Auch der Verdacht von Gundhardt Ludwig ist ausgeräumt, die Stasi habe noch 1992 in Thüringen ihr Unwesen getrieben. Eine der ihm zugeschickten Kopien zeigt die Vorderseite der Karteikarte. Bei der anderen Kopie aber handelt es sich nicht wie angenommen um die Rückseite, sondern um eine andere Karte mit einer Notiz von einem Mitarbeiter der Stasi-Unterlagenbehörde. Diese Karte war ein sogenanntes Findmittel, „um archivische Informationen aus der Erschließung zu ergänzen“, wie die Stasi-Unterlagenbehörde auf Nachfrage erläutert. Die Karte sollte helfen, die Übersicht über die Papiere und Personen zu behalten.

Dennoch räumen die Stasi-Aufarbeiter einen Fehler ein: Es sei unüblich, für die Akteneinsicht solch ein Findmittel mit herauszugeben, gibt eine Sprecherin zu, „nicht zuletzt, weil es zu so einer Verwirrung beiträgt.“ Zumindest Ludwig hat jetzt Klarheit.