Bomben auf Belgrad am 6- April 1941

 

Dabei war die jugoslawische Luftwaffe gewarnt gewesen: Am 5. April hatte ein britischer Militärattaché der Armeeführung in Belgrad die sehr konkrete Ankündigung überbracht, am kommenden Morgen um 6:30 Uhr würde die Hauptstadt bombardiert werden. Über den Ursprung dieser Information sagte dieser Colonel nichts; sehr wahrscheinlich wusste er die Antwort selbst nicht. Das hoch geheime Dechiffrierzentrum Bletchley Park nördlich von London hatte einen mit dem System Enigma geschützten deutschen Funkspruch entschlüsselt. Schon im Frühjahr 1941 konnte man dort regelmäßig Botschaften des deutschen Heeres und der Luftwaffe mitlesen.

Zwei Tage nach dem, Beitritt Jugoslawiens zu Achse des Bösen am 25.3.1941 organisierten die Britischen Geheimdienste Generalstreik.

Bis dahin hatte Hitler gar nicht vor Jugoslawien anzugreifen, weil er die als rückwärtiges Gebiet eingeplant hatte von wo BARBAROSSA  versorgt und beliefert werden sollte. Da hatte der Welteroberer die Jugos falsch eingeschätzt.

Den Angriff hatte Adolf Hitler ganz kurzfristig angeordnet: Erst am 27. März 1941 erteilte er die Weisung, Jugoslawien zeitgleich mit Griechenland zu überfallen. Letztere Offensive wurde bereits seit Mitte Dezember 1940 vorbereitet, vor allem weil hier die letzten briti-schen Truppen auf dem europäischen Festland stationiert waren.

Jugoslawien rückte jedoch erst ins Fadenkreuz der deutschen Strategen, nachdem in Belgrad ein Putsch probritischer Militärs den deutsch-freundlichen Prinzregenten Paul gestürzt hatte. Dass die neue Regierung unter dem nominellen, aber noch nicht volljährigen König Peter II. gleich einen (diplomatisch wertlosen) Nichtangriffspakt mit Stalins Sowjetunion schloss, erboste den deutschen Diktator zusätzlich, denn er plante längst für den Sommer die schnelle Niederwerfung seines ungeliebten Verbündeten im Osten.

Die neue jugoslawische Regierung hatte für den Fall von Feindseligkeiten Belgrad zur „offenen Stadt“ erklärt, also darauf hingewiesen, dass die Metropole gegen Angriffe nicht verteidigt werden würde. Tatsächlich gab es, das hatte die deutsche Gesandtschaft nach Berlin gemeldet, keine Flugabwehrgeschütze in der Stadt. Nach den Regeln der Haager Landkriegsordnung von 1899 (HLKO) wäre ein Angriff damit ein Kriegsverbrechen.

Zuerst kam die Sonne, dann kam der Tod. Palmsonntag, der 6. April 1941, versprach mit blauem Himmel ein wunderschöner Tag zu werden. In Belgrad strömten an diesem Morgen schon bald nach sechs Uhr früh Tausende Menschen auf die breiten Straßen und prächtigen Plätze. Viele strebten in die orthodoxen Kirchen, andere wollten auf den Märkten einkaufen, die meisten aber versammelten sich zu einer Kundgebung, um den Abschluss des sowjetisch-jugoslawischen Freundschafts- und Nichtangriffspakts zu bejubeln – er war in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag in Moskau geschlossen worden.                                                                                  Die Kundgebung kam nicht mehr zustande. Denn kurz nach sieben Uhr morgens tauchten deutsche und einige italienische Kampfflugzeuge über der Stadt auf. In fünf Wellen attackierten an diesem Vormittag fast 500 Bomber und Sturzkampfflugzeuge sowie 250 Jagdflugzeuge die Stadt, legten große Teile in Schutt und Asche.!

3200 Spreng- und 14.000 Brandbomben wurden abgeworfen. Die eingesetzten Piloten und Bombenschützen hatten aus ihren Erfahrungen während der Angriffe auf London gelernt: Sie legten ihre Anfluggeschwindigkeit und Flughöhe so fest, dass im Zielgebiet alle 20 Meter ein Sprengsatz detonierte.

Rein militärisch war der Angriff, der intern den Decknamen „Unternehmen Castigo“ trug, also „Strafgericht“, ein großer Erfolg. Im Bericht eines eingesetzten deutschen Kampfgeschwaders hieß es: „Die Wirkung ist nach Luftbild- und Erddarstellung hervor-ragend gewesen. Die 50-kg-Sprengbombe hat sich für die Zerstörung eines großen Stadtteils im Verein mit der Brandbombe hervorragend bewährt.“

Eine offene und unverteidigte Stadt in Schutt und Asche zu legen als einen großen Erfolg zu feiern – das sind die Deutsche die sich für Übermenschen halten und sich bis heute nicht geändert hatten.

Nein es ist nicht die Ukraine .. es ist mein Jugoslawien…

Allerdings waren die Folgen am Boden verheerend, auch wenn die Zahl der Todesopfer nie festgestellt wurde – es starben mindestens 1500 Belgrader, vielleicht aber auch ein Mehrfaches. Exakte Daten gab es nie, denn am 12. April 1941 wurde die Stadt bereits deutschen Truppen übergeben. Es folgte eine dreieinhalbjährige Besatzungszeit, in der weitere Zehntausende Einwohner umkamen.

1,7 Millionen – 10% der Bevölkerung viel den Faschsten und deren Helfershelfer zu Opfer, weil die sich gewagt hatten Hitler und seiner Soldateska NEIN zu sagen! 

Noch während die Bombardements liefen, gab Propagandaminister Joseph Goebbels seinen Mitarbeitern Anweisungen, welchen Tenor die Berichte in den deutschen Zeitungen anschlagen sollten: „Wenn morgen früh Belgrad brennt, sagen: Serben, merkt wohl: Eure Regierung hat vorsorglich, nachdem sie diesen Krieg provoziert hatte, mit Kind und Kebsweib Belgrad verlassen, und jetzt könnt Ihr das Süppchen auslöffeln.“ Zynisch fügte der Propagandaminister hinzu: „Schaut Euch jetzt mal Eure Prachtstraßen in Belgrad an!

Doch diese Rechtfertigungsstrategie verfing weder in noch außerhalb der Reichshaup-tstadt, auch wenn die deutschen Zeitungen am Montag, dem 7. April 1941, wahrheitswidrig berichteten, in Belgrad seien ausschließlich militärische Ziele angegriffen worden. Ernst von Weizsäcker, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, bemerkte voll böser Vorahnung: „Man muss damit rechnen, dass unser Vorgehen im Ausland als Barbarei kritisiert wird. Es setzt voraus, dass diesem Vorgehen der Sieg und eine hinreichend lange deutsche Suprematie folgen, sodass die Genesis darüber vergessen wird.“

Ich wünsche IHR würdet wieder gegen Moskau losmarschieren , wo  Ende 1941 500.000 in Schlamm und Eis bissen.

Drie Kriegsgeilen und Kriegstreiber wollen offensichtlich Rache oder Bodenschätze Russlands und der Ukraine an sich reißen.  Diesmal wird die Rechnung anders kommen.

Über stasifolteropferadamlauks

I am 74 Years old and I I am victim of torture in STASI-Prison in former GDR 1982-1985 still witouth Status of tortured person. I never reached Justice and satisfaction by Germany´s goverment after 42 Years injustice ! I am fighting for the implementation § TORTURE in Germany´s national low.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen