Edith Skibbe, Ehefrau eines Opfers, arbeitete halbtags für AHB Fortschritt, Dank für ihre Entscheidung, nach Lichinga mitzufahren.

Dieter Kienitz, Lebenspartner von Edith Skibbe, Dank für Mitreise und Anteilnahme sowie Interesse.

Dieter Obendorfer, Stellv. Leiter der Aufbauleitung für das Projekt 120.000 ha in Maputo und Dank für sein jetziges Engagement im Rahmen dieser Reise.

Manfred Grunewald, damals Hauptbuchhalter in Unango (1 Jahr), befand sich in Maputo auf Heimreise und war dadurch nicht im Transport nach Unango am Tage des Überfalls.

Das Projekt wurde vorbereitet unter der Regie des Landwirtschaftsministeriums der DDR, woran auch Dr. Döbel, hier im Saal anwesend, (nicht Dr. Döring aus dem Film), beteiligt war. Bei der Auswahl der Flächen in Unango gab es keine Vertreibungen privater Machamba-Besitzer. Es haben sogar zwischen unseren Flächen einige Privatflächen gelegen, die von der Staatsfarm nicht angetastet wurden.

Die Bedingungen auf der Hochebene von Niassa boten sich auch deshalb an, weil das Land äußerst dünn besiedelt war und bei 1300 bis 1400 Höhenmeter auf der Hochfläche gute Bedingungen zu erwarten waren, was sich auch bestätigte.

Wir waren vor 25 Jahren zumeist vorbereitet worden in landwirtschaftlichen Lehrgängen in Zschortau und Lützschena bei Leipzig. Das hat uns damals von Anfang an geholfen, gute Arbeit vor Ort zu leisten. Wir konnten uns von Anfang an in Portugiesisch direkt verständigen und somit in der täglichen Arbeit mit den Menschen direkt vor Ort wirksam werden. Kooperanten aus anderen Ländern brauchten dazu Übersetzer. (Z.B. Chinesen und Rumänen)

Der jetzige Minister für Transport und Kommunikation in der Zentralregierung in Mosambique und damalige Direktor der Staatsfarm Unago erklärte uns jüngst in Maputo, dass Unango das fortgeschrittenste Projekt gewesen sei und deshalb in den Focus der Widersacher geriet.

Ich habe eine Broschüre von 100 Seiten 2004 fertig gestellt und den betroffenen Familien verkauft, wobei Geld gesammelt wurde für die Schule in Lione bei Lichinga, welche wir jetzt auch besuchten.

Die Broschüre ist gewidmet der Erinnerung unserer Toten vom 06.12.1984, die in der Nähe von Unango, Provinz Niassa brutal umgebracht wurden.

Der Einsatz in der Entwicklungshilfe im Empresa Estadal da Agricultura im Rahmen eines Staatsvertrages in der Staatsfarm Unango endete tragisch, da die Gruppe überfallen wurde auf der Fahrt zur Arbeit und fast alle europäischen Entwicklungshelfer, die sich im Transport befanden, getötet wurden. Es waren:

– Wolfgang Smardz, aus Frauenprießnitz bei Jena (wo auch ich herkomme). Er war Stellv. Chef der Staatsfarm, aber auch Chef der Gruppe Lichinga, denn es wohnten noch weitere Familien in Lichinga, so dass er auch eine Bürgermeisterfunktion hatte.

– Uwe Wriedt, wohnte in der Nähe von Anklam, war führend in der Pflanzenproduktion und vertrat Wolfgang Smardz bei dessen Abwesenheit. Auch für Sicherheitsfragen war er zuständig.

– Günter Skibbe, aus Rockensußra bei Sondershausen, Nordthüringen. Er wollte am nächsten Tag in Urlaub fahren mit seiner Frau. Er war zuständig für Rodung, Melioration, Produktion von Holzkohle.

– Manfred Lindner, Bauingenieur aus Erfurt (er war der älteste der Gruppe). Er hatte bereits nach 3 Jahren Tätigkeit verlängert, denn er wollte auf seinen Nachfolger warten. Ihm waren die guten Fortschritte in der Bautätigkeit auch zum Wohle der sozialen Absicherung mit Wohnungen zu verdanken. Er fand daher große Anerkennung bei den mosambikanischen Mitarbeitern.

– Klaus Einecke, Agromechanisator und Zimmermann (er war mit 30 Jahren das jüngste Opfer). Er war universell einsetzbar und lernte viele Mosambikaner auch im Bauberuf an.

– Helmut Liepe, Ingenieur für Landtechnik aus Zeppernick bei Köthen. Er hatte Wilfried Meinert abgelöst und war zuständig für die Werkstatt, die Technik, Ersatzteillager und Ausbildung in technischen Berufen.

– Hans-Dieter Wagner, Agromechanisator aus Kyhna bei Delitzsch. Er hatte bereits eine volle Ernte als Mähdrescherfahrer geleistet und für die neue Ernte mit bester Feldarbeit die Grundlagen mit gelegt.

– Hans-Jürgen Michel, Werkstattmeister aus Cottbus (er fuhr den ersten Tag zur Arbeit). Leider haben wir keine Kontakte zu seiner Familie herstellen können, da die Namen und Wohnorte der Verwandten unbekannt sind.

– und ein jugoslawischer Entwicklungshelfer, Branko Vujovic. Er war in einer jugoslawischen Gruppe, die im Auftrag der UNO tätig war und landwirtschaftliche Versuchsanstellungen absicherte und auswertete.

– Auch einige Moçambiquaner wurden Opfer dieses Überfalls, darunter der Motorista Manuel Daire, ein treuer Freund, der sehr viel Angst vor der RENAMO hatte. Er war ein ausgezeichneter ambulanter Händler im Auftrage der Farm, der bis zu 15.000 Maiskolben und dazu noch Gemüse an die Bevölkerung an einem Tage verkaufte.

– und ein Diplomökonom mit amerikanischem Abschluss, nach wenigen Tagen seiner Tätigkeit, sowie weitere mosambikanische Mitarbeiter der damaligen Staatsfarm, die uns nicht alle mit Namen bekannt sind.

Klaus Pohl aus Zobes bei Plauen wurde durch einen Beindurchschuss verletzt, und überlebte als einziger Europäer. Die Verletzung hatte keine schwerwiegenden körperlichen Folgen, aber seelisch hat es ihn stets belastet. Er war in der Farm zuständig für den Pflanzenschutz und Düngung.

Der Überfall geschah am 06.12.1984 in den Morgenstunden auf der Fahrt zur Arbeit von Lichinga nach Unango, Entfernung 60 Kilometer. Es war ein Kolonnentransport unter Bewachung, aber die Bewacher waren Antigos Compatentes (alte Kämpfer), die keine gute Bewaffnung hatten und sich natürlich nicht offen dem Feuer plötzlicher Gegner aussetzten. Auch von ihnen starben einige. Ich sehe darin kein kapitulantenhaftes Verhalten, wenn man sich schützend zurückzieht in einem Feuergefecht.

Der vorderste LKW wurde von einer Granate getroffen und fuhr dennoch sofort weiter, denn sonst hätte es noch zahlreiche weitere Opfer gegeben. Wir können die genaue Anzahl der Opfer auch jetzt nicht genau benennen, weil exakte mosambikanische Untersuchungen bzw. Berichte nicht vorliegen.

Die TV-Beiträge von Henry Köhler und Thomas Kasper möchte ich hiermit würdigen, wenn ich auch nicht alle Aussagen und Fragestellungen bejahen kann.

Die Gruppe Lichinga-Unango hat sich jahrelang zurück gehalten und ist nicht an die Öffentlichkeit getreten bezüglich des Attentats und seiner Folgen.

Eine unsensible Wiedergabe eines Fotos mit fehlerhaftem Artikel im Vogtland in einer regionalen Sonntagszeitung hat uns gezeigt, wie fehlerhaft Medien oft mit solchen Themen umgehen.

Erst Herr Köhler und Herr Kasper haben sich mit Bedacht und umsichtiger Recherche dieses Themas angenommen, wir hatten aber Zweifel und Hemmungen. Wir wollten das Andenken an unsere Kollegen nicht beschädigen oder in primitiven Medienberichten wieder finden.

Heute wissen wir mehr, denn Medien stellen auch Bedingungen, wenn sie etwas senden wollen.

Der terroristische Überfall auf unsere Gruppe in Unango hatte für die Frauen und Kinder, für ihre Familien und für die Kollegen wie Meinert und mich traumatische Folgen, weshalb wir fast alle zwei Jahrzehnte das Thema nicht in der großen Öffentlichkeit erörtern wollten. Wir haben zwar unter einigen Familien Freundschaften gepflegt und uns besucht. Es gab auch nach zwanzig Jahren ein Treffen in Frauenprießnitz, das ich organisiert hatte mit meiner Frau, aber auch daran konnten und wollten nicht alle teilnehmen, was man durchaus verstehen kann.

Es gab Familien, die auch nach Afrika noch schwere Schicksalsschläge hinnehmen mussten, wie Krankheiten, Todesfälle, tödliche Unfälle, Arbeitslosigkeit mit schweren Folgen. Es gibt Familien, in denen diese Traumata von Mosambik nie bewältigt wurden. Mitunter ist es das Totschweigen aller Berührungspunkte zu diesem Thema, unausgesprochene Vorwürfe an die Überlebenden, fehlende Kenntnisse über den Einsatz im Ausland, falsche Meinungsmache der Medien über das DDR-Auslandsengagement usw.

Jetzt melden sich Personen aus den Familien beim MDR oder bei uns Beteiligten aus der nächsten Generation. Die Enkelkinder der Getöteten, die damals kleine Kinder waren oder erst später geboren sind, eine jüngere Schwester eines Getöteten, die dringend ein Foto von ihrem Bruder sucht, und vieles andere kommt jetzt nach den EXAKT-Sendungen an uns heran.

Ich habe es aufgegeben zu schweigen, denn alle Toten von Unango sind es wert, dass man über sie spricht, dass man sich ihrer erinnert und dass man ihrer gedenkt, denn sie haben alle mit einer zutiefst humanen Grundeinstellung, fachlichem Können und einem großen persönlichem Engagement einer guten Sache gedient. Sie alle wollten helfen, ein durch Kolonialismus und Krieg gebeuteltes Land aufzubauen, die Bevölkerung besser mit Nahrungsgütern zu versorgen und bei der Bildung der Menschen einen Beitrag zu leisten. Das alles war in Unango auf einem guten Weg und es gab dort Chancen, ein gutes Beispiel zu schaffen. Heute wird das vielfach anders gesehen. Auch damals gab es schon Stimmen, man solle doch die Afrikaner in Ruhe lassen, denn sie könnten den Fortschritt sowieso nicht begreifen und verkraften.

Dann dürfen wir auch nicht touristisch in diese unterentwickelten Länder reisen. Dann haben wir auch als Touristen dort nichts verloren. Aber ich denke, dass in der Welt von heute sauberes Wasser, Strom, Leben ohne Hunger, gesundheitliche Betreuung und Bildung als Grundbedürfnisse auch jedem Entwicklungsland zugebilligt werden müssen.

Nach den ersten EXAKT-Sendungen habe ich im April 2007 bei der Staatsanwaltschaft Gera Anzeige erstattet wegen der Toten von Unango. Man wollte es gar nicht glauben, dass dort acht Deutsche starben, wozu es noch keinerlei Untersuchungen gab. Das Thüringer LKA hat nun den Fall untersucht und auch in Karlsruhe wurde der Fall geprüft, denn Terror und Auslandmorde sind in der BRD eigentlich Aufgaben der Generalbundesanwaltschaft. Der Fall wurde aber zurückgegeben an das Thüringer LKA, wo er weiter untersucht wird.

Die Begründung lautet:

Der terroristische Überfall auf DDR-Bürger im Jahr 1984 hat die Bundesrepublik Deutschland nicht gefährdet und der Terrorismus-Paragraf wurde erst nach 2001 geschaffen, so dass der Fall beim LKA in Erfurt verbleibt. Wir können daran nichts ändern, aber man darf wohl darüber nachdenken.….

Ich wurde nur einmal von einem Staatsanwalt telefonisch informiert. Dagegen war das LKA mehrfach bei mir und anderen Betroffenen zur Vernehmung.

Am 02.11.2009 erhielt ich die schriftliche Mitteilung, dass der Fall an den Generalstaats-anwalt in Mosambik abgegeben sei und zwar seit August 2009, was mir auch die deutsche Botschaft in Maputo bestätigte. Man stellt sich aber die Frage, warum nicht schon zwei Jahre früher die mosambikanische Seite einbezogen wurde.

Außerdem teilte man mir mit, es gebe leider keine Aussage des damaligen Direktors Paulo Francisco Zucula, der als Schlüsselzeuge von mehreren angesehen wird, weil er im Transport war und auch eine Verletzung davon trug. Mich hat er in den achtziger Jahren in Frauenprießnitz besucht und auch Klaus Pohl und Wilfried Meinert hatten persönliche Treffen mit ihm in dieser Zeit. Er wollte unbedingt sehen, wo Wolfgang Smardz gelebt und gearbeitet hat, denn er hatte große Achtung für ihn und seine Leistung empfunden.

Wir haben Paulo Francisco Zucula danach mehrfach im Deutschen Fernsehen erlebt bei Interviews anlässlich der großen Naturkatastrophen in Mosambik, wo deutsche Sender ihn vor Ort aufsuchten, denn er war der Chef der Katastrophenkommission Mosambiks und hatte damit viel Einfluss auf Hilfsmaßnahmen und Hilfsfonds.

Wir haben Paulo Zucula, der heute Minister für Transport und Kommunikation in der Zent-ralregierung in Maputo ist, auf unserer Reise im Hotel Cordoso am 16.12.2009 in Maputo getro-ffen, wo er u.a. erklärte, er habe drei Seiten schriftliche Aussage zum Überfall in Unango an die Deutsche Polizei übergeben.

Jetzt muss ich mich fragen, wer die Unwahrheit sagt, die deutsche Staatsanwaltschaft oder Paulo Zucula, oder wo ist diese schriftliche Aussage geblieben?

Ich werde P.Z erneut kontaktieren, denn er hat uns wiederholt gesagt, dass ein ehemaliger Mitarbeiter unserer damaligen Staatsfarm (1983 Mitarbeiter der Buchhaltung) offensichtlich ein Drahtzieher dieser tödlichen Attacke gegen unsere Gruppe war und daraus auch ökono-misch profitiert habe. P.Z. hatte diesen Kollaborateur nach dem Geschehen in Nampula getro-ffen, ihn zur Rede gestellt und ihm diese Tatsache vorgehalten, die der vermutliche Verbün-dete der Angreifer auch unumwunden zugab.

Ich möchte seinen Namen auf der Fahndungsliste Europas sehen, damit dieser Mensch nicht noch als erster in der Reihe der Empfänger beim Entwicklungsminister Niebel in Berlin auf dem Teppich stehen darf, was mich nämlich nicht verwundern würde.

Leider ist es in Mosambik kein Problem, seine Identität zu ändern und seit 17 Jahren gibt es eine Amnestie für aktiv Beteiligte des Bürgerkrieges.

Identität – neuer Ausweis, neuer Name mit zwei Zeugen, keine Standesämter oder Archive – alles Tatsachen, die ehemaligen Tätern die Möglichkeit bieten, sich Befragungen und der Verantwortung zu entziehen.

Amnestie seit 17 Jahren, keine ausreichende Justiz, keine ausreichenden Gefängnisse, ja nicht einmal ausreichende Polizei oder Essen für Gefangene – sind ebenfalls Praxis in Entwicklungsländern wie Mosambik.

P. Zucula hat auch bekräftigt, dass die größten Unterstützer für die Renamo aus Südafrika (Apartheid), aus Portugal und der BRD kamen.

Zu diesem Thema gab es ja auch schon Aussagen und offene Fragen in dem Buch „Wir haben Spuren hinterlassen“ und das kann man dort nachlesen.

Hinsichtlich der Täter und der Schuld gibt es keine abschließenden Beweise, im Gegenteil. Verschiedene Vermutungen und Annahmen, die auch in Exakt-Beiträgen anklingen, kann ich nicht befürworten. Unango war mit dem Namen des damaligen Präsidenten Samora Machels verbunden. Daher glaube ich nicht, dass die FRELIMO billigend (und damit wissentlich) die Opfer unserer Gruppe hingenommen habe, um zu schwerer Kampftechnik für die Armee aus DDR-Lieferungen zu kommen. Samora Machel wollte in Unango, also im Norden, wo er den Befreiungskampf so erfolgreich begann, auch ein ökonomisches Projekt zum Erfolg führen. Da bin ich mir gewiss. Dass es in jener Zeit 1984 Richtungskämpfe in der FRELIMO-Spitze gegeben habe, ist meines Wissens bis heute nirgends offen gelegt und demzufolge auch nur Spekulation.

Dank müssen wir sagen an den Geschäftsmann Fazal Camiro Luca in Lichinga, der uns in unserem Dilemma nach dem Überfall 1984 unterstützt hat und die Versorgung unserer Gruppe bis zum Abflug sicherte. Auch jetzt hat er die entscheidenden Fäden gezogen und persönlich viel aufgewendet, um unseren Aufenthalt mit zu organisieren und abzusichern. Wir haben die Hoffnung, dass wir ihn in Deutschland eines Tages als Gast begrüßen und betreuen können.

Wir haben Hilfe und Unterstützung erfahren durch Paulino Juma Paulo, sowohl als Dolmetscher als auch als Organisator. Er war unser damaliger Mitarbeiter, lebte zur Ausbildung in Deutschland und hat auch das Grab von Wolfgang Smardz in Steudnitz besucht, um alle Opfer zu ehren.

Auch Gabriel Sonjo, Traktoristen, LKW-Fahrer und andere haben wir gern getroffen und danken für ihre Mühen.

Bestens verbrachten wir einige Tage Urlaub in Mbuna Bay am Niassa-See, wo die Frau des Schweizer Botschafters eine Lodge errichtete mit 40 mocambiquanischen Arbeitsplätzen, was man als Urlaubsort unbedenklich weiter empfehlen kann. Informationen dazu können jeder-zeit von uns abgerufen werden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Nach dieser Diskussionsrede von Manfred Grunewald gab es mehrere Wortmeldungen und Fragen.

Man ist enttäuscht, dass gar nichts übrig geblieben ist von der damaligen Farm und warum ist das so.

MG hat erläutert, dass der Terror-Überfall eine sehr schnelle kurze Aktion war, wie auch jetzt bei dem Besuch bestätigt wurde. Die Mitarbeiter des Betriebes durften die Machamba und alle Felder nicht mehr betreten, denn sie wurden ständig mit Waffen bedroht (Hecken-schützen). Die Maschinen wurden unter militärischer Bewachung nach Matama bei Lichinga gebracht und in diesem ldw. Betrieb weiter genutzt. Auch einige Betriebsangehörige wechselten dorthin. Alles im Betrieb wurde sukzessive zerstört, auch die Wasserstaue. Einer davon wurde wieder repariert, was man jetzt auch im Film sah.

Die Benutzung von Kalaschnikows und dazugehöriger Munition durch die Angreifer (Obduk-tionsergebnis) gibt für mich keinen Hinweis auf die Täter, denn die weltweit am weitesten verbreitete Waffe ist die Kalaschnikow, die auch in zahlreichen Ländern legal und z.T. illegal produziert wird, auch in Südafrika. Auch einige andere (angeführte) Waffen haben die gleiche Munition.

An der Konferenz in Erkner nahmen teil: Manfred Grunewald, Marion Grunewald, Edith Skibbe, Dieter Kienitz, Dieter Obendorfer. Leider konnte Wilfried Meinert nicht teilnehmen.

Dort gab es Kontakte zu Frau und Herrn Kranz aus Neustrelitz, Dr. Klaus Döbel aus Bad Langensalza, Frau Dr. Pittasch aus Cottbus u.a.

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Ich bin da gerade drauf gestoßen, weil ich ein Buch über die Verbindungen Südafrikas zur DDR schreibe. Ich halte mich nur an aufgefundenes, überprüfbares Quellenmaterial und eigene Wahrnehmung. In Südafrika war allerdings schon 1984 bekannt, dass sich reguläre Truppen der NVA, angeblich eines Luftlandekorps ( wer auch immer) auf der Höhe von Benguela im Buschkampf verloren. Es ging in der SADF das Gerücht, dass die „roten Bataillone“ wegen der Diamanten im ganzen Land umhergingen, das eine Arbeit des Genossen KoKo war. Vielleicht gibt es dazu Unterlagen im ehemaligen Stützpunkt Thaba Tshwane bei Pretoria. Es hieß früher Voortrekkerhoogte.
Es gibt lediglich Material der Versorgungsflüge der Interflug -ohne nationales Emblem-nach Angola, so zu sagen unter weißer Fahne.
Eine zweite Ambushsituation war in Cabindha 1986 oder 87, nach dem Terroranschlag von Unango. Unter vorgehaltener Hand wurde über Unango erzählt, dass die Attentäter DDR Soldaten waren. Diese waren abkommandiert worden, weil Mielke das Engagement in Mosambik beenden wollte, das Regime drängte auf brüderliche Waffenhilfe ( es ging um Helikopter) gegen die Südafrikaner und verhandelte mit dem Regime Botha unter den Augen der HVA. (Inkomati Bridge). Zumindest erklärte das, warum die Opfer die Türen geöffnet hatten, der Jugoslawe mit dem Nahschuss getötet wurde. Mir selbst wurde das von einem Gast eines Cafés in JHB im Winter, Juli 1987 erzählt, also lange bevor die Mauer fiel. Ich habe leider die Fakten des Gespräches nie überprüfen können, obwohl ich mehrfach auch später davon hörte.
Über das militärische Kommando in Angola meldete auch damals auch die bekannte Zeitung
“ Die Burger“ (The Citizen), 1984, also in einer südafrikanischen Gazette, auch ein Bild eines uniformierten Soldaten der NVA, der in Angola getötet wurde. Eine weitere Episode stammt aus 1987, angeblich waren mehrere NVA Leute zusammen mit ausgebildeten Kämpfern( Prora) desertiert und hatte sich auf welchen Wegen auch immer hinter die Linien nach Namibia bewegt. Was aus den Herrschaften wurde war von keinem Zeitzeugen belegt. Dass die HVA in Südafrika/Namibia vertreten war, wusste jeder, angeblich liefen sehr viele Waffengeschäfte damals über Salisbury.

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http://kriegsreisende.blogspot.de/2011/11/stasiregiment-in-angola.html

Frohe Weihnachten Herotod, ich möchte etwas ergänzen:
danke für Ihre Moderation, natürlich könnte man einfach die Kubaner fragen, ob sich da Truppen der DDR rumgetrieben haben.
Ich wollte das noch dazu ergänzen: Im Jahr 1984 wurde in ZA ein Oktoberfest gefeiert. Bei dieser Festivität kamen Deutsche zusammen und feierten bei importiertem Sauerkraut und Castle Lager Beer die Wurstkultur.Einige wenige südafrikanische Soldaten machten an diesem Tag Randale in dem Zelt.Da kam sogar die SAP. Ich werde das nie vergessen, da ich hinter der Theke stand und Würstchen verkaufte. Die waren damals von der Border ( Angola – Namibia) auf Pass, also Urlaub, stationiert waren die in Upington, kurz vor der Grenze zu dem „Suid Wes“ Territorium. Einer der Kerle sass die ganze Zeit an der Theke und erzählte, dass gewöhnlich die Deutschen seine Feinde waren. Aber er konnte unterscheiden zwischen Ost und West. Er berichtete von ganz harten Kämpfe im Busch mit den Deutschen Soldaten. Ich fragte ihn damals, ich zitiere direkt von meinem Gedächtnisprotokoll aus den Tagen:“Sind das Truppen aus der Legion oder reguläre Truppen der DDR?“ Er sagte, dass das Soldaten der DDR wären, die sie auf Grund paramilitärischer Einsätze ( das konnte ich nicht hinterfragen) auch nach Genfer Konvention in Kriegsgefangenschaft genommen hätten. Aber denen würde es nur um “ the big peace of the cake“ gehen, denn die wären nur wegen der Diamanten da.Ich habe das damals nicht glauben wollen, weil ich mir so etwas wie das KoKo Imperium nicht vorstellen wollte oder konnte.Nun frage ich mich allerdings, warum ist darüber von allen Seiten geschwiegen worden, wohin gingen die Diamanten? Wer arbeitete im Westen mit den Herrschaften zusammen? Wie kamen die Truppen nach Angola? Esd muss doch auch auf deutscher Seite Transportscheine gegeben haben…Warum wird heute darüber beharrlich geschwiegen? Ich habe mir den Namen des jungen Soldaten aufgeschrieben, habe ihn auch versucht im Zuge der Recherche für das Buch zu finden, aber in Upington schweigt man beharrlich oder die Unterlagen aus der Zeit existieren nicht mehr. Zu Unango will ich mein Verwundern ausdrücken, weil die Sta in Gera den Fall 2007 erneut aufgriff, ermittelte und dann wieder einstellte, wahrscheinlich haben die Täter die Spur so verwischt, dass keinerlei Möglichkeit mehr besteht, irgendjemanden ausfindig zu machen.Jedoch das Fahrzeug existiert noch, laut einem Fernsehbeitrag. Im Café Wien, Hillbrow, Johannesburg wurde ab 1986 sehr aufgeregt über den Tod der Deutschen gesprochen, da war ein Hotelbesitzer aus der Kotzestraat, um die Ecke, der war mehrfach in Mosambik gewesen war und er hatte das aus erster Hand, er nannte den Namen einer Einheit, deren Namen ich leider vergessen habe, die die Tat begangen haben sollten. Er wusste wirklich Details, die ich Jahre später in anderem Zusammenhang erfuhr.Über die Muldergateaffäre (Rhoodiegate), er war ein wandelndes Lexikon, ich denke, er war einer der Informanten von „Die Burger“. Leider ist er schon tot. Einer meiner Chefredakteure in der Provinz fragte mich, erinnerlich 1985, ob daran etwas sein konnte, dass die DDR Raubzüge auf anderen Kontinenten durchführte. Ich wollte mir das nicht vorstellen, nach unserer Geschichte. Ja, bis zum nächsten Mal, ich melde mich, habe ich etwas Neues.

  1. Bevor meine Geschichte beginnt möchte ich noch ein paar Anmerkungen machen.

    Ich bin weder in der Lage die genauen Zeiten, Orte oder Personen zu benennen denn vieles davon habe ich nur durch Gespräche erfahren von einem der einen kennt der da einen Bekannten hat welcher dabei war. Manches habe ich auch gesehen und zusammengereimt. Daher bitte ich um Nachsicht.
    Doch nun zurück:

    Wann immer man heute einen Staat in Afrika auf der Karte gesehen wird sieht man vor allem willkürlich gezogene Grenzen. Das Land aufgeteilt zwischen Kolonialmächten die irgendwann mal beschlossen hier ist eine Grenze. Wie so oft übersieht man die einheimische Bevölkerung, sind ja eh nur Schwarze. In der Arroganz der siegreichen Eroberer macht man sich nicht die Mühe zu unterscheiden von welchem Stamm denn diese Leute sind. Und selbst heute sind hier lebende Europäer oder Afrikander nur sehr selten in der Lage einen Bantu von einem Lozi zu unterscheiden. Wer kennt schon die äusserlichen, charakterlichen und familiären Unterschiede von einem Bemba, einem Tonga, einem Zulu oder einem Shona? Einen Buschmann von einem April zu unterscheiden mag den meisten noch möglich sein, das war´s dann aber auch.

    Und so ist es immer wieder faszinierend zu erleben wie ein oder eine Weisse zur Polizei geht und Anzeige erhebt mit der Meldung: Ich wurde bestohlen. Und nun beschreiben sie mal den Dieb: Groß, schwarz, männlich und etwa 25 Jahre alt.
    Und welcher Stamm? Äääääh weiß nicht.
    Tja sagt dann der Polizist: Schön das wir da mal drüber geredet haben. Hier haben sie den Bericht für die Versicherung und guten Tag noch. Ein derartiges Unwissen wollen wir dem Touristen verzeihen, er kennt es ja nicht anders.

    Doch zurück zur Geschichte. Aufgrund dieses Unwissens, wie auch des Desinteresse für derartige Sachen konnte es schon mal passieren das die Provinz Katanga zum Kongo zugeschlagen wurde, ebenso die Lunda Provinzen zu Angola. Da aber die dort lebende Urbevölkerung alle zu den Bantu gehören sind diese in den neuen künstlichen Staatsgebilden eine Minderheit und so muss man sich der häufigen Kämpfe nicht wundern.

    Unsere Geschichte soll mit einer Niederlage beginnen, Jonas Savimbi Führer der UNITA hatte eben eine Schlacht gegen die kommunistische MPLA verloren. Wo, wann und wie entzieht sich meiner Kenntnis. Und während die MPLA (gestützt durch den Ölreichtum der Küste und gestärkt durch Truppen der DDR und Kuba) ihren Sieg feierte begann Savimbi sich auf seine Diamentenminen zu stützen und deBeers und Südafrika um Hilfe anzubetteln. Immerhin bekämpft er in Afrika den Kommunismus.
    Die Ausrüstung und die Truppen (Gerüchten zufolge sollte dies der erste Einsatz von Executive Outcomes gewesen sein) stellte das südafrikanische Unternehmen deBeers und durfte im Gegenzug die Diamantenminen ausbeuten. Kurze Zeit später waren die Streitkräft der MPLA Geschichte und die verlorene Schlacht verschwand im Dunkel der Geschichte. So hätte der Krieg noch endlos weitergehen können. Doch deBeers kriegte den Hals nicht voll oder Savimbi war mit seinem Anteil nicht zufrieden. Es kam zum Streit zwischen beiden Parteien der damit endete das die waffen- und zahlenmässige Streitmacht der Südafrikaner die Truppen Savimbis in die Flucht schlug.

