Pharmatests an DDR Bürgern – Beweis mehr für die kriminelle Energie der Täter ! Strafanzeige muss her schgon vom Amtswegen ! Der Fisch stinkt vom Kopf. Golodkowski-Mecklinger-SED Spitze-und alle ChÄ der beteiligten Kliniken


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gesundheitsminister-bahr-fordert-aufklaerung-ueber-pharmatests-in-ddr-a-899707.html#spCommentsBoxPager

Ross und Reiter  sind schon 1991 genannt gewesen vom gleichen SPIEGEL !

Die Geschäftsidee wurde bei einem Treffen im Frühjahr 1983 ausgeheckt: Im damaligen ZK-Gebäude versammelten sich Gesundheitsminister Ludwig Mecklinger (SED), sein Stellvertreter Ulrich Schneidewind (SED), der für Gesundheitspolitik zuständige ZK-Abteilungsleiter Karl Seidel (SED) und STASI-Oberst Schalck-Golodkowski.

Versuche in der DDR: Bahr verlangt Aufklärung von Pharmatests in der DDR

Wenn er die Aufklärung der IM ÄRZTE  verlangen würde würde er an  Sympathien gewinnen. Hier kann er schon mal anfangen:

https://adamlauks.wordpress.com/2012/06/23/im-arzte-im-dienste-des-mfs-die-ubelste-kreaturen-und-willfahrigsten-schergen-des-mfs-jederzeit-bereit-falschdiagnose-zu-attestieren-und-falsche-medizinische-behandlung-anzuordnen-selbst-hand-anz/

Von Severin Weiland

Gesundheitsminister Bahr: Pharmaindustrie soll zur Transparenz beitragen
Erstmals hat sich ein Mitglied der Bundesregierung zu den Medikamententests westdeutscher Pharmakonzerne in der DDR geäußert: Gesundheitsminister Bahr fordert eine rasche Aufklärung und verspricht Hilfe. Dabei will der Liberale auch die Pharmaunternehmen in die Pflicht nehmen.

Berlin – Es ist ein Bericht, der hohe Wellen schlägt: Bundesdeutsche Pharmakonzerne haben in den achtziger Jahren in der DDR Medikamententests an Patienten durchgeführt. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr prescht nun als erstes Kabinettsmitglied der Bundesregierung vor – und fordert eine Aufklärung der Fälle. „Ich begrüße, dass das für die Aufarbeitung von DDR-Unrecht zuständige Bundesinnenministerium die Aufklärung unterstützen will“, sagte er am Dienstag SPIEGEL ONLINE. In Kreisen der Koalition war zuvor bekannt geworden, dass das Bundesinnenministerium eine unabhängige Studie mitfinanzieren will.

Der FDP-Politiker will auch die westdeutschen Konzerne, die damals in der DDR den Kliniken die Medikamente zur Verfügung stellten und über eine vom DDR-Gesundheitsministerium in Ost-Berlin eingerichtete Anlaufstelle ihre Kontakte pflegten, in die Pflicht nehmen. „Ich fordere die Pharmaindustrie auf, diesen Prozess nach Kräften zu unterstützen und zur Transparenz beizutragen.“
Das Bundesgesundheitsministerium, so Bahr weiter, habe keine eigenen Daten über klinische Studien in der DDR. Sein Haus werde aber „alle seine Möglichkeiten nutzen“, um zur Aufklärung beizutragen. „Die betroffenen Menschen müssen Klarheit haben, was damals in der DDR mit ihnen geschehen ist“, so der Gesundheitsminister weiter.

Aus dem Innenministerium hieß es später gegenüber AFP, das Ressort prüfe derzeit eine finanzielle Beteiligung an einem Forschungsprojekt der Berliner Charité zu den Medikamententests an DDR-Patienten. „Wir haben ein Interesse daran, dass das aufgeklärt wird“, sagte ein Sprecher. Das Bundesinnenministerium werde allerdings aber nicht der zentrale Finanzierer des Forschungsprojekts sein können.

SPIEGEL-Bericht mit neuen Details

Nach Informationen des SPIEGEL wurden bis zum Mauerfall in mehr als 50 DDR-Kliniken unter anderem Herzmedikamente und Antidepressiva getestet – oft ohne Wissen der Betroffenen. Das geht aus bislang unbekannten Akten des DDR-Gesundheitsministeriums, der Stasi und des Instituts für Arzneimittelwesen der DDR hervor. West-Pharmahersteller gaben demnach bei DDR-Kliniken mehr als 600 Arzneimittelversuche in Auftrag. Dabei kam es zu zahlreichen Todesfällen, auch wurden Tests wegen Nebenwirkungen abgebrochen. Auch Tests an 30 Frühchen mit einem Körpergewicht von nur 750 bis 1500 Gramm wurden mit dem als Dopingmittel missbrauchten Erythropoetin, dem sogenannten Epo, an der Ost-Berliner Klinik Charité durchgeführt. Sie bekamen das Hormon zur Anregung der Bildung von roten Blutkörperchen.

Charité will untersuchen   Natürlich!! Den Bock zum Gärtner machen !?? Für wie blöd werden Menschen in Deutschland gehalten ? und wie lange den noch !??

Volker Hess, Medizinhistoriker an der Charité, will nun untersuchen, was zu Ost-Zeiten passierte. Die Idee des Forschungsprojekts sei es, alle Beteiligten – also auch die Medikamentenhersteller – einzubinden, sagte Hess. Bislang habe der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) keine Gelder für die Studie bereitstellen wollen, berichtet Hess. Das könnte sich nun ändern. Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des vfa, erklärte: „In der DDR entsprachen die Standards für klinische Studien nach unserem Erkenntnisstand dem damals Üblichen: Das DDR-Recht machte Vorgaben für die Durchführung klinischer Prüfungen, die mit denen westlicher Staaten und auch der USA vergleichbar waren.“

Die Standards wurden auch in der Praxis eingehalten, sagt Fischer. Und dennoch: „Wir sehen, dass mehrere Seiten planen, dieses Thema wissenschaftlich zu bearbeiten. Eine zentrale Federführung vorzusehen, erscheint hier sinnvoll. Aus unserer Sicht könnte dies durch das Bundesministerium des Inneren geschehen.“ Der vfa jedenfalls beanspruche nicht, diese Koordinierung vorzunehmen, schiebt sie hinterher. Der Verband stehe aber für Gespräche bereit, wie er sich in dieses Projekt einbringen könnte.

Die Zeit drängt, wichtige Beweise drohen verlorenzugehen. Im Archiv der Berliner Charité werden turnusmäßig gerade die Akten des Jahrgangs 1983 beseitigt. Gabelstapler fahren wöchentlich in einer alten Lagerhalle in Berlin-Tempelhof kartonweise Unterlagen zur Vernichtung.

Entschädigungen verlangt

Unabhängig davon verlangen Koalitionspolitiker Entschädigungen und strafrechtliche Konsequenzen für den Fall der Fälle. Unionsfraktionsvize Arnold Vaatz, einst Bürgerechtler in der DDR, sagte: „Wenn es zu körperlichen Schäden bis hin zur Todesfolge gekommen ist, dann stellt sich die Frage nach Schadensersatz und Ausgleichszahlungen. Und dann ist auch die Frage nach der strafrechtlichen Verantwortung zu beantworten.“ Es handele sich um ein Offizialdelikt, bei dem die Staatsanwaltschaft von sich aus tätig werden müsse. Wenn die Fälle aber in kein rechtliches Schema passten, müsse sich der Gesetzgeber damit befassen, so der CDU-Politiker zur „Berliner Zeitung“.

Hildigund Neubert, thüringische Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, zeigte sich ebenfalls empört. „Was bisher über die Tests bekannt ist, erschreckt mich: Um das eigene System zu stabilisieren, war die SED sogar bereit, mit der Gesundheit ihrer Bürger zu handeln“, sagte sie SPIEGEL ONLINE.
Die Devisenerwirtschaftung und ihre genauen Umstände zu decken, sei die Funktion der Staatssicherheit bei diesem Deal gewesen. Die Forschungen müssten nun zeigen, ob und wie Kliniken und Ärzte sich dafür hätten instrumentalisieren lassen. „Vor allem muss geklärt werden, welche Bedeutung die Tests für die Patienten hatten. Das sind wir ihnen und ihren Angehörigen schuldig.“

Ähnlich äußerte sich die DDR-Opfer-Hilfe. Es sei ein Skandal, dass ethische Grundsätze gegen Westgeld offenbar planmäßig über Bord geworfen wurden, kritisierte der Opferverband. Die westlichen Pharmakonzerne und die ostdeutschen Krankenhäuser müssten zur Verantwortung gezogen werden.

Unter dem Beitrag im SPIEGEL finden sich Kommentare der Leser.

Hier ist meiner für den Fall dass er nicht veröffentlicht wird:

Nicht wie bei der BStU wieder Bock zum Gärtner machen – die Charite und IM ÄRZTE dürfen damit nicht in Berührung kommen

Keinesfalls  darf Hess und die Charite mit der „Aufarbeitung“ gegen zusätzliches Geld betraut werden ! Bekanntlich hackt eine  Krähe im weißen Arztmantel der anderen Krähe nicht das Auge aus. Es sind Menschen gestorben… eindeutig ist das die Sache der Staatsanwaltscheft. Strafanzeige  gegen Schalck Golodkowski, gegen Mecklinger und gegen jeden damaligen leitenden Arzt bzw . Klinikchef der beteiligten Krankenhäuser. Dieser Fisch stinkt vom Kopf. Aber bringe einer den Golodkowski zu reden !? Der ist in Deutschland nicht geboren. BStU raushalten, weil die auf Täterschutz getrimmt sind !

