Das Bundesarchiv wurde von der BStU befehlsmäßig mit dem gesamten Personalbestand voll von verbrüderten Geheimdiernstlern und ehemaligen Diktaturträger und StUG vom Präsidenten des Bundesarchiv widerstandslos übernommen !?

DA werden Sie aufgeklärt! – wenn es um die DDR und DDR Aufklärung geht.

„Sehr geehrtetr Dr. Knabe ! ( schrieb ich am 3.2.2015 )

Verhindern Sie diese Verharmlosung und Klitterung der DDR-STASI – Exeku-tive soweit es in Ihrer Macht stehtauch wenn offensichtlich der ehem. Bereitschafts-polizist ( der VOPO´s ) Roland Jahn das in  seinem  künftigen CAMPUS DER DEMO-KRATIE den TIGERKÄFIG ( einer Arrestzelle* ) nicht haben möchte.“

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Seit 2014 tagte die Expertenkommission im Geheimen,obwohl die Bundesministerin für Kultur und Medien damit prahlte diese Diskussion öffentlich führen zu wollen?

Ich fordere Sie als Historiker ( und Bundestagspräsident * ) auf sich für die Schließung der BStU und Verlegung der Akten-Restbestände in das Bundesarchiv wo die vom Anfang anhineingehört hätten , einzusetzen.

Am 25.5.16 war Roland Jahns Mandat als Leiter des Täterschutzbeauftragten abgelaufen und die Kanzlerin lud ihre  ihr höriugen Kabinettmitglieder zum gemütlichen Beisemmen-sein nach Meseberg. Die Nahles ung Gabriel wollten endlich deren Integrationsgesetz vor-antreiben.

Merkel zu Nahles und Gabriel: „Die Sache mit der Verlegung der STASI-Akten – Restbe-stände in das Bundesarchiv.. es bleibt alles wie es ist und Roland Jahn wird wieder als Leiter eingesetzt, sonst könnt Ihr (SPD) Euer Integrationsgesetz vergessen!“  – Ob sie noch BASTA hinzugefügt hatte ist nicht überliefert worden.

Eine Emp­feh­lung – direkt für den Pa­pier­korb

„Ein Kuhhandel“: Die Koalition will von den Vorschlägen ihrer Experten-kommission für den Umbau der Stasiunterlagen-Behörde wenig wissen

VON FRANZISKA AUGSTEIN

An sich hatte es so ausgesehen, als sei die Zukunft der Stasiunterlagenbehör-de geklärt. Aber sie ist es nicht, alles bleibt offen. In engagierten Diskussionen hatte die vom Bundestag Ende 2014 eingesetzte Expertenkommission sich auf eine Empfehlung geeinigt, die sie im April vorlegte: Die Akten sollten demnach ins Bundesarchiv überführt werden. Der Leiter der Behörde, Roland Jahn, sollte nicht mehr Behördenchef sein, sondern ein Ombudsmann, der sich um Belange jener kümmert, denen zu DDR-Zeiten von Staats wegen Unrecht geschah. Damit, so wähnte die Kommission, sei allen Interessen gedient: Denen der Opfer und denen von Roland Jahn, dessen Wiederwahl als Behördenchef unlängst ansta-nd (siehe SZ vom 11. 5.).

In der vergangenen Woche ( am 25.5.2016 in Meseberg* ) entschieden die Frak-tionen der CDU und der SPD, dass in dieser Legislaturperiode nichts mehr entschieden werde. Jahn soll Mitte dieser Woche in seinem Amt bestätigt werden, die Behörde bleibt bestehen, wie sie ist. Mit ihrer Zukunft soll der nächste Bundestag sich befassen. Weil es die Fraktionen der großen Koalition waren, die 12 von 14 Mitgliedern der Experten-Kommission beriefen, scheint der Entschuss, vorerst nichts ändern zu wollen, etwas merkwürdig. Erst ein Blick hinter die Kulissen erklärt, warum die große Koalition nun mit den Ergebnissen ihrer Kommission nicht anfangen will.

Die Opferverbände, die „Union der Opfer stalinistischer Gewaltherrschaft“ vorneweg, rannten CDU-Parlamentariern sowie einigen SPD-Abgeordneten in den ostdeutschen Bundesländern die Türen ein: Die Empfehlungen der Experten-Kommission seien nicht zumutbar. Das zeitigte Wirkung. Möglicherweise glauben viele Politiker den Opferverbänden, wenn diese behaupten, für alle DDR-Opfer zu sprechen. Wie aus Koalitionskreisen zu hören ist, wurden Volker Kauder, der Vorsitzende der Unionsfraktion, und die Kanzlerin mit der Angelegenheit beschäftigt. Daraufhin wurde der SPD bedeutet: Sofern sie keinen Ärger mit dem zur Abstimmung anstehenden, fertig formulierten Integrationsgesetz haben wolle, müsse sie im Hinblick auf die Empfehlungen der Experten-Kommission klein beigeben – was die SPD dann auch tat.

Darauf angesprochen, sagt der SPD-Politiker Siegmund Ehrmann, der Vorsitzende des Kulturausschusses, das Wort „Kuhhandel“ zur Beschreibung der Lage sei leider passend; auch gegen das Wort „Erpressung“ verwahrt er sich im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung nicht. Ehrmann hält den ganzen Vorgang „für übel, weil die Union nicht in Ansätzen bereit ist, ernsthaft in die Wertung sinnvoller Empfehlungen einzutreten und für sie zu werben“.

Verärgert ist auch Richard Schröder (SPD), der stellvertretende Vorsitzende der Experten-Kommission Die Argumentation der Opferverbände fasst er für die SZ so zusammen: „Die Stasiunterlagenbehörde muss bleiben, wie sie ist, weil sie das Symbol der Herbst-Revolution ist.“ Das hält Schröder für falsch: „Eine Aktenverwaltungsbehörde als Symbol der Revolution? Das kann doch nicht ernst gemeint sein. Vielmehr ist das Freiheitsrecht der Akteneinsicht der Gewinn der Revolution. Und der soll nicht angetastet, sondern ohne Sonderbehörde im Bundesarchiv normale Praxis werden.Außerdem irrten die Opferverbände, wenn sie annähmen, die Stasiunter-lagenbehörde sei ihre Interessenvertretung.

Gelassen gibt sich Wolfgang Böhmer (CDU), der Vorsitzende der Experten-Kommission: Er meint zwar, die Kommission habe „einen zumutbaren Kompromiss gefunden, mit dem alle Seiten leben können“. Indes wäre dies nicht das erste Mal, „dass Kommissionen etwas vorschlagen, was dann im Papierkorb landet“. Dass seine eigene Fraktion ihn hat auflaufen lassen, nimmt der Achtzig-Jährige altersweise hin: „Wer seine Arbeit einer Partei zur Verfügung stellt, sollte da nicht allzu empfindlich sein.“

Nur einer hat von dieser Geschichte nichts mitbekommen: der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer. Anlässlich einer Jubiläumsfeier des Bayerischen Journalistenverbands in Regensburg am vergangenen Freitag sagte er der SZ, von den jüngsten Ereignissen in Sachen Stasiunterlagenbehörde nichts gehört zu haben. Das mag auch dabei helfen, zu erklären, warum der Bundestag eine Entscheidung auf die nächste Legislaturperiode vertagt hat: Die meisten Politiker interessieren sich nicht.


Aus: Süddeutsche Zeitung (Deutschland) vom 06.06.2016 – Seite 6

 30 Jahre nach der Übernahme der BRD durch das MfS und ihm untergeordneten Organe der DDR nennt man 1. Generationssprung  

Der Unaufhaltsame Aufstieg eines Vertiebenen, oder Umsiedlöer , Schweißerlehrling bis zum Stellvertretenden Minister des Inneren der DDR. Das machte das SED-Parteibuch möglich.

Ich begegnete auf meinem Gang durch die STASI-Hölle auch einem Russen, der mir wortwörtlich sagte:

„Adam, wenn  ein sowjetische Genosse ein 100% iger Kommunist ist, dann sind diese Idioten in der DDR 300% ige Genossen, Kommunisten. Wenn man bedenkt wieviele am Kriegsende ihre Wermacht oder  SS Uniform für eine DDR Kluft umtauschten ist das kein Wunder. So stelle ich mir den Dieter Winderlich, vor der an Fäden ziehen durfte die mein Schicksal in SEINEN Kasematten bestimmten.

Trotzdem mache ich direkt Werbung für Sein Buch obwohl ich es nicht gelesen hatte, weil das ein Buich der Sieger der Wende ist,die bekanntlich immer die Geschichte schreiben.

Warum ich das tue? Na weil 30 Jahren nach dem Kuhandel die ganze überbezahlte Aufarbeitungsindustrie von Kohl´s und Merkels Gnaden mit allen ihren Historikern bis zu heiutigem Tag keinen Buch herausgegeben hatte die die Geschichte der DDR-STASI Justiz und deren Exekutive wissenschaftlich aufgearbeutet bhätte. Erst jetzt macht sich der Stef-fen Alisch ran die Repression im Herrscherbereich des Winnfried Lustik und Dieter Winderlich, im Strafvollzu8g der DDR zu erforschen. Erinnerlic Steffen Alisch war der Dritte Gutachter 2007 der die Zahl der übernommenen STASI-Offiziere erforschen sollte die dem Pastörchen Joachim Gauck, dem größten Lügenmaul der Wendezeit zur Seite standen.

Es ist bedauerlich dass man diesem Artikel des Generalmajor Winderlich bis auf den heutigen Tag keine Replik oder Forschungsprojekt präsentieren konnte und durfte in dem man dem Oberschließer reinen Wein eingeschänkt hätte. Das ist keion Wunder, weil die Art der „Erarbeitung“ der Geschichte in die Hände der ehemaligen Diktaturträger oder deren Nachkommen gelegt wurde, die eins drauf haben: Lügen bis zum Letzten und zwar so lange bis sie selbst an eugene Lüge glauben. Dass ist Staatsräson im wiedervereinten Deutschland, eigentlich im Westen nichts Neues.

Die leichtfertigen Urteile des Deutschen Bundestages: Folter in der DDR?

Ich schreb an den Verfasser der folgenden Absonderungen eines Generalmajors des MdI, natürlich hatte er keine Eier zu antworten, wie alle aus seiner Gilde und Befehlsebene:

Wegen seiner lügenden Generälen ( wie Dieter Winderlich ) von der Front hat Hitler den Krieg verloren

Die antisozialistischen Kräfte in Deutschland setzten in ihrem Bestreben, den in der DDR
begangenen Weg einer ausbeutungsfreien Gesellschaft zu verteufeln, nach 1990 auf die Delegitimierung mittels des Rechts. Hier versprachen sie sich überzeugende Beweise und schlagkräftige Argumente. Gerichte sind nun mal in den Augen der Menschen die staatliche Institution, wo noch am ehesten die Wahrheit ans Tageslicht kommt.
Es ist eine Tatsache: Der Weg der Delegitimierung der DDR mittels des Rechts ist gescheitert. Es gab kein Gericht, welches auf dem Wege der Verbrechensaufklär-ung und der Wahrheitsfindung Folterknechte oder Folterhandlungen fand..

( Dass es im StGB des Rechtsstaates keinen § für Folter gibt müsste dieser Penner von General wissen?* AL ).

Auch der Versuch, dem Strafvollzug der DDR eine systematische Misshandlung Straf-gefangener anzuhängen, brach vor Gericht zusammen. Niemand konnte wegen Zwan-gsadaption oder unrechtsmäßige Einweisung in psychiatrische Einrichtungen gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Trotz Sondergesetze, Sonderstaatsanwaltschaften und –ermittlungsstellen hat der enorme finanzielle Aufwand nicht das von den Antikommunisten und der Bundesrepublik Deut-schland gewünschte Ergebnis gebracht. Alle in den Medien schon gefeierten Vorverurtei-lungen zerplatzten an der Wirklichkeit. Der Ärger in den antisozialistischen Denkfab-riken ist groß und sitzt tief. Bestes Beispiel dafür sind die Ausfälle des Hubertus Knabe.    ( Hubertus Knabe hat für EUCH Mißgeburten die ganze Arbeit geleistet, in dem er Euer übelstes Repressionswerkzeug tief in den Sammlungen der Ged-enkstätte vergrub und dem Rost überließ, der Weltöffentlichkeit vorenthie-lt!*)

Bald sind es 20 Jahre her, dass eine handlungsunfähige Parteiführung der SED ihre führende Rolle aufgab, die vorhandenen Widersprüche nicht löste und die Ini-tiative den ausländischen und inneren konterrevolutionären Kräften überließ. Die versprochenen blühenden Landschaften und der Wohlstand für alle sind ausgeblieb-en. Nichts liegt näher, als Jahrestage zu nutzen, um eine neue Welle der Hetze und Verleu-mdungen der DDR loszutreten.

Wußte der Winderlich dass er von Mertens IM und GMS umzingelt war auf dem Posten auf den man ihn als Chefinspektzeur gesetzt hatte? Ob  der oberste Schließer Winfried Lustik oder nun der oberste Merdizinmann der DDR Knäste GMS MUDr. Peter Janata und Mertens und Rodehau – waren alle  von der HA VII/5 geführt und die war dem Markus Wolf unterstellt.

Offensichtlich war er eine Figur in der Luftblase, so  abgesondert, dass ihm die Umstän-de und ergebnisse des kolossalsten  Operativ Vorgang „Überna-hme “ nicht mal mitgeteilt wurde – nicht mal 2011 hatte er gewußt – oder doch ?, daß die Wiedervereinigung eigent-lich Ergebnis eines Deals zwisch-en MfS und Kanzler Kohle war. Oder  besser Ergebniss der Erpressung des Westens durch das MfS, die am 18.9.1990 bei der Unterzeichnung von der ZUSATZVEREINBARUNG ZUM EINIGUNGSVERTRAG gesetzlich geregelt wurde?

In diesem Kontext muss man auch den Beschluss des Deutschen Bundestages vom 13.12.07  (BT-Drucksache 16/7493) zum Abschluss mehrerer Petitionen zur Festst-ellung des DDR-Unrechts sehen. Mit den Petitionen wurde der Deutsche Bundestag aufgefordert, eine öffentliche Feststellung über den tatsächlichen Umfang des DDR-Unrechts zu treffen, der nach Auffassung der Petenten gering ist. Es wurde eine amtliche Bekanntmachung der Ergebnisse der strafrechtlichen Verfolgung von DDR-Unrecht durch die Justizorgane der Bundesrepublik Deutschland angestrebt, so dass die Wahrheit hinsichtlich des Umfangs und Inhalts des DDR-Unrechts für jedermann ersichtlich festgestellt wird.

Eigentlich ein klarer rechtlicher Anspruch in einem Rechtsstaat, der so oft von Informati-onsfreiheit redet. Wie bei anderen kritischen Anfragen, z. B. des Komitees der EU zur Ver-hütung von Folter 2006, verstecken sich Bundestag und Bundesregierung hinter dem Föd-eralismus in Deutschland. Dann heißt es lakonisch: „ Die Verfolgung von Straftaten obliegt entsprechend der verfassungsrechtlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland den Ländern und es liegen keinerlei Berichtspflichten der Länder an die Bundesregierung und umgekehrt vor.“ Das lässt sich doch bei gutem Willen ändern.

Obwohl man keine Übersicht hat, verkündet man dann aber, dass Folter, Zwangsadoptio-nen und unrechtsmäßige Einweisung in psychiatrische Anstalten in der DDR als „histori-sches Faktum“ feststehen. Ein Beweis für diese Behauptung wird nicht angetreten. Aber man verweist auf eine, ja ich wiederhole, auf eine einzige Forschungsarbeit, die dies bele-ge:

„Hinsichtlich des mit der Petition in Frage gestellten Einsatzes von Folter in der ehemali-gen DDR verweist der Petitionsausschuss zunächst auf die Einschätzung des Historikers und Experten für die Geschichte der Folter, Robert Zagolla, der Folterhandlungen in der ehemaligen DDR bis 1956 anhand der einschlägigen Literatur eindeutig nachgewiesen hat.