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  2. Was nun? Muss sich Savimbi gedacht haben. Im eigenen Land von den einstigen Verbün-deten betrogen, geschlagen und verjagt werde ist bitter. Also erinnerte er sich daran das er noch immer Chief eines Clans in der großen Familie der Bantu war und ging nach Mongu und bat den Litunga der Lozi, der zugleich auch König aller Bantustämme ist um Hilfe.  Dieser liess über seine älteste Tochter, welche schon damals als sambische Botsch-afterin in der USA war, Bill Clinton um Hilfe anfragen. Diese wurde durch Berater und Ausbilder gewährt.
    Danach wurden alle arbeitslosen, gelangweilten, teilweise auch Kriminelle Männer der Bevölkerung angeworben und ausgebildet. Man sagt es seien runde 80.000 Männer gewe-sen die der König aufstellen lies. Niemand allerdings wird je in der Lage sein diese Zahl zu bestätigen denn Lohn wurde nie bezahlt, es gab zu essen und sonntags Schnaps und das war´s. Wer mehr wollte sollte doch bei den weißen Farmern betteln gehen. So können es auch nur 70.000 oder 50.000 gewesen sein.
    Fakt war allerdings eines: der sambische Staat und die offizielle Regierung wurden zunehmend nervöser als sie erfuhren das in der Western Province eine Streitmacht aufgestellt wurde die die regulären Streitmächte ums dreifache überschritten. Aus dieser Zeit stammen alle die Strassenkontrollen, Militärposten und Vorschriften welche einem noch heute das Leben so schwer machen.

    Eine solche Streitmacht unter den Bantu aufzustellen, und zu wissen die Bevölkerung in der Provinz ist die gleiche welche von deBeers gerade ausgebeutet wird erfüllte dieses Unternehmen mit Sorge. Und nur so ist es zu erklären das sie eines Tages abzogen und die Minen Executive Outcomes zu einem Spottpreis überliessen. Seit dieser Zeit ist es deBeers auch nie wieder gelungen in den Bantugebieten aktiv zu werden. Weder in Kenia, Namibia, Angola oder Katanga. EO sah allerdings auch sehr bald das sie nur Probleme bekommen würden und zogen die besten Truppen und alles wertvolle Material ab und holten ihrerseits schwarze Söldner als Verstärkung.

    Nach der Regenzeit 2001, also etwa April marschierte Savimbis Truppe ab und traf in Angola ein. Die Moral seiner Leute war allerdings so extrem schlecht das er gezwungen war Wachen aufzustellen die aufpassen mussten das keiner weglief.
    Wie zu erwarten gab es kaum Probleme mit EO und schnell konnten die alten Gebiete wieder in seine Herrschaft eingegliedert werden. Also alles beim alten, naja fast. Denn jetzt stand er vor einem neuen Problem: Er hatte nun zwar seine Diamantenfelder wieder auf denen manch ein Kriegsgefangener der Südafrikaner arbeitet und er hatte nun wieder vollen Zugriff auf seine Steine, nur eines hatte er nicht mehr. Einen Käufer für seine Ware der ihm zugleich Ausrüstung und Waffen verkaufen würde.

    Noch bevor er eine Lösung finden konnte wurde er bei einem Angriff der MPLA am 22.02. getötet. Er war der einzige Schwarze der englisch, niederländisch, portugiesisch und deutsch sprechen konnte ohne je Afrika verlassen zu haben. Die UNITA begann sich daraufhin aufzulösen. Und seine Haustruppe welche er erst vor wenigen Monaten erhielt teilte sich in viele kleine Gruppierungen.

    Hier endet erstmal meine Geschichte, aber es geht bald weiter.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Jonas_Savimbi

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  3. Hallo Herotod, hallo Faultierasai
    Teil 1

    ich kenne die Geschichte aus dem Kongo auch. Ich habe damals das gleiche Szenario von einem reisenden Mitarbeiter de Beers (AAC) in JHB gehört. Ich kann die Ausführungen von Faultierasai nur bestätigen. Ähnliches ist auch mir bekannt.
    Ich versuche mittlerweile eine ganze Reihe von Gerüchten, Erzählungen vom Hörensa-gen und einfache Annahmen von den harten Fakten zu trennen.
    In JHB lief mir einer dieser Männer etwa um 1989 in die Arme. Die Geschichte handelt um die Enklave Cabindha, die Diamantenvorkommen.  Kennt einer von Ihnen in diesem Zusammenhang einen Mann, der sich Kurt Hartmann nannte?
    Er ist mittlerweile verstorben. Er gab sich als Österreicher aus, war aber aus der DDR. Aus Halberstadt. Das ist mir letzte Woche in Windhoek bestätigt worden. Ich recherch-iere nebenbei für einen Artikel um das Attentat in Lichinga. (Staatsfarm Unango) Hartmann war wohl in Wien geboren worden. Fragen Sie mich bitte nicht, wie dieser Mann um alles in der Welt nach Halberstadt und dann nach Südafrika kam. Muss um 1990 so etwa 60 Jahre alt gewesen sein. Also etwa um 1930 geboren. Der verschwand von einem Tag auf den anderen aus JHB. Wohin, ist mir zunächst nicht klar. Ein weiterer Name in diesem Zusammenhang ist Alfred Molitor. Ein ehemaliger NVA Mann, angeblich ein Offizier, der sich eine ganze Privatarmee in Angola hielt, mit allen Seiten zusammenarbeitete, folgt man den Ausführungen Hartmanns Anfang der 1990 er Jahre gegenüber meinem Informanten. Er erzählte von einem nicht näher bezeichneten Luftlandebataillon ( nicht Willi Sänger!)und von Soldaten, die in Angola völlig außer Kontrolle geraten waren. Selbst die NVA wurde diesen zu Söldnern verkommenen Regulären nicht mehr Herr. Das soll um 1987 gewesen sein. Diese gingen um und bildeten sich, als die Soldateska Mielkes für die KoKo nicht mehr funktionierte weder einen Haufen Deserteure oder Warlords von eigenen Gnaden. Daher kamen einige nach Zerust, das soll 1988 gewesen sein. Das könnte den Grund sein, warum die Geschichte mit einem solchen Geheimnis belegt ist.

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  4. Teil2 Deserteure gab es niemals in Deutschland, diese wurden totgeschwiegen.
    Es gab auch demnach auch ein Söldnerkommando der NVA in Angola, Soldaten, die gegen harte Devisen von 1981 – 1990 in Angola eingesetzt wurden. Auch dieser Umstand ist verbrieft und lässt sich, laut dem Informanten durch zahlreiche Dokumente beweisen. Mielkes Staat im Staat.
    Ich habe vor etwa 2 Wochen mit einem Mann in JHB gesprochen, der genau diese Version erzählte und dabei die obenstehenden Namen nannte, die ich aus dem Gesamtzusammenhang nehme. Dieser Herr berichtete auch eine andere Version des Vorfalls Unango, (Lichinga) dieser soll durch, wie das auch seit Jahren Gerüchte aussagen, von DDR Söldnern begangen worden sein, im Auftrag Mielkes. Mielke hatte zu diesem Zeitpunkt über die KoKo eine größere Chance Waffen nach Mosambik zu liefern, als es mit den etwas mehr als 900 Fachkräfte vor Ort. Es sind Waffenlieferungen auch aus Warnemünde nach Mosambik gegangen. Für mich verdichtet sich diese Version. Ich denke auch, dass die DDR dies, in Absprache mit Kräften der Regierung in Maputo bewerkstelligte. Die Fahrzeuge sollen zum Teil noch erhalten sein, die den Anschlag überstanden. Das alles würde auch für die Theorie sprechen, dass DDR-Truppen den Anschlag in Lichinga bewerkstelligten.
    Eines ist verbrieft: Einer der angeblichen Täter, vernehmlich ein Hauptmann, ob damals noch in Diensten der NVA oder nicht ist unbekannt, heuerte Ende Dezember 1984/ Januar 1985 in einer südafrikanischen Bergwerksgesellschaft an, arbeitete dort für ein paar Monate in einem Ort im Oranje Vrystaat unter Tage. Er war wohl Sanitäter oder übte einen Beruf in dieser Richtung in der NVA (HVA?) aus. Aus dessen Berichten ging hervor, dass er zusammen mit einigen Einheimischen einen Anschlag „provoque“ bewerkstelligte. Er gab dies freimütig nach einem Besäufnis mit Kollegen zum Besten. Die waren zunächst begeistert wegen der Niederlage der DDR, aber es sprach sich in der Bergbausiedlung herum. Der besagte Bürger der DDR schlug einen der Kollegen, einen anderen Deutschen, in einem Park, wenige Tage später, nieder. Bedrohte diesen mit einem Messer. Versuchte diesen Kollegen bei der Bergwerksgesellschaft zu bedrohen, weil er Deutscher war. Ein Belgier, gebür-tig aus dem Kongo verhinderte, dass der Bürger der DDR den West-deutschen erschlug. Diese Handlung ist durch mehrere Zeugen, unabhängig von einander verbrieft. Das geschah im Februar 1985.
    Angeblich hatte sich der Hauptmann abgesetzt von der DDR Truppe, also ein Deserteur, der, gesichert, über südafrikanische Papiere verfügte. Ob echt oder nicht, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Dieser Mann kannte den besagten Kurt Hartmann.
    Bei dem Besäufnis erzählte jedoch, dass die DDR ( Mielkes Schergen) die farbigen Kämpfer in einer Einheit in Prora geschult hatte.
    Danach wähnte er sich jedoch auch in ZA nicht in Sicherheit und verschwand bei Nacht und Nebel nach Angola, schloss sich seinen zahlreichen Truppen dort an. Auch dieses ist bezeugt.
    Mir ist etwas nicht ganz klar, warum diese Person nicht ausfindig gemacht wurde, weder von den Kräften der mosambikanischen Polizei noch von den, dann folgenden bundesdeutschen Behörden. Angeblich soll die STA in Gera diesen Fall nach Moçambique(?) abgegeben haben. Das soll 2009 gewesen sein.
    Das führt in ein ganz düsteres Kapitel der deutschen Geschichte zurück. Ich werde in meinem nächsten Beitrag dort anschließen.

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  5. Erst mal herzlichen Dank für die wirklich ausführliche Darstellung.
    Ich weiß allerdings nicht, was deutsche Behörden da groß hätten machen sollen. Man kann da wirklich schlecht ermitteln, Zeugen vorladen usw. Da wird jedes Gericht von einem mittelklassigen Verteidiger zum Stillstand gebracht.
    Man sollte auch daran denken, dass von den britischen Söldnern, die 1975 in Angola echte Masaker verübten, kein einziger in Großbritannien belangt worden ist.
    Was mich eher wundert ist, dass ein guter Teil der Briten mehr oder weniger schlechte Memoiren zu diesen Ereignissen geschrieben hat. Von den Söldnern/Deserteuren (was auch immer) aus der DDR dagegen hört man außer Gerüchten absolut nichts.

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  6. Es ist voellig zutreffend, was Anonym II gestern Abend schrieb. Ich habe von Anonym den Link erhalten.
    Die wahren Hintergruende von Lichinga sollen für immer totgeschwiegen werden. FJS verkehrte damals sehr eng mit ASG. Man sollte mal klaeren, was FJS in Namibia machte. Lichinga und die Hintergruende sind nur ein Beispiel, dass Waren aller Art über die DDR, so aus der Bundesrepublik, alles was verboten war, gesandt wurden.
    Lichinga war auch ein Massaker an der eigenen Schwadron. Um mehr Profit zu machen.

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  7. FJS hatte meines Wissens in Namibia eine Farm und kam regelmässig dort zum Jagen

     

  8. Guten Abend zusammen!
    Ich würde eine Leseprobe eingeben, die sich mit dem Thema beschäftigt. Genau das Thema, die Verquickungen dieser vertrackten Geschichte.
    Der Roman heisst „Funny Money“
    Wenn Sie mögen.
    Einen herzlichen Gruß
    Marinella Charlotte van ten Haarlen
    Verlegerin

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  9. Natürlich. Bei amazon ist allerdings unter diesem Titel nichts zu finden.