Auch Badische Zeitung meldete sich zum Wort :

http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/terpe-ddr-medikamtentests-muessen-aufgeklaert-werden–71866161.html

INTERVIEW MIT GRÜNEN-POLITIKER

Terpe: DDR-Medikamtentests müssen aufgeklärt werden
Die Medikamententests an Bürgern der ehemaligen DDR müssen aus Sicht des Grünen-Politikers Harald Terpe rasch aufgeklärt werden – von einem runden Tisch oder einem Untersuchungsausschuss.

Harald Terpe Foto: Terpe
Mit Terpe, der Facharzt für Pathologie ist, sprach Bernhard Walker.

BZ: Seit 1991 hat es immer wieder Berichte und sogar Untersuchungen über die Medikamentenstudien gegeben, die westliche Pharmafirmen in der ehemaligen DDR durchgeführt haben. Warum fehlt trotzdem bis heute eine gründliche Aufarbeitung dieser Studien?
Terpe: Es gab und gibt gewichtige Interessengruppen, denen an Aufklärung nicht gelegen ist. Das gilt jedenfalls für die Unternehmen, die diese Studien in Auftrag gaben und für alle, die damals als Vertreter des Staates der DDR oder der Stasi mit den Vorgängen betraut waren. Deshalb war es schwer, Licht ins Dunkel zu bringen. Das haben wir so ähnlich ja auch an anderer Stelle erlebt, zum Beispiel bei der Frage des staatlich geförderten Dopings im Spitzensport der DDR.
BZ: Was muss getan werden, um jetzt Licht ins Dunkel zu bringen?
Terpe: Wir brauchen Aufklärung. Und das könnte ein runder Tisch oder ein Untersuchungsausschuss des Bundestages leisten. Alle Seiten müssen befragt werden: die Pharmafirmen, die Ärzte und Kliniken, die an den Studien beteiligt waren, die Stasi-Unterlagenbehörde, Historiker, Betroffene der Studien und ihre Familien, medizinische Fachgesellschaften sowie die für Arzneimittelzulassung zuständigen Behörden der früheren Bundesrepublik. Die Medikamente, die in der DDR getestet wurden, waren ja dafür vorgesehen, im Westen verkauft zu werden. Dafür brauchten sie auf der Basis der Studien eine Zulassung, weshalb die Frage im Raum steht, was die westdeutsche Zulassungsbehörde über die Studien wusste – ob sie also auch wusste, dass Patienten ohne ihre Einwilligung zu Versuchskaninchen gemacht worden waren oder ob sie wusste, dass wohl auch einige Patienten zu Tode kamen.

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BZ: Ist es dafür heute nicht zu spät? Die Vorgänge liegen schon lange zurück.
Terpe: Es ist spät, aber nicht zu spät. Ganz wichtig ist, dass die Akten jetzt alle sofort gesichert werden. Der Reißwolf darf nicht das letzte Wort haben.
BZ: Was können ein runder Tisch oder ein Untersuchungsausschuss überhaupt bewirken?
Terpe: Sehr viel, da bin ich sicher. Denken Sie daran, dass es in den frühen 90er Jahren in Deutschland den sogenannten Bluterskandal gab – also die Fälle, in denen Kranke durch verunreinigte Blutpräparate mit dem HI-Virus infiziert wurden. Diesen Skandal hat damals ein Untersuchungsausschuss vorbildlich aufgearbeitet. Es gibt also ein Beispiel, wie es gehen kann und muss. Und dem sollten wir jetzt mit Blick auf die Medikamententests in der ehemaligen DDR folgen. Ich bin übrigens sicher, dass sich dabei ein sehr differenziertes Bild ergeben wird.
BZ: Was meinen Sie?
Terpe: In der DDR haben Staat und Stasi das gesamte Leben geprägt und sehr viele Menschen brutalen Repressionen ausgesetzt. Meine Erfahrung ist, dass sich dem zwar viele gefügt haben. Viele widerstanden aber dem Druck und haben sich nicht dazu bringen lassen, unethisch zu handeln. Dieses Bild wird sich auch zeigen, wenn die Medikamententests grundlegend aufgearbeitet und aufgeklärt werden. Nur müssen wir damit jetzt endlich ganz rasch beginnen.

Harald Terpe (58) hat an der Universität Rostock Medizin studiert und die Ausbildung zum Facharzt für Pathologie absolviert. Er gehört dem Vorstand der Ärztekammer von Mecklenburg-Vorpommern an und ist seit 2005 Bundestagsabgeordneter.

Meine Auswahl von Kommentaren aus dem SPIEGEL :

1.

guteronkel 14.05.2013
„Um das eigene System zu stützen war die DDR bereit die Gesundheit der eigenen Bürger zu verkaufen“. Und der Westen war bereit sich die Gesundheit der DDR-Bürger zu erkaufen. Ich fordere Ermittlungen gegen die staatlichen Aufsichtsbehörden, die diese Tests akzeptiert haben und darauf basierend Medikamentenzulassungen erteilt haben. Weiter sind sämtliche Pharmakonzerne zu belangen, die daran beteiligt waren. Auch die Konzerne, die in der Schweiz sind. Weiter ist zu prüfen, inwieweit die westdeutsche Politik diese Verbrechen gedeckt und geduldet hat.
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5.
Fettnäpfchen 14.05.2013
Die Äußerungen von Herrn Bahr sind reines Wahlkampfgetöse und Interessantmacherei. Unsere gesamte Bundesregierung ist der Wirtschaft inklusive der Pharmaindustrie hörig. Es fehlt nur noch, dass er uns – wie Frau Aigner es zu tun pflegt – einen 10-Punkte-Plan vorlegt und dann passiert wieder gar nichts. Die Pharmaindustrie wird in Kürze dafür sorgen, dass die Politiker aller Parteien, die sich jetzt aufregen, ihrer bisherigen treuen Vasallenpflicht wieder nachkommen. Alle Gesetze aus dem Gesundheitsministerium waren zum Vorteil der Pharmaindustrie und zum Nachteil der Patienten. Was also können die Betroffenen erwarten? N I C H T S !
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6.
r.muck 14.05.2013
[Zitat von sysopanzeigen…]

Schon seit 1991 bekannt und auch verfolgt, soweit es ging. Dazu passen auch die TV-Interviews von Menschen die meinten, die spekulierten, die mutmaßten sie könnten…. auch betroffen sein. Völlig belangloses Gestammel von Berufsbetroffenen, frei von jeder stichhaltigen und überzeugenden Aussagekraft. Saubere Recherche, damit meine ich durchrecherchiert, mit einem einigermaßen belastbaren Ergebnis? Fehlanzeige, hier wie beim TV. Ich sehe nur die öffentl. Rechtlichen, bei den anderen wird es nicht viel anders sein. Wie läuft so was? Ein weiteres Beispiel für den Qualitätsverlust bei Print und TV. Aber vor allem wer hat diese Uralt-Geschichte ausgerechnet jetzt und warum lanciert? Um vielleicht abzulenken? Kein Wunder, das ausgerechnet das Merkel-Kampfblatt SPON und die öffentlich Rechtlichen danach schnappen wie weiland Pawlows Hunde. dann der Aufmacher in der ersten Meldung bei SPON:** Pharmalabor DDR: „Vielleicht bin ich der letzte Überlebende“**, als wären die ersten Berliner BILD-Redakteure nach Döpfners Sparankündigung schon in Hamburg angekommen.

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seytan 14.05.2013
Der SPIEGEL 6/1991 enthielt einen 5-seitigen Artikel zum Thema: “ Das ist russisches Roulett – Schmutzige Geschäfte mit westlichen Pharmakonzernen brachten dem SED-Regime Millionen“.
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musikimohr 14.05.2013

Ziemlich dicke Beschuldigungen, die Sie da aussprechen! Aber ich habe herausgefunden, dass Sie und auch Ihr nachfolgender Forist Recht haben. Sie wissen, wie ich das gemacht habe? Ich habe den Beitrag bis zum Ende gelesen. Und tatsächlich außer „heißer Luft“, also Ankündigungen à la „Ich bin toll, ich bin aktiv, engagiert und ich brauche wg. Wahlkampf ne dicke Schlagzeile.“ steht da gar nichts darüber, was er wirklich tun wird. Und das, nein, muss nicht so sein. Es geht anders. Er HÄTTE tatsächlich etwas tun können, um die Sache voran zu bringen.

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felixbonobo 14.05.2013
Erinnert sich noch jemand an den herbst 2012 ? Weltweit wurde über die Zwangsarbeit von politischen Häftlingen in der ddr für ikea berichtet, die zum Schluß all unsere Anschuldigungen bestätigen mussten. Auch da hieß es von politischer seite, das man mit der aufklärung nicht nachlassen wollte und sich für eine Entschädigung einsetzen würde. Ausser das sich ikea heute einen namen mit Milliarden-Investition macht, ist gar nichts geschehen. Ich traue der heutigen Aufregung keinen meter, denn nichts ist älter als die Zeitung von gestern.
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[Zitat von sysopanzeigen…]Keiner hat was gewusst, keiner was gesehen? Hier ist schon darauf hingewiesen worden, dass die menschenverachtenden Methoden der Pharma-Konzerne seit Jahren bekannt sind. Aber nach den „minderwertigen“ Menschen in Indien und anderswo hat kein Hahn gekräht. Erst jetzt, wo Patienten in D betroffen sind, fordert man einen „Beitrag zur Transparenz“. Wie niedlich! Das wird die Pharma-Manager und ihre ärztlichen Helfershelfer aber gewaltig jucken!
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12.
j.vantast 14.05.2013
[Zitat von sysopanzeigen…]

Die Tests wurden ja wohl eher von Kliniken bzw. Ärzten aus der DDR durchgeführt und nicht von westlichen Pharmaunternehmen. Letztere waren die Auftraggeber, nicht die Ausführer der Tests. Zunächst sollte aber erst einmal geklärt werden ob die Pharmaunternehmen wussten dass die Tests ohne Wissen der Patienten erfolgten. Es wird immer laut geschrien, aber ob IKEA wirklich davon wusste dass die Möbel im DDR Knast hergestellt wurden? Ich kann mir kaum vorstellen dass die DDR derlei Informationen herausgegeben hat. Der DDR-Führung ging es nur um Devisen, da war jedes Mittel recht. Jetzt die Auftraggeber an den Pranger zu stellen ist etwas zu simpel gedacht.

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chb_74 14.05.2013

So einfach ist das nicht. Wenn die Pharmaunternehmen sich von den beteiligten Prüfinstitutionen haben unterschreiben lassen, dass die Patienten gemäß den gültigen Standards aufgeklärt werden müssen, sind die Unternehmen erst mal weitgehend raus aus der Verantwortung. Da ist dann weder Vorsatz, noch grobe Fahrlässigkeit anzunehmen. Da die Standards in der DDR wie beschrieben denen der BRD und anderer „westlicher“ Staaten entsprachen, waren diese Arzneimitteltests ja auch ethisch nicht bedenklich, jedenfalls nicht bedenklicher als wenn sie in Westdeutschland durchgeführt worden wären. Dass diese umfangreichen klinischen Tests stattfinden mussten, steht ja hier hoffentlich außer Frage, denn genau die fordert ja das 1976 neu geschaffene Arzneimittelgesetz als Konsequenz aus dem Contergan-Skandal (Contergan musste damals noch nicht wirklich geprüft und zugelassen, sondern nur als Arzneimittel registriert werden!).

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Hilfskraft 14.05.2013

Die Auftraggeber wussten aber ganz genau, was passierte. Es passierte nämlich dass, was in der BRD verboten war. Damit wich man BRD-Gesetze aus und die DDR ließ sich die Menschenversuche üppig mit Devisen bezahlen. Mit IKEA-Möbel kann man sowas wohl kaum vergleichen. Eher mit der Zeit vor DDR und BRD

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Hilfskraft 14.05.2013
[Zitat von chb_74anzeigen…]

Menschenversuche mit Menschen, die nichts davon wussten (einschl. daraus resultierender Todesfälle), sind wohl doch bedenklich auch in Ihrem Sinne. Hoffe ich jedenfalls. Vorsatz war auf jeden Fall gegeben. Man wusste, warum nicht im Westen.

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k70-ingo 14.05.2013
[Zitat von guteronkel]Ich fordere Ermittlungen gegen die staatlichen Aufsichtsbehörden, die diese Tests akzeptiert haben und darauf basierend Medikamentenzulassungen erteilt haben.

Das ist nicht mehr möglich. Die entsprechende Verantwortlichkeit gibt es nicht mehr, denn es waren DDR-Behörden. Wenn Sie den Artikel in der Printausgabe lesen, sehen Sie, daß es sich bei den in der DDR durchgeführten Tests um Test gehandelt hat, die in der Bundesrepublik verboten, ethisch geächtet oder aus anderen Gründen nicht machbar waren. Zum Teil hatten die Pharmafirmen sich schon Abfuhren vom Bundesgesundheitsamt eingefangen. Die Devisengier der DDR machte es dann möglich.

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adal_ 14.05.2013
[Zitat von k70-ingo]Wenn Sie den Artikel in der Printausgabe lesen, sehen Sie, daß es sich bei den in der DDR durchgeführten Tests um Test gehandelt hat, die in der Bundesrepublik verboten, ethisch geächtet oder aus anderen Gründen nicht machbar waren. Zum Teil hatten die Pharmafirmen sich schon Abfuhren vom Bundesgesundheitsamt eingefangen. Die Devisengier der DDR machte es dann möglich.

Sie lehnen sich aber ganz schön weit aus dem Fenster. Wenn die Konzerne Tests in Auftrag gegeben haben, die per se verboten waren, haben sie sich strafbar gemacht. Bis jetzt steht nur der Vorwurf im Raum, die beauftragten Institutionen der DDR hätten die Tests ohne Einwilligung ihrer Testpersonen durchgeführt.

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quadraginti 14.05.2013
Die Namen offenlegen: Welche *Firmen *und welche *Manager*? 
adal_ 14.05.2013
Die beteiligten Ärzte und Parteikader haben sie in Ihrer Aufzählung vergessen.
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kwilsmann 14.05.2013
DDR-Bürger wurden von westlichen Pharmafirmen nicht als Versuchskaninchen missbraucht. Wenn eine Firma mit einem vollständigen Zulassungsdossier Antrag auf Zulassung in der DDR stellte, wurde sie an das Beratungsbüro für Arzneimittel verwiesen (Pharmazierat Dr. Petzold; nach dem Mauerfall abgetaucht). Dort wurde klargestellt, dass die DDR auf eigenen klinischen Studien besteht, selbst wenn das Arzneimittel bereits weltweit zugelassen sei. Das war reine Erpressung zur Beschaffung von Devisen. Soweit ich weiß, haben die meisten Firmen auf diese Erpressung „verzichtet“. Wenn sie darauf eingegangen sind, waren die Arzneimittel in der Regel bereits ausserhalb der DDR klinisch geprüft und zugelassen. Von Versuchskaninchen kann keine Rede sein.
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humer972 14.05.2013
Genau das gleiche läuft nun in Indien, auch mit deutschen Firmen. Die Patienten wissen nicht bescheid, windige Ethikomissionen bestätigen die Studien… gezeigt z.B. in der Sendung Monitor am 6.5.2013 (DasErste.de – Monitor – Pharmatests in Indien: Menschenversuche auf dem Rücken der Ärmsten? (http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/0927/indien.php5)). Warum stört das keine Aufsichtsbehörden, bzw. warum gibt es keinen Aufschrei in der Presse?
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observer2025 14.05.2013
[Zitat von sysop]Erstmals hat sich ein Mitglied der Bundesregierung zu den Medikamententests westdeutscher Pharmakonzerne in der DDR geäußert …

Die Pharmaunternehmen, die dieses DDR-Angebot genutzt haben, haben die betroffenen Menschen wie Ratten in einem Versuchslabor benutzt. Das zeigt das wahre, menschenverachtende Verhalten dieser Pharmaunternehmen. Es lohnt sich sicher, jetzt aktuell zu recherchieren, woher diese Unternehmen jetzt ihre menschlichen Versuchsratten rekrutieren. In der einen oder anderen Diktatur oder einem Armutsstaat wird man sich fündig. Hauptsache der Profit stimmt; Das Leben und die Gesundheit der Menschen sind für diese Unternehmen nebensächlich. Dass die DDR-Führung die eigenen Bürger den Pharmafirmen als Versuchskaninchen gegen Westdevisen verkauft hat, verwundert ebenfalls nicht.

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Opa 14.05.2013
Anfrage an Herrn Bahr: Wann wird der oder seine Partei im Bundestag ein Gesetz einbringen, das grundsätzlich den Test von Pharmaka an Menschen sowohl im Inland als auch im Ausland unter schwere Strafe stellt. Und wann ist diese Lobbyregierung bereit eine Liste aller der Pharmakonzerne zu veröffentlichen, die geghenwärtig besonders in einer Reihe von unterentwickelten Staaten diese Test, gegen Bezahlung vornehmen lassen.
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chb_74 14.05.2013

Vorsatz war zwar gegeben, aber in erster Linie auf Seiten der Verantwortlichen in der DDR! Daraus lässt sich dann aber einer Firma ScheringBayerRocheundsoweiter schwerlich ein Vorwurf konstruieren, falls diese sich haben bestätigen lassen, dass die Probanden gemäß gültiger Standards aufgeklärt wurden. So läuft das bei Studien, wenn aufgrund rechtlicher und/oder politischer Hürden Zwischeninstitutionen beteiligt sind. Selbstverständlich betrachte ich klinische Tests ohne Aufklärung der Probanden als ethisch höchst verwerflich, das steht hier doch völlig außer Frage. Interessant ist viel eher, wen man jetzt zu Recht schlagen muss. Dass es Todesfälle bei klinischen Studien geben kann ist übrigens nichts Besonderes – bei jedem neuen Arzneistoff können sich in den Tests solche „adverse events“, d.h. unangenehme Nebenwirkungen bis hin zum Tod, zeigen. Deswegen führt man sie ja unter streng überwachten Bedingungen mit einem möglichst sinnvoll ausgewählten Patientenkollektiv durch. Klinische Studien sind legale Menschenversuche, die aufgrund einer Güterabwägung notwendig sind. Es ist ethischer, an Freiwilligen etwas mit u.U. gravierenden Folgen zu testen als ohne Tests direkt in die breite Masse zu gehen. Wer solche Tests grundsätzlich ablehnt, lehnt damit auch neue Arzneimittel grundsätzlich ab.

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chinsa 14.05.2013
Am Montag hat der an der Recherche beteiligte Journalist des MDR im Interview ausgesagt: „Es gibt einige wenige Hinweise, aber keine Belege, dass die Tests ohne Wissen der Beteiligten durchgefuehrt worden waeren.“ Weiter: “ Die Tests sind nach DDR-Regeln durchgefuehrt worden, die sowohl westdeutschen als auch US-amerikanischen Standards entsprachen.“ Und auch: “ Bei einigen todkranken Patienten ist versucht worden, mit diesen neuartigen Medikamenten das Leben zu retten. Als sich dies als nicht moeglich erwies, sind die Versuche abgebrochen worden.“ Es ist halt leichter im Forum zu geifern als sich mit den Tatsachen auseinander zu setzen. Und die Beitraege zum Thema auf SPON sind weit unter der Guertellinie.
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Unter anderem vom Staatsanwalt. Körperverletzung ist ein Offizialdelikt. Und als Körperverletzung gilt grundsätzlich jeder medizinische Eingriff ohne Einwlligung des Betroffenen, auch wenn keine nachweisbare gesundheitliche Belastung aufgetreten ist.
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Medikamententests ohne Einwilligung der Betroffenen ist Körperverletzung.
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BSEO 14.05.2013
Auch in der DDR gab es seit 1964 ein Arzneimittelgesetz, welches 1986 überarbeitet wurde. Die Regelungen in der DDR in Bezug auf Arzneimittelprüfungen waren damals unter dem Strich mit denen des bundesdeutschen Arzneimittelgesetzes vergleichbar. So gab es in der DDR eine explizite Genehmigungspflicht durch das Gesundheitsministerium – zum Vergleich: In der BRD gab es bis 2004 „nur“ eine Anzeigepflicht gegenüber der zuständigen Bundesoberbehörden plus einer Bewertungspflicht durch Ethikkommissionen (die gab es dafür nicht in der DDR). In der DDR war im Arzneimittelgesetz geregelt, dass der Proband/Patient eine Aufklärung erhalten muss und sein Einverständniss ausgesprochen haben muss. Auch dies ist vergleichbar zu den damals gültigen Regelungen in Westdeutschland. Zu dieser Zeit wurde der Patient auch in Westdeutschland entsprechend einer im Prüfplan festgelegten Information durch den Arzt über die Möglichkeit einer Studienteilnahme, sein Recht zum Widerruf der Einwilligung etc. informiert (festgehalten z. B. in den Grundsätzen für die ordnungsgemäße Durchführung der klinischen Prüfung von Arzneimitteln von 1987). Der Prüfer/Arzt hat dann den potentiellen Studienteilnehmer entsprechend informiert und die ggf. erteilte Einwilligung z. B. in der Patientenakte schriftlich dokumentiert. Das Verfahren zur Aufklärung und Einwilligung in die Teilnahme an einer klinischen Prüfung war damals ist also in keiner Form mit der heute gültigen rechtlichen Regelungen vergleichbar (mündliche und schriftliche Aufklärung, Aufklärungsgespräch mit dem Prüfer, schriftliche Einwilligung des Studienteilnehmers). Jetzt aber so zu tun, als müssten diese heutigen Grundsätze – egal ob DDR oder BRD – schon vor 20/30 Jahren gegolten haben, ist doch nicht sachgerecht. Was mich aber an der Sache stört wäre die im Artikel gestern genannte, schriftliche Verzicht auf eine Aufklärung oder die Einwilligung im Delirium. Das wäre nicht richtig und ein Verstoß gegen damals geltendes Recht in der DDR – und auch der BRD. Unterschiede in der Regelungen gab es aber bei der Versicherungsplicht bei klinischen Studien. An die Stelle des im bundesdeutschen Gesetz vorgesehenen, verpflichtenden Versicherungsschutzes trat in der DDR im Schadensfall die sog. Staatshaftung ein, geregelt im Zivilgesetzbuch der DDR. Dies bedeutet im Schadensfäll hätte der Staat – die DDR – eine Kompensation an die Geschädigten einer klinischen Prüfung zahlen müssen. Unter dem Strich lässt sich aber festhalten, dass die rechtlichen Regelungen in der DDR vergleichbar waren mit denen in der BRD – abgesehen von der Versicherungsregelung. Die gestern im Artikel beschriebenen Beispiele wären damit auch ein Verstoß gegen DDR-Recht gewesen, aber m. E. in der Verantwortung der Ärzte und des DDR-Gesundheitsministerium – also vor Ort – gelegen. Daher ist eine sachliche Aufklärung wichtig und man muss – sofern verfügbar – auch Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen. Aber diese aktuelle „Skandalmache“ ist unsinnig.
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Unter dem Strich lässt sich aber festhalten, dass die rechtlichen Regelungen in der DDR vergleichbar waren mit denen in der BRD – abgesehen von der Versicherungsregelung. Die gestern im Artikel beschriebenen Beispiele wären damit auch ein Verstoß gegen DDR-Recht gewesen, aber m. E. in der Verantwortung der Ärzte und des DDR-Gesundheitsministerium – also vor Ort – gelegen.Es war in der DDR durchaus üblich, dass von staatlicher Seite auch das eigene Gesetz missachtet wurde. Und da es diesen Staat nicht mehr gibt, ist die damalige Rechtslage Heute kaum mehr relevant. Entscheidend für die moralische Bewertung der Pharmakonzerne ist, ob sie es hätten wissen können. Davon gehe ich fest aus. Auch weil bis Heute in ärmeren Ländern bewusst Ähnliches getan wird. Ob sie es wissen mussten, ist für die juristische Bewertung wichtig.
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prologo1 14.05.2013
[Zitat von sysopanzeigen…]

…… sondern eine Degradierung von DDR Bürgern zu Pharmaversuchs-ratten! Und das ohne jeglicher Information und ohne deren Einverständnis einzuholen. Das grenzt ja schon an illegaler Organentnahme ohne Einverständnis! Dabei ist es doch völlig egal, wer das aufklären will, wichtig ist, dass es aufgklärt wird! Das ist ein Paradebeispiel der Korruption von Konzernmanagern, Politfunktionären, unter dem Dach der beiden Ost-West Staatsregierungen. Aber für die Auswertung von Pharmaprodukten auf den menschlichen Körper braucht man ja fast Wissenschaftler auf beiden Seiten. Ärzte, Laboranten, alle mussten zusammenarbeiten. Ansonsten ist das Ergebnis wertlos. Nur für ein Ergebnis gab es doch die vielen 100 tausende Westmark, und alles schwarz bezahlt! Während die Ost West Regierungen um den Fall der DDR Grenze ringen, haben sich die Pharmamafia West, und die DDR Funktionäre Ost schon ein Geschäftsmodell erarbeitet, indem sie die DDR Menschen in den Kliniken als menschliche Versuchsratten benützt haben. An der Stelle muss ich aufhören zu schreiben, weil mir da echt das Ko….zen kommt. Denn was ich jetzt noch dazu ausführen wollte, könnte unter Zensur fallen.