Für die Zeit nach 1956 kann zumindest festgestellt werden, dass die Schwelle zur grausam-en, erniedrigenden und unmenschlichen Behandlung nach dem Völkerrecht häufig über-schritten worden ist, um die „Aussagebereitschaft“ der Untersuchungshäftlinge zu erhöh-en. Bislang stehen Dokumentationen der Folterhandlungen nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung.“

Warum der Bundestag andere Forschungsergebnisse und Untersuchungen zur Folter in der DDR verschweigt, ist klar. Die Ergebnisse passen nicht in das gewünschte Bild über die DDR, was man verbreiten möchte. Aber selbst im zitierten Buch von Zagolla gibt es versteckte Hinweise auf andere Auffassungen. So ergab eine Befragung politischer Häft-linge, die von 1985 – 87 in die BRD kamen, „dass physische Misshandlungen nahezu vol-lständig aus der Praxis des Staatssicherheitsdienstes verschwunden waren.“

Robert Zogalla schreibt zwar in seinem Buch, dass die unverdächtige Organisation Amn-esty International in den 1970er- und 1980er-Jahren der DDR bescheinigte, dass nicht ge-foltert wurde. Dann aber will er das Gegenteil beweisen und beruft sich auf Romaninhalte. Aber Romane und andere literarische Werke sind keine authentischen Zeitzeugen. Ihr Wert für eine Folterdebatte ist gleich null. Die Freiheit der Kunst erlaubt alles, auch Lüg-en, Verdrehungen und Erfindungen. Der Autor ist also in Beweisnot, was er auch zugibt:

„Es scheint, als ließe sich keine Antwort auf die Frage nach Folter in der DDR geben. Den-noch soll hier versucht werden, aus den Berichten von Betroffenen, aus der Literatur der Zeit und aus späteren Untersuchungen ein klares Bild zu zeichnen.“(S.159)

In der Petition gibt es dann noch den Verweis darauf, dass es noch weiterer Forschungser-gebnisse und Zeitzeugenberichte bedarf. Hier kommt die neue Strategie zur Delegitimie-rung der DDR ans Tageslicht. Da die Gerichte keine Beweise geliefert haben, werden jetzt Zeitzeugen in großem Umfang präsentiert, bis sich Forscher finden, die dies als
„wissenschaftliche“ Erkenntnisse präsentieren.

Der o. g. Bundestagsbeschluss zu den Petitionen nennt als Kronzeugen für Folter in der DDR den Historiker Robert Zagolla. Hätten die Verfasser im Petitionsausschuss sein Buch „Im Namen der Wahrheit. Folter in Deutschland vom Mittelalter bis heute“ richtig geles-en, sie würden die Öffentlichkeit nicht auf ihn aufmerksam machen. Schauen wir genauer hin:

„Die Frage, ob und wann in Deutschland gefoltert wurde, hängt natürlich vor allem davon ab, wie man Folter definiert. In diesem entscheidenden Punkt gibt es allerdings bisher kei-nen Konsens: Historiker, Juristen, Menschenrechtler und Politiker verwenden den Begriff in ganz unterschiedlichen, zum Teil sogar sich widersprechenden Bedeutungen. Die wicht-igsten Definitionen dürften dabei die umgangssprachliche, die völkerrechtliche und die rechtshistorische sein.“ (S.11)

Was meint denn nun der Bundestag, wenn er von Folter spricht? Sofort werden mir die Abgeordneten antworten, dass sie von der völkerrechtlichen Definition ausgehen. Wenn dem so sei, wäre dies schön. Sie beziehen sich aber auf den Historiker Zagolla, und der schreibt über seine begriffliche Verwendung im Buch auf S. 13 was ganz anderes:

„Während also das Völkerrecht unter dem Begriff Folter eine ganze Reihe staatlicher Pra-ktiken zusammenfasst, verwenden die folgenden Kapitel den Begriff nicht in einer moralischen, sondern vielmehr in einer technischen Bedeutung.“

Der Satz im Beschluss des Bundestages zu Zagolla müsste also richtig lauten: verweist der Petitionsausschuss zunächst auf die Einschätzung des Historikers und Experten für die Geschichte der Folter, Robert Zagolla, der Folterhandlungen im technischen Sinne in der ehemaligen DDR anhand der einschlägigen Literatur eindeutig nachgewiesen hat.

Uns allen sind die jüngsten Fälle bekannt, bei denen Eltern ihr Kind einsperrten und fasst verhungern ließen. Dies ist im technischen Sinne des Begriffes eine Folter. Völkerrechtlich und im innerstaatlichen Recht ist dies aber keine Folter.

Wenn es um die Frage von Folter in der DDR geht, dann kann nur die völkerrechtliche Definition zur Grundlage der Beurteilung genommen werden. Auf eine klare Definition der Folter konnte sich die UNO erst 1984 mit der UN-Antifolterkonvention verständigen. Die DDR ratifizierte diese Konvention am 9. September 1987. Die Bundesrepublik Deutschland wurde erst mit der deutschen Einheit zur Ratifizierung gezwungen und tat dies am 1. Oktober 1990.