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  10. Hallo, nun mal ein Augenzeuge aus der damaligen Zeit. Ich war von 1979 bis 1982 in Angola. Wir haben dort für die FAPLA, die Präsidentengarde und das Ministerium für Staatssicherheit Funk und Telefonanlagen montiert. In Luanda und in den ganzen Provinzhauptstädten im Lande. Dazu noch in einigen militärischen Stützpunkten im Busch.Wir hatten immer wieder Kontakt zu Kuanern und zu sowjwtischen Militärberatern. Aber in der ganzen Zeit habe ich keinen einzigen “ Ostdeutschen“ Militärberater oder “ Kämpfer“ gesehen oder auch nur davon gehört.Wir kamen von einer zivilen Montagefirma aus Berlin,haben fast weltweit gearbeitet, OHNE alle SED oder Stasi-Angehörige zu sein. Ich denke, das vieles über die damalige Zeit zusammengesponnen wird, vor allem von Leuten, die selber nicht dabei sein konnten, wollten, oder einfach nicht durften. Weil sie es auch fachlich einfach nicht drauf hatten. Schönen Tag noch.

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  11. Anonym
    Ich sehe das ganz anders, ich war 1988 in Angola, in der Gegend von Benguela und kann nur die Vorschreiber bestätigen.
    Wenn die Wahrheit hochkocht, dann gute Nacht. Nicht etwa einen schönen Tag.
    Die Vertuschung ist geradezu genial organisiert.

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  12. ich war da und will es vergessen,so einfach ..

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  13. Das ist recht interessant: http://www.konniandmatt.blogspot.com
    Der Klarname (ein gewisser [Dst.-Grd. unbekannt] Dr. rer.nat. Matthias Hahnewald, geb. 1954 in Zwickau, Militaerpsychologe in Dresden, Leipzig und Leningrad) fehlt im gesamten Internet. Eigenartig. BOSS oder GRU? Die sind immer noch aktiv. Beispielsweise in der Ukraine.

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  14. Könnte sein,dass ich mit M. Hahnewald in Zwickau die Schulbank gedrückt habe. Möchte mal wissen, wo er ist und was er so getrieben hat.

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  15. Gerade hatte ich einen unerfreuliche Diskussion auf Facebook. Es war eher ein Monolog. Ich erzählte von der NVA in Angola. Die Gegenseite beschimpfte mich als Lügner. Wie soll man Beweise für einen Geheimeinsatz erbringen? Oder versteht man die Bedeutung von geheim nicht mehr? Man argumentierte, dass es doch für alles Akten gäbe, durch die sich Historiker und Strafverfolger wühlten. Wenn die Operation nicht als solche in den Akten deklariert wurde, ist nichts zu finden. Oder wenn sie über den großen Bruder in Moskau abgewickelt wurde.

    Jedenfalls lernte ich Mitter der 90er in Leipzig, im „Sachsensumpf“ watend, den späteren Partner meiner Detektei kennen. Man merkte ihm seine militärische Ausbildung an, aber auch, dass seine Psyche nicht unversehrt war. Er erzählte mir eine so unglaubliche Geschichte, dass ich lange brauchte, sie ihm zu glauben, nachdem ich ihn Löcher in den Bauch fragte und er mir diverse Dokumente und Orden zeigte. Da das mittlerweile rund 20 Jahre zurückliegt, kann ich nur in groben Zügen berichten.

    Bodo war Fallschirmjäger mit Offizierslaufbahn. Einen Teil seiner Ausbildung absolvierte er in Moskau. Eines Tages wurden er und 119 Kameraden in ein Flugzeug verladen, ohne Nennung des Zieles. Kurz vor der Landung kam der Befehl, die Waffen einsatzbereit zu machen und sobald sie das Flugzeug verließen, sollten sie das Feuer erwidern, falls sie beschossen würden.

    Es stellte sich heraus, dass sie sich in Angola befanden. Seine Aufgabe war es, Führungskräfte der UNITA und Offiziere Südafrikas als Scharfschütze zu eliminieren. Ich weiß nicht mehr, wie lange er dort war. Jedenfalls waren am Ende der Zeit nur noch er und ein weiterer Kamerad am Leben. Die anderen wurden Opfer von Minen und Hinterhalten.

    Womit er am meisten zu kämpfen hatte, waren die Kindersoldaten. Kinder als Gegner wahrzunehmen und zu töten ist eine enorme Hemmschwelle für einen Europäer. Finanziell hatte sich der Einsatz für ihn gelohnt. Bezahlt wurde er in Goldrubel, die in D-Mark konvertierbar waren. Davon konnte er sich ein Genex-Haus kaufen.

    Vor der Wende arbeitete er in der JVA Leipzig, zuständig für Aufstandsbekämpfung und Geiselbefreiung. Beim Bewerbungsgespräch konnte auch keiner was mit seinen Unterlagen und Auszeichnungen anfangen. Der Chef musste eine Berliner Nummer anrufen, bekam dann Besuch von „hoher Stelle“, der ihm bestätigte, dass alles seine Richtigkeit habe.

    Er berichtete mir auch, dass es Pläne gab, auf die Montagsdemonstranten zu schießen. Bodo gehörte zu den Schützen, lag schon hinter seinem geladenen Gewehr. Glücklicherweise kam es dann anders.

    Seit knapp 15 Jahren suche ich regelmäßig nach Informationen über den Einsatz in Angola. Doch wie hier bereits festgestellt wurde, gibt es darüber keine Informationen aus erster Hand.

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Andererseits werde ich versuchen nach und nach bereits bestehende Artikel hier im Blog noch einmal kurz zu präsentieren, damit die Leser sie dann kommentieren können. Schließlich ist es ja oft der hinzugegebene Senf, der die Wurst erst schmackhaft macht.

Über stasifolteropferadamlauks

I am 66 Years old and I do promote acommodations on the adriatic´s sea beaches for holiday in apartments close to the sea-close to the mediteranian beauty. I am still victim of torture in STASI-Prison 1982-1985. I never reacht Justice and satisfaction by Germany´s goverment after 30 Years ! I am fighting for the implementation of § TORTURE in Germany´s low.
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