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Die gestern im Artikel beschriebenen Beispiele wären damit auch ein Verstoß gegen DDR-Recht gewesen, aber m. E. in der Verantwortung der Ärzte und des DDR-Gesundheitsministerium – also vor Ort – gelegen.Hören Sie doch auf, sich die Sache schönzureden. Das DDR-Gesundheitsministerium ist keine Institution „vor Ort“ in Jena gewesen, genausowenig wie die Stasi. Aus beider Nachlass bezieht der SPIEGEL seine Informationen. Die Schweinerei kann also nur von ganz oben, vom Politbüro, angeordnet worden sein, was die beteiligten Mediziner – und zumindest im Fall Hoechst auch den Pharmakonzern – allerdings nicht auis ihrer Verantwortung entlässt.
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Erstmals hat sich ein Mitglied der Bundesregierung zu den Medikamententests westdeutscher Pharmakonzerne in der DDR geäußert: Gesundheitsminister Bahr fordert eine rasche Aufklärung und verspricht Hilfe. Dabei will der Liberale auch die Pharmaunternehmen in die Pflicht nehmen. Gesundheitsminister Bahr fordert Aufklärung über Pharmatests in DDR – SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gesundheitsminister-bahr-fordert-aufklaerung-ueber-pharmatests-in-ddr-a-899707.html)Wo liegt jetzt eigentlich das Problem? Es wird ja sogetan, als ob irgendwelche DDRler in Käfigen irgendwelche misteriösen Präperate untergejubelt wurden. Es ist nichts gegen Pharmaversuche einzuwenden. Tests an Menschen sind sowieso der allerletzte Schritt vor der Marktreife, d.h. das Medikament ist eigentlich fertig. Test sind auch nur unter gewissen Bedingungen durchführbar, da hier auch Wechselwirkungen u.ä. beachtet werden müssen. Was geklärt werden muß, ist hier einig die Aufklärungspflicht des behandelden Arztes. In wie weit hier die rechtlihen Grundlagen in der DDR waren und ob diese eingehalten wurden, ist der zentrale Punkt. Daß schwachsinnige Aussagen wie „Was bisher über die Tests bekannt ist, erschreckt mich: Um das eigene System zu stabilisieren, war die SED sogar bereit, mit der Gesundheit ihrer Bürger zu handeln“ kommen, war natürlich klar, haben aber nicht das geringste mit Aufklärung zu tun.
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[Zitat von rodelaax]Und was sagt Herr Bahr zu den Menschenversuchen von Pharmafirmen, auch aus Deutschland, in der dritten Welt, die jedes Jahr tausende Menschen töten?Ohne DDR-Bashing ist das Thema doch uninteressant. Wie brutalstmöglich sich der Bahr die Pharmafia zur Brust nehmen will, erkennt man schon an seinem Satz: „Ich fordere die Pharmaindustrie auf, diesen Prozess nach Kräften zu unterstützen und zur Transparenz beizutragen.“ Fehlt nur noch der Nachtrag: „Und wenn ihr das nicht tut, dann bewerf ich euch mit rosa Wattebällchen!“ Das ist Verbrechensbekämpfung a la FDP: „Wir fordern alle Verbrecher auf, die Polizei nach Kräften zu unterstützen und sich selbst anzuzeigen.“
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Da Sie sich anscheinend gut auskennen, wissen Sie vielleicht auch, ob der Auftraggeber verpflichtet ist sicherzustellen, dass die Tests bzw. Studien gemäß den gesetzlichen Vorschriften durchgeführt werden.Ich bin sicher, daß in den Verträgen die entsprechende regelungen enthalten sind. Allerdings dürfte der Auftragsgeber kaum verpflichtet gewesen sein, einen Aufpasser neben jeden DDR Arzt zu stellen, ganz davon abgesehen, hätte sich die DDR das wohl auch kaum gefallen lassen. Die nächste Frage ist, über welche gesetzlichen Vorschriften Sie reden, die der Bundesrepublik hatten in der DDR keine Bedeutung, was das DDR recht dazu gesagt hat, entzeiht sich meiner Kenntnis
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DerDodga 14.05.2013
Und gleich sehen natürlich wieder viele die Verantwortung bei den westlichen Konzernen. Das ist mal interessant. Ich sehe bisher nur klar einen der hier vor allem verantworltlich ist: Die Führung der DDR. Nur um gleich mal eins Klarzustellen: Medikamententests an Menschen sind vollkommen normal und üblich – wenn die DDR den Pharmaunternehmen zugesichert hat, dass dies auf freiwilliger Basis geschieht, dann ist das doch ein ganz normaler Vorgang. Wie sonst sollten diese auch geprüft werden? Dass hingegen die DDR die Erprobung an Menschen ohne deren Wissen hat vornehmen lassen, ist doch der eigentliche Skandal – und zeigt ein weiteres Mal, wie menschenverachtend die Führung dieses Staats nun einmal war.
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chefchen1 14.05.2013
[Zitat von DerDodga]Dass hingegen die DDR die Erprobung an Menschen ohne deren Wissen hat vornehmen lassen, ist doch der eigentliche Skandal – und zeigt ein weiteres Mal, wie menschenverachtend die Führung dieses Staats nun einmal war.

Das wäre ein Skandal, wenn es eine Anweisung gegeben htte, die Tests heimlich durchzuführen. Hierzu gibt es aber keinerlei Hinweise. Zuerst muß daher geklärt werden, wie denn die Aufklärungspflicht in den 80ern in der DDR ausgesehen hat und in wie weit die Dokumentionspflicht eingehalten wurde. Danach ist zu klären, wieso Abläufe – und augenscheinlich ist das nicht die Hauptmasse – nicht eingehalten wurden.

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(Der FDP-Politiker will auch die westdeutschen Konzerne, die damals in der DDR den Kliniken die Medikamente zur Verfügung stellten und über eine vom DDR-Gesundheitsministerium in Ost-Berlin eingerichtete Anlaufstelle ihre Kontakte pflegten, in die Pflicht nehmen.)… „Ich fordere die Pharmaindustrie auf, diesen Prozess nach Kräften zu unterstützen und zur Transparenz beizutragen.“ Ist das nun ein Witz? Sollte es vielleicht „In-Transparenz“ heißen?
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schoenfeldo 14.05.2013
und die muss es in der Politik geben. Die Firmen werden hier kaum ohne staatliche Unterstützung gearbeitet haben. Einige Staatsdiener haben in der Vergangenheit den Weg zu den Pharmatestes geebnet. Ein Stein dürfte ins Rollen kommen, sobald Ross und Reiter bekannt sind.
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guteronkelanzeigen…]es sind dringendst Untersuchungen anzustellen, wo und mit welchen Menschen zur Zeit noch Menschenversuche im zielichtigen Rahmen geführt werden und was bundesdeutssche Behörden damals wußten und heute darüber wissen. In diesem Prozeß sollten auch die Aufsichtsräte genauer unter die Lupe genommen werden. Wenn sich Menschen der Medikamentenforschung aus eigenem Antrieb und im Wissen um eventuelle Nebenwirkungen zur Verfügung stellen ist dies zu akzeptieren. Geschieht dies aber ohne ihr Einverständnis, ist dies ein Verbrechen. Desweiteren sollte der Name des Gesundheitsministers veröffentlicht werden, der dieser Sache womöglich zugestimmt hat.
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[Zitat von Rainer Helmbrecht]Wenn man sich überlegt, mit welch Menschenverachtenden Methoden die Brüder und Schwestern in der DDR von Westdeutschen Firmen benutzt wurden, dann kann ich mir Vorstellen, welche Verhandlungen die selben Westdeutschen Pharmafirmen mit Verantwortlichen aus Nord-Korea führen. Einreservoir von Freiwilligen. MfG. RainerSorry, Ihre theatralischen Wore sind albern! Bis jetzt weiss ich nur, daß die westdeutschen Unternehmen die bei uns gesetzlich vorgeschriebenen Test in der DDR haben durchführen lassen. Wenn es stimmen sollte, daß die probanden nicht aufgeklärt wurden, dann ist zu untersuchen, welche Aufklärungspflichten in der DDR bestanden und die Verantwortlichen ggf. zur Rechenschft zu ziehen. Sicher handelt es sich nicht um ein Verbrechen, und sicher hat dies auch mit „Menschenverachtung“ zu tun. Ich bin jedenfalls froh, daß die Medikamente, die ich nehme ausreichend getestet sind!
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Frau_von_heute 14.05.2013
Ein Freund von mir leidet seit Jahren darunter, daß seine Frau im achten Monat zwangsentbunden wurde (in der damaligen DDR, es wurde ihr offen gesagt, daß sie da mitmachen muß, und daß man das nur ausprobieren möchte), und daß der Sohn psychisch allergrößte Probleme hat. Die Akten sind natürlich verschwunden. Dem Regime galt der Mensch nichts.
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Zitat von j.vantast]Die Tests wurden ja wohl eher von Kliniken bzw. Ärzten aus der DDR durchgeführt und nicht von westlichen Pharmaunternehmen. Letztere waren die Auftraggeber, nicht die Ausführer der Tests. Zunächst sollte aber erst einmal geklärt werden ob die Pharmaunternehmen wussten dass die Tests ohne Wissen der Patienten erfolgten. Es wird immer laut geschrien, aber ob IKEA wirklich davon wusste dass die Möbel im DDR Knast hergestellt wurden? Ich kann mir kaum vorstellen dass die DDR derlei Informationen herausgegeben hat. Der DDR-Führung ging es nur um Devisen, da war jedes Mittel recht. Jetzt die Auftraggeber an den Pranger zu stellen ist etwas zu simpel gedacht…. sollte es doch hinlänglich bekannt sein, dass die DDR-Führung fast oder sogar alles für Devisen getan hat. Es hieß landläufig Gestattungsproduktion. Man hat auch Menschen, ungeliebte, nach dem Westen verkauft. Wie sagte es einmal Volker Pispers sinngemäß: „Hätte man das Billy-Regal in Westdeutschland gebaut, hätte es sich kein Student kaufen können. Die Mauer hat uns vor den Billiglöhnern bewahrt.“ Ist es nicht eher Aktionismus, was jetzt geschieht? Bis jetzt nur soll, hätte und könnte. Wann belastbare Zahlen und Aussagen?
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güntilein 14.05.2013
„Aufarbeitung von DDR Unrecht“ mit“Hilfe“ des Spiegel, das andere. Über die Fähigkeiten der“Aufarbeitung“ lässt sich ein eigenes Buch erstellen. Es gibt eine Sammlung der Räuberpistolen. Schon deshalb sollten die „neuen Erkenntnisse“ nicht zu ernst genommen werden.
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Zitat von sysop]Erstmals hat sich ein Mitglied der Bundesregierung zu den Medikamententests westdeutscher Pharmakonzerne in der DDR geäußert: Gesundheitsminister Bahr fordert eine rasche Aufklärung und verspricht Hilfe. Dabei will der Liberale auch die Pharmaunternehmen in die Pflicht nehmen. Gesundheitsminister Bahr fordert Aufklärung über Pharmatests in DDR – SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gesundheitsminister-bahr-fordert-aufklaerung-ueber-pharmatests-in-ddr-a-899707.html)das die betroffenen Pharma Unternehmen genauso menschenverachtend waren, wie das damalige Regime der DDR. Das Regime der DDR ist weg, die Pharmaunternehmen sind geblieben und haben nach wie vor über ihre Lobbyisten einen starken Einfluss auf die Politik. Statt immer wieder die Frage zu diskutieren, ob die DDR ein Unrechtsstaat war sollten wir die aktuelle Frage stellen, ob Teile der deutschen Wirtschaft heute wirklich noch an den Prinzipien eines Rechtsstaates festhalten. Die Propaganda der „Neuen Sozialen Marktwirtschaft“ erinnert zumindest stark an die Durchhalteparolen des untergegangenen deutschen Staates. Und diese wirtschaftsnahe Vereinigung ist ebenso wenig sozial wie die DDR demokratisch war. Auch die alten Bundesländer sollten endlich das Selbstbewusstsein der DDR Bürger aufbringen und klar feststellen „WIR SIND DAS VOLK“
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gisela,ralf gestern, 19:32 Uhr
Meine Frau hat 1971 durch eine grob fahrlässig ( Körperveletzung nach StGb 224 ) durchgeführte Polio- Schluckimpfung einen Impfschaden erlitten. Sie hatte vorher eine starke eitrige Angina und die Eltern informierten am Impftag den Impfarzt darüber, welcher die Schluckimpfung dennoch gab. Hier hat wiedermal ein Arzt entschieden, wie sich jetzt nach über 40 Jahren herraus stellte „FALSCH“. Die ersten Symptome der Kinderlähmung ließen nicht lange auf sich warten. Die ersten 30 Tage sind aus allen Krankenberichten verschwunden und nachfolgende Kliniken konnten nur noch Vermutungen anstellen. Gut 1 Jahr später stellten sich massive Lernprobleme ein, so dass man sich entschloss sie in eine Kinderneuropsychatrie mit angeschlossener Sonderschule einzuweisen. Nach 4 Jahren wurde sie von da entlassen und besuchte noch bis zum Ende der 7.Klasse die normale POS im Dorf. Im Zeugnis stand zwar „versetzt“, aber man sagte den Eltern es wäre besser wenn sie von der Schule geht, da sie auf keinen Fall die 8.Klasse schaffen würde. Allein dieser Sachvergalt rechtfertigt heute einen GdS zwischen 50-70 v.H.. Noch 1971 beantragten die Eltern einen Impfschaden beim Rat des Kreises in Sangerhausen(ehemalige DDR). Den Eltern wurde von Kreisarzt gesagt es können immer wieder Impfkomplikationen auftreten, kein Wortlaut dazu, dass die Impfung ja garnicht hätte durchgeführt werden dürfen. Die ganzen Eingaben zogen sich bis Anfang 1977 hin dann entschlossen sich die Eltern einen Brief an Prof. Dr. Kaul des DDR- Fernsehen zu schreiben. Der Professor gab den Eltern den Tip sich direkt an den Ministerrat der DDR zu wenden. Im Februar 1977 erhielten sie von da Antwort, dass man sich umgehend um den Fall kümmere. Im Mai 1977 wurde der Impfschaden anerkannt, der Minister Herr Mecklinger forderte die Ärzte auf die Eltern umgehnd davon in Kenntnis zu setzen. Wir können heute nur vermuten, dass wiedermal der Informationsfluss in Sangerhausen (siehe oben) endete. Als die Eltern keinerlei Information mehr erhielten hatten sie den Glauben an Gerechtigkeit in der DDR ganz verloren und da ihre Tochter relativ gesundet war und sogar einen Teilfacharbeiter besaß ließen sie es auf sich beruhen. 2003 setzten die ersten unerklärlichen Krankheiten meiner Frau ein, Ärzte hatten immer eine Diagnose parrat. 2009 setzten massive Schmerzen in der LWS ein, aber kein Arzt konnte ihre eine geeignete Diagnose geben. Also ging es weiterhin Tag ein Tag aus auf Arbeit in der Handtasche immer starke Schmerztabletten. Im August 2011 wurden die Schmerzen so unerträglich und ihre Gehstrecke belief sich nur noch auf 100 m, dass sie fortan Krank geschrieben wurde. Zwischenzeitlich wurde noch ein Bandscheibenschaden in der HWS operiert. Im selben Monat wurden wir im Internet auf das Post Polio Syndrom, den Spätfolgen der Kinderlähmung aufmerksam. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten, wenn ein Arzt sagt“ Klar kenne ich die Kinderlähmung“ er leider von den Spätfolgen „Null Plan hat „.
Und damals schrieb  SPIEGEL  – keinen hat es gekümmert !?
04.02.1991

Das ist russisches Roulett

Schmutzige Geschäfte mit westlichen Pharmakonzernen brachten dem SED-Regime Millionen

Jahrelang haben westliche Pharmaunternehmen, vor allem bundesdeutsche, aggressive Arzneimittel in Kliniken der damaligen DDR getestet. Die Wirkung war oft verheerend. Patientenaufklärung fand – wenn überhaupt – nur mangelhaft statt. Der SED-Staat kassierte für die Menschenversuche Millionen in harter Währung.

Wenige Minuten nach der Injektion verkrampfen sich die Brustmuskeln des Patienten, sein Herz beginnt zu rasen, Kopf und Rücken schmerzen. Der Mann bekommt hohes Fieber und Durchfall, erbricht, in seinem Blut verlangsamt sich die Produktion der lebenswichtigen weißen Blutkörperchen.

Der Patient ist Opfer eines Arzneimittelversuchs. Der japanische Pharmaproduzent Asahi Chemical Industry hat im Zentralinstitut für Krebsforschung eine aggressive Substanz, Tumor-Nekrose-Faktor (TNF), die das Wuchern von Tumorzellen stoppen soll, testen lassen – an zumeist ahnungslosen Menschen in der damaligen DDR.

Es war kein Einzelfall. Allzugern griffen westliche Pharmakonzerne zu, als sich ihnen die Chance bot, aggressive und oft noch nicht zugelassene Präparate in den Kliniken der DDR auf Wirksamkeit und Nebenwirkung zu prüfen. Die Menschenversuche, an denen vor allem westdeutsche Firmen beteiligt waren, gehörten zu den schmutzigsten Geschäften, mit denen sich das SED-Regime die dringend benötigten Devisen beschaffte.

Den für beide Seiten vorteilhaften Deal hatte die Firma Berliner Import& Export GmbH (BIEG) eingefädelt. Deren oberster Boß war einer, der die DDR stets mit D-Mark oder Dollar zu versorgen wußte – Stasi-Oberst Alexander Schalck-Golodkowski. Von 1984 bis zum Untergang der DDR waren seine BIEG und die Pharmakonzerne aus dem Westen Geschäftspartner. „Da paßten Schloß und Schlüssel 100prozentig zueinander“, sagt rückblickend Karl Seidel, damals im SED-Zentralkomitee Leiter der Abteilung Gesundheitspolitik.

Experten sprechen vom „Pharmastrich“. Die Freier aus dem Westen standen vor den Ost-Kliniken Schlange. „Unsere Krankenhäuser“, erinnert sich Helmut Koch vom DDR-Arzneimittelinstitut, „waren ständig überbucht.“ Gespritzt und geschluckt wurde, was die Forschungslabors der West-Konzerne hergaben: Betablocker, Antidepressiva, Zytostatika und schließlich auch Wirkstoffe aus den Genlabors.

Die Marburger Hoechst-Tochter Behringwerke erprobte an 21 DDR-Bürgern vom Juni 1987 bis zum Oktober 1989 das Antikrebsmittel Pirarubicin. Die Patienten kotzten und verloren ihre Haare.

Die österreichische Chemie Linz AG ließ in der Charite an 30 Patienten die Betablocker Celiprolol und Metoprolol testen. Der Prüfarzt meldete einen Angina-pectoris-Anfall und vier mittlere Herzattacken.

Boehringer Ingelheim spritzte acht Ostlern in den Jahren l984 und l985 das auf gentechnischem Weg erzeugte Interferon. Die Patienten litten, aber das Präparat wirkte nicht. Der Test mußte abgebrochen werden.

„Die Patienten in der DDR“, sagt Ulrich Moebius, Chef des West-Berliner Instituts für Arzneimittelinformation, „wurden offenbar als billige Versuchskaninchen mißbraucht.“

Die Geschäftsidee wurde bei einem Treffen im Frühjahr 1983 ausgeheckt: Im damaligen ZK-Gebäude versammelten sich Gesundheitsminister Ludwig Mecklinger (SED), sein Stellvertreter Ulrich Schneidewind (SED), der für Gesundheitspolitik zuständige ZK-Abteilungsleiter Karl Seidel (SED) und Schalck-Golodkowski.

Das Gesundheitssystem, so die Weisung von oben, könne nicht länger Kostgänger der Republik bleiben. Fortan sei Devisenerwirtschaftung für alle gesellschaftlichen Bereiche das Gebot der Stunde.

Die im ZK versammelte Genossenrunde zeigte sich kreativ: Die DDR, so das Diskussionsergebnis, könne über das Internationale Rote Kreuz Blutplasma der DDR-Bürger verkaufen, sie könne mit der niederländischen Organbank Eurotransplant enger kooperieren und den Reichen der Dritten Welt Spezialoperationen anbieten, wie die in Erfurt praktizierte Extremitätenverlängerung. Und auch mit der westlichen Pharmaindustrie könne man gut ins Geschäft kommen – mit klinischen Tests von Arzneimitteln.

Die SED-Genossen wußten, daß derartige Menschenversuche vor der Medikamentenzulassung nötig sind. Sie sind im Westen, begleitet von einer kritischen Öffentlichkeit und einem pingeligen Gesetzgeber, gang und gäbe. Ohne Nachweis von Wirksamkeit und Nebenwirkung genehmigt das West-Berliner Bundesgesundheitsamt (BGA) keine Pille. Aber die Genossen wußten auch, daß die Pharmariesen genausogern experimentieren wie die Autofirmen: Ihre Versuchsstrecke ist die Klinik, ihr Testwagen der Patientenkörper.