Kurz und vereinfacht ist Folter im Sinne des Völkerrechts die vorsätzliche große Schmerzzufügung durch Staatsbedienstete um ein Geständnis zu erpre-ssen oder um eine Person zu nötigen.

Zur Sicherung der Einhaltung des Folterverbotes hat die Europäische Union eine entspre-chende Kommission (Komitee zur Verhütung von Folter- CPT) und den Europäischen Ge-richtshofes für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg geschaffen. Wie dort geurteilt wird, zeigt folgender Fall:

Ähnlich wie heute die Amerikaner im „Terrorkampf“, nahmen sich 1970/71 die britischen Sicherheitsorgane in Nordirland besondere Rechte zur Behandlung Gefangener heraus, um sie zum Verrat zu zwingen und Aussagen zu erpressen. Die inhaftierten Personen mussten über Stunden hinweg in einer unangenehmen Anspannungshaltung („stress position“) aufrecht gegen eine Wand gelehnt stehen. Sie bekamen eine Kapuze über den Kopf gezogen („disorientation“), die nur bei Verhören abgenommen wurde. Vor Vernehmungen wurden die Gefangenen über längere Zeit in einem Raum isoliert und ununterbrochen mit einem pfeifenden Geräusch beschallt („sensory deprivation“). Mit Schlafentzug und Herabsetzung von Essen uns Trinken wurde eine körperliche Schwächung verursacht. Diese Verhörpraxis wurde mit dem Begriff der „fünf Verhörpraktiken“ getarnt. Außer dieser „Verhörpraxis“ erhielten einige Gefangene schwere Schläge, Fußtritte und andere physische Misshandlungen.
Die Republik Irland klagte wegen dieser Vorfälle gegen das Vereinigte Königreich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (Quelle: www.hrr-strafrecht.de ).

Man stelle sich einmal vor, auf solch einen Fall würde man in den Archiven des Ministeriums für Staatssicherheit stoßen. Endlich hätte man einen beweiskräftigen Folterfall in der DDR.
Aber was bei einem „Bösen“ als Folter genannt wird, muss bei einem „Guten“ keine sein.
Großbritannien, als ein führender Staat in Europa und engster Verbündeter der USA, wurde im o. g. Fall nicht vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen Folter verurteil.
Der Gerichtshof bejahte zwar eine „unmenschliche“ Behandlung, lehnte aber eine Einstufung als Folter ab.

Nach dem Völkerrecht ist eine Androhung von Folter durch Staatsbedienstete zum Zwecke der Aussageerpressung bereits als Folter einzustufen. Bundesdeutsche Gerichte lassen hier aber besondere Milde walten, wenn es um das eigene Haus BRD geht. Mancher Leser wird sich an den Fall des Vizepräsidenten der Polizei Frankfurt/Main Daschner aus dem Jahre 2002 erinnern. Der hatte zur Erpressung einer Aussage über das Versteck eines entführten Kindes angewiesen, den Verdächtigen zu foltern. Ihm sollten Gelenke so verbogen werden, dass erhebliche Schmerzen entstehen. Da sich kein Polizist als Folterknecht fand, blieb es nur bei einer Androhung einer Vergewaltigung durch inhaftierte Farbige und der Gelenk-verrenkungen. Das Landgericht Frankfurt verurteilte Daschner mit einer Verwarnung und einem Strafvorbehalt, was bedeutete, dass er im Wiederholungsfalle eine Geldstrafe zu leisten hätte.