Einzig die Verwendung der so verdienten Devisen sorgte damals in Berlin kurz für Widerspruch. Schalck, erinnert sich ein Teilnehmer der Runde, verlangte für seine Berliner Import- & Export GmbH 60 Prozent Handelsspanne. Die SED-Gesundheitspolitiker wollten das West-Geld lieber in ihr kränkelndes Kliniksystem stecken.

Die Viererrunde einigte sich schließlich auf die auch in Mafiakreisen übliche Prozentverteilung – halbe, halbe. Nach 20 Minuten war das Treffen beendet.

Schalck-Golodkowski kann sich an das Treffen angeblich nicht mehr erinnern. Der Vorschlag, West-Arznei in der DDR zu testen, stamme auf keinen Fall von ihm, teilt sein Rechtsanwalt mit. Denkbar sei dennoch, daß BIEG derartige Geschäfte betrieben habe.

Fest steht: Die West-Firmen erfuhren die frohe Botschaft über das Ost-Berliner Beratungsbüro für Arzneimittel und medizintechnische Erzeugnisse, Schönhauser Allee 177b. Die dem Gesundheitsminister unterstellte Einrichtung war bis dahin für Arzneimittelimporte zuständig.

„Jetzt dürfen Sie auch Kunde bei uns werden“, eröffnete BBA-Chef Joachim Petzold (SED) den westlichen Pharmalieferanten zum Jahresende 1983. Das Beratungsbüro lud gemeinsam mit der Schalck-Firma zu sogenannten Anlaufgesprächen in die Ost-Berliner Devisenherbergen Palasthotel und Hotel Metropol. Die großen Pharmafirmen schickten ihre Kontaktleute.

Beliebt war der DDR-Patient bei den Westlern in den riskanten Prüfphasen I und II. Sie sind, nach Laborexperiment und Tierversuch, die ersten Arzneimittelerprobungen am Menschen. In dieser Phase liegen kaum Erfahrungen über Nebenwirkungen, Dosierung und Verträglichkeit vor. Diese Erkenntnisse sollte der Ost-Kranke liefern.

Ausführliche Patienteninformation empfanden die östlichen Geschäftemacher offenbar als störend. Aufklärung fand in der Regel nur mündlich statt, den laschen DDR-Gesetzen entsprechend. Die Einwilligung des Patienten ließen sich die Ärzte ebenfalls mündlich geben – wenn überhaupt.

Die strengeren westdeutschen Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes haben sich die Pharmakonzerne auf diese Weise erspart. Das Gesetz schreibt zum „Schutz des Menschen bei der klinischen Prüfung“ im Regelfall eine Einverständniserklärung vor, die der Patient „selbst und schriftlich erteilt hat“.

Taucht in den Klinikarchiven der DDR ausnahmsweise eine solche Einwilligung auf, wird klar, daß der Patient über das Präparat nur schlecht informiert war. Was er erfuhr, war dürftig, ungenau oder schlicht falsch – wie im Fall des Tumor-Nekrose-Tests, durchgeführt am Ost-Berliner Zentralinstitut für Krebsforschung.

Die Aufklärungsschrift des Asahi-Konzerns liest sich harmloser als der Beipackzettel eines Hustensaftes. Es bestehe die berechtigte Hoffnung, die Erkrankung vorteilhaft zu beeinflussen. Die Risiken seien ärztlich vertretbar; es handele sich ohnehin nur um die Erprobung eines „neu entdeckten natürlichen Stoffes“. Dabei war in den USA beschrieben worden, daß TNF im Körper der Kranken vor allem eines bewirkt – zusätzliche Verwüstung.

Professor Stephan Tanneberger, Kommunist und Klinikchef, wußte, daß schmerzende Nebenwirkungen garantiert und schmerzlindernde Erfolgsaussichten vage sind. „Der genaue Wirkungsmechanismus von TNF ist unklar“, notierte seine Mitarbeiterin Helgard Lenk in einer den Test begleitenden Dissertationsarbeit.

Der Klinikchef hielt in Treue zur Partei und ihren japanischen Geschäftspartnern. Die wollten in Deutschland-Ost ihren Wirkstoff „in eskalierenden Dosen“, also in maximaler Wirkstoffkonzentration, getestet sehen.

Mit 38 Krebskranken hat Tanneberger am 15. Mai 1987 den Menschenversuch begonnen. Die Wirkstoffdosis wurde im extremen Fall auf das 27fache der Einstiegsdosierung eskaliert. Die Leiden der Patienten eskalierten mit.

Bei den Nebenwirkungen, heißt es in der Lenk-Studie, hätten Schüttelfrost, Fieber bis 40 Grad, Angina pectoris, Schock, abwechselnd hochgradige Erregung und Lethargie, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und schwerer Blutdruckabfall im Vordergrund gestanden.

Die übrigen Nebenwirkungen waren je nach Patient unterschiedlich. Originalton der Dissertation: „Bei zwei Patienten traten zusätzlich schwere Hustenanfälle auf. Bei fünf Patienten wurden Rasselgeräusche über den Mittelfeldern beider Lungen 24 bis 48 Stunden nach der Applikation registriert.“

3 von 38 Patienten hielten nicht bis zum offiziellen Testende durch. Sie mußten aufgrund schwerster Nebenwirkungen aus der Testgruppe entlassen werden.

Für den Rest der Patientenschar endete die Testserie vertragsgetreu am 29. September 1989. Wichtigster Schönheitsfehler: Die Patienten hatten umsonst gelitten. Der Tumor-Nekrose-Faktor, so das Fazit der Dissertation, habe eine „minimale Anti-Tumoreffektivität“. Die Substanz könne „nicht als wirksames Medikament empfohlen werden“.

Die TNF-Tortur war kein Ausnahmefall. Die Schalck-Firma BIEG lebte davon, daß Wirkstoffe, die im Westen umstritten waren, im Osten ausprobiert werden konnten. Schamhaft deklarierten die Planwirtschaftler das Experimentieren am Patientenkörper als „immateriellen Export“.

Das Prüfgeschäft wurde nach den Regeln der Kaufleute betrieben. Und das mit Erfolg: Die Einzahlungen der West-Firmen auf das BIEG-Valutakonto bei der Deutschen Außenhandelsbank, Kontonummer 9803-2054-0015, belegen es.

Rund 17 Millionen Mark hat das SED-Regime 1989, im letzten Geschäftsjahr vor dem Konkurs der DDR, mit der Auftragstesterei umgesetzt. Die DDR-Kliniken profitierten – entgegen den Absprachen – nur spärlich.

„Die kommerzielle Abwicklung der klinischen Prüfung“, so der entscheidende Passus in den Verträgen mit der West-Industrie, „erfolgt über BIEG.“ Die Berliner Import- & Export GmbH, deren Hauptsitz in Berlin-Grünau demonstrativ mit Videokamera überwacht wurde, gehörte zur Hauptabteilung II der von Schalck-Golodkowski dirigierten Kommerziellen Koordination. Diese Abteilung war verantwortlich für Kunst- und Antiquitätenhandel, Waffengeschäfte und die Konsumgüterversorgung der Intershops.

Die 260köpfige BIEG-Belegschaft setzte im letzten Jahr vor der Wende rund 500 Millionen Valuta-Mark um. Als Gewinn wurden rund 164 Millionen West-Mark an die Staatskasse überwiesen.

Für die westliche Pharmaindustrie war die Auftragsprüfung in der DDR unschlagbar attraktiv. Das hinter Minen und Mauer verschanzte Gesundheitssystem der DDR bot, was kein West-Krankenhaus bieten konnte: Diskretion total. Und das zu Billigtarifen.

Die Pharmahersteller wurden in den Verträgen meist sogar von der Schadenshaftung befreit. Die DDR, so heißt es in einem Vertrag zwischen BIEG und der Firma Du Pont de Nemours GmbH, „erhebt für etwaige, von Probanden geltend gemachte Schadensersatzansprüche keine Forderungen“.

Unterm Strich verlangte Schalck-Golodkowski zwischen 10 und 30 Prozent weniger als im Westen üblich. Für eine Studie mit 10 Patienten, durchgeführt in sechs Monaten, waren an der Ost-Berliner Charite nur 25 000 Mark zu zahlen. Kostengünstig waren die Menschenversuche auch deshalb, weil die im Westen übliche Überzeugungsarbeit von Arzt und Patient entfiel; Arzt-Prämien und Patientenhonorare konnten so gespart werden.

Die Ärzte, die meisten unkritisch aus Unwissenheit, wurden von BIEG systematisch entmündigt. Der „vormundschaftliche Staat“, wie der Bürgerrechtler Rolf Henrich seine DDR charakterisiert, ließ die Prüfmaschinerie per Knopfdruck in Bewegung setzen. Das Beratungsbüro für Arzneimittel, so stand es im Rahmenvertrag zwischen Pharmaunternehmen und Schalck-Firma, werde die verabredeten Prüfungen „veranlassen“ und für deren ordnungsgemäße Durchführung „einstehen“.

Die Ärzte waren schon zufrieden, wenn im Zuge des Testverfahrens westliches Diagnosegerät herbeigeschafft wurde. „Der dauernde Mangel in unseren Kliniken“, sagt heute SED-Gesundheitspolitiker Seidel, „war der Nährboden für die Bereitwilligkeit unserer Ärzte.“

Besonders willig sind die Ärzte der Ost-Berliner Charite gewesen, der ehemaligen Vorzeigeklinik der SED. Seit dem Sommer 1989 testen die Genossen das umstrittene Arthrosepräparat Arteparon des Münchner Luitpold-Werks.

Ginge es nach dem Bundesgesundheitsamt, wäre Arteparon längst aus den Kliniken verschwunden. Am 30. September 1988 verfügte die Behörde den Vertriebsstopp, der von den Gerichten einstweilen ausgesetzt wurde. „Die behauptete Wirkung Ihres Präparates“, schrieben die Berliner den Münchnern, „ist nicht hinreichend belegt.“

Die beim BGA archivierten Studien beweisen hauptsächlich eines – die schmerzhaften Nebenwirkungen des Präparates. Arteparon-Patienten müssen mit zusätzlichen Gelenkbeschwerden rechnen, sie nehmen Blutungen am Injektionsort in Kauf, werden zuweilen von Schwindelanfällen, Allergien und Bauchschmerzen heimgesucht. Auch ein Todesfall wurde dem BGA gemeldet.

Die in West-Berlin publizierte Fachzeitschrift Arznei-Telegramm rät vom Gebrauch der Medizin ab: „Das Risiko unerwünschter Wirkungen wiegt bei nicht nachgewiesenem Nutzen unangemessen hoch.“

Mit ihrer aktuellen Versuchsreihe will das Luitpold-Werk endlich den Nachweis der Wirksamkeit herbeitesten – in den Knochen der DDR-Patienten. Von den Ost-Bürgern war Widerstand bisher nicht zu erwarten. Eine pharmakritische Öffentlichkeit blieb der Spezies DDR-Patient verwehrt. Vier Jahrzehnte lang wurde geschluckt, was auf den Nachttisch kam.

Die westdeutschen Pharmakonzerne haben sich des Kommandosystems gründlich bedient. Der Branchenriese Bayer AG ging mit schlechtem Beispiel voran.

Es gab kaum eine Klinik des Arbeiterund-Mauer-Staates, die nicht im Bayer-Auftrag an ihren Patienten herumdokterte. Peinlich, aber wahr: Oft waren es die Problempräparate des Hauses, die den armen Schluckern im Osten verabreicht wurden.

Von 1984 bis 1987 testete Bayer am Ost-Berliner Forschungsinstitut für Lungenkrankheiten und Tuberkulose das Mittel Ciprobay. Knapp 100 an Atemwegserkrankung leidende Patienten probierten das entzündungshemmende Präparat.

Aufklärung über das riskante Testverfahren fand, nach Aussagen des Prüfarztes, nicht statt. Dabei gilt der sogenannte Doppelblindversuch als die denkbar gefährlichste Prüfmethode: Nur jeder zweite Patient wird mit dem Wirkstoff behandelt. Die andere Hälfte der Patienten bekommt ein wirkungsloses Placebo. Das Fatale: Weder Patient noch Arzt wissen, welches das Original und welches die Attrappe ist.

Die Pharmafirmen bevorzugen diese Tests wegen ihrer Unbestechlichkeit. Pharmakritiker Julius Hackethal geißelt den Doppelblindversuch als „die gräßlichste Errungenschaft der Neuzeitmedizin“. Auch Ulrich Moebius vom Institut für Arzneimittelinformation urteilt eindeutig: „Für die Patienten ist das russisches Roulett.“

Um das Selbstbestimmungsrecht der Patienten war es Bayer offenbar nicht bange. In das Wohlbefinden der Tester wurde dagegen investiert.

Der Ciprobay-Tester durfte vom 23. bis 28. Juni 1985 zu einem Kongreß nach Kyoto in Japan fliegen. Bayer zahlte Flug, Unterkunft und Taschengeld.

Mit dem Abriß des Mauerstaates verliert der Konzern ein großes Testgelände. Bayer ließ beispielsweise die Zuckerkranken im Bezirkskrankenhaus von Chemnitz, damals Karl-Marx-Stadt, den Blutzuckersenker Arcabose ( Markenname: Glucobay) schlucken.

In Amerika waren klinische Prüfungen mit der von Bayer als „Innovation“ gepriesenen Substanz über Jahre verboten. Der Grund: In einer von mehreren Testserien litten Ratten nach der Arcabose-Behandlung an Krebsgeschwüren.

Selbst in psychiatrische Kliniken hatten die Leverkusener freien Zutritt. Ihre Prüfpräparate gelangten in der Ost-Berliner Zentralklinik für Psychiatrie und Neurologie „Wilhelm Griesinger“ bis zur Intensivstation.

Dort dokterten Ost-Ärzte von 1987 bis zum Herbst 1989 testhalber mit dem Bayer-Präperat Nimodipin herum – an insgesamt 40 Alkoholikern im Delirium. Die Ärzte hofften, der von Bayer entwickelte Kalziumantagonist würde das Risiko der ersten Entzugsstunden verkleinern und die Leiden der Delirpatienten lindern.

Das Gegenteil geschah: Es kam zu schwerem Blutdruckabfall, die Trinker zitterten und schwitzten stärker als sonst. „Wir können heute froh sein, daß es zu keinen ernsthafteren Nebenwirkungen kam“, sagte Chefarzt Rainer Gold, Pharmakologe der Klinik. Bayer-Sprecher Wolfgang van Loon muß zugeben: „In Ost-Berlin wurde eine Pilotstudie durchgeführt, deren Ergebnisse die Fortführung der klinischen Prüfung in dieser Indikation nicht rechtfertigen.“

Die Alkoholiker erfuhren von dem Versuch erst im nachhinein, sagt Gold. Auch die Angehörigen blieben ahnungslos, obwohl selbst das DDR-Recht deren vorherige Unterrichtung verlangt hätte. „Sicher würde unter den veränderten Bedingungen“, so der Pharmakologe, „eine klinische Prüfung heute anders aussehen.“

Bisher war Ethik in der DDR immer nur die Ethik der herrschenden SED. Widerspruch, gar Verweigerung war nicht vorgesehen. An die Spitze der DDR-Ethikkommission – eines Gremiums, das offiziell für die moralischen Aspekte der Menschenversuche zuständig war – beriefen die Genossen einen, der landesweit als größter Freund klinischer Versuche galt: Professor Stephan Tanneberger (SED).

Der „Verdiente Wissenschaftler des Volkes“ bescheinigte den Devisendeals die moralische Unbedenklichkeit. Er sorgte dafür, daß seine Krebsklinik mit Prüfaufträgen immer reichlich versorgt war. Für den Erfolgsfall lockten wissenschaftlicher Ruhm, bei Mißerfolg blieb als Trost die Prämie.

Heute bezichtigen ehemalige Mitarbeiter den Ethikpapst des „Stalinismus in der Medizin“. In einem von 92 Klinikmitarbeitern unterzeichneten Papier wird ihm vorgeworfen, „wissenschaftlich haltlose Vorgaben für die Forschung“ durchgedrückt zu haben. Diskussion darüber habe der Ober-Ethiker „kategorisch verweigert“.

Auch menschlich soll Tanneberger versagt haben. Patienten, die sich in der Eingangshalle der Klinik die Zeit vertrieben, habe er regelmäßig abtransportieren lassen. „Schafft endlich die ausgemergelten Gestalten weg“, befahl Tanneberger seinen Mitarbeitern.

Die bundesdeutsche Öffentlichkeit erfuhr von den klinischen Prüfungen in der DDR nichts. BIEG und die westlichen Pharmakonzerne hielten dicht wie ein Syndikat.

DDR-Medien berichteten allenfalls nebenbei von „internationaler Kooperation im Gesundheitswesen“. Die westlichen Pharmakonzerne präsentierten zwar ihre Testergebnisse auf internationalen Kongressen. Das Land aber, in dem die Tests gelaufen waren, wurde nie genannt. o

Über stasifolteropferadamlauks

I am 66 Years old and I do promote acommodations on the adriatic´s sea beaches for holiday in apartments close to the sea-close to the mediteranian beauty. I am still victim of torture in STASI-Prison 1982-1985. I never reacht Justice and satisfaction by Germany´s goverment after 30 Years ! I am fighting for the implementation of § TORTURE in Germany´s low.
Dieser Beitrag wurde unter Aufarbeitung der Rechtsbeugung des Stadtgerichtes Berlin, Aufarbeitung der Verbrechen der IM Ärzte durch die Bundesärztekammer, Falsche "medizinische" Behandlung, Falsche Diagnose, IME Ärzte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Pharmatests an DDR Bürgern – Beweis mehr für die kriminelle Energie der Täter ! Strafanzeige muss her schgon vom Amtswegen ! Der Fisch stinkt vom Kopf. Golodkowski-Mecklinger-SED Spitze-und alle ChÄ der beteiligten Kliniken

  1. Vera.Tellschow@t-online.de schreibt:

    Meine Mutter erhielt von ihrer Ärztin 1982 ein Medikament verschrieben, das Rezept mußte von der Abt. Gesundheitswesen beim Rat des Stadtbezirkes vorher gegengezeichnet werden, erst dann konnte man es in der Apotheke erhalten, es war die Salbe Voltaren, von Ciba Geigy, die ihr sehr gut geholfen hat. Ciba Geigy (Schweiz) soll auch an den Studien beteiligt gewesen sein. Allerdings hier in diesem Fall war es eine gute Medikation. Was sicherlich in anderen Fällen durchaus anders gewesen sein kann.

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