Im Beschluss des Bundestages zur Ablehnung der Petitionen wird vermerkt, dass nach 1956 in der DDR „die Schwelle zur grausamen, erniedrigenden und unmenschlichen Behandlung herabgesetzt worden ist“. Auch diese Behauptung aus dem Buch von Zogalla wird nicht bewiesen, sondern nur mit Zeitzeugenberichten belegt. Diese Zeitzeugen besch-reiben die physischen und psychischen enormen Belastungen, die eine plötzlich, manch-mal nachts, erfolgte Verhaftung und die anschließenden Verhöre mit sich brachten. Sie beklagen den wenigen Schlaf, manche sprechen von Schlafentzug. Sie fühlten die Last der Trennung von den Lieben und die Isolation von der Außenwelt. Manche störte der perma-nente Reizentzug, sowohl optischer als auch akustischer Art. Solche Gefühle und Erlebni-sse empfanden aber nicht nur Menschen, die in der DDR in Haft kamen. Mehr oder weni-ger trifft dies auch auf bestimmte Stationen in bundesdeutschen Gefängnissen zu. Treff-endstes Beispiel hiefür waren die Haftbedingungen der RAF-Gefangenen in der Justizvoll-zugsanstalt Köln-Ossendorf und Stammheim. Der bekannte Rechtsanwalt Heinrich Hann-over bezeichnete diese Haftbedingungen als Folter, wurde dafür aber vom Ehrengericht der Rechtsanwälte Bremens mit einem Verweis belegt.

Zeitzeugen sind ein Mittel, nicht das einzige, um Vergangenes zu erforschen. Auf Wikipeda erfährt man nützliches über Zeitzeugen:
„Die Geschichtswissenschaft sieht Zeitzeugen als eine Art von Quellen an, die ebenso kritisch wie andere Quellen und nur im Zusammenhang mit anderen Quellen auszuwerten sind…Die Glaubwürdigkeit eines Zeitzeugen ist – wie bei Zeugen allgemein – abhängig von der zeitlichen und räumlichen Nähe vom Vorgang (unmittelbare Anwesenheit am Tatort oder nur vermittelte Kenntnis), von ihrem sachlichen Verständnis des Vorgangs (z. B. bei juristischen Verhandlungen) und von ihrem Interesse an einer bestimmten Interpretation des Vorgangs.
Aussagen, die dem Interesse des Zeitzeugen widersprechen, sind eher glaubwürdig als sol-che, die das eigene Interesse legitimieren. So sind positive Aussagen über einen Gegner glaubwürdig, ebenso wie negative über einen Freund.“

Hier ein glaubwürdiger Zeitzeuge: „Der Strafvollzug hatte zum Ziel, vor allem die politi-schen Gefangenen – etwa 2200 von insgesamt 3000 Häftlingen – zu demoralisieren und zu vernichten. Nicht wenige Aufseher behandelten die politischen Gefangenen äußerst brutal. Hinsichtlich Verpflegung, Hygiene und Gesundheit bestanden zum Teil katastrop

hale Zustände. Der Hunger war in all den Jahren unser ständiger Begleiter.“ (Erich Hon-ecker – Aus meinem Leben, S. 95) Der Zeitzeuge schildert seine Zeit im Zuchthaus Bran-denburg – Görden von 1937 – 1945. Er bleibt objektiv, erfindet keine Folter oder persön-liche Misshandlungen. Aber er erwähnt im gleichen Buch auch, dass der Leiter des fasch-istischen Zuchthauses Brandenburg-Görden, Oberregierungsrat und SS-Führer Dr. Thue-mmler, 1945 vor der anrückenden Roten Armee floh und später Direktor der Strafanstalt Celle in Niedersachsen wurde.

So ist das halt mit den Zeitzeugen. In den Medien und so genannten Gedenkstätten kommen nur politische Gegner der DDR zu Wort. Kein Wort zu den Erlebnissen der ca 500 000 Bürger der DDR, die in vierzig Jahren wegen Straftaten mit den politischen Gef-angenen hinter Gitter saßen. Kein Wort zu den Erkenntnissen der ca 25 000 Werk-tätigen, die gemeinsam mit Strafgefangenen arbeiteten.
So lange als Zeitzeugen nur eine Interessenvertretung zugelassen wird, so lange es mora-lisch verboten wird, Zeitzeugen zum Wahrheitsgehalt zu befragen, so lange muss es erlau-bt sein präsentierte Zeitzeugen in Zweifel zu ziehen.

Dieter Winderlich

Über stasifolteropferadamlauks

I am 66 Years old and I do promote acommodations on the adriatic´s sea beaches for holiday in apartments close to the sea-close to the mediteranian beauty. I am still victim of torture in STASI-Prison 1982-1985. I never reacht Justice and satisfaction by Germany´s goverment after 30 Years ! I am fighting for the implementation of § TORTURE in Germany´s low.